Experte: Sorge, dass in Spanien "viel gemogelt" wird

22.04.2011 | 13:15 |   (DiePresse.com)

Nur die verbliebene Glaubwürdigkeit der EZB verhindere einen Euro-Absturz, sagt Kapitalmarkt-Experte Heinz Blasnik.

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Während die Staatsanleihen Griechenlands, Irlands und Portugals von einem Tiefpunkt zum nächsten taumeln, ist der Wert der europäischen Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar so hoch wie seit 15 Monaten nicht mehr. Der Grund für diesen offensichtlichen Widerspruch liegt darin, dass die Kapitalmärkte damit rechnen, dass es gelingt, einen Kern-Euro zu erhalten und dass die Europäische Zentralbank (EZB) nicht zu den Mitteln der US-Notenbank greifen wird, meint der Kapitalmarktexperte Heinz Blasnik.

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Blasnik ortet einen "Run" auf die griechischen Staatsanleihen (bzw. von ihnen weg) und vermutet, dass der Zeitpunkt des Bankrotts nicht mehr allzuferne liegt.

"Restrukturierung ist nur mildes Wort für Bankrott"

"Restrukturierung ist in Wahrheit nur ein milderes Wort für Default oder Bankrott", sagte Blasnik am Freitag zur APA. "Bei Griechenland wird das wahrscheinlich schnell gehen, weil die Märkte enormen Druck machen." Schon der Bankrott von Argentinien vor zehn Jahren sei erfolgt, "als die Zinsen für die kurzfristigen kurzfristigen Anleihen 20 bis 25 Prozent erreicht haben". Für die zweijährigen Staatsanleihen Griechenlands werden nach einem beispiellosen Anstieg laut Bloomberg mittlerweile 23 Prozent verlangt.

Im Fahrwasser der Hellas-Bonds sind in den vergangenen Tagen auch die Schuldverschreibungen von Irland und Portugal abgetaucht (bzw. die Verzinsung gestiegen). Blasnik geht davon aus, dass es im Fall Griechenland sowohl zu einer teilweisen Schuldenstreichung als auch zu einer Erstreckung der verbleibenden Schulden kommen wird.

"Falsch und naiv"

Der Wiener Hedge Fonds-Berater berichtet in seinem Finanz-Blog regelmäßig über die Entwicklungen in der Eurozone. Blasnik beobachtet die internationalen Kapitalmärkte seit mehr als zwei Jahrzehnten.

Die Annahme, dass sich wirtschaftlich so unterschiedliche Mitgliedsstaaten in einer gemeinsamen Währung mit gemeinsamen Zinsen annähern würden, "ist von Anfang an falsch und naiv gewesen." Das Gegenteil sei eingetreten. Die niedrigen Eurozinsen hätte die Griechen zu einem Kreditboom verleitet und die Blase sei unweigerlich geplatzt.

Alte Anliehen als heiße Kartoffel

"Die Schulden machen jetzt 145 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts aus und werden in zwei Jahren 160 Prozent sein - selbst, wenn die Regierung alles einhalten würde, was sie versprochen hat. Es ist nicht anzusehen, wie sie das jemals wieder auf die Reihe bringen können."

Der wirkliche Abverkauf der Griechenland-Anleihen habe aber erst begonnen, als bekannt wurde, dass die öffentlichen Hilfskredite vorrangig bedient würden - da hätten die Märkte begonnen, sich die alten Anleihen wie die heißen Kartoffel zuzuschupfen. Die eigentlich erst für 2013 vorgesehene Gläubiger-Beteiligung an einer Insolvenz sei von den Märkten "antizipiert worden".

Befürchtung, dass in Spanien "viel gemogelt" wird

Dass der Euro trotz der Schuldenkrise steigt - ein Euro liegt momentan bei 1,45 Dollar - erklärt Blasnik damit, dass die Märkte damit rechneten, dass die Gemeinschaftswährung vielleicht zur Ader gelassen, aber nicht völlig zerbrechen werde. Zentral sei auch, dass der Euro-Zentralbank eine gewisse Glaubwürdigkeit verblieben sei. Der Markt gehe davon aus, "dass die EZB standhaft bleiben und nicht zur Monetarisierung a la Fed greifen wird". Die EZB habe zwar auch ein Bond-Kaufprogramm laufen, das sei aber bei weitem nicht mit jenem der US-Notenbank vergleichbar.

