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Banken: EU plant „Streicheltest“

04.03.2011 | 19:11 |  CHRISTIAN HÖLLER (Die Presse)

Im April müssen sich wieder alle europäische Banken einem "Crashtest" unterziehen. Die Möglichkeit von Staatspleiten klammern die europäischen Finanzaufseher einmal mehr aus. Analysten verlangen Änderungen.

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Wien. Diesmal soll alles besser werden, haben die europäischen Finanzaufseher versprochen. „Wir müssen aus der Vergangenheit lernen und zu einer strengern und seriöseren Überprüfung kommen“, erklärte unlängst Andrea Enria, Chef der EU-Aufsichtsbehörde EBA. Beim ersten einheitlichen europäischen Stresstest im Vorjahr wurden 91 Finanzkonzerne überprüft. Die Aufsicht wollte wissen, wie stark die Institute bei einer neuerlichen Krise unter Druck geraten würden. Nur sieben kleine Banken (vor allem spanische Sparkassen) fielen durch. Alle atmeten erleichtert auf. Die Glaubwürdigkeit des Tests wurde kurz danach erschüttert, als irische Großbanken Staatshilfe in Milliardenhöhe beantragten, obwohl sie den Stresstest bestanden hatten.

Am Mittwochabend trafen sich die Chefs der europäischen Finanzaufseher, um die Kriterien für den kommenden Test zu besprechen. Aus Österreich nahm Helmut Ettl, Vorstand der Finanzmarktaufsicht, teil. „Über die Ergebnisse wurde Stillschweigen vereinbart“, sagte ein FMA-Sprecher. Gesprächiger zeigte sich Elemer Tertak, EU-Direktor der Abteilung für Banken und Finanzmärkte. Dieser sagte zu Reuters, die Mehrheit der Aufseher sei dafür, dass Staatsanleihen nur im sogenannten Handelsbuch getestet werden. Das Bankbuch soll erneut außen vorgelassen werden.

Dieser Unterschied ist von entscheidender Bedeutung. Das Handelsbuch ist jener Bereich in einer Bankbilanz, in dem Wertpapiere gehalten werden, die jederzeit verkauft werden können. Hier müssen griechische, irische und andere Staatsanleihen nach dem aktuellen Marktwert angegeben werden, was meist mit Kursverlusten verbunden ist. Nicht getestet werden soll dagegen das Bankbuch. Dort liegen Anleihen bis zur Fälligkeit, sprich: Sie sind nicht für den Verkauf bestimmt. Da die Banken 90 Prozent der Staatsanleihen im Bankbuch halten, haben sie wenig zu befürchten.

 

Geht Griechenland doch pleite?

Analysten verlangen jetzt Änderungen. „Ich erwarte, dass die Kriterien härter, die Zahl der Durchfaller größer und die Abschläge auf Staatsanleihen größer sein werden“, sagte Alain Laurin von der Ratingagentur Moody's. Jüngst forderte der Bundesverband deutscher Banken, dass auch Staatsanleihen im Bankbuch einbezogen werden. Verbandspräsident Andreas Schmitz erklärte, er glaube nicht daran, dass Griechenland seine Verbindlichkeiten vollständig zurückzahlen könne. Eine Umschuldung sei unvermeidlich.

Doch genau dieser Punkt ist heikel. Bei einem Stresstest mit einer Pleite Griechenlands würden die Aufseher indirekt unterstellen, dass der Euro-Rettungsschirm nicht hält, was auf den Finanzmärkten für Unruhe sorgen könnte. Dem Vernehmen nach hat sich Deutschland beim Treffen der europäischen Finanzaufseher vehement für eine Einbeziehung der Anleihen im Bankbuch eingesetzt. Doch der Vertreter aus Berlin wurde von den europäischen Schuldnerstaaten überstimmt. Auch sonst soll sich beim Test im Vergleich zum Vorjahr wenig ändern. Beim Krisenszenario wird ein größerer Wirtschaftsabschwung mit vielen Kreditausfällen simuliert.


Keine Probleme für Österreich
Am 11. März werden die nationalen Aufseher mit den Banken weitere Details fixieren. Am 18. März wird eine Liste mit den Namen jener Finanzkonzerne veröffentlicht, die sich der Belastungsprobe unterziehen müssen.

