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„Die Saat für die nächste Finanzkrise“

10.03.2011 | 18:58 |   (Die Presse)

Der IWF fordert ein Antikrisenmodell für globale Großbanken und kritisiert, dass aus dem letzten großen Finanzcrash keine Lehren gezogen wurden. Ungelöst ist nach wie vor das „Too big to fail“-Problem.

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Washington/Red./Ag. Nach dem Beinahe-Zusammenbruch des Weltfinanzsystems im Jahr 2008 ist viel über strikte Maßnahmen zur Stabilisierung des Bankensystems und zur Vermeidung künftiger schwerer Krisen diskutiert worden. Geschehen ist offenbar wenig: In einem nun bekannt gewordenen internen Diskussionspapier des Internationalen Währungsfonds (IWF) heißt es nämlich, das Weltfinanzsystem sei weiter extrem verwundbar – und für Finanzkrisen möglicherweise sogar weniger gewappnet als 2008.

Der Grund: Es sei zwar ein wenig Systemkosmetik betrieben worden. Die Ursachen, die die schwere Finanzkrise ausgelöst haben, seien aber noch immer nicht beseitigt. Von den grenzüberschreitend tätigen Riesenkonzernen gehe eine anhaltend große Gefahr für die Stabilität des internationalen Finanzsystems aus. Dies gelte nicht nur für die Banken selbst, sondern auch für „Schattenbanken“ wie etwa große Hedgefonds.

 

Politik hat Reformen verschlafen

Der Befund der Weltwährungshüter steht in krassem Gegensatz zu den positiven Beurteilungen mancher Regierungen. Der IWF kritisiert diese Regierungs-Schönrederei ausdrücklich: „Die Regierungen müssen überdenken, wie sie die Bedrohung durch riesige Finanzinstitutionen für die Systemstabilität vermindern“, heißt es in dem Expertenbericht, der jetzt von IWF-Chefvolkswirt Olivier Blanchard freigegeben wurde. Dabei müsse man auch nachdenken, wie man „die Komplexität dieser Konzerne reduziert, die Bandbreite ihrer Geschäfte verringert und ihre Kapitalstruktur verbessert“.

Ungelöst ist demnach nach wie vor das „Too big to fail“-Problem: International tätige Finanzkonzerne haben unterdessen Größenordnungen erreicht, die sie „unsinkbar“ machen, weil ihr Zusammenbruch das gesamte Welt-Finanzsystem in den Abgrund reißen würde. Sie müssen deshalb im Falle eines drohenden Zusammenbruchs mit Hilfe von Steuerzahlergeld aufgefangen werden. Aber selbst das ist schwierig, weil die Rettung wirklich großer Institute die Finanzkraft einzelner Staaten überfordern würde.

Ein Beispiel: Die Bilanzsumme der Schweizer Großbank UBS ist annähernd achtmal so groß wie das gesamte Bruttoinlandsprodukt der Schweiz. Diese Unsinkbarkeit führt zu „Moral hazard“: Großinstitute können in dem Wissen, dass sie auf jeden Fall gerettet werden müssen, überproportional große Risken eingehen.

 

Banken noch größer als vorher

Dieser „Moral hazard“ hat sich seit der im Zuge des Kollaps der US-Bank Lehman Brothers ausgebrochenen letzten großen Finanzkrise sogar noch erhöht, meinen die IWF-Experten. Und: „Die Analyse und die Reparaturarbeiten an den globalen Finanzinstituten sind weit weniger weit fortgeschritten, als sie zu diesem Zeitpunkt sein sollten.“ Es sei „lediglich an den Symptomen der Kernschmelze im globalen Finanzsystem herumgedoktert“ worden, statt das System zu erneuern, kritisiert der IWF. Das Vertrauen in die Finanzsysteme sei immer noch in hohem Maß von den anhaltenden Stützungsmaßnahmen der Zentralbanken und Regierungen abhängig. Mit anderen Worten: Es werde derzeit gerade „die Saat für die nächste Krise“ gelegt.

Als äußerst kontraproduktiv würden sich die staatlichen Hilfen für krisenbedrohte Banken erweisen: Die würden den Druck verstärken, weil ein Zusammenbruch nun auf jeden Fall vermieden werden müsse. Die Banken seien also mehr denn je „too big to fail“. Der IWF moniert bei den Regierungen der G20-Staaten nun „geeignete Vorschläge“, wie man das Problem in den Griff bekommen könne.