Blasnik sieht die Chancen für Portugal besser als jene von Griechenland und Irland. Spanien habe durchaus Chancen, einer Pleite zu entkommen, die Regierung habe bisher alles eingehalten, was sie zugesagt habe. Andererseits sei aber zu befürchten, dass in Spanien "viel gemogelt" werde und das wahre Ausmaß der faulen Immobilienkredite nicht offen auf dem Tisch liege.

Blasniks Blog: www.acting-man.com

(APA)

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70 Kommentare
 
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Und die griechischen Gewerkschafter hören nicht auf zu zündeln....

Klingelt´s endlich, Genossen?

Gast: sepp
25.04.2011 10:22
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GEREGELTE INSOLVENZ UND NEUANFANG

1. Banken müssen abschreiben. (Kredite vergeben stellt nunmal ein Risiko dar. Ein "bailout" durch den Steuerzahler stellt ein illegitimes Versicherungsverhältnis dar, da er keine Prämie für die Ausfallhaftung erhält.)
2. Die Löhne müssen 50% runter. Das ist die Realität, alles darüber sind Privilegien. (Ein Urlaub in Griechenland ist eben zu teuer)
3. Der öffentliche Dienst muß radikal reduziert werden.
Das alles muß man vor dem Hintergrund betrachten, daß Griechenland nicht abwerten KANN. (Die Drachme müßte 80% runter um wieder konkurrenzfähig zu werden). Die sind in dem Euro gefangen.

Antworten Gast: Jupp
26.04.2011 08:00
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NEUANFANG?

Aus welcher geschützten Werkstatt kommst du denn?
Ich habe 1320 Euro netto, nach deiner Rechnung müssen 660 locker reichen.
Miete und Nebenkosten fressen 610 Euro im Monat. Da kann ich mir um die verbleibenden 1,80 Euro pro Tag ja ein richtig fettes Leben in Saus und Braus leisten!
Erde an Sepp, komm wieder runter! Willst du alle Arbeiter zu Obdachlosen machen, weil die Bonzen nicht wirtschaften können?
Du kannst gerne auf die Hälfte deiner Bezüge verzichten, wenn du es dir leisten kannst, aber erwarte nicht, dass alle für die Fehler unserer spekulierenden und schuldenmachenden Politikerkaste zur Kasse gebeten werden. Nicht, solange die nicht für ein Bettel arbeiten gehen und am Wochenende ehrenamtlich eine Suppenküche betreiben!

Antworten Antworten Gast: RT
26.04.2011 11:16
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Re: NEUANFANG?

Sie haben es verkehrt. Ein Arbeiter wird viel eher zu einem Obdachlosen, wenn sein Lohn ungerechtfertigt hoch bleibt. Weil die Firma dann nicht mehr konkurrenzfähig ist.
Denken sie nach.
Wenn SIE einkaufen gehen, wählen sie das beste Produkt zum günstigsten Preis. Oder nicht?
Beim Einkauf: Kapitalist
Politisch: Sozialist ?
geht auf Dauer nicht.

Antworten Antworten Gast: sepp
26.04.2011 09:52
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Re: NEUANFANG?

Du willst also von deinen 1320 netto auch noch die griechischen Privilegienritter bezahlen ? Die 30% der arbeitenden Bevölkerung im öffentlichen Dienst, die mit über 90% ihres Letzten in Pension gehen ?
Wie wärs damit, ein ausgeglichenes Budget von denen einzufordern ? Bevor Transferleistungen stattfinden ?
Außerdem schreibe ich in Punkt 1, daß die Banken ihre Verluste tragen müssen. Willst du mit deinen 1320.- auch noch die Aktionäre der Dt.Bank trösten ?
Soviel Selbstlosigkeit kannst DU dir doch gar nicht leisten

Spanien mogelt? Warum denn in die Ferne schweifen..