In Österreich werden Erste Bank und Raiffeisen Bank International dabei sein. Die Bank Austria wird über ihre Konzernmutter UniCredit einbezogen. Da Österreichs Finanzkonzerne (mit Ausnahme der „Bad Bank“ der Kommunalkredit) relativ wenig Anleihen südeuropäischer Schuldnerländer halten, spielt für sie die Auseinandersetzung um das Bankbuch keine Rolle. Die Tests werden Mitte April durchgeführt. Im Juni werden die Resultate veröffentlicht.

Auf einen Blick

Auch beim neuen Stresstest haben Europas Großbanken wenig zu befürchten. Denn die meisten Staatsanleihen werden im „Bankbuch“ gehalten – und dieses bleibt beim Test außen vor. Analysten sind empört und fordern Änderungen. In Österreich werden Erste Bank, Raiffeisen und Bank Austria unter die Lupe genommen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.03.2011)

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29 Kommentare
 
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wie immer

eine große zahl von postern, die den euro abschaffen wollen oder gar raus aus der eu wollen.

eine große zahl von postern, die keine ahnung von den folgen ihrer forderung haben.

Danke, Sozialisten!

Mehr "Solidarität in Europa" und höhere Steuern um Arbeitsplätze zu subventionieren...

Danke Sozis, euere keynesianistische Lügentheorie hat uns überhaupt erst in dieses Schuldenchaos gestürzt (Stichwort: "Lieber mehr Schulden als mehr Arbeitslose!")

Eine "Finanztransaktionssteuer" die, nona, sowieso am Ende ins Produkt (Sparbuch, Kreditzinsen, etc.) einfließt und somit vom Kunden (Sparer und Unternehmer) bezahlt werden muss, soll also mehr Arbeitsplätze schaffen. Toll. Und was genau hat das mit der Schuldenkrise zu tun? Das der ganze Müll nämlich im Besten Fall aufkommensneutral ist, ist den Sozis eh bewusst.

Das Staatsschuldenproblem wird für Herrn Faymann wohl eher durch den 2. Ansatz "gelöst": Solidarität. Soll heißen: eine Transferunion soll entstehen, mit Instrumenten ähnlich dem Länderfinanzausgleich.

Einziges Problem: Ein Tiroler zahlt vielleicht nicht gerne für Burgenländer Budgetschwierigkeiten (fiktives Beispiel), aber er tuts dann doch, weil er sich als Österreicher verpflichtet fühlt.

Für einen Athener sieht man aber nicht ein, zu zahlen. Man fühlt sich nicht als Europäer.

Die Sozialisten haben uns mit ihrem Populismus überhaupt erst in die Scheiße geritten, lassen wir uns um Gottes willen nicht von ihnen erklären, wie wir da jetzt am besten rauskommen. Die wollen nämlich Feuer mit Feuer bekämpfen, nur dass das in der Praxis ziemlich bescheuert ist.

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Re: Danke, Sozialisten!

Selten ein so selbstgerechtes reißerisches Posting gelesen.

Dieses Konstante links-rechts (egal in welche Richtung) anpatzen muss schön langsam auch dem Letzten zum Hals raushängen. Die Versäumnisse der letzten Jahre und Jahrzehnte haben sämtliche Regierungen gemeinsam zu tragen - weder die "eine" Seite trägt Schuld, noch steht die "andere" mit der Lösung parat.

Politik wird seit jeher (was bei uns seit der 2. Republik bedeutet) von beiden Seiten gemeinsam gemacht, auch Alleinregierungen sind keine Diktaturen!

Das einzige worüber dich konkret aufzuregen scheinst, ist die Finanzhilfe für Griechenland, und das ist ein Paradebeispiel für den Zusammenhalte innerhalb der Regierung, und auch in ganz Europa.

Was du in diesem Zusammenhang mit dem "Populismus der Sozialisten" meinst, musst du mir bitte erklären!

Gast: odin C.
07.03.2011 09:06
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Jede Arbeit und jedes Produkt wird besteuert. Finanztransaktionen sollen unbedingt besteuert werden!

Während jede Dienstleistung und jedes Produkt der Mehrwertsteuer unterworfen ist, sind die sogenannten Finanzprodukte völlig steuerfrei.

Dies ist eine absolute Ungerechtigkeit!

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Re: Jede Arbeit und jedes Produkt wird besteuert. Finanztransaktionen sollen unbedingt besteuert werden!

Ich bin zwar für die Finanztransaktionssteuer, aber was du schreibst ist absoluter Schwachsinn: auch auf (fast) jedem Finanzprodukt liegen Steuern; nur Finanztransaktionen sind ja in dem Sinn kein Produkt - aber auf Kapitalerträge&Wertpapiere zahlst du (eine Menge) Abgaben.

