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EU-Rettungsschirm: Österreich trägt 25 Mrd. Euro bei

12.03.2011 | 09:14 |   (DiePresse.com)

Der Rettungsschirm der EU wird in Zukunft eine Nominale von 440 Milliarden Euro haben. Für die Griechen gibt es eine Zinssenkung.

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Die Staats- und Regierungschefs der Eurozone haben sich nach Angaben von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) auf eine Aufstockung des bestehenden Euro-Rettungsschirms (EFSF) verständigt. Künftig soll die nominale Summe von 440 Milliarden Euro "effektiv nutzbar" sein, sagte Faymann. Bisher sind nur rund 250 Milliarden Euro aus dem Rettungsschirm tatsächlich nutzbar. Zugleich wurde eine Senkung der Zinsen für Griechenland beschlossen. Die Einigung erfolgte, nachdem auf Druck von Berlin und Paris ein Pakt zur stärkeren wirtschaftspolitischen Koordinierung der Euro-Staaten beschlossen worden war.

Faymann sagte, der österreichische Beitrag würde sich von 12,5 Milliarden Euro bzw. der derzeitigen gesetzlichen Ermächtigung in Höhe von 15 Milliarden Euro auf etwa 25 Milliarden Euro erhöhen. Für den dauerhaften Euro-Rettungsschirm (ESM), der ab Mitte 2013 den EFSF ablösen soll, sei grundsätzlich Einigung darüber erzielt worden, dass er eine Darlehenskapazität 500 Milliarden Euro haben soll.

Niedrigere Zinsen für Griechenland

Die Euro-Chefs beschlossen auch eine niedrigere Verzinsung der EU-Notkredite für Griechenland. Eine Herabsetzung der Zinsen um 1 Prozent oder 100 Basispunkte ist festgelegt worden. Derzeit zahlt Griechenland für den 80 Milliarden Euro schweren Darlehensrahmen der EU etwas mehr als 5 Prozent Zinsen. Zugleich ist eine Laufzeitverlängerung der Griechenland-Kredite von fünf auf 7,5 Jahre beschlossen worden. Im Gegenzug stimmte Athen einem 50 Milliarden Euro schweren Privatisierungspaket zu, wie die deutsche Kanzlerin Angela Merkel sagte.

Der zweite Euro-Patient Irland blitzte dagegen mit seinen Forderungen zunächst ab. Der neue irische Premier Enda Kenny hatte nämlich eine Senkung der Kreditzinsen von derzeit knapp sechs Prozent gefordert, wollte sich aber nicht auf eine Diskussion über den niedrigen Körperschaftssteuersatz (12,5 Prozent) seines Landes einlassen, der vielen EU-Partnern ein Dorn im Auge ist. Während Diplomaten von Wortgefechten zwischen Kenny und dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy und der deutschen Kanzlerin Merkel berichteten, äußerte sich Faymann diplomatisch. Es müsse in der Frage der Körperschaftssteuern ein "Diskussionsprozess" geführt werden, so Faymann. "Länder, die unter dem Schutzschirm stehen, sind besonders gefordert, Stellung zu nehmen", sagte Faymann in Hinblick auf die EU-Unterstützung für Irland.

Portugal will nicht unter Rettungsschirm

Thema bei den Beratungen war auch Portugal, das als drittes Land unter den Euro-Schutzschirm schlüpfen könnte. Viele Analysten vermuten, dass Portugal ohne Geldspritze seiner Währungspartner nicht auskommen wird. Auch Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) drängte Lissabon in einem Interview mit der "Financial Times" zu einer raschen Entscheidung in dieser Frage, zumal es "konkrete Zahlen" gebe, "dass sich das Land in den nächsten Jahren nicht ohne Hilfe refinanzieren kann". Der portugiesische Premier Jose Socrates wollte davon aber beim Euro-Gipfel nichts wissen.

