"Totale Absage": Fekter gegen Griechen-Umschuldung

10.05.2011 | 10:53 |   (DiePresse.com)

"Das bringt überhaupt nichts, sonst gibt es keinen Druck für Reformen", sagt Finanzministerin Fekter. Einen griechischen Euro-Austritt hält sie für Unsinn.

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VP-Finanzministerin Maria Fekter drängt das verschuldete Griechenland zu Reformen. Einer etwaigen Umschuldung hat sie am Dienstag eine "totale Absage" erteilt. "Das bringt überhaupt nichts, sonst gibt es keinen Druck für Reformen", erklärte sie vor dem Ministerrat. Bei der nächsten Runde im Rat der Finanzminister soll über die Situation in Griechenland beraten werden. "Internationale Hilfe ist klar an Reformschritte gebunden", sagte Fekter.

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Man könnte bei Schwierigkeiten mit dem Zeitplan diesen etwas verlängern oder sich anschauen, wie man mit den hohen Zinsen umgeht. Eine Umschuldung lehnt sie jedenfalls komplett ab, denn da würde der nötige Druck fehlen. Reformen müssen eingemahnt werden, dann könnten gewisse Privatisierungen angegangen werden. Dem Bankensektor müsse geholfen werden, damit die Wirtschaft mit finanziellen Mitteln versorgt werden kann.

"Austritt ein ziemlicher Unsinn"

Ein Austritt aus dem Euroraum wäre jedenfalls laut Fekter ein "ziemlicher Unsinn". Dieser wäre auch juristisch nur schwer möglich. Griechenland müsste zuvor aus der Europäischen Union austreten und das könne keiner wollen. "Das ist nicht wirklich sinnvoll", meinte die Finanzministerin.

Auch VP-Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner hält von einem Ausscheiden Griechenlands aus der Währungsunion nichts. Er meinte, die EU sei keine "Schönwetter-Gemeinschaft", sie müsse Probleme bewältigen. Der Minister zeigte sich recht sicher, dass das gelingen wird.

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60 Kommentare
 
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Vertrottelt? Korrupt?

Frau Fekter irrt! Nur eine Umschuldung (mit teilweisem Schuldenerlass) würde dazu führen, dass die Gläubiger - Spekulanten für den Schaden aufkommen. Es kann doch nicht angehen, dass Banken den Griechen über griechische Staatsanleihen Geld leihen, dass sie (wegen des Risikos) extrem hoch verzinsen, um dann, wenn das Risiko schlagend wird (womit jeder Spekulant eigentlich zu rechnen hat), im Rahmen von "Rettungspaketen" den Steuerzahler für die Verluste aufkommen zu lassen.

Es könnte ja vielen gefallen, ins Casino zu gehen, am Roulette hohe Beträge riskant zu plazieren, fallweise entsprechend hohe Gewinne einzusacken, während das staunende Publikum für die Verluste gerade steht.

WER, AUF HOHE GEWINNE SPEKULIEREND, RISKANTE GESCHÄFTE EINGEHT, HAT DAS RISIKO VERDAMMT NOCHMAL SELBST ZU TRAGEN!!!

Alles andere ist eine ungeheure Schweinerei, und Politiker, die das mittragen, sind entweder völlig vertrottelt oder korrupt - oder beides.

Gast: sdgsd
11.05.2011 08:38
0

Es geht nicht darum, dass man Probleme löst.

Ein Mitglied einer Gemeinschaft ist dort nur durch Betrug überhaupt Mitglied geworden. Und der Rest der Gemeinschaft redet dem Betrüger auch noch das Wort und finanziert weitere Betrügereien. Das ist nicht Problemlösung, das ist schlicht und einfach saublöd.

Gast: Wer gibt uns noch billigen Kredit
10.05.2011 20:20
1

Einer Buchhalterin ins Parteibücherl geschrieben

Jegliches Unternehmen das mit mehr als 60% Fremdfinanzierung sprich Verschuldung in seinem Wettbewerb belastet ist, stirbt in mageren Zeiten unweigerlich an den nicht mehr bedienbaren Rückzahlungsverpflichtungen.