Die Finanztransaktionssteuer wird im Endeffekt auch der Kunde zahlen...

Re: Jede Arbeit und jedes Produkt wird besteuert. Finanztransaktionen sollen unbedingt besteuert werden!

Finanztransaktionen sind aber keine Waren im eigentlichen Sinn.

Geld ist kein Schwingschleifer und kein Holzregal und keine Tomate. Schon vom Charakter her nicht.

Eine solche Steuer hat so viele Nachteile, dass es einfach dumm ist, sie einzuführen.

Die Finanzprodukte werden dadurch in Europa unattraktiver(teurere Kredite, weniger Zinsen auf Sparbuch, etc.), die Wirtschaft wird dadurch behindert, der Finanzplatz wird gemieden, Investitionen werden dadurch verhindert, usw.

Noch dazu kommt, dass überhaupt nicht klar ist, welche Finanztransaktionen. Alle? Oder nur die, die an der Börse gehandelt werden und dadurch kontrolliert sind? Wie soll man das bewerkstelligen, rein praktisch? Eine eigene EU-Behörde?

Im Endeffekt wäre das Gesamtsteueraufkommen wohl niedriger und ein riesen Verwaltungsaufwand müsste noch finanziert werden. Aber Hauptsache wir befriedigen unser Gerechtigkeitsgefühl, koste es, was es wolle, stimmts?

Gast: Gast
07.03.2011 07:00
0 0

Oh Michi!

Du mein Held!

Alle wollen den Euro - ein klares Bekenntnis für das Friedensprojekt

Libyen hat keinen Euro, zufolge herrscht dort auch kein Frieden. Europa aber hat den Euro, und es herrscht Frieden. Damit haben sie alle Fraktionen für Frieden und für die Eurobürgerinnen ausgesprochen. Wohlstand ist garantiert.

Gute Ideen gibt es viele - aber welche davon sind die Besten? Wer ist die Creme da le Creme?

Wenn wir mit den Menschen auf der offenen Straße sprechen, gibt es keinen Zweifel: Die SPE hat den elitärsten, den kompetentesten und des sozialsten Vorschlag gemacht, denn es gab.

"Mit meinen bescheidenen Möglichkeiten ein wenig Steuern abzuführen, bekomme ich so vieles geboten, dass ich sonst nie könnte. So kann ich immer einmal jährlich zur Vorsorgeuntersuchung gehen. Dann weiß ich gleich: Ich bin nicht krank. Da finde ich es nur gut, dass auch eine Unternehmung eine TAS bekommt, denn auch diese bekommt so wie ich, so vieles geboten", so eine Bürgerin.

"Die Einführung einer TAS hat etwas mit Gerechtigkeit zu tun und mit der Verteilung des Wohlstandes.", darin sind sich die Bürgerinnen und Bürger einig.

Re: Alle wollen den Euro - ein klares Bekenntnis für das Friedensprojekt

wie kann so ein gehirnloses ETWAS eigentlich leben - wie eine Amöbe ?

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Re: Alle wollen den Euro - ein klares Bekenntnis für das Friedensprojekt

Junge, ich bin zwar auch einer "wie Du", der hier im Forum als "linkslinker Gutmensch" abgestempelt wird, aber ich muss mal loslassen, dass das was du hier schreibst, tagtäglich für Kopfschmerzen bei mir sorgt; das wirkt für mich genauso wie gehirngewaschener Unfug und blinde Parteitreue, die man hier im Forum normalerweise von rechts gewohnt ist...

Lg,

Gast: Roca
06.03.2011 20:40
3 0

das ganze Desaster.......

....ist wie ein Begräbniss, welches man schon seit Monaten verschiebt, aber die Finanzleiche fayt schon extrem - gut dass man im Internet NIX riechen kann - THE GAME IS OVER - LONG AGO
http://www.youtube.com/watch?v=ZTsvB3jvsmM

Gast: gast
06.03.2011 19:25
5 1

entscheidung



die politdodln sollen UNS, dem volk die entscheidung lassen !

wir sagen pfiatgott zum oyro, und es hat sich !

Re: entscheidung

Ganz meiner Meinung alles andere ist Betrug und Volksverrat

0 0

Re: Re: entscheidung

volksverrat ^^ .. wie oft ich das hier im forum schon gelesen habe ... und dann wundern sich leute, wenn man als brauner untersatz der gesellschaft hingestellt wird ^^ .. aber egal

Antworten Antworten Gast: gast .
07.03.2011 09:08
0 0

Re: Re: entscheidung

Was bitte ist "Volksverrat" ???

