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Euro-Rettungsfonds: Die neuen Eckpunkte

12.03.2011 | 10:36 |   (DiePresse.com)

Die Staats- und Regierungschef haben für die Rettung der Schuldenländern Griechenland, Irland und Portugal drei Schritte beschlossen.

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Der Rettungsfonds für wackelnde Euro-Staaten wird ausgeweitet. Angesichts der dramatischen Lage in den Schuldenländern Griechenland, Irland und Portugal haben die Staats- und Regierungschefs der 17 Euro-Staaten am Samstag in der Früh in Brüssel drei Schritte beschlossen. Dazu gehört:

VOLUMEN: Der volle Betrag des derzeitigen sowie des künftigen ständigen Rettungsschirms soll voll genutzt werden können. Das sind im ersten Fall 440 Milliarden Euro, im zweiten Fall ab dem Jahr 2013 500 Milliarden Euro. Wegen hoher Sicherheitsleistungen konnten aus dem derzeitigen Fonds bisher statt 440 nur 250 Milliarden Euro effektiv ausgeliehen werden. Durch den Beschluss steigt der österreichische Anteil am Rettungsschirm von 12,5 auf 25 Milliarden Euro.

STAATSANLEIHEN KAUFEN: Der Rettungsfonds EFSF soll künftig auch Anleihen direkt von Staaten kaufen können - jedoch nicht von Investoren, wie dies derzeit die Europäische Zentralbank (EZB) macht. "Das ist nicht nötig", sagte EU-Gipfelchef Herman Van Rompuy. Beim Kauf von Staatsanleihen können die Kreditgeber dem Staat direkt unter die Arme greifen und die Bedingungen dafür in einem Programm diktieren.

NIEDRIGERE ZINSEN: Die Euro-Staaten gewähren Ländern, die kurz vor der Staatspleite stehen und Geld brauchen, ihre Milliardenkredite zu günstigeren Zinsen. "Wir werden die Zinsen senken", kündigte Van Rompuy an. Davon profitiert als erstes Land Griechenland, das im Mai 2010 Finanzhilfen von 110 Milliarden Euro erhalten hatte. Athen wird für seine Sparanstrengungen belohnt und muss künftig einen Prozentpunkt weniger Zinsen zahlen. Gleichzeitig verlängert man die Laufzeiten für die Kredite. Irland, das im November vergangenen Jahres als erstes Land unter den Euro-Rettungsschirm geschlüpft war und 85 Milliarden Euro Darlehen erhalten hatte, bekommt dagegen derzeit noch keinen Zinsnachlass. "Dafür sind noch nicht alle Konditionen erfüllt", sagte Gipfel-Chef Van Rompuy. Die Euro-Partner verknüpfen den Zinsnachlass mit einem Einlenken Irlands im Streit um seinen als zu niedrig angesehenen Körperschaftssteuersatz.

(APA)

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5 Kommentare
Gast: Blankenstein Husar
13.03.2011 12:53
3 0

EU-Chaos ohne Ende.....

und alles auf unsere Kosten........

Gast: Defender
12.03.2011 17:23
5 0

Raus aus dem EU-Casino Brüssel

und gestreifte Pyjamas für Faymann , Pröll & Co.
wegen fahrlässiger, politischer Krida auf Kosten der österreichischen Steuerzahler!
Mander, s`ìsch Zeit!

Antworten Gast: gast
12.03.2011 21:27
1 1

Re: Raus aus dem EU-Casino Brüssel



hinknieen lassen und genickschuß wäre angebrachter.

Ein großer Erfolg für Österreich!


Österreichs Anteil am Rettungsschirm ist von 12,5 Mrd Euro auf 25 Mrd Euro gewachsen.Welches andere Euro-Land durfte ebenfalls seinen Antel am Rettungschirm verdoppeln? Defacto bedeutet dass, Österreich hat freiwillig 12,5 Mrd Euro als weitere Verpflichtung zur Belastung für unsere Verschuldung übernommen! Bitte warum ? Bekommt unser Vizekanzler einen griechischen Orden? Halbiert unsere Regierung wenigstens als Spar-Beispiel für alle Österreicher ihre gesamten Gehaltsbezüge? Bitte um Aufklärung und nicht wieder nur ein Märchen aus der Gerechtigkeits-Bibel dieser Koalition!!

4 0

>Athen wird für seine Sparanstrengungen belohnt und muss künftig einen Prozentpunkt weniger Zinsen zahlen.<


"Athen und seine Sparanstrengungen" schauen so aus:

Schuldenstand Griechenland per 31.12.2009: 298,5242 Mrd Euro

Schuldenstand Griechenland per 31.12.2010: 340,27756 Mrd Euro

Verschuldung Griechenlands Ende 2010 zum BIP: 148,35% (340,27756/229,396%)

Neuverschuldung Griechenland 2010: 18,2% (340,27756-298,5242)/228,396%)

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