Wettbewerbspakt

Bereits am Abend hatten die 17 Euro-Staaten einen gemeinsamen Pakt zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit beschlossen. Dabei wurden aber umstrittene Punkte in den Bereichen Lohnentwicklung und Pensionen ausgeklammert. So findet sich die von Deutschland ursprünglich geforderte Abschaffung der Lohnindexierung in dem Text nicht mehr. Bei den Pensionen wird zwar eine nachhaltige Sicherung der Systeme festgeschrieben, ein direktes Eingreifen der EU aber nicht vorgesehen. Als Ziele nennt der "Pakt", der keine Sanktionsmöglichkeiten enthält, auch Investitionen in Bildung, Forschung, Entwicklung, Innovation und Infrastruktur. Konkrete Zusagen würden von den EU-Staaten selbst ausgesucht, hieß es in Ratskreisen.

Kanzler Faymann äußerte sich zufrieden mit dem "Pakt für den Euro". Er betonte, dass weiterhin kein Land in wirtschaftspolitischen Fragen zu etwas gezwungen werden könne. Insbesondere seien die autonomen Tarifverhandlungen der Sozialpartner hervorgehoben. Auch die Frage der Pensionen sei im Sinne Österreichs angesprochen worden. Hier hatte es Vorschläge gegeben, ein einheitliches Pensionsalter innerhalb der Europäischen Union anzustreben. Erfreut äußerte sich der SPÖ-Chef, dass eine Reihe von Staaten die österreichische Idee einer Finanztransaktionssteuer unterstützt hätten. Konkret nannte er Frankreich, Deutschland, Portugal, Spanien, Griechenland und die Slowakei. Skeptisch habe sich Italien geäußert.

 

(APA)

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163 Kommentare
 
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1 0

wahrscheinlich ist selbst unseren Politiks bereits bewusst,

das wir Griechenland gar nicht unähnlich sind, und erhoffen sich die gleichen Hilfen, wenn bekannt wird welch Schulden wir in Wahrheit längst haben ?!

Die Frage aber ist: WER bzw WELCHES Land wird uns denn wirklich helfen können; ausser WIR das Volk selbst , indem man diese Versagertruppe endlich und für sehr lange Zeit abwählt ?!

Wann begreift das einfach gehaltene Volk endlich, das es von insbesondere Banken an der Leine gehalten wird und dafür auch weiterhin bluten wird müssen ?

2 0

kommt doch auch unseren schwarzen banken zugute!

denn die müßten sonst den ausfall selbst tragen!
das ist einer der gründe warum der pröll soviel steuergeld hergibt!
die raika wird wohl auch mitschneiden!

"Es reicht!"

Wo ist der Hr. Molterer, wenn man ihn mal braucht?

0 0

Re: Wo ist der Hr. Molterer, wenn man ihn mal braucht?

wohl am in Gold gerahmten WC in Brüssel, welche von sämtlichen Nettozahlern (und wohl betrogener EU-Wähler) ja erst ermöglicht wurden ?!

Gast: gasti
14.03.2011 15:53
1 2

und

wer von euch hat schwarz oder rot gewählt? hm? Jeder der sich hier aufregt und SPÖVP gewählt hat sollte die Schnauze halten!

Das sind doch nur ein Wenig über 3.000€ pro Person!

Das muss es den Österreichern doch wert sein!

Wobei, die Politiker sind wahrscheinlich immun oder so irgendwas, die zahlen da nicht mit. Damit wird es halt ein wenig mehr sein, pro Nutzmensch (dummem Normalbürger).

Gast: toni Hintersailer
14.03.2011 15:34
2 1

Ja ja

sagt unser Blöd lächelnder Bk Faymann
- er muß es nicht zahlen!

Gast: immer wenn er Pillen nahm
14.03.2011 15:29
2 0

Hauptsache

wir sind auch dabei
bei den GELDGEBERN!!