:-(

Gast: Gast2000
10.05.2011 19:05
2

nur die halbe wahrheit

alle schuld auf die griechen zu schieben ist doch nur die halbe wahrheit. wenn hier jetzt keine absolute konsequenz der eu in sachen reformen folgt, dann wird das ein fass ohne boden. und weitere werden folgen. ich finde, es müssen umgehend in GANZ europa die systemrelevanten banken zerschlagen werden. nur dann wird ruhe einkehren. so ist die griechenlandhilfe doch nur eine indirekte stütze für die eigenen banken. die väter des euros haben jedenfalls einen kapitalen denkfehler begangen oder sie wollten einfach nur unbedingt in die geschichte der europäischen union eingehen. meine geduld in sachen uneinbringliche geschenke ist jedenfalls erschöpft und es kann nicht sein, dass halbwegs gut wirtschaftende Staaten die anderen bis zum st. nimmerleinstag finanzielle unterstützen müssen....

fekter hin oder her ...

... was soll eine Umschuldung der Griechen bringen? Das wort an sich sagt ja schon, dass die Schulden bleiben.

Die fangen schon wieder so an - Schieben hin und her, vertuschen, schrauben an Fristen. Das könnens ...

Vielleicht sollten die mal anfangen, ihr marodes Staatssystem zu überdenken, die Wirtschaft anzukurbeln und sich was zu überlegen. Das würde dann schon helfen, den Weg aus dem Sumpf zu finden ...

Gast: LachenderZwerg
10.05.2011 17:46
0

"Reformen müssen eingemahnt werden, dann könnten gewisse Privatisierungen angegangen werden. Dem Bankensektor müsse geholfen werden, damit die Wirtschaft mit finanziellen Mitteln versorgt werden kann."

Noch Fragen?

Re:

dem Bankensektor muss deshalb geholfen werden, weil die Großbanken der EU die Rückfinanzierungen der griechischen Banken aufgrund hoher Renditen an sich gerissen haben und nun schwitzen, dass sie die ganzen Schulden dort abschreiben müssen.

so schauts aus ...

Gast: 2015 werde ich sie etwas fragen Frau Fekter!!!
10.05.2011 17:13
1

Ich habe in OÖ vor über 30 Jahren Buchhaltung studiert.....

....und ich weiss wie man Europa rettet - nur KEINE Panik, mich hat der Schüssel installiert und dann der Pröll Pepi übernommen, 2 GROSSE FACHMÄNNER, also nur KEINE Panik auf der Östertanik - Nicht verzagen die Mitzi fragen!!

Gast: Vorschlag_
10.05.2011 16:56
1

Fr. Fekter,

Sie sollten jetzt ueber Ihre Karriere nachdenken. Jetzt, da Sie wahrlich ein Ressort zugeschoben erhielten, von dem Sie nicht den Funken einer Ahnung haben, haben Sie gewissermassen die Feuertaufe fuer hoehere Weihen bezogen. In Frage kommen: Bundeskanzler (aber da koennte Ihnen Ihr abgeschlossenes Studium den Weg versperren) - oder: EU - Kommissar, eine Position, in der zuletzt Johannes Hahn durch groesst - moegliche Inhaltsleere auf sich aufmerksam machte

Antworten Gast: Reflector
11.05.2011 00:47
1

Re: Fr. Fekter,

Gut gemeinter Rat, aber wie soll das bitte sehr gehen? Politische Karriere und Denken schliessen sich doch aus!

Egal wie man es anpacken will, es ist und bleibt ein Dilemma ...

