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Portugal: "Finanzhilfe in der Höhe von 90 Mrd. Euro"

07.04.2011 | 11:55 |   (DiePresse.com)

"Portugal stellt ein sofortiges Hilfsersuchen an Brüssel", sagt der portugiesische Regierungschef José Sócrates. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso bestätigt das Ansuchen.

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Das hoch verschuldete Portugal bittet die Europäische Union nun doch um Finanzhilfe. Der geschäftsführende Regierungschef José Sócrates verkündete den Antrag des ärmsten Landes Westeuropas am Mittwochabend offiziell. Nach Griechenland und Irland wäre Portugal damit das dritte Land, das am EU-Finanztropf hängen würde. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso bestätigte das portugiesische Begehren und sicherte dem Land "schnellstmögliche" Hilfe zu. Der Rettungsfonds EFSF könnte bis zu 250 Milliarden Euro an finanzschwache Eurostaaten ausleihen. Im Gegenzug wird von dem Krisenstaat ein striktes Sparprogramm verlangt.

Die Aussicht auf EU-Hilfen für Portugal hat am Donnerstag die Furcht der Anleger vor einem Zahlungsausfall des Landes gedämpft. Die Kosten zur Absicherung eines zehn Millionen Euro schweren Kredites per Credit Default Swap (CDS) verbilligte sich um 24000 auf 530.000 Euro, teilte der Datenanbieter Markit mit.

Zeitung: Portugal braucht 90 Milliarden Euro

Nach der Ankündigung des Hilfsantrags haben im hochverschuldeten Euro-Land die Spekulationen über das Ausmaß der Finanzspritze eingesetzt. Die gewöhnlich gut informierte Wirtschaftszeitung "Diario Economico" schrieb, Lissabon werde in Brüssel 90 Milliarden Euro und damit 5 Milliarden Euro mehr als Irland beantragen. Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka (ÖVP) geht von einer EU-Finanzhilfe in der Höhe von 60 bis 80 Milliarden Euro aus. Allerdings müssten die EU-Finanzminister bei ihrem Treffen am morgigen Freitag erst klären, ob das Hilfsansuchen der Übergangsregierung des zurückgetretenen Ministerpräsidenten Jose Socrates auch das Pouvoir habe, einen Antrag zu stellen.

Ärmstes Land Westeuropas

Die Maßnahme sei "unvermeidbar" gewesen, sagte Portugals geschäftsführender Regierungschef Sócrates in einer live im Fernsehen übertragenen Rede. Das ärmste Land Westeuropas wäre sonst zu hohe Risiken eingegangen. Die finanzielle Lage des Landes habe sich nach der Ablehnung des jüngsten Sparpakets der Minderheitsregierung durch die Opposition am 23. März "dramatisch verschlechtert".

Der Chef der oppositionellen Sozialdemokraten, Pedro Passos Coelho, bezeichnete den Hilfsantrag als "verspätet", sagte aber zu, die Regierung bei den Verhandlungen zu einem Hilfspaket zu unterstützen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erklärte, es stehe ebenfalls zur Unterstützung Portugals bereit.

Kreditrating gesenkt

Die Regierung von Sócrates ist seit rund zwei Wochen nur noch geschäftsführend im Amt. Sócrates war am 23. März nach der Ablehnung seines Sparpakets zurückgetreten. Die Annahme des Programms galt als Voraussetzung dafür, dass Portugal sein Staatsdefizit wie versprochen in den kommenden Jahren wieder unter die erlaubte Marke von 3 Prozent der Wirtschaftsleistung drücken kann. Ratingagenturen haben deshalb mehrfach die Kreditrating des Landes gesenkt. Dementsprechend steigen die Zinsen, die Lissabon am Kapitalmarkt für neue Schulden zahlen muss, rapide.

Die Bitte Portugals um Finanzhilfe kommt unmittelbar vor einem informellen Treffen der Finanzminister der 17 Staaten umfassenden Eurozone und der 27 EU-Staaten am Freitag und Samstag in Gödöllö bei Budapest. Bei dem Treffen dürfte der Fall Portugal ganz oben auf der Tagesordnung stehen.

Sorge um Spanien

Bisher hatte die Regierung die Möglichkeit eines Hilfsantrags stets zurückgewiesen und darauf hingewiesen, sie sei vor den Neuwahlen am 5. Juni auch gar nicht dazu befugt. Erst am Montag hatte sich Sócrates in einem Fernsehinterview noch energisch gegen einen Hilfsantrag an die EU ausgesprochen. Er hatte gewarnt, ein solcher Schritt würde schlimme Folgen für die Portugiesen, aber auch für Europa haben. "Wenn Portugal fällt, dann werden der Euro und Europa geschwächt werden", sagte er. Ein Hilfsantrag könne nur das "allerletzte Mittel" sein. In der EU herrscht die Sorge, dass auch Portugals großer Nachbar Spanien in den Strudel der EU-Schuldenkrise geraten könnte.

