"Eurokrise lässt sich ohne Schuldenschnitt nicht lösen"

20.04.2011 | 18:34 |  JOSEF URSCHITZ (Die Presse)

Eine neue Bankenkrise ist durch die "Streckung" von Staatsanleihen zu verhindern. Diese Ansicht vertritt der Chefökonom der Banque de Luxembourg, Guy Wagner, im Gespräch mit der „Presse“.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

Wien. Ein „Haircut“, also die Teilentschuldung von Staaten auf Kosten der Anleihegläubiger, wird nicht nur in Griechenland, sondern in allen hoch verschuldeten südeuropäischen Staaten (etwa Portugal, Griechenland, möglicherweise auch Italien) notwendig sein. Diese Ansicht vertritt der Chefökonom der Banque de Luxembourg, Guy Wagner, im Gespräch mit der „Presse“.

Mehr zum Thema:

„Ohne Schuldenschnitt lässt sich die Krise dort nicht mehr lösen“, meint Wagner. Und zwar deshalb, „weil es dort kein Liquiditätsproblem, sondern ein Solvabilitätsproblem gibt“. Einfacher gesagt: Diese Länder erzielen nicht genug Einnahmen, um ihre hohen Schulden dauerhaft zu bedienen. In so einem Fall helfe es wenig, Geld hineinzuschütten. Das wirke zwar kurzfristig, ändere aber am Grundproblem nichts.

Bei einem Schuldenschnitt größeren Ausmaßes droht freilich eine neue Bankenkrise in ganz Europa. Denn die Gläubiger dieser Problemstaaten sind in hohem Maß Banken aus anderen EU-Ländern. Besonders große Volumina halten deutsche und französische Banken.

Das ist ein großes Problem, denn eine Bankenrettung wie 2008, die in ganz Europa die ohnehin hohen Staatsschulden explodieren ließ, würden die hoch verschuldeten Eurostaaten ein zweites Mal nicht mehr „stemmen“.

Wagner glaubt allerdings nicht, dass es zu dieser Bankenkrise kommen wird: Die „Umstrukturierung“ der Staatsschulden könne auch so erfolgen, dass nicht schlagartig ein riesiger, existenzgefährdender Abschreibungsbedarf für die Banken entstünde. Etwa indem man – wie das während der Finanzkrise in Südamerika in den Neunzigerjahren teilweise praktiziert worden ist – die notleidenden Anleihen einfach streckt.

 

Problemstaaten an die Kandare

Wagner: „Man könnte zum Beispiel eine 2015 fällig werdende, mit sechs Prozent verzinste Anleihe in eine umwandeln, die mit zwei Prozent verzinst ist und bis 2050 läuft.“ Das würde wieder Spielraum verschaffen.

Allerdings glaubt der luxemburgische Ökonom nicht daran, dass sich die gleichzeitig notwendige Verbesserung der Einnahmen-Ausgaben-Relation in den betroffenen Ländern – eine Grundvoraussetzung für die dauerhafte Sanierung der Staatsfinanzen – auf nationalstaatlicher Ebene verwirklichen lässt. „Wir brauchen eine gemeinsame Fiskalpolitik in der Eurozone“, meint Wagner. Damit seien keineswegs einheitliche Steuern gemeint, sondern die Möglichkeit, zentral in die Budgeterstellung einzugreifen.

Ein derzeit nicht sehr realistisches Ziel, das sich aber erzwingen ließe: Man müsse die Milliardenhilfen aus dem Norden an den Süden der Eurozone eben an die Bedingung knüpfen, dass man die Fiskalpolitik dieser Länder notfalls „an der Hand nehmen“ könne. Dass das in den südeuropäischen Ländern derzeit wenig politische Akzeptanz besitze, sei nicht das Problem. Es gebe ja schon „Milliardenströme“ vom Norden in den Süden. Und diese würden ohne grundlegende Änderung der Fiskalpolitik in den Problemländern zur Dauereinrichtung werden.