Nehmen wir zwei andere EU Länder die das Schwindeln zur Kunst erhoben haben: Belgien und Österreich. Diese beiden Länder haben viel gemeinsam, z.b. das Fehlen einer Regierung ;)

Arbeitsvolumen (2008 laut OECD):
BEL 6984 Mio h
AUT 6889 Mio h (lt Statistik Austria wären es gar 7306 Mio h)

Belgien hat 30% mehr Einwohner als Ö, aber etwa gleich viel Arbeitsvolumen? Wie geht das?
Nun, Belgien schwindelt in diesem Punkt nicht, Österreich jedoch schon.
Wieso würde man so etwas tun wollen?
Etwa um zu verhindern wie Belgien durch die höchste Produktivität der Welt aufzufallen (nimmt man mal Steueroasen und Ölexporteure aus). So erwirtschaftet der Belgier um gut 25% mehr pro Arbeitsstunde als sein Schweizer Kollege. Dabei haben die Belgier die zweitniedrigste Nettolohnquote der EU, übertroffen nur von Griechenland (ja, von denen hat man auch schon böses gehört).

Was nun, wenn Österreich ein realistisches Arbeitsvolumen ausweisen würde? Richtig, wir würden Belgien umgehend in Sachen Produktivität überholen, und damit viel zu viel Aufmerksamkeit erregen. Man könnte sich nämlich fragen wieso das so wäre, und müsste fast unweigerlich die behauptete Wirtschaftsleistung in Frage stellen. Von da bis zur Staatspleite wärs nur ein Katzensprung..

zur erinnerung

Was hat Herr Pröll gesagt, als der erste Rettungsschirm aufgespannt wurde.
"Unser Geld ist sicher und wir werden mit dem Kredit sogar Geld verdienen"!
Unsere Politiker (und hier sind ALLE gemeint) verkaufen uns seit Jahrzehnten, und sie werden trotzdem immer wieder gewählt. Es lebe die Demokratie und der Parteienstaat.
Wo ist Herr Pröll nach seinem Rücktritt gelandet?

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Griechenland muß aufgelöst werden, von der Landkarte verschwinden oder wenigstens Pleite machen. Erst dann wird die Welt der Experten sicher wieder weiter von West nach Ost drehen

Einmal öfter die Frage: Wer ist Heinz Blasnik?

Auf der unten angekündigten Website, die angeblich Blasniks Blog ist, wird einem in Englisch der Kommentar eines Pater Tenebrarums geliefert. Der Name Blasnik kommt auf der gesamten Seite nicht ein einziges Mal vor. Und da darf man fragen, wer ist Pater Tenebrarum? Lauter Experten, wofür?

Das Beste aber, unter Haftungsausschluß kann man – natürlich auch in Englisch – lesen:

„This site is provided for information and entertainment purposes only, and its content is not intended as an offer or solicitation for the purchase or sale of any financial instrument.“

Zu Deutsch: Diese Seite ist nur für Information und Unterhaltung vorgesehen, und ihr Inhalt ist nicht geplant als ein Angebot oder Aufforderung für den Kauf oder Verkauf von irgendwelchen Finanzprodukten.“

Noch klarer geht’s nicht! Unterhaltung wird geboten, aber um Gottes willen kein Anreiz für Finanzprodukte.

Mit anderen Worten: Leeres Gequassel!

Und das bringt die hiesige Volksseele zum Kochen? Wie leicht doch die Volksseele zum Kochen zu bringen ist!

A propos leeres Gequassel: „Blasnik ortet einen "Run" auf die griechischen Staatsanleihen (bzw. von ihnen weg) und vermutet …“. Also, was jetzt, Run oder Gegen-Run? Da fehlt doch ganz deutlich die Expertise, wieso so etwas gleichzeitig möglich sein soll.

Daher noch einmal die Frage: Wer ist Heinz Blasnik?

Bescheidene Erkenntnis, trotz dieser Experten dreht sich die Welt ruckfrei von West nach Ost.

Antworten Gast: peace
24.04.2011 11:54
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leeres gequassel gegen leeres gequargel

haftungssausschluss ist (wie das impressum auf österr. websites) auch für blogger verpflichtend.

es wäre hilfreich, wenn Sie den artikel, wie den gesamten blog auch lesen würden.

und als 'experte' werden Sie wohl ahnen, dass wohl eher eine flucht aus griechischen anleihen gemeint ist.

30 zeilen nonsens von cicero ... war aber schon in der schule nicht anders.

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Quote machen, lautet die Parole

Noch eins kann ich mir nicht verkneifen, Ihnen in jener klaren Rede vorzuhalten, die schon den alten Cicero auszeichnete.