Auf einen Blick

Die Ursachen der Finanzkrise sind noch nicht aufgearbeitet, sagt der Internationale Währungsfonds (IWF). Die Gefahr einer neuen Finanzkrise habe sich sogar vergrößert. Der Grund: Den Regierungen der Industrieländer ist noch kein Rezept gegen Banken und Hedgefonds eingefallen, die so groß sind, dass sie im Falle eines Zusammenbruchs auf jeden Fall mit Steuerzahlergeld gerettet werden müssen. Damit sei auch das Problem des „Moral hazard“ nicht gelöst: Die wegen ihrer Größe praktisch „unsinkbaren“ Banken können im Wissen um ihre zwangsläufige Rettung überproportionale Risken eingehen – was die Stabilität des globalen Finanzsystems gefährdet.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.03.2011)

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54 Kommentare
 
1 2
Gast: Bazi
11.03.2011 17:59
0 0

Spielcasino

Es hat sich überhaupt nichts geändert. Die Banken haben vom Staat (=Steuerzahler) wieder Geld für die nächste Zockerrunde im Casino erhalten. Wenn die diesmal wieder alles verspielen, was sehr wahrscheinlich ist, wird es beim nächsten Mal nicht mehr so glimpflich ausgehen, in keiner Beziehung.

Gast: gast
11.03.2011 11:38
0 0

Schönen Gruß von Charles Ponzi

Wenn ein Kettenbrief erlaubt ist, warum sperrt man dann Berni Madoff ein?

http://www.nzz.ch/finanzen/nachrichten/die_usa_stehen_schlechter_da_als_griechenland_1.9841323.html

TheAlien
11.03.2011 11:31
3 0

Virtuelles, real wertloses Geld

Solange das Wirtschaftssystem auf ein beliebig durch Zinsen und Inflation manipulierbares, per se wertloses Transfermedium "Geld" setzt, wird sich nichts ändern.

Die einzig wirklich sinnvolle Massnahme für eine Stabilisierung, ist ein 100% Absicherung von Transfermedien durch reale Ressourcen.

Somit wird ein Zeitversatz bei wirtschaftlichen Transaktionen durch das Transfermedium ermöglicht, und dieses ist wertstabil und zu 100% besichert.

Magische, alchemistische Wertvermehrung durch Zinsen und ein System, das rein auf den Glauben an den Wert aufbaut, sind dann aber passe (und ebenso die Bankster).

Antworten Gast: Jimmy Deen
17.08.2011 11:28
0 0

Re: Virtuelles, real wertloses Geld

stimmt

jedoch geht profit über alles. ein beispiel: gehen sie zum hofer und versuchen sie eine kantwurst zu bekommen die wirklich noch hart ist. oder in einem anderen supermarkt eine hartwurst. zeit, die für die reifung benötigt werden würde wird nicht mehr gegeben. so kann in kürzerer zeit größerer profit erzielt werden. die ware und damit der konsument bleiben auf der strecke.

das geldsystem wie wir es kennen nützt nur bestimmten schichten, der rest wird ausgebeutet.

es braucht ebenso ein anderes denken.

Antworten Antworten TheAlien
17.08.2011 19:16
0 0

Re: Re: Virtuelles, real wertloses Geld

Ich stimme Ihnen zu: ein Umdenken ist nötig.

Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit gering, da die als domestizierte Nutzmenschen gezüchteten Homo QuasiSapiens eine panische Angst vor Eigenverantwortung, Mitdenken und jeglicher Veränderung anerzogen wurde.

Die Selektion bei der Fortpflanzung verstärkt dies noch zusätzlich (jene, die am wenigsten darüber nachdenken haben überdurchschnittlich viele Kinder). Umdenken wird also ein Minderheitenprogramm bleiben...