Gast: dringender_Vergleich
10.05.2011 16:49
1

Mein Nachbar

hat einen Hund. Und dieser hat einen Freund. Dieser Freund bringt manchmal einen anderen Hund mit in den Park. Die drei tollen dann miteinander umher. Die drei sehen das alles auch so wie Faymann und Spindelegger und Fekter

Gast: Vogel Strauss
10.05.2011 16:40
2

Können wir uns nicht ein paar Politiker ...

... bei den slowakischen Nachbarn ausborgen? Die haben mehr im Hirn als unsere sog. Elite!

Gast: Notiz4
10.05.2011 16:33
1

Der

naechste Wirtschaftsexperte meldet sich zu Wort(!!!) :-))))))))))) - Herrschaften, das ist ein Wahnsinn (!!!) :-))))))))))) gerade noch Expertin in Sachen "Immigration", jetzt schon in Sachen Wirtschaft :-))))))))))) - Fr. Fekter, Sie hatten ja jetzt einige Zeit ueber den Mund gehalten. Bitte setzen Sie diese liebgewordene Tradition fort. Man wird es Ihnen als "noble Distinguiertheit" auslegen :-)))))))))))

der Austritt, oder noc hbesser dei Auflösung dieser Union

wäre die einzig und wenn auch anfangs schmerzhaft, richtige Entscheidung !

Im Innenressort mochte ich Fekter, jetzt ist sie ebenso schwarz wie ihre Partei welche hoffentlich sehr bald samt der Roten in ein schwarzes Loch gesogen werden.

Sie hofft aber wie ihr Vorgänger Seppi auch auch einen lukrativeren Posten; dafür gibt man dann schon alles, sogar seine Gesundheit bzw einst falls vorhandenen Verstand bei der Drehtüre ab ?


sie wissen nicht

was sie tun

mit dem mund aufmachen hat wider ein oesi politiker bestaetigt

propaganda ueber alles,

hayek und mises sind schon lange ausgewandert

Antworten Gast: Notiz4
10.05.2011 16:35
1

Re: sie wissen nicht

Hayek war in Salzburg eine Halbtags - Position angeboten worden (!!!) :-))))))))))) - Fekter ist Wirtschaftsexpertin (!!!) :-)))))))))))

Es ist an Fekter vorbei gegangen,

dass es EU-Staaten ohne Euro gibt. Na Mahlzeit, mit solchen Ministern wird Ö regiert!

Die ÖVP macht selbstmord mit Anlauf

Bald werden nämlich die Beamten die ÖVP auch nicht mehr wählen, weil immerhin ist es ihr Kredit, ihr Erspartes das hier nach Griechenland fließt.

Oder wo sonst soll denn das Geld her kommen, bei den Steuerzahlern ist ja nichts mehr zu holen.

Gast: Grichenlandfan
10.05.2011 14:42
3

Bankenhilfe

Die "Herren des Geldes" wie man unsere Banker gern nennt, sollen nicht immer bei uns um Geld betteln. Ihrere Boni haben Sie ja auch nicht mit uns geteilt, die Banken sollen sich selber helfen oder in Insolvenz gehen, wird sich schon weider jemand finden der einen neue Bank aufmacht.
"The fittest survive" auch die Banken müssen mal in der Marktwirtschaft ankommen.
Ist ja unfähr gegenüber jenen Banken, die richtig kalkuliert haben und nicht Staatsanleihen von den Pleitekandidaten gekauft haben.
Mann soll/darf Marode Banken mit ineffizienten Strukturen nicht künstlich am Leben erhalten, dass widerspricht den Prinzipien unsere Marktwirtschaft und mus auch noch von der Bevölkerung getragen werden!

Gast: Keintraumtänzer
10.05.2011 14:17
4

Pröll hat die "Schuldenverringerung hinterlassen

Gehn wir es einmak mathematisch an:

Laut Statistik 2009 hat Österreich:
1. Ein BIP (BruttoInlandsProdukt) von 280,186 Milliarden
2. 3% davon sind 8,406 Milliarden
3. Die Staatsschuld beträgt 191,928 Milliarden

Wenn Österreich statt eines DEFIZITS einen BUDGETÜBERSCHUSS von 8,406 Milliarden jährlich ausweisen würde bräuchte es 24 Jahre um die Staatsschuld abzuzahlen!