Welche Qualifikation hat ein „Experte“, der folgendes Satz von sich gibt, Zitat: „Spanien habe durchaus Chancen, einer Pleite zu entkommen, die Regierung habe bisher alles eingehalten, was sie zugesagt habe. Andererseits sei aber zu befürchten, daß in Spanien "viel gemogelt" werde und das wahre Ausmaß der faulen Immobilienkredite nicht offen auf dem Tisch liege.“ Zitat Ende.

Ein wahrer „Experte“ sollte eigentlich wissen, ob gemogelt wird oder nicht. Denn ein wahrer „Experte“ muß aus jenen Zahlen, die auf dem Tisch liegen, Rückschlüsse darauf ziehen können, ob sie richtig oder falsch sind. Wenn ein „Experte“ feststellt, „in Spanien wird viel gemogelt“, mein Gott geht’s noch billiger?

Paßt aber ins Bild eines „Experten“, der mit „Information und (!) Unterhaltung“ seinen Lebensunterhalt bestreitet. Er meint wohl, es ist unterhaltend, wenn er die Spanier des Mogelns beschuldigt.

Im übrigen, die Griechen, die Iren und die Portugiesen haben bisher auch alle Zusagen eingehalten, nicht nur die Spanier. Warum haben also nach Meinung des „Experten“ die Spanier gute Chancen und die anderen nicht.

Ganz einfach, weil der Mainstream auf die Griechen und die Portugiesen hinhaut und daher kann man Quote machen, wenn man auch hinhaut, Expertise hin oder her.

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Der alte Cicero hatte klare Rede

Sie Armer, der schon in der Schule von Cicero geplagt wurde. Seit damals schreiben Sie klein, weil Sie mit der Rechtschreibung auf Kriegsfuß stehen. Auch das hat vermutlich Cicero ausgelöst. Denn mit Latein im Rucksack würden Sie nicht klein schreiben.

Vielleicht könnten Sie zur Kenntnis nehmen, daß ich mich nicht gegen den Haftungsausschluß wehre, sondern gegen die Formulierung „information and entertainment“.
Daß eine Website den Haftungsausschluß braucht, ist selbstverständlich, aber wenn sie für Information steht, dann hat sie für Information zu stehen und nicht auch gleich für Unterhaltung. Ein Kabarett steht für Unterhaltung – auch mit Haftungsausschluß.

Da wird ein „Blasniks Blog“ deklariert und dann findet man den Kommentar eines „Pater Tenebrarums“. Dort gibt es keine Information, die mit „Blasnik“ gezeichnet wäre. Warum?

Und, Blasnik sei ein Berater für Hedgefonds. Wie ein anderer Leserbriefschreiber schon richtig bemerkte, Hedgefonds haben ihre Kapazunder im eigenen Haus, die brauchen keinen externen Berater. Schlußfolgerung, Blasnik ist ein Scharlatan, der g’scheit daherredet, aber nichts zu sagen hat. Und die APA geht ihm auf den Leim, die Presse schreibt einfach bei der APA gedankenlos und kritiklos ab.

Abschließend, wenn es gemeint ist, „Run aus den griechischen Anleihen“, warum sagt Blasnik dann „Run auf die griechischen Anleihen“ und setzt erst in Klammern das Gegenteil hin?

Mit dem alten Cicero stehen Sie wirklich auf Kriegsfuß! Der hatte nämlich klare Rede!

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>>Für zweijährige Schuldscheine aus Athen erhalten Anleger bis zu 23,1 Prozent effektive Zinsen.<<


Wenn jemand z.B. eine Million (Nominale) 12%-ige Griechen-Bonds zum Kurs von 50,00 kauft, genau ein Jahr hält (in der Zeit den Coupon kassiert) und die Griechen die Bonds noch zu 100% einlösen (weil Laufzeitende), rentiert sich dieses Investment mit 124%*) (ohne Depotgebühr, Spesen usw.).

*)
Erlös nach einem Jahr: 1.120.000 Euro
Einsatz: 500.000 Euro
Rendite: (1.120.000 - 500.000)/500.000% = 124%

Wenn 50% Haircut:
(620.000-500.000)/500.000% = 24%

Effektive Zinsen:
120.000/500.000% = 24%

Conclusio: Enorme Gewinne bei den Bankstern, Glücksrittern und sonstigen Finanzgaunern.

Natürlich nur so lange der Euro-Rettungsfonds gilt (und die PIGs zahlen können)!

