Juncker: "Wahnvorstellungen an den Finanzmärkten"

13.05.2011 | 20:55 |   (DiePresse.com)

Der Euro-Gruppenchef will Griechenland nur unter Bedingungen weitere Hilfe gewähren. Das angebliche Geheimtreffen sei gar keines gewesen. Man wollte nur die Märkte ruhig halten, sagt Juncker.

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Der Chef der Euro-Gruppe und luxemburgische Premierminister, Jean-Claude Juncker, hat Bedingungen für weitere Finanzhilfen für Griechenland gestellt. "Griechenland muss die Haushaltsziele für 2011 erreichen, davon ist es im Moment ein Stück weit entfernt - trotz größter, bewundernswerter Anstrengungen", sagte Juncker dem "Münchner Merkur" (Wochenendausgabe). "Griechenland wird in Sachen Privatisierung auf jeden Fall zulegen müssen, damit die dritte Tranche der 110 Milliarden Euro oder weitere Hilfen ausgezahlt werden können."

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Treffen: Unbekannt, aber nicht geheim

Juncker sagte zudem, er rechne nicht damit, dass Griechenland sich nächstes Jahr wieder eigenständig mit Geld versorgen könne. Er verteidigte außerdem das überraschende Treffen einiger Euro-Finanzminister vor einer Woche. "Es gab kein Geheimtreffen zur Euro-Rettung, weil der Euro nicht in Gefahr ist." Auf die Frage, warum das Treffen nicht angekündigt wurde, antwortete Juncker: "Weil es alle möglichen Wahnvorstellungen an den Finanzmärkten auslöst, wenn sich vier Finanzminister, ein Euro-Gruppen-Chef und der EZB-Präsident freitags um 17 Uhr treffen. Als das Treffen dann doch bekanntwurde, musste ich es dementieren lassen. Nicht weil ich Spaß an der ehrlichen Lüge hatte, sondern, weil die Börse in New York noch offen war."

Die Euro-Finanzminister wollen am Montag den Milliardenhilfen für das vor der Pleite stehende Portugal zustimmen. Die Ressortchefs werden auch über mögliche neue Hilfen für Griechenland sprechen, aber laut Diplomaten keine Entscheidungen treffen.

(Ag.)

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24 Kommentare
Gast: Gastname
15.05.2011 12:05
0

Überschrift

Geht uns allen so, wir muessen den Bankueberfall dementieren, wenn der Wuerstelstand oder der Supermarkt noch offen hat und wir leben von drittklassigen Mitarbeitern denen die Kunden Therapie leisten bevor sie sich erinnern wo sie sind und dass sie fuer Arbeit bezahlt werden... der Unterschied ist allerdings Titel, Ausbildung, Noten, Geltungsamspruch, Kleidung usw usf gsd ist das strafbar, daher muessen sich ein paar ein Ferienhaus in Griechenland oae. anschaffen. Klar, dass die Wut dazu dient den Markt zu stabilisieren.

hart aber herzlich

...so die zielführende devise

Der Mann

lügt wenn er den Mund aufmacht!

Gast: Gast2
14.05.2011 19:26
0

Paranoia

"Wahnvorstellungen an den Finanzmärkten" - wie treffend beschrieben! An diese Wahnvorstellungen soll sich nach Meinung vieler "Finanzhaie" am Besten die gesamte Gesellschaft anpassen.

Gast: gast20
14.05.2011 13:52
1

Weg........

mit dem Cheflügner.

Tod der Eu!

Antworten Gast: Erste Hilfe
15.05.2011 08:44
2

Re: Weg........

Na ja, den Luxemburger Teuro-Junckie kann man schon ein bisserl verstehen: Luxemburg ist voller Banken, die Banken sind voller griechischer Ramsch-Anleihen, kracht Griechenland, krachen die Banken und Luxemburg. Deshalb müssen wir mit unserem EU-Tausender von der Gitti die Griechen retten. So schaut's aus.

Antworten Gast: 21
14.05.2011 23:57
0

Re: Weg........

und ihren Spekulanten!

forderung an griechenland

nur mehr in deutschland einkaufen, militär hochrüsten auf türkisches niveau, aber nur mit deutschen waffen, handelsmarine verdreifachen, natürlich mit teutschen schiffen........hab ich was vergessen?.... ach ja, und alle banken abschaffen, nur mehr teutesche bank und raiffeisen...

Antworten Gast: Max MAYER
14.05.2011 16:59
0

Re: forderung an griechenland

Informierte Blogger wissen, daß Griechenland besonders bei französischen Banken verschuldet ist, erheblich mehr als bei deutschen.

Gast: diefans
14.05.2011 11:59
1

aha

...Spaß an einer "ehrlichen Lüge" ?

Gast: Bazi
14.05.2011 11:21
2

EUROkraten

Wenn man die Entwicklung in Griechenland seit dem Griechenland-Rettungsschirm vom letzten Jahr verfolgt hat, resp. aktueller Ereignisse, müsste selbst dem letzten Eurokraten klar werden, dass es hier auf die Dauer keine schnelle Lösung des Problems geben kann, ohne die eigentlichen Ursachen (wirtschaftliches Ungleichgewicht Nord-Süd, Haushaltsdisziplin) anzugehen. D.h., dass in den nächsten Jahren immer weiter von der Nordländern gen Süden transferiert werden müsste, damit GR nicht untergeht. Gleiches dürfte auch für den Rest der PIIGS zutreffen. Der EURO wird noch so lange gehalten, bis nach dem Prinzip der kommuniszierenden Röhren ein Gleichstand zwischen Nord und Süd erreicht ist und in den Nordländern die privaten Sparguthaben sowie die Renten- und Lebensversicherungen nach und nach im großen europäischen Gulli versenkt werden. Wenn man vom Haircut bei einer Umschuldung spricht, mag es zunächst die Banken treffen, wobei sich die nationalen Banken, das Geld über den Umweg der nationalen Regierungen sicherlich vom Steuerzahler zurück holen.