Das werde dazu führen, dass die Milliardenhilfen sehr bald auf Akzeptanzprobleme in den Geberländern stießen – was dort den politischen Druck auf eine Verknüpfung der Hilfen mit viel strikteren Bedingungen erhöht. Für unrealistisch hält der Experte die diskutierte Teilung der Eurozone in einen harten „Nordeuro“ und einen weichen „Südeuro“. Das verursache zu viele technische Probleme. Zum Beispiel dieses: Sind die südeuropäischen Problemstaaten bei den Banken des „Nordens“ nun in harten „Nordeuro“ oder weichen Südeuro“ verschuldet?

 

Rückgriff auf Privatvermögen

Fest steht für Wagner, dass die Eurozone insgesamt aus ihrer Schuldenfalle durch bloßes Wirtschaftswachstum nicht mehr herauskommt. Dann bleiben freilich nur noch zwei Möglichkeiten: Zahlungsausfall oder Inflation. Wobei, so Wagner, Inflation für die Länder die riskantere Variante darstellt. So oder so bedeute das, dass der Staat zur Entschuldung auf die Vermögen seiner Bürger zurückgreifen werde müssen.

Dass die Banken an der Sanierung beteiligt werden müssen, ist für den Experten evident: Die derzeit bestehende Möglichkeit, hoch verzinste Anleihen von Risikoländern mit einer de-facto-staatlichen Garantie risikolos zu halten, biete den Instituten „völlig falsche Anreizsysteme“, wie der Banker aus Luxemburg meint.

Auf einen Blick

Guy Wagner, Chefökonom der Banque de Luxembourg, ist für die Eurozone eher skeptisch eingestellt: Die grassierende Staatsschuldenkrise werde sich durch bloßes Wirtschaftswachstum nicht mehr lösen lassen, Banken und Bürger werden wohl zur Ader gelassen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.04.2011)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

Mehr aus dem Web

124 Kommentare
 
12 3
Gast: Vogel Strauss
22.04.2011 14:10
1

Ein wahrer Experte

Ein luxemburgischer Ökonom - lach - der hat ja nur das Wohl der in LUX angesiedelten Banken im Auge. Die haben dort natürlich ein grosses Interesse, dass ja keine Bank pleite geht - in genau diesem Licht ist auch die Politik des Herrn Juncker zu sehen - sägt ihn doch endlich ab!!

Halleluja


Griechenschulden laut griechischer Schuldenuhr: 350,183 Mrd Euro (11:06 Uhr).

Heuer in weniger als vier Monaten 10 Mrd neue Miese gemacht.

D.h., Ende 2011 sind die Griechen mit ca. 370 Mrd Euro verschuldet.

Wenn man davon ausgeht, dass das BIP 2011 auf ca. 220 Mrd Euro fallen wird, beträgt die Verschuldung Griechenlands am 31.12.2011 fast 170% vom BIP!

http://tinyurl.com/3kqt9a9

Re: Halleluja

Warum glaubst hat sich der Pröll vertschüsst!

6 Zutaten für eine gschmackige Finanzkrise

Ein neuer Artikel auf banknews.at:

http://www.banknews.at/1/post/2011/04/6-zutaten-fuer-eine-gschmackige-finanzkrise.html

Gast: Hammurabi
21.04.2011 19:55
1

Zwangsanleihe

Ich befürchte, daß es zu einer staatlichen Zwangsanleihe kommt. Das heißt z.B., daß jeder Bürger mit 40 % seines Vermögens eine Anleihe zeichnen muß, die der Staat langsam abzahlt. Da nützt dann das gehortete Gold auch nichts. 40% vom Gold sind dann auch mal fürs erste weg. Ob der Staat irgendwann zurück zahlt, hängt von seiner Solvenz ab. Am besten schnell auswandern in ein nicht verschuldetes Land. Schweiz, Norwegen oder Luxemburg fallen mir da ein.

Re: Zwangsanleihe

Genau DAS wünscht sich aktuell auch die griechische Regierung von ihren Auslands-Landsleuten; selbst jenen, die irgendwo auf der Welt bereits in zweiter oder dritter Generation dort leben. Sie sollen tatssächlich, aus schierem Patriotismus, griechische Staatsanleihen kaufen und damit dringend gebrauchtes Geld in die Staatskassa spülen. Denn, so ist zu lesen, handle es sich dabei immerhin um 15 Mio. Menschen und, hoch gerechnet, käme auf diese Weise durchaus ein nettes Sümmchen zustande! Anderseits soll es IN Griechenland noch immer etliche Reiche geben, deren enorme Steuerrückstände selsamerweise noch immer nicht angezapft wurden...