Gast: Hotelerbe
14.03.2011 14:38
3 0

Der Bürger hat weniger zu melden, als unter dem Kaiser

Aber so langsam merkt es jeder.

Gast: Bazi
14.03.2011 13:45
3 0

Prognose

Den EURO wird es nur noch so lange geben, wie Länder wie Österreich, Deutschland und andere Nordländer dafür zahlen und das wird so lange dauern, bis von dort alle privaten Sparguthaben, Lebens- und Rentenversicherungen in Richtung Süden abgeflossen sind oder im schwarzen Loch der internationalen Finanzcasinos verschwunden sind. Wenn dann alles verfrühstückt ist, wird der EURO abgeschafft.

Re: Prognose

ja, echt ganz tolles "Friedensprojekt"...


Gast: nawassolls
14.03.2011 12:47
3 0

spekulanten werden gestützt, der sozialstaat und die staaatlichen pensionen müssen daher kaputt gespart werden.

Spekulanten und geldhaie in den casinobanken müssen von den steuerzahlern gerettet werden. wo bleiben die volksabstimmungen?Faymann(SPÖ) versprach immer- die verursacher müssen die finanzkrise bezahlen nicht die arbeitnehmer! na wer zahlt nun? nur die steuerzahlenden asvg arbeitnehmer werden zur Kassa gebeten. ein spekulantenhilfspaket jagt das andere, täglich werden neue horrormeldungen aus der EU gemeldet und faymann freut sich über den österreichischen Beitrag v. 25 Milliarden Euro. die asvg Pensionen werden massiv verschlechtert und da es nur mehr nach dem willen der finanzmärkte geht, sollen die menschen länger arbeiten , mehr steuern zahlen, weniger oder gar keine pensionen mehr bekommen und am besten sollen sich die arbeitnehmer mit 65 oder 70 wenn es nicht mehr geht, in den abgrund stürzen. wann wachen die gewerkschafter auf, oder ist man man mit der SPÖ Lobbypartei oder den kapitalmärkten so verbunden, dass man auch nichts mehr tun kann.
Es ist einfach unglaublich, dass die politik in so kurzer zeit, jahrzehnte aufbauarbeit und sozialem wohlstand kaputt macht. faymann lächelt u. gusenbauer ist nun der beraterexperte in kasachstan und die eu finanzlobby kann fuhrwerken wie immer. verzocken, verspekulieren alles wurscht. Man kann sich dann ohne probleme sowieso die steuergelder von der politik abholen. als kleines dankeschön können dann die finanzlobbys über die medien noch ihre schmutzigen beschimpfungen gegen den sozialstaat und staatlichen pension loswerden.

0 0

Re: spekulanten werden gestützt, der sozialstaat und die staaatlichen pensionen müssen daher kaputt gespart werden.

leider begreifen genau das die wenigsten, da erfolgreich mittels angeblicher Sozialleistungen (welche allerdings meist unterm Strich ein fettes Minus ergeben) dazu erzogen werden !
SO manche freuen sich halt wenn sie 20.- Wohnbeihilfe bekommen, die Mieten für die Gemeindewohnung aber doppelt soviel ausmacht. Schlissendlich war und ist man ja auch weiterhin daran interessiert die Gesamtschule einzuführen, um wenigstens das Rechnen damit weiterhin ausblenden zu können.


Gast: Hans im Glück
14.03.2011 12:25
3 0

Durch Höhere Gewalt (Erdbeben in Japan) kommt diese Meldung nur bei wenigen an.

Würden alle begreifen was da läuft.

Müsste man die Sanierung des österreichischen Parlaments etwas verschieben...

Gast: radius
14.03.2011 12:04
2 0

5 % davon werden uns durch das wegweisende Sparpaket gerade abgenommen.

Das heißt wir brauchen 20 Jahre um das abzubezahlen. Jeder Bürger (vom Säugling bis zum Greis) hat nun neben den eigenen Schulden um 3100 Euro mehr Schulden.