Das Volk ist doch keine einheitliche Masse. Im Gleichschritt geht das "Volk" nur in Diktaturen!

Gast: unbeteiligter
05.03.2011 20:15
3 0

wenn j.pröll politisches Rückgrat hätte......

dann würde er uns nicht noch höheren Zahlungen an die Pleitestaaten ausliefern,sondern wegen drohenden Amtsmissbrauches bei Zustimmung zur(nicht)-Eurorettung zurücktreten

leider hat er anstelle eines Rückgrates wohl nur ein Giebelkreuz...................

Antworten Gast: gast
06.03.2011 19:26
1 0

Re: wenn j.pröll politisches Rückgrat hätte......



wenigstens darin ist er mit dem pfirsich von kanzlerdarsteller einig !

Gast: Frosty
05.03.2011 13:48
2 0

Die Lüge ist wie ein Schneeball......

....je länger man ihn wälzt, umso GRÖSSER wird er!!

Antworten Gast: 4Jahreszeiten
06.03.2011 01:52
1 0

Re: Die Lüge ist wie ein Schneeball......

seien sie unbesorgt irgendwann kommt der frühling.

Gast: dejavu
05.03.2011 12:54
5 1

die casinbanker und spekulanten werden gestreichelt- die arbeitnehmer werden dafür ausgenommen wie eine weihnachtsgans

IWF, Banken, Medien u. Politik spielen ein schlimmes Spiel auf Kosten der Bevölkerung.
Die abcashenden Abzockerbanker fordern kompromisslose Reformen auf den Arbeitsmärkten, in der Gesundheitsversorgung, vor allem aber bei den staatlichen Pensionssystemen.
RADIKALE EINSPARUNGEN in der Bildung, beim Gesundheitswesen, bei den PENSIONEN. Das Volk wird für die Banken und Reichen bezahlen und perfide gegeneinander ausgespielt. Die EU Finanzlobbypolitik trägt diesen Sozialabbau mit und daher werden die Staaten Europas (vor allem Deutschland und Österreich) in der Schuldenfalle der Banken untergehen. Zuerst wurden Milliarden in den Börsencasinos verspielt und jetzt werden den Arbeitnehmern die Daumenschrauben angezogen(Merkel) Nichts wurde aus der von der SPÖ und Faymann groß angekündigten gerechten Steuerreform. Ein unsoziales Gruselbudget gegen die Arbeitnehmer und Familien wurde von der SPÖ beschlossen. Der neue Armutsbericht zeigts einmal mehr, die10% Vermögenden werden immer reicher und die restlichen 90% der Bevölkerung besitzen wenig bis gar nichts. Die Schere Arm - Reich geht immer mehr auseinander und die Gewerkschaften bzw. SPÖ-ÖGB schlafen oder haben nicht verstanden, dass diese Abzockerei keine Grenzen hat. Der Euro-Spekulationswahnsinn ist im vollem Gange und bei den Arbeitnehmern wird unsozial eingespart. Die Banker cashen weiter Rekordsummen ab und der Spekulanten EURO und die Banker werden mit Zwangseintreibungen von Steuergeldern künstlich am Leben erhalten.

Gast: Bazi
05.03.2011 11:21
4 0

Die Frösche

Die Frösche wurden damit beauftragt, den Sumpf trocken zu legen. Was dabei herauskommt, wissen wir schon jetzt.

Antworten Gast: foolpool
05.03.2011 12:12
0 0

Re: Die Frösche

nein!
es waren nämlich die fleissigen biber. ;-)

Gast: Gast
05.03.2011 10:34
0 1

Griechenland wurde doch nur wegen der EUdSSR arm!


Raus aus der Bananen EU

Unglaublich der EU Betrug an Austrias kleinem Bürger geht weiter bis zur TOTALEN PLEITE. Hemmungslos wir das Land zu TODE Betrogen.
Raus aus dem EURO raus aus der EU.
Bürger FORDERT eine VOLKSABSTIMMUNG um das SCHLIMMSTE ZU verhindern.

Re: Raus aus der Bananen EU

die EU macht mir weniger Sorgen als die Wappler von denen wir regiert werden!

Gast: gast
05.03.2011 08:38
1 0

na hoffentlch bestehen unsere den 'test'...



sonst sind wir wieder alternativlos DRAN mit zahlen !

 
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Hobbyökonom