Antworten Gast: rabe1
21.04.2011 21:20
1

Re: Zwangsanleihe

das ist schon ein bisserl unrealistisch: Wer sollte denn bitte bei so einer Zwangsanleihe seine Goldbestände deklarieren wollen ? Das ist ja grad das schöne am Gold, dass der Staat es nicht mit Vermögenssteuern einkassieren kann (was er bei Anleihen und Sparguthaben mit der KEST bei steigender Inflation de facto macht). Zwangsanleihen sind aber an sich höchst unwahrscheinlich, aus rechtlichen und organisatorischen Gründen. Außerdem hätte man dann einen Bürgerkrieg. Stattdessen wird man's versteckt wegnehmen, indem man die Anleihen streckt, die Inflation weglügt und negative Realzinsen zahlt.

Antworten Antworten Gast: wahrheitssuchender
22.04.2011 10:05
1

Re: Re: Zwangsanleihe

Zum ersten bitte ich Sie, die Verfassung genau zu lesen. Denn dort ist vorgesehen, dass im Krisenfall der Staat sich des Eigentums der Staatsbürger bedienen kann!!
Zum Zweiten: Was bedeutet eine Zwangskonvertierung bzw. welche Vorteile hätte diese: 1.) Die hochverschuldeten Staaten verfügen wiederum über Liquidität. 2. ) Jedes Sparbuch stellt in einer Bankbilanz eine Schuld der Bank gegenüber seinem Kunden dar. Nach Zwangskonvertierung sind diese Schulden verschwunden, die Staatsanleihe wird in ein Depot verbucht, welches Sondervermögen darstellt! Also sind so die Bankbilanzen problemlos saniert und Basel 3 wird eingehalten! 3.) Es wird dem Staatsbürger (so die Definition) ja nichts genommen, er verfügt zwar nicht mehr über sofort liquidirbares Vermögen, sondern hat eine Forderung gegenüber dem Staat ( eigentlich gegenüber sich selber!!!!). Dass der Rückkauf pro Jahr reglementiert wird, werden die Politiker schon irgendwie erklären ( lügen) !! Dass diese Forderung jedoch über die Jahre mittels Inflation vernichtet wird, werden die Bürger erst dann merken, wenn es zu spät ist!! Traurig aber wahr, alle wissen es, doch keiner will es wahrhaben!! Es geht doch allen so gut, warum an dieser Lebenslüge zweifeln, lieber den Kopf in des Sand stecken, es ist doch so fein!!!
Im übrigen empfehle ich den Beitrag aus der Sendung GALILIO:
http://www.prosieben.at/tv/galileo/videos/clip/167224-wie-funktioniert-eine-staatspleite-1.2530626/

Antworten Antworten Gast: Hammurabi
22.04.2011 09:33
0

Re: Re: Zwangsanleihe

Wollen nicht , aber müssen, wenn man sich nicht strafbar machen will. Die Banken werden eh jeden Goldkäufer registriert haben. Bei den Immobiliein weiß das Finanzamt auch alles.

Gast: BeobachterinEuroland
21.04.2011 19:11
1

RETTE sich wer kann

Allen, ausser den politisch verbandelten, wird in Europa alles weggenommen werden. FLUCHT ist die einzige Rettung.

also ich weiss nicht

jeder der sein geld anlegt trägt das risiko, dass die erwarteten gewinne nicht den realen gewinnen entsprechen.....nur wenn die banken untereinander zocken ist dass wie ein göttliches naturgesetz dass alles eigehalten wird wie ausgemacht. warum gilt etwas für alle ausser den banken? man könnte ja die zinsen zurückschrauben...hab gehört bei portugal 20% erwartet? na hallo, das ist ja wucher! und wieso muss die allgemeinheit bei inslovenz das risiko der bank tragen? nur weil das bisher immer so war? wenn die sich verspekulieren und absichtlich sogar gegen ihr eigenes land wetten, dann sollen die auch gefälligst die verluste tragen. sind selber schuld wenn sie derart masslos und überzogen agieren.