Gast: kritikus
11.03.2011 11:10
3 0

goldene worte

die banken werden jetzt natürlich zornbebend auf dem gegenteil bestehen, nämlich dass das alles angeblich nur "ein theoretisch mögliches szenario" oder überhaupt falsch sei oder sie werden sonstwie versuchen, die vorwürfe abzustreiten
einen vorwurf kann man bis zu einem gewissen grad sozusagen gelten lassen, nämlich dass den banken der irrsinn, den diese verzapft haben, vom staat, das heißt letztendlich von uns, nicht ausdrücklich verboten wurde

obendrein waren die staatshilfen eine positive verstärkung und belohnung der unfähigkeit und verantwortungslosigkeit
und relativ gesehen eine bestrafung der verantwortungsvoll handelnden banken(, die ja keine "hilfen" bekommen haben)
mir ist das klar, dass das falsch war
dass es gegen die grundprizipien unserer rechtsordnung verstößt, den unehrlichen und verantwortungslosen zu belohnen und den ehrlichen zu bestrafen!
im staatlichen gerichtssaal ist das nämlich genau andersherum!

da der staat leider das gegenteil getan hat, danke ich auf diesem weg den solide und verantwortungsvoll geführten banken, die keine kredite an windige firmen so mache unehrlichen privaten vergeben haben und daher für eine solide nachhaltige wirtschaft stehen!

wenn die dinge so wie sie waren und sind, nicht funktioniert haben, muss man sie ändern! zum beispiel:
bekanntlich kann man durch put-optionen,leerverkäufe etc. an fallenden kursen verdienen. fallen tun sie v.a. dann, wenn vorher eine blase war, die also aktiv gefördert wird!
weg mit diesem irrsinn!!!

Gast: Na und?
11.03.2011 11:09
4 1

Wie beutet man die Welt aus?

Ganz einfach: Als Bank investiert man gezielt Spareinlagen, Lebensversicherungen etc. in Risiko.

Geht es gut, wird abgecasht.

Wenn nicht, wendet man sich an den Staat und droht mit Komplettvernichtung des Geldes, falls dieser nicht einspringt.

Genau so funktioniert ja die hohe Kunst des Bankwesens, nicht wahr? Und von den Verantwortlichen ist bis heute keiner im Gefängnis...

Gast: Franz H.
11.03.2011 10:18
3 0

Finanzverbrecher weit und breit

An der Spitze stehen die Finanzminister, die einfach zu blöd sind eine einfache Einnahmen und Ausgabenrechung zu kapieren, dann kommt das kriminelle Bankenwesen samt der unnötigsten Berufsgruppe aller Zeiten, den Investmentbankern, die Pest unserer Zeit. Ratingagenturen, Börseanalysten und sonstiger Schwachsinn wo die größten Deppen und Abzocker mitspielen. Alle spielen das Spiel bis zum Ende mit weil keiner die Courage hat zuzugeben dass das aktuelle Wirtschaftssystem völlig versagt hat.

Antworten Gast: Helvetier
11.03.2011 15:21
1 0

Re: Finanzverbrecher weit und breit

Nein. Diese üblen "Finanzheinis" spielen das Spiel deshalb mit, weil alle von Ihnen aufgezählten Zeitgenossen das schnelle grosse Geld suchen und leider auch finden.

Gast: gast
11.03.2011 09:03
2 1

ABER , ABER .....



wer wird denn gleich kassandra rufen ?

sind doch WIR da, die dann wieder ALTERNATIVLOS die SYSTEMISCHEN banken retten dürfen !
HURRAAA!!!

und der OYRO ist superstabil, weil er auf stabilen volkswirtschaften gründet, wie griechenland, spanien, irland, italien, portugal....

ALLES PALETTI !!!!

birgit
11.03.2011 09:00
3 1

Die Saat des Satans

haben wir seit Privatisierung der FED 1914.
Das versklavende Roth.schild-System ist der Grundstein aller Kriege , Finanzkrisen, Lebensmittelkrisen warum Lebensmittel als Treib und Heizmittel verwenden, Klimalüge etc.etc.
Der Absturz ist geplant und gewollt. Anders kann man es gar nicht interpretieren. Unser Wohlstand im Westen wird uns zwischen den Fingern verschwinden.

Antworten Gast: niederösterreicher
11.03.2011 09:40
0 4

Re: Die Saat des Satans

Stimme Ihnen zu: sobald der Staat in den natürlichen Ablauf der Wirtschaft mittels staatlicher Zwangsmaßnahmen, seien es nun Steuern, Regulierungen, Subventionen oder den widernatürlichen Sozialstaat eingegriffen hat ging es schief.
Überall wo Staat draufsteht ist Müll enthalten. Mehr Privat weniger Staat! Mehr Eigenveranwortung weniger staatliche Bevormundung!

