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Harte Maßnahmen: Griechenland spart sich zu Tode

14.05.2011 | 18:02 |  von Corinna Jessen (Die Presse)

Zukunftsangst herrscht in Griechenland. Das Land ist dabei, sich totzusparen, doch seine Schulden von 340 Milliarden Euro kann es dennoch nicht tilgen. Ökonomisch geht's steil bergab, die Gewalt eskaliert.

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Pandelis Melisinos ist eine Berühmtheit. Nicht nur wegen seiner handgefertigten Ledersandalen. Einheimische und Touristen suchen in seinem kleinen Laden im Athener Altstadtviertel Psyrri nach Authentizität, dem Gefühl von spontaner Lebensfreude und Ungebundenheit, das Griechenland für disziplingewohnte Nordeuropäer einst so attraktiv erscheinen ließ. Schon Vater Stavros hatte in seiner Schusterwerkstatt nebenher Gedichte geschrieben, berühmte Kunden wie die Beatles, Jacky Onassis und Sophia Loren freuten sich über seinen fröhlichen Gruß „Jassu“. Aber auch ohne diese großen Namen konnte die Familie Melisinos immer gut leben vom Schustern, es blieb Zeit zum Philosophieren und Malen. Das aber ist vorbei: „So ein Jahr wie dieses haben wir noch nie erlebt“, sagt Pandelis, selbst schon leicht ergraut. „Mit Zähnen und Klauen versuche ich mich über Wasser zu halten.“

Das Geschäft geht sehr schlecht, Steuern und Einkaufspreise aber steigen, immer länger muss er Riemen schneiden und Sohlen nähen, um zu überleben. „Sie wollen, dass wir alle Angestellte werden“, sagt er und meint Politiker, Konzerne, EU. „Jeder Grieche brächte gern Opfer, wenn er wüsste, dass sie dem Gemeinwohl dienen. Aber wir haben das Gefühl, dass sich alles wieder nur die Betrüger einstecken.“

Die Betrüger, das sind die Politiker jeder Couleur, die, die das Land