Re: also ich weiss nicht

am besten wäre die zinsen überhaupt auf null zu setzen, da würde die lust zum zocken gedämpft, und die abzocker würden sich vielleicht etwas seriöseren geschäften zuwenden, als sein eigenes land oder die eu zu ruinieren in der hoffnung, der steuerzahler wirds schon wieder richten.

Gast: Revolucion
21.04.2011 17:05
1

Zwangshypotheken auf Immobilienvermögen

Da können unsere Bonzen noch richtig abräumen. An alle Immobilienbesitzer: Die Teilenteignung ist bereits geplant. In Deutschland werden im Mai alle Immobliendaten von den Eigentümern eingefordert.

Antworten Gast: engelhard
21.04.2011 19:16
2

Re: Zwangshypotheken auf Immobilienvermögen

In Griechenland sind sie viel weiter. Vor Jahren wurde ein Gesetz veröffentlicht, wonach alle Immobilien anzumelden sind und wenn nicht, fallen sie dem Staat zu. Ich weiss nicht genau wann, aber etwa ab 2014 legt der Staat die Hand auf alles, was nicht eindeutig Eigentümern zuzuordnen ist. Die Verfassungskonformität dieses Gesetzes wird in mehreren Gerichtsverfahren zu klären sein. Im Übrigen werden in Griechenland laut Zeitungsberichten die öffentlich Bediensteten mit Sonderzahlungen belohnt. So wird das Büdget saniert, auf griechische Art.

Gast: Witok
21.04.2011 15:29
3

Wagner's Appetit auf EZR-Finanzministerium

So, hat man in Luxemburg Appetit auf den herbeigesehnten europäischen Finanzministerposten?
Vom Euro-EU-Desaster in die Katastrophe der völligen Entmündigung !
STOP DEM WAHNSINN !!
STOP EURO
STOP EU

Gast: Zrim
21.04.2011 13:30
11

Das Ablaufdatum des Schuldgeldsystemes rückt näher

Sie borgt Ihnen kein Geld, sie erzeugt es mit geringsten Aufwand (nennt sich umschreibend Kreditvergabe). Wenn die Bank einen Kredit vergibt reicht sie nicht, wie irrtümlich angenommen wird, Gelder von Einlegern weiter. Stattdessen wird mittels des die Bilanz verlängernden Buchungssatz "Kreditforderung an Girokonto Kunde" die Kreditsumme neu erzeugt (dazu braucht sie nur die Mindestreserve von 2% tatsächlich haben, also werden aus € 2.000,-- (daher die Kreditspesen) die tatsächlich vorhanden sind € 100.000,-- Kredit). Daher gilt die Formel: Geld = Schulden

Nicht mit erzeugt wird das Geld für die Zinsen, dieses ist also vorweg noch gar nicht im System vorhanden. Erst wenn sich nach mir jemand anderer noch höher verschuldet, bin ich überhaupt in der Lage das Geld für die Zinsen. Die Geld und Schuldmenge muss also exponentiell wachsen, was auf die Dauer nicht möglich ist. Daher muss dieses Schuldgeldsystem alle 60 bis 80 Jahre in sich zusammenbrechen.

Nutznießer des Systems ist das reichste Prozent der Weltbevölkerung (nur diese haben höhere Zinserträge als Ausgaben für Zinsen, in allen Produktpreisen sind ja mindestens 30% Zinsen einkalkuliert).

Bricht das System zusammen, werden in den Medien irgendwelche "Schuldige" (z. B. Griechen, etc.) präsentiert, schuld ist aber dieses System:
http://www.facebook.com/pages/Challenges-for-the-21st-century/123755141031815?sk=wall
Filmtipp:
http://www.youtube.com/watch?v=4Z9WVZddH9w&feature=related

Da fehlt doch ein Link - oder? ;-)

http://www.banken-volksbegehren.at

Länder sollen Konkurs anmelden

Ein Konkurs würde bedeuten, dass die Länder auf einmal fast ihre ganzen Schulden los sind.

Das würde der EU (uns allen) auch nichts kosten.