Die Trolle sind also die Steuerzahler der Geberländer.

Der abgezockte Wähler in diesen Ländern wird an der Wahlurne danke sagen (in Finnland schon geschehen).

Antworten Gast: peace
24.04.2011 11:58
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wenn ...

griechenland nicht das macht, was IM ARTIKEL diskutiert wird - nämlich plete geht.

dann gibt's nämlich das geld zurück - minus 70%.


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Der Mainstream schwadroniert nur!

Paco, wenn das so einfach ist und wenn das so läuft, dann rate ich Ihnen folgendes:

Nehmen Sie doch aus Ihrer Portokassa 1 Mill. Euro und steigen Sie ein.

In einem Jahr – der EU-Rettungsschirm sichert Sie ja ab – haben Sie dann nicht nur Ihre Portokassa wieder aufgefüllt, sondern auch gleich fast eine weitere Viertelmillion dazugewonnen.

Fast sicher bin ich, Sie werden das nicht machen. Aus einem einfachen Grund, Sie wissen nicht wohin mit dem Gewinn.

Mit geht’s ganz genau so. Ich wüßte auch nicht, wohin mit der Viertelmillion Gewinn. Und weil das so ist, habe ich noch nie darüber nachgedacht oder mich anderweitig informiert, wie ich denn die griechische Überschuldung zu meinen Gunsten ausnützen könnte.

Effekt, ich habe keine Ahnung, wie das läuft!

Wohl aber – weil ich ein aufgeweckter Europäer bin – weiß ich genau, was das Konzept der EU ist, wie es funktionieren soll und wie es bislang tatsächlich funktioniert. Denn bislang sind die Griechen ihren Verpflichtungen für die EU-Kredite nachgekommen und wenn man der griechischen Regierung zuhört, dann ist sie entschlossen, das weiter genau so zu halten. Und wenn man weiters zur Kenntnis nimmt, daß die griechischen Bürger die notwendigen Sparmaßnahmen anerkennen, darf man fragen, warum soll das nicht funktionieren.

Das wiederum heißt, Sie schwadronieren, weil das im Moment halt so richtig anerkannt wird.

Und das heißt wiederum weiters, wer schwadroniert, hat es nötig!

Schönen Tag noch!

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Re: >>Für zweijährige Schuldscheine aus Athen erhalten Anleger bis zu 23,1 Prozent effektive Zinsen.<<

Das sind ja die Verhaeltnisse von 1920...
Auf Grund der Wirtschaftskrise wird aus der Wahlurne der Faschismus rauskommen! Europa kommt zu seinem Kern zurück!

Antworten Antworten Gast: mysterium
05.05.2011 09:09
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Kann sein und ich habe den Eindruck, dass Sie der erste Mitläufer sind.


Gast: Zrim
23.04.2011 12:38
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Der Infarkt kommt überall, mathematisch bedingt, mit Sicherheit

Geld wird als Schuld erzeugt und die Schuld muss exponentiell wachsen. Wenn die Bank einen Kredit vergibt reicht sie nicht, wie irrtümlich angenommen wird, Gelder von Einlegern weiter. Stattdessen wird mittels des die Bilanz verlängernden Buchungssatz "Kreditforderung an Girokonto Kunde" die Kreditsumme neu erzeugt (dazu braucht sie nur die Mindestreserve von 2% tatsächlich haben, also werden aus € 2.000,-- (daher die Kreditspesen) die tatsächlich vorhanden sind € 100.000,-- Kredit). Daher gilt die Formel: Geld = Schulden

Nicht mit erzeugt wird das Geld für die Zinsen, dieses ist also vorweg noch gar nicht im System vorhanden. Erst wenn sich nach mir jemand anderer noch höher verschuldet, bin ich überhaupt in der Lage das Geld für die Zinsen aufzutreiben. Die Geld und Schuldmenge muss also exponentiell wachsen, was auf die Dauer nicht möglich ist. Daher muss dieses Schuldgeldsystem alle 60 bis 80 Jahre in sich zusammenbrechen.

Nutznießer des Systems ist das reichste Prozent der Weltbevölkerung (nur diese haben höhere Zinserträge als Ausgaben für Zinsen, in allen Produktpreisen sind ja mindestens 30% Zinsen einkalkuliert).