 

(Ag.)

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323 Kommentare
 
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also das heisst was

wenn die landes-eigenen banken eine ganze regierung flach legen können. wenn die portugiesen auch nur ein bischen stolz hätten, würden sie die einfach enteignen, ohne abgeltung der jetzigen eigentümer....DAS wäre ein schritt, der den ganzen finanzhaien einmal zeigt wo es lang geht und sie in ihre schranken weist. die tun ja so (sind leider tatsächlich) mächtiger als staaten. gottgleich sinds aber noch nicht, zur not kann man die oberen ja wieder erschiessen wenns nicht spuren und zu blöd werden

Gast: eu-bürger
09.04.2011 09:35
0 0

OLE

Es geht weiter bergab.

Solidarität ja aber EURO nein; man muss Defizitsünder nicht retten, sondern man muss selbige haushalten lernen - das bedeutet, selbige ruhig in den Staatsbankrott schicken und nur sinnvolle Massnahmen, die vereinbarte Erträge bringen, nachhaltig fördern.

Verwaltungsposten etc. als unproduktive Arbeitsplätze sind sozialistische bzw. kommunistische Auswüchse !

Gast: Währungshüter
08.04.2011 22:36
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Der Euro liegt in den Händen Spaniens

Also alles Peseten.

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gestern in der ZIB2 beruhigte unser aller Freund Nobody

das Volk erneut, also macht Euch keine Sorgen, alles wird gut weil unser Land in den besten Händen liegt und regiert wird ?! fg

Die Spirale dreht sich bereits und immer schneller wie ein schwarzes loch, und zieht alles mit was sich in unmittelbarer Nähe aufhält.
Statt nun die Fluchtraketen anzuwerfen, heften sich unsere Experten an den Glauben das bisher nix passiert ist, und sich alles so weiterbewegt wie gewohnt.

Gast: Promil
08.04.2011 15:03
0 0

Und was sagt König?


Gast: Hemingway
08.04.2011 13:35
2 0

Warum explodiert der Gold- und Silberpreis ?

Antwort:

Weil nicht nur Europe - sondern die ganze Welt - pleite ist.

Antworten Gast: kopfschmerz
08.04.2011 17:25
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Re: Warum explodiert der Gold- und Silberpreis ?

aus dem selben grund warum in österreich die geigerzähler ausverkauft sind u. aufrufe gestartet werden müssen keine jod-tablette zu fressen! weil die leute paranoides, hysterisches panikvieh sind! aber bitte sollen sie in die nächste blase investieren! ich wette die spekulanten die auf fallende kurse setzen warten nur darauf das gold einbricht.

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Re: Re: Warum explodiert der Gold- und Silberpreis ?

Naja wenn man die Geldmenge extrem vermehrt, dann muss man mehr $ oder Euro fuer die gleiche Menge Gold zahlen.
Ist wohl logisch.

Antworten Antworten Antworten Gast: kopfschmerz
09.04.2011 10:12
0 0

Re: Re: Re: Warum explodiert der Gold- und Silberpreis ?

das nennt man inflation u. betrifft nicht nur gold sondern alle waren. aber die überproportionale nachfrage nach gold in der annahme es handelt sich hierbei um einen sicheren hafen entkoppelt sich hierbei vom normalen angebot u. nachfrage prinzip. noch dazu wenn man sich ansieht wie praktisch wertlos gold eigentlich ist. eine klassische blase!

der wert von gold ist nur durch seine seltenheit u. historisch bedingt. als werkstoff ist gold vernachlässigbar.


Re: So holt man sich das Geld!

Tja, so lange sich die Menschen sowas gefallen lassen, wird sich nichts ändern.

Gast: me
08.04.2011 12:45
1 6

finanzexperten österreichs

ich habe gar nicht gewusst dass es in österreich so viele finanzexperten gibt! vl sollten sich manche beim wifo bewerben...könnte natürlich sein dass sie dafür überqualifiziert sind!

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Re: finanzexperten österreichs

man braucht wahrlich kein Experte zu sein, um diesen Schwachsinn namens EU-Rettungsschirm mit einfachster Logik durchschauen zu können.

Leider hat aber die Bildungsmisere bestens zugunsten der Verantwortlichen funktioniert, und somit kann man jedem alles erzählen.
Wieviele können denn heute noch im Kopf eine Preisermässigung im Supermarkt von 25% wenn ein Artikel normal 23,99 kostet, ausrechnen ?!

Antworten Antworten Gast: kopfschmerz
08.04.2011 17:36
0 2

Re: Re: finanzexperten österreichs

das ist halt das problem wenn man ein kompexes system mit dem hausverstand nicht mehr erfassen kann u. stattdessen alles vereinfacht. solche personen sind die wahren produkte der bildungsmisere.

die fähigkeit kopfrechnen zu können ist kein nachweis für intelligenz od. einen gewissen bildungshorizont. das gilt besonders für die die mit milchmädchenrechnungen die finanzwelt erklären wollen.