Dafür darf jetzt Griechenland um 1 % weniger Zinsen für das geborgte Geld bezahlen, nachdem unser Rating bald gesenkt werden wird, steigen auch die Zinsen für die Schulden, die wir für Griechenland machten. Was für ein toller Gewinn, Herr Faymann. Sie sind nicht mehr mein Bundeskanzler. Ich erkenne Sie nicht mehr an.

4 0

Es gibt nur eine Lösung!

Strache muss Bundeskanzler werden. Die Weicheier in Wien schenken die Gelder der östrr. Steuerzahler an die Nichtstauger!

0 0

Re: Es gibt nur eine Lösung!

völlige Zustimmung ! denn schlechter kann es eigentlich niemand mehr machen !

Ein Strache war entgegen des Faymanderl ja aber auch einst selbst Arbeiter, der eben die Probleme des einfachen Volkes versteht, deren sich diese längst abgehobene Truppe ja gar nicht mehr bewusst ist.

Mein Traum wäre, würde die FPÖ sogar unter Strache als BK die absolute erreichen, um sich dann beweisen zu müssen !!!!!!
Schlimmer geht es ja wohl eigentlich nicht mehr; wäre allerdings eine wohltuende Wende !

Gast: Histi
14.03.2011 11:26
4 0

Eine unfassbare...

...Unverschämtheit, die sich unserer Politiker da wieder auf unserer Kosten leisten. 25 Mrd. werden der Bande in Brüssel einfach so zur Verfügung gestellt und wir ersticken an Steuererhöhungen und Preistreiberei!

In der EU

erhält man

a) großzügige Steuermittel und Unterstützung wenn man lügt, betrügt, verschwendet, unfähig ist und über seine Verhältnisse lebt

wird man

b) bestraft mit hohen Steuern und Abgaben, wenn man fleissig arbeitet, für sich und seine Familie vorsorgt und spart.

Wen wundert es da noch, wenn immer mehr ins Lager der unfähigen, Lügner, Betrüger, Diebe und Verschwender wechseln.

Unmoralisches Handeln wird (von der mittlerweile Mehrheit an unmoralischen Politikern) belohnt, moralisches, fürsorgliches Handeln von diesen Verbrechern bestraft.

Weit sind wir gekommen. Pfui Teufel.

Gast: gast
14.03.2011 09:39
2 0

25 MILLIARDEN OYRO !



DAS MUSS MAN SICH EINMAL IM GELDTASCHL ZERGEHEN LASSEN !

ALS MINUS, NÄMLICH !

Gast: deep fall down
14.03.2011 09:09
2 0

EU-Rettungsschirm: Österreich trägt 25 Mrd. Euro

montags morgen darf man sicher sarkastisch fragen.
wer springt den mit diesem 440er Rettungsschirm eigentlich ab?

ach ja

wie glücklich wir dabei noch seien mussten in der krise, dass wir im euro sind, denn sonst wär es uns ja fürchterlich ergangen. wohl genauso wie den dänen und schweden denen ist nämlich genau nix passiert. die ganze welt hätte sonst wohl ausgerechnet gegen den ATS spekuliert wie die jahrzehnte davor oder?

Gast: aiokawa
14.03.2011 00:00
4 0

ein ungeheuerlicher skandal!


grundfalsche finanzpolitik.
ein unentschuldbarer raubzug.
katastrophale fehlentscheidungen.

ist die merkel jetzt pressesprecher von der eu?

wer ist verantwortlich für dieses desaster?
ich will sein gesicht sehen, und seinen namen.

Antworten Gast: mysterium
14.03.2011 08:46
2 0

Die Organisierte Kriminalität.


Antworten Antworten Gast: Baldur
14.03.2011 13:40
2 0

Re: Die Organisierte Kriminalität.

Ostküstenbankster,

....früher hat man diese auch noch beim richtigen Namen nennen dürfen.

 
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Hobbyökonom