Bricht das System zusammen, werden in den Medien irgendwelche "Schuldige" (z. B. Griechen, etc.) präsentiert, schuld ist aber dieses System:
http://www.facebook.com/pages/Challenges-for-the-21st-century/123755141031815?sk=wall
Filmtipp:
http://www.youtube.com/watch?v=4Z9WVZddH9w&feature=related

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Alle reden von Griechen aber

Droege kauft Trenkwalder auf! Das bedeutet, dass es in Österreich nicht viel besser ist als in Griechenland. Warum? Trenkwalder ist eine Zeitarbeitsfirma. Mit anderen Worten "Sklavehalter" Wenn in einem Land Sklavenhalter (Zeitarbeitsfirmen) Hochsaisen haben, ist das Land schon lange krank!
Die deutsche Droege würde ihr Geld nicht in den Sand setzen.

I like Hellas

Sendet paar hundert Geologen nach Griechenland aus, es muss doch irgendwo Öl oder Gas usw. zu finden sein.
Ich denke es gibt fast keinen Ausweg, Griechenland muss einige von den ca. 2200 Inseln verpachten oder Verkaufen lassen.

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Re: I like Hellas

In Tirol und Salzburg wurden auch schon viele Gegendan an Ausländer verkauft. Also warum nicht?

Nur bekamen das Geld in diesen Fällen die Privaten.

Wenn man an Europäer verkauft, wäre es auch okay.

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Strategie: "Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab!"


... einen Arbeitskreis zu gründen um das tote Pferd zu analysieren, bessere Reiter zu engagieren, Qualitätsstandards zu erhöhen, die Peitsche wechseln - das alles ändert genau - nichts.

Griechenland trägt zur europ. Wirtschaftsleistung keine 2,5% bei. Die Leine hätte sofort gekappt werden müssen - mit Verzicht auf jegliche Rettung. Aber - D + F-Banken hätten gr. Investments verloren, d.h. zahlen jetzt alle. Griechenland war und ist wirtschaftl. nicht rettbar - das war von Beginn an klar.

Einziger Grund für die EU-Eingliederung war die milit.-strategische Position als EU-Außenposten.
Einen anderen sehe ich weit und breit nicht.


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Re: Strategie:

die einzig richtige Strategie wäre, den Banken keine Rettungsfelder mehr zu gewähren, und ihre selbst verursachten Risken allein tragen lassen statt sie den Bürgern aufzuhalsen !
Allein diese Massnahme würde schon die Schulden vieler Staaten enorm reduzieren, und deren Bürger entlasten.

Man könnte es mit Sarrazins Worten umschreiben: "die EU schafft sich ab", und das ist auch gut so, denn davor ging es uns Bürgern um einiges besser als heute und der Friede war in Europa auch gesichert ,.... !

Fu.. y..!!!

Wollen Sie damit sagen das Griechenland fallen und alleine gelassen werden soll. Wenn jeder so denkt wie Sie, dann Gute Nacht!!!

Re: Fu.. y..!!!

Diese Misere hat sich Griechenland ALLEINE eingebrockt, wohlwissend oder hoffend, dass die EU-Melkkuh schon brav zahlen wird, wurde auch der Beitritt mit manipulierten Daten erschlichen!

Re: Re: Fu.. y..!!!

Was heisst Griechenland? Du meinst eher einige wenige korrupte Politiker in Griechenland und jetzt muss die mehrheit der Griechischen bevölkerung die nächsten 10 oder mehr Jahre darunter leiden. Ohne Hilfe der EU wären es doppelt so lang. Das wolltest du doch sagen. Du Teufel!

Re: Re: Re: Fu.. y..!!!

Bevor du ausfällig wirst, wer wählt denn die korrupten Politiker? Das Volk! Das gilt nicht nur für die Griechen, das gilt genauso für uns, hier in Österreich, wir wählen leider auch eine verlogene Bagage, die mit fremden Geld, sprich UNSEREM Steuergeld, achtlos herumwirft. Es tut mir sehr Leid aber ich kann und will nicht einsehen weshalb ich mein Geld nach Griechenland, Portugal, Irland, demnächst nach Spanien und gar nach Italien verpulvern soll, im sichern Wissen, dieses Geld niemals wiederzusehen und womöglich noch dafür Zinsen zahlen zu müssen, da Österreich dieses Geld auch nicht hat !! Sorry aber es reicht, das Mass ist bereits übervoll!

 
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