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Papandreou: Harte Reformen auch gegen Widerstände

15.04.2011 | 12:34 |   (DiePresse.com)

Der griechische Regierungschef kündigte ein neues hartes Sparprogramm an. Auch Teile des Staatssilbers sollen verscherbelt werden. Erschütterungen innerhalb der Regierungspartei sind sehr wahrscheinlich.

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Griechenland will mit weiteren Reformen einer Umschuldung zuvorkommen, wird das Programm dazu aber erst nach Ostern vorlegen. "Der Plan wird in den kommenden Wochen fertiggestellt und wird dann dem Parlament vorgelegt", sagte Ministerpräsident Giorgios Papandreou. "Wir sind alle entschlossen, unser Land auf jede denkbare Weise zu verändern." Die Regierung werde die Wettbewerbsfähigkeit des Landes stärken und mit einer mittelfristigen Planung dafür sorgen, dass sich die Schuldenkrise nicht mehr wiederhole.

Der Ministerpräsident forderte alle Parteien im Lande auf, ihre Solidarität zu zeigen. Der linke Flügel der regierenden Sozialisten spricht sich bisher gegen das neue Programm aus. Erschütterungen innerhalb der Regierungspartei sind nach Ansicht von Beobachtern programmiert. "Es gibt etablierte Kreise, die sich diesen Reformen widersetzen. Wir werden sie aber durchführen", betonte Papandreou.

Staatsquote soll gesenkt werden

Der Regierungschef selbst nannte so gut wie keine Details, wie das hoch verschuldete Euro-Land zu weiteren Einnahmen oder Einsparungen kommen will. Mittelfristig werde die Staatsquote auf 44 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gesenkt, erklärte er lediglich.

Regierungskreisen zufolge sollen die Pläne der Regierung bis zu 23 Milliarden Euro einbringen. Die Regierung will demnach staatlicher Beteiligungen verkaufen und plant weitere Einschnitte in die Sozialsysteme sowie Steuererhöhungen. Weitere 50 Milliarden Euro sollen bis 2015 durch das Versilbern von Staatseigentum wie der staatlichen Eisenbahn, der Lotterie oder Teilen der Elektrizitätsgesellschaft DEI eingesammelt werden. Mit dem Geld will Athen einen Teil der Staatsanleihen zurückkaufen.

Es sind jedenfalls massive Anstrengungen nötig, weil 2012 das Hilfsprogramm von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) endet, das Griechenland mit 110 Milliarden Euro unterstützt. Außerdem hofft die griechische Regierung, so eine Umschuldung noch abwenden zu können, welche die Aufnahme neuer Kredite noch weiter verteuern könnte.

(APA)

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2 Kommentare

Normal

Was glaubt man denn woher das Geld für die jährlichen Milliardenkosten die die missratene Migrationspolitik den Staat kostet kommen soll? Da muss der Bürger irgend wo wieder mehr Zuschläge bezahlen. Das ist ein völlig normaler Vorgang. Und die Kosten in der verfehlten Migrationspolitik werden noch erheblich steigen nach dem 1. Mai wenn alle Grenzen ganz offen sind. Somit wird man sich mit weiteren Erhöhungen der Abgaben in allen Bereichen abfinden müssen.

Gast: Staatskanzler
18.04.2011 15:34
0 0

Tja

Sparen bis der Arzt kommt, nicht wahr? Sparen als Folge des Diktates von EU und IWF, bis die Konjunktur vollends abgewürgt ist und kein Geld mehr in die Wirtschaft fließt? Bis die Bürger verarmen? Ja, natürlich - so wollen es die Märkte, wie kann man da noch fragen??!

Das wird euren Euro auch nicht mehr retten, liebe EU-Bonzokraten. Diese Kunstwährung ist bald Geschichte und mit ihm wird der ganze Völkerkerker fallen.

Hobbyökonom