Gast: gast gast
14.05.2011 10:08
1

der treichl machts vor wies geht


Gast: 1. Parteiloser
14.05.2011 09:44
1

Die Wahnvorstellungen sind aber bei den Schuldenmachern!

Diese Versager, egal ob auf EU Ebene, auf Ebenen der Mitgliedsländern oder auch bei der EZB, leben ja im Wahn, dass das Schuldenmachen so weiter gehen kann.

Ein Wahn, weil es dafür doch niemals Investoren geben wird, welche den Irrsinn der exzessiven Umverteilungen und Selbstbedienungen auf EU Ebene und den vielen Ebenen der Mitgliedsländern weiter finanzieren werden. Die haben ja keine Chance mehr die eingesetzten Mittel zurückzubekommen.

Um das zu erkennen, braucht es ja nur eine Beobachtung der irren 10.000.000 Mio. Euro an offiziellen Staatsschulden der Euroländer, andere Berechnungen gehen sogar von einem Mehrfachen aus.

http://www.wiwo.de/finanzen/galerien/staatsverschuldung-in-europa-908/1/blankoschecks-der-regierungen.html

Diese vielen Treffen und das jahrelange Gequatsche von den Parteibonzen, welche sich als Elite fühlen, aber vollkommen daneben stehen, bringt doch nichts. Das Einzige was helfen würde, wären Handlungen, welche das neue Schuldenmachen sofort verhindern.

Die Lösung wird nur im Sanieren gefunden werden können, das Ziel der Konsolidierung ist doch schon Unsinn.

Diese Gier der Versager und der Drang die Macht in den geschützten Bereichen und dem Förderwahnsinn zu erhalten, diese Punkte sind es, welche die Probleme verursachen.

Wenn die Finanzmärkte, wer immer das auch ist, Wahnvorstellungen haben, dann ist es die Hoffnung die Gelder von den Staaten wieder zu sehen. Das auch, weil die Rechnung ohne die Bürger gemacht wird.

Gast: gast gast
14.05.2011 09:13
0

wahnvorstellung aller treichl


Gast: wegvondereujetztsofort
14.05.2011 08:48
2

"Es gab kein Geheimtreffen zur Euro-Rettung, weil der Euro nicht in Gefahr ist."

Stimmt! Nur wir Bürger sind in Gefahr, unser Geld zu verlieren!

Er könnte doch wirklich

sagen ,nicht die Politik,die Banken haben das sagen und die Politiker werden von den Banken geschmiert!

Gast: Vogel Strauss
14.05.2011 07:26
0

Gut gemeint, aber daneben gegangen ...

Ja, ich weiss: Juncker-Bashing ist in, aber trotzdem finde ich, dass er der einzige europäische Regierungschef ist, der annähernd eine Ahnung von der Materie hat ...

Gast: Gastone
14.05.2011 07:03
2

Jean-Claude Juncker erklärt die Demokratie

“Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.” (Quelle, Der SPIEGEL 52/1999, S. 136, zitiert nach Wikipedia.de)
gefunden bei: http://www.rottmeyer.de/eu-prahlt-deutschland-zahlt/2/

Ein Lügner ...

... und steht dazu. Weit haben wir's gebracht.

Antworten Gast: Es ist alles sehr kompliziert
14.05.2011 09:02
1

Re: Ein Lügner ...

Wer, wenn nicht er? Der Wolfi der EU.

Gast: wautt
13.05.2011 23:38
0

freut euch

auf den ederer tausender!
ich warte jetzt schon 10 jahre.
aber was beweist der ederer tausender?
dass man mit unwahrheiten in der politik sehr weit kommt!

Gast: GastA
13.05.2011 22:41
4

Ehrlichen Lüge

Aha. So nennt das ein Berufspolitiker.

Nur mehr, nicht weniger Demokratie kann uns da gegen diese helfen. Lächerliche Volksbefragungen durch wirkliche Referenden = Volksabstimmungen ersetzen. Und zwar über wirkliche Themen: Solche die den Menschen unter den Nägeln brennen. (nicht: "seid ihr für den Weltfrieden?") Die Schweiz macht es uns vor.

Gast: GastA
13.05.2011 22:41
2

Ehrlichen Lüge

Aha. So nennt das ein Berufspolitiker.

Nur mehr, nicht weniger Demokratie kann uns da gegen diese helfen. Lächerliche Volksbefragungen durch wirkliche Referenden = Volksabstimmungen ersetzen. Und zwar über wirkliche Themen: Solche die den Menschen unter den Nägeln brennen. (nicht: "seid ihr für den Weltfrieden?") Die Schweiz macht es uns vor.

Gast: Nudelauge
13.05.2011 22:26
6

Dieser Juncker ist der böse Geist Europas!

Dieser Typ agiert wie der 1.Generalstabsoffizier von Paulus in Stalingrad. Ein gewisser Schmidt..ein Mann aus der zweiten Reihe..aber grenzenlos machtgeil.

Solche Typen wie Juncker gehören terminiert.


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