Griechisches Staatsdefizit steigt auf neun Prozent

11.03.2011 | 16:06 |   (DiePresse.com)

Die Ausgaben von Griechenland überstiegen die Einnahmen um mehr als eine Milliarde Euro.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

Das griechische Staatsdefizit hat sich zu Jahresbeginn ausgeweitet. Die Ausgaben übertrafen die Einnahmen in den beiden ersten Monaten um gut eine Milliarde Euro, teilte das Finanzministerium am Freitag in Athen mit. Das entspricht einer Defizitquote von neun Prozent. Grund dafür sind schrumpfende Einnahmen: Sie fielen um 9,2 Prozent auf knapp acht Milliarden Euro, während die Ausgaben gleichzeitig um 3,3 Prozent zulegten.

Mehr zum Thema:

Das hoch verschuldete Griechenland will sein Staatsdefizit in diesem Jahr auf 7,4 Prozent senken. 2010 lag es bei 9,4 Prozent. Das Ziel ist wegen der Wirtschaftskrise schwer zu erreichen. Dem Land droht das dritte Rezessionsjahr in Folge.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

Mehr aus dem Web

5 Kommentare

Kann jemand helfen?


Neuverschuldung Griechenlands lt griechischem Finanzministerium per Ende 2009: 36,5 Mrd Euro = ca. 15,2% vom BIP (stimmt mit den Meldungen in den Systemmedien überein).

Neuverschuldung Griechenlands lt griechischem Finanzministerium per Ende 2010: 41,75 Mrd Euro = ca. 18,2% vom BIP.

Wie kommen die Systemmedien hier auf 9,4% Neuverschuldung, wenn die offiziellen griechischen Daten fast das Doppelte ausweisen?
_______________________

Outstanding Central Government Debt 31.12.2010: 340,27756 Milliarden Euro

http://www.minfin.gr/content-api/f/binaryChannel/minfin/datastore/f7/44/65/f74465062afa8551c24ac1be8ad818f80f46ce7a/application/pdf/Bulletin_No_60.pdf
_____________________________

Outstanding Central Government Debt 31.12.2009: 298,5242 Milliarden Euro

http://www.minfin.gr/content-api/f/binaryChannel/minfin/datastore/14/90/39/14903996c439862738744b8790877f25b03da784/application/pdf/pdb_2009_12_20100219.pdf
_________________________

Outstanding Central Government Debt 31.12.2008: 262,07075 Milliarden Euro

http://www.minfin.gr/content-api/f/binaryChannel/minfin/datastore/9e/87/48/9e874868b57b0ea41a43fc437870026dd3fa02e2/application/pdf/pdb_2008_12_20090227.pdf

Gast: 1. Parteiloser
11.03.2011 19:28
2

Die lächerliche Milliarde schafft Ö in einem Monat, ganz locker!

https://www.bmf.gv.at/budget/akthh/2011/201101hauptueberblicke.htm

Nur Januar 2011:
Einnahmen: 2.998 Mio. Euro
Ausgaben: 6.867 Mio. Euro

Das ist mal nur aus der Sicht des Bundes. Die fehlenden 3.000 Mio. wurden aber sich nicht von den Ländern / Gemeinden oder SV Trägern erwirtschaftet.

Vielleicht können einige Leser so die Zukunft Österreichs besser erkennen.

Auf zum Notausgang

Griechenland sollte jetzt den Staatsbankrott erklären und aus der EU aussteigen. Das klingt brutal, aber die Griechen können ihre Staatsschulden nie und nimmer zurückzahlen. Früher oder später werden sie den Staatsbankrott erklären müssen oder sie werden vorher aus der Eurozone geworfen. Ein einigermaßen kontrollierter Ausstieg wäre da besser.

Griechenland wäre dann auf Jahrzehnte wieder dort, wo es schon früher war: Ein armes Land an der Peripherie der EU. Das wäre traurig für die Griechen, aber es gäbe eine Chance auf einen Neustart.

Antworten Gast: niederösterreicher
11.03.2011 19:01
0

Re: Auf zum Notausgang

Staatsbankrott und EU-Austritt bedingen einander nicht. Ein behindertes Kind wird doch auch nicht aus der Familie ausgeschlossen - hoffe ich zumindest.

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
11.03.2011 19:32
1

Re: Re: Auf zum Notausgang

Als Niederösterreicher, dem wirtschaftlichen Versagen von Pröll / Sobotka ausgesetzt, ist diese Hoffnung verständlich.

Aber ist es nicht auch so, dass man kranke Äste bei den Bäumen abschneiden muss, damit sich der Baum gut entwickeln kann?

Das Dumme bei der Eurozone ist heute ja, dass ein solches Abschneiden von kranken Ästen den Baum fast vollständig demontieren würde (Ausnahme Luxemburg, Estland). Dann würden auch die Wurzlen bald zu Kompost werden.

AnmeldenAnmelden