Antworten Antworten WM
11.03.2011 11:07
3 0

Re: Re: Die Saat des Satans

Wie ideologische Verbohrtheit verblendet - überlegen Sie, wie es in einem Staat ausschaut, in dem es nur private Strassen, privates Energieversorgungsnetz, private Wasserversorgung, private Polizei, privates Gesundheitssystem, privates Schulsystem, private Altersvorsorge, etc. gibt.

Antworten Antworten Antworten Gast: niederösterreicher
11.03.2011 16:19
0 0

Re: Re: Re: Die Saat des Satans

das wäre ein optimaler zustand!

Pivate Polizei würde ich als einziges ausschließen, da hoheitsrechtliche Agenden von staatlicher Seite gedeckt werden - aber private Sicherheitsdienste auf alle fälle.

vor allem: private Altersversorgung und Schulsystem wäre wünschenswert. Das staatliche Rentenzockersystem würden wir dann endlich los sein.

Antworten Antworten Antworten Antworten WM
11.03.2011 19:33
0 0

Re: Re: Re: Re: Die Saat des Satans

Sie wissen aber schon, dass privatrechtliche Beziehungen einer anderen Logik folgen, in der die Vertragsmacht bzw. die witschaftliche Potenz und NICHT die juristische maßgeblich sind und sich ausschließlich nach ökonomischen Gesichtspunkten richten. Fragen nach irgendeiner Art von Gerechtigkeit sind dann nicht mehr zu stellen, d.h. letztlich hört damit die Politk auf.
Schon die alten Griechen haben Menschen, die nicht am öffentlichen, staatlichen Problemen bzw. Lösungen interessiert sind, Idioten genannt.

Iason
11.03.2011 08:35
0 0

ES hat sich nichts geändert, oder doch?

Die strukturellen Mängel wurden durch das viele billige Geld, das in die Märkte gepumpt wurde, überdeckt und noch verstärkt. Wir sollten uns also auf einiges gefasst machen, wenn die nächste Krise startet. Ist es heuer oder erst in zwei Jahren?
Keiner weiß das so genau. Sicher ist nur sie WIRD kommen. Der Auslöser könnte eine Energiekrise , der Ruin von größeren Staaten, oder eine beginnende Hyperinflation sein.

Politiker haben darauf nur insofern einen Einfluss, dass sie ihre Hausaufgaben machen hätten sollen, nämlich die Budgets in Ordnung bringen und nicht neue Schulden machen hätten sollen. Das wäre unangenehm, aber das ist unerläßlich, früher oder später.

Die Medien und Gerichte hätten all die Machenschaften der korrupten Banker, Politiker und Top-Manager aufrollen sollen. Auch das ist nicht passiert. Es krankt an unserem System und auch an der Gesellschaft, in der sich jener durchsetzt, der korrupter und rücksichtsloser agiert. Auch das kann man nur über Generationen bereinigen.

Der clevere Bürger bereitet sich auf das was kommt so gut wie möglich vor. Aber es wird immer schwerer je näher der Exodus kommt.


Antworten Gast: Pseudo Nym
11.03.2011 10:35
1 0

Re: ES hat sich nichts geändert, oder doch?

Zum Einstieg kann man "Das Medienmonopol" lesen und dann anfangen, selbst zu recherchieren.

Man hat nach einiger Einarbeitungszeit wirklich ein Aha-Erlebnis nach dem anderen und versteht die Zusammenhänge einfach besser.

Nämlich, dass die Massenmedien tatsächlich Massenvernichtungswaffen darstellen, da sie vielen Menschen ihr eigenständiges Denken nehmen und die Kreativiät zerstören.

Die lächerlichen "News", die ich in Tageszeitungen lesen kann (wie z.B. dass Spanien herabgestuft wird), habe ich schon Tage wenn nicht teilweise WOCHEN zuvor im Internet auf div. Blogs gelesen.

Aber das ist den Leuten ja zu verschwörungstheoretisch und natürlich nicht seriös genug. Aber kennt eigentlich irgendjemand die Copy&Paste-Journalisten aus den Redationen der "Qualtitäsmedien" persönlich? Nein? Dachte ich mir irgendwie.

Trotzdem vertrauen alle wie die Lämmer darauf, dass es stimmt, was da geschrieben wird. Bloß, weil es sich um ein "offizielles" Blatt handelt.

