Griechenland, Irland und Portugal mussten die EU anpumpen, weil sie ohne Milliardenhilfe von außen mit ihren Finanzproblemen nicht mehr zurande kamen. Österreichische Banken und Versicherer haben zwar Milliardenforderungen an diese drei Länder, das Exposure ist aber limitiert, wie die Finanzaufsicht in Wien betont.
Griechenland will bisher mit aller Gewalt eine Umschuldung vermeiden. Im Fall einer Umschuldung würden freilich Anleihegläubiger mit zur Kasse gebeten. Österreichs Finanzinstitute wären davon in direkter Linie weniger stark betroffen. In Griechenland sind u.a. deutsche Banken massiv engagiert. In Irland wiederum haben britische Häuser hohe Forderungen und in Portugal sind es vor allem spanische Banken.
Laut Finanzmarktaufsicht (FMA) haben österreichische Banken in Griechenland 2,3 Milliarden Euro verborgt, in Irland 2,2 Milliarden Euro und in Portugal 1,18 Milliarden Euro.
Versicherungen aus Österreich sind mit 536 Millionen Euro in Griechenland engagiert, mit 600 Millionen Euro in Irland und mit 290 Millionen Euro in Portugal.
Auch die Fondsgesellschaften sind in diesen Ländern investiert.
(APA)
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