FAZIT: Pröll ist ein Traumtänzer, Fekter eine Traumtänzin!

Jäglicher weitere Kommentar ist überflüssig

Umschuldung ist dann Blödsinn,

wenn die anderen EU Staaten dafür Anleihen ausgeben und dann haften.

Eine gezielte Insolvenz, in der die Gläubiger auf einen Teil ihres Geldes verzichten würde Sinn machen.

Umschuldung?

Fekter soll doch mal ihre Spezis fragen, Schüssel, Grasser und Co. Die wahren Umschuldungsmeister, sieht toll auf dem Papier aus und die Schulden werden höher, man muß ja seine Spezis auch bedienen, sich selbst auch.

Gast: Reflector
10.05.2011 13:29
7

Geballter Unsinn

So viel Blödsinn liest man wohl selten.

"Totale Absage" - Die Fakten werden sich um Ihre Absage einen Kehricht scheren.

"VP-Finanzministerin Maria Fekter drängt das verschuldete Griechenland zu Reformen" - Na da werdn's aber schaudern vor Angst die Griechen!

"Ein Austritt aus dem Euroraum wäre jedenfalls laut Fekter ein "ziemlicher Unsinn". Dieser wäre auch juristisch nur schwer möglich."

Diese Naivität ist eigentlich nicht mehr zu überbieten!

Hat es denn einen juristischen Beschluss gebraucht als die Tunesier Ihre Machthaber rausschmissen?

Jämmerlich wie weit diese Funktionärssesselkleber schon von der Realität abgehoben sind!

Gast: Die EU ist ein Völkerkerker, mehr aber nicht
10.05.2011 13:02
7

Verlogenheit

Vor der Euroeinführung hörte man immer wieder: Die Konvergenzkriterien müssen von allen Eurostaaten genauerstens erfüllt und in weiterer Folge eingehalten werden, die Einhaltung dieser werde strenstens überprüft, Missbrauch und Betrug sei ausgeschlossen!
Nun haben wir die Griechen die nur gelogen und betrogen haben und nie "euroreif" waren! (angeblich hat dies aber ohnedies jeder gewußt)

Jetzt will man uns einreden welch wunderbare Sache es nicht sei, den Griechen, als Dank für ihre Lügen und Verweigerung von Reformen weitere Miliarden nachzuwerfen!
Auch wenn sich die VP und SP als Hardliner gegenüber den Griechen geben, wir werden einen Teil unseres Wohlstandes für die Griechen opfern müssen!

Das Wort Solidarität ist zum Reizwort verkommen!

Mir ist es mittlerweile so sch.... egal ob es den Griechen, etc. gut geht oder nicht!

Gast: "3OO"
10.05.2011 12:47
3

Net gross daherred'n Fekter!!

öbb- schulden,gemeinde- schulden u. sonstiges verstecktes zu den österreichischen 205 milliarden euro megaschulden dazurechnen,die wahrheit der staatshilfebanken auf den tisch u. die sache schaut ganz anders aus.....dann wachsen bald auch olivenbäume bei uns.....ps. aber nicht in den himmel

Re: Net gross daherred'n Fekter!!

Obwohl sich Österreich von Anfang an als "veläßlicher Griechenland-Retter" profilierte, wurde die Frau Fekter, wie auch anders zu erwarten, NICHT zur Geheimkonferenz der EU-Finanzminister eingeladen. Sie wird wohl weiterhin das machen, was man ihr aus Brüssel aufträgt, an "Mittel für Griechenland" frei zu geben. Ob sie´s nun will oder nicht! Sonst gälte Österreich womöglich noch als "ungefällig" und "unsolidarisch"...

 
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