George Orwell hatte die Zeichen der Zeit erkannt.

Antworten Gast: Pseudo Nym
11.03.2011 10:26
1 0

Re: ES hat sich nichts geändert, oder doch?

Ja, der Exodus wird kommen. Aber viele interessiert es (NOCH) nicht, weil sie ihren Geist mit Gedankenmüll à la Heidi Klum und DSDS verseuchen lassen bzw. ist der Großteil der Bevölkerung zutiefst abgestumpft und erkrankt.

Bei den Medien muss ich widersprechen.
Es ist offensichtlich, dass diese das wichtigste Werkzeug sind, um dieses Spiel aufrecht erhalten zu können.

Die Systemmedien haben schon lange nicht mehr ihre ursprüngliche Funktion, nämlich uns aufzuklären und wirkliches Wissen zu verbreiten. Vielleicht waren sie aber von Anfang an nicht dafür gedacht.

Man bedenke, dass die weltweite Medienlandschaft durch 5 Großkonzerne, u.a. Bertelsmann diese Verbrecher, geleitet und kontrolliert wird. Wer da von "unabhängig" oder seriös spricht, sollte seine Informationen noch mal einer Prüfung unterziehen.

Ist doch ein einfaches Spiel. Man nehme die "Krone" für die vermeintliche Unterschicht, den "Kurier" für die Mittelschicht und "Die Presse" sowieo "Der Standard" für die Oberschicht. Alle schreiben den selben Müll, jeweils anders verpackt. Damit bedienst du alle Leserschichten, selektierst quasi nach IQ aus und lässt die Meute anschließend aufeinander los.

"Aber im Kurier steht..."/"Aber in der Krone steht....".

So glaubt jede Klientel von sich selbst, natürlich bestens informiert zu sein und fühlt sich "cool". Die anderen sind natürlich Leser eines Schundblattes.

Das oft zitierte Brot und Spiele-Prinzip.


Antworten Antworten Iason
11.03.2011 12:13
2 0

Re: Re: ES hat sich nichts geändert, oder doch?


Früher war ich auch so naiv und dachte was in den Medien berichtet wird hat irgend ein Recht auf Wahrheit oder Seriosität.

Dann habe ich mich intensiver mit Börsen beschäftigt und kam rasch drauf wozu Medien in Wirklichkeit da sind. Es sind gigantische Mittel der Mächtigen, um zu manipulieren. Es sind die Propagandemittel unserer Zeit.
Egal ob es sich um die Finanzmärkte oder die Wirtschaft oder sonst irgend ein wesentliches Thema (Klimawandel, Politik, etc.) handelt.

Antworten Antworten Antworten Gast: Pseudo Nym
11.03.2011 13:51
1 0

Re: Re: Re: ES hat sich nichts geändert, oder doch?

Es ist leider die bittere Wahrheit.

Und dennoch erntet man nur Spott und wird regelmäßig der Lächerlichkeit preisgegeben, wenn man es ausspricht.

Ich hoffe nur, dass es den ganzen Denunzianten wenigstens leid tut, dass sie uns verhetzt haben.

Als ich erkannt und verstanden habe, dass die ganze politische Welt eine einziges Laienschauspiel ist, um von ganzen anderen Dingen abzulenken bzw. dass eben NICHTS so ist, wie es scheint, war das auch für mich bitter.
So viel "Wissen" aus der Schule, einen Großteil konnte ich löschen.

Die Wahrheit bleibt aber die Wahrheit, das kann man drehen und wenden wie man will. Die meisten beten eben nur das nach, was sie in der Zeitung lesen und gut ist es.

Das Bittere an der Sache ist, dass viele gar nichts davon wissen wollen und sich anscheinend damit angefreundet haben, für einen Dreckslohn als Sklaven für die Industrie zu arbeiten.

Solang's am Abend was ordentliches in der Glotze spielt..... Sich selbst in der Freizeit weiterzubilden zu können/dürfen ist ein Privileg, das viele verkennen.

Bevor ich mir CSI oder "Charlie" ansehe, zieh' ich mir lieber ein Buch über Nikola Tesla oder Wilhelm Reich rein. Ist 10x spannender und beflügelt die eigenen Gedanken.

Wie auch immer. Ich bin davon überzeugt, dass die Wahrheit ans Tageslicht kommen wird.