Denn es ist nicht einzusehen warum die Solidargemeinschaft weiter (wie bisher immer) für das Unternehmensrisiko der Banken aufkommen soll, die auf diese Länder spekulierten.

Bisher wurden ja die EU Bürger, zu Gunsten von Banken und reichen Privatiers, die keiner braucht praktisch zwangsenteignet.


Antworten Gast: Vogel Strauss
22.04.2011 14:06
0

Re: Länder sollen Konkurs anmelden

Das würde 'uns allen' nichts kosten? Träumer!! Durch die verdammte Währungsunion würde uns alle das sehr viel kosten, denn die Verflechtungen der Staaten untereinander sind immens. Ich glaube nicht, dass da noch irgendeiner den Durchblick hat - mitgehangen, mitgefangen und mitzahlen, heisst die Devise!

Das würde aber den Banken in den Euroländern Milliarden kosten, und zum Teil ebenfalls Zahlunsunfähig machen.



Durch die Staatsgarantien haben die ABanken ja massiv mit den Staatsanleihen gezockt, und sitzen auf Milliarden Schulden.

Nachdem die meisten dieser Banken Systemrelevant ist, muß der Staat so oder so zahlen.
Aber besser wäre es den Banken nur den Verlust zu vergüten als das Spiel nach weiter zu betreiben.

Antworten Antworten Gast: Blankenstein Husar
21.04.2011 20:55
3

Re: Das würde aber den Banken in den Euroländern Milliarden kosten, und zum Teil ebenfalls Zahlunsunfähig machen.

Welches "System"denn ,bitte?

"Systemrelevant" ist nämlich gar nix.

Dieser idiotische Ausdruck entstammt kranken Bankster-Gehirnen, die glauben auf dem Rücken aller Bürger sich in unverschämter Weise bedienen zu können.

Re: Re: Das würde aber den Banken in den Euroländern Milliarden kosten, und zum Teil ebenfalls Zahlunsunfähig machen.

Systemrelevanz war eine Erfindung der großen amerikanischen Investmentbanken als diese die Folgen der selbstverursachenten Immobilienblase erahnten.

Lobbisten bestachen Politiker und diese beeinflussten wiederum den einen ökonmischen Neandertaler; den Präsidenten.

Als der Präsident dieses Argumet schluckte zockte man auf Teufel komm raus, denn man wird ja eh vom Staat aufgefangen.

Damit schuf man ein Spekulationsvolumen, was die Blase zum platzen brachte.

Als der Präsident aber als mahnendes Beispiel Leyman Brothers nicht mehr auffing und damit auch ein paar andere Zockerbuden kippten verwendeten die Lobbisten dies als Beispiel dafür dass man - da systemrelevant - alle großen Banken retten muss.

Tatsächlich wäre die Krise auch bei einer Rettung von Layman Brothers so verlaufen, denn es gibt keine Systemrelevanz vor einem keine die staatliche Institutionen nicht ersetzen können.

Antworten Gast: pour le mérite
21.04.2011 13:38
5

Re: Länder sollen Konkurs anmelden

Genau das ist es ja, was bei diesem vermaledeiten "Euro" nicht mehr geht!

Bei dem "alten" Währungssystem hat eben die Möglichkeit bestanden, durch Abwertungen der eigenen Landeswährung, also durch Anpassung der Währung an die eigene wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, einer völligen Zahlungsunfähigkeit zuvorzukommen.

Jetzt werden aber die Schulden der nicht leistungsfähigen Länder all den anderen aufgebürdet.

"Gerettet" wird hierbei kein Staat, kein Volk, kein Mensch,

"Gerettet" wird einzig und allein ein verkommenes Bankensystem.


Da hilft es nur

rechtzeitig all sein Erspartes auszugeben.

Eurokrise lässt sich ohne Schuldenschnitt nicht lösen

Und? Dazu muss man Wirtschaftswissenschaften studieren?

Antworten Gast: maxx1981
21.04.2011 16:37
0

Re: Eurokrise lässt sich ohne Schuldenschnitt nicht lösen

anscheinend nicht von nachteil, dann muss man sich bei der argumentation wenigstens keiner falschen foren-weißheiten wie "banken schöpfen kredite aus dem nichts" bedienen

 
12 3
AnmeldenAnmelden