@me.

Na, wie kommst du darauf, im WIFO "Finanzaxperten" zu v ermuten? Das ist heute eine Versorgungsstätzte ideologisch-genderistischer SelbstüberschätzerInnen. Man muss deren Fehleinschätzungen etwa an Hand ihrer ein paar Jahre zurück liegender "Studien" nur nachlesen. Etwa jene des Herrn Dr. Aiginger aus dem Jahre 1986, als er jede Investition in die Stahlindustrie als "fehl geleitet" denunzierte. Über eine freundliche "konsultative" Einladung aus Linz revidierte er Mann dann seine "Expertise". Und kam sogar in den ÖIAG-Aufsichtsrat. Wo er nur durch Platitüden aber ansonst mit keinen substanziellen Meldungen auffiel.
Na ja, ein paar gut honorierte Einladungen zu Vorträgen gab's dann auch noch.

Ein Meister der jeweiligen Gemeinplätze je nach Windrichtungen. Und so wie der Herr so sein anderes G'scherr...

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Re: @me.

derartige Experten wie ein Novotny richten dieses Land völlig zugrunde !
Ein sehr trauriges und teures System das wir uns da noch leisten (können?) .

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Re: Re: @me.

Novotny hat bei der Bawag Sache den Mund gehalten, deshalb wurde er versorgt.
Es ist traurig, dass man ihn ueberhaupt interviewt. Das erweckt den Eindruck, dass es rechtmaessig den Job ausuebt und eine Ahnung davon hat.

Antworten Antworten Gast: me
08.04.2011 14:44
0 1

Re: @me.

na dann wirds ja höchste zeit für ihre bewerbung damit die studien in zukunft auch wirklich stimmen!

frage mich

wann endlich die letzten EU Befürworter und Schönredner aus ihrem Tiefschlaf erwachen?

Die EU ist eine korrupte Totgeburt mehr nicht

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Re: frage mich wann endlich die letzten EU Befürworter und Schönredner aus ihrem Tiefschlaf erwachen?

leider wohl nie, da die (ver)Bildung ihre Leistung vollbracht hat, und leider immer noch viele all den Nonsens glauben den sie in den Nachrichten hören und lesen.

Man braucht sich aber nur den Lokführer der diesen Zug mit immer höherer Geschwindigkeit gege nein Hinderniss fährt ansehen um zu erkennen, dass es bald crashen wird müssen.


Bei uns


wird bei Förderungen, Beamten, Frühpensionisten und ÖBB auch nicht gespart !

Es ist also nur eine Frage der Zeit bis wir einen Rettungsschirm brauchen !

Dann wird der Euro und der dazugehörende Rettungsschirm längst Geschichte sein !

Alles nur mehr eine Frage von wenigen Monaten!


Antworten Gast: Angstfrei
08.04.2011 13:40
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Re: Bei uns

u. die förderungen,beamten,frühpensionisten u. öbb kosten dann in schilling auch gleich viel....österreich wäre auch ohne eu u. euro hoffnungslos überschuldet(staatschulden von über 100% des bip)....sollte es wirklich zum crash kommen,es werden sich wieder neue dinge entwickeln u. märkte auftun.....u. die obengenannten wären vielleicht erstmals in ihrem leben richtig gefordert wenn der sozialstaat auslässt.....letzteres wäre mir sogar einiges an "eintrittsgeld"wert,denn ich musste etliche(zu viele) von diesen tachenierern mitfinanzieren in meinem arbeits/unternehmerleben.....

Gast: Freigeist
08.04.2011 12:07
7 1

Der Euro liegt....

in den letzten Zügen.


GAME OVER

Das Spiel ist aus. Das sind schon die letzten Zuckungen von einem gemeinsamen Europa.
Warum glaubt eigentlich noch wer, dass sich alles zum Guten wendet?
Europa zerfällt durch nationale Interessen( Frankreich, England( hat bis heute ja den Euro nicht) Griechenland, Spanien) und den Nationalstolz der Südländer, der uns ja staatlich Verboten wurde.
Zusätzlich die anerzogene Mentalität der Ostländer, nimmt was du bekommen kannst.
Als Draufgabe werden die ethnischen und religiösen Befindlichkeiten toleriert.
Die Währung dient nur als Ablenkung vor dem großen Finale.

1 0

Warum glaubt eigentlich noch wer, dass sich alles zum Guten wendet?

ganz einfach, weil es immer noch gepredigt wird.


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Warum spricht niemand von Frankreich?

Sarkozy ist ungarische Rache an Frankreich. Der Mann geht nicht weg bis Frankreich ganz kaputt ist.
Übrigens: Die Franzosen hatten der Eroberung von Ungarn durch Osmanen zugestimmt!

 
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