Dieses System liegt in seinen letzten Atemzügen und mit seinem Tod werden sich auch die ganzen Lügen offenbaren.

Gruß

Antworten Gast: 1. Parteiloser
11.03.2011 09:21
1 0

Machen hätten sollen!!

Sie haben die beiden wesentliche Punkte voll getroffen.

1) Die Budgets sind noch immer außer Kontrolle, das Problem wird damit laufend größer. Wenn die Zinsen weiter steigen, dann werden die Staaten auch keine Chance mehr haben die Budgets unter Kontrolle zu bringen.

Es wird also bei niedrigen Zinsen bleiben müssen und damit eine hohe Teuerungsrate kommen. Ob die Staaten diese Chance nützen werden bleibt allerdings zu bezweifeln

2) Die Aufarbeitung ist nicht erfolgt. Die Verbr.cher in Griechenland werden gerichtlich nicht verfolgt, es kümmert sich keiner darum. Das gleiche Bild in den USA, das gleiche Bild in ganz Europa. Das macht die Verzweiflung der Menschen noch größer und erhöht sehr stark das Risiko zu Volksaufständen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Libysche und Ägyptische Phänomene auf Europa übergreifen, wenn auch zeitverzögert.

Die Vorbereitung auf die kommenden Veränderungen können viele Menschen gar nicht machen. Es sind ja nicht mehr viele, welche auch ein Vermögen haben, welches irgendwie in eine vermeintliche Sicherheit gebracht werden kann. Alle anderen müssen sich von den Ereignissen treiben lassen und abwarten. Erst wenn der Neustart kommt, kann man wieder ordentlich arbeiten und etwas Sinnvolles für die Gesellschaft (und damit für sich selber) machen.

Vielleicht sollte man sich, zu Selbstschutz in die Hinterwildalpen verziehen. Auch das kommende Gewitter wird vorbeigehen.

Gast: Pseudo Nym
11.03.2011 08:22
1 0

Nebenbei....

sei' gesagt, dass die EU "klammheimlich" vor kurzem das Reinheitsgebot für Futtermittel gekippt hat. War u.a. im WDR zu sehen.

Damit ist dem Gentechnik-Einzug bei uns nun engültig der Weg geebnet. Wer da noch an einen Zufall glaubt, bitte. Wir sollen bewusst dumm gehalten und vergiftet werden.

Die Finanzkrise ist schon vorbei und möglicherweise eine Neue im Anrollen????
Wusste ich noch gar nicht. Dachte, die Erste ist noch immer Laufen..... ;)

Anubis
11.03.2011 08:17
1 0

Wie wird bewertet

Bisher konnte mir noch niemand erklären, warum Ratingargenturen europäische Länder herabstufen, die von den Zahlen her schuldenmässig besser dastehen als die USA. Ist der Grund, das alle Ratingargenturen ihren Sitz in den USA haben, oder gibt es rationale Gründe. Ist ersteres der Fall, wäre es wohl überlegenswert eine europäische Argentur zu gründen...

Gast: Zyprian
11.03.2011 01:32
2 0

USA mischt in EU kraftig mit

Die in New York angesiedelte Ratingagentur Moody's hat jüngst die Kreditwürdigkeit Spaniens herabgestuft.

Link:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,554843,00.html

So lakonisch sich diese Meldung anhört, so viel Sprengkraft hat sie. Man denke an Griechenland. Wie fing es dort an? Auch Irland wurde von Herabstufungen durch Ratingagenturen "beglückt".
Warum läßt sich die EU das teuflische Spiel bieten? Nach wie vor liegt Spanien am europäischen Kontinent.
Ein Kollaps Spaniens könnte das System EU und des EURO ebenfalls zum Scheitern verurteilen.


Gast: Don Quichote
10.03.2011 22:33
5 1

Nachdem ich mir ...

... heute, nach vielen Wochen wieder einmal die ZIB1 angesehen habe, weiß ich, daß das alles nur Gewäsch ist. Viel wichtiger in den Weltnachrichten ist zB die Liste der reichsten Menschen oder die Gerichtsverhandlung eines obskuren Grazer Fußballfunktionärs. Wie schön, daß die Welt so einfach gestrickt ist.

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Re: Nachdem ich mir ...

warum sollen sie Wahrheit bringen, 90% von ihnen werden ja von den Parteien bestochen um das dummpe Volk zu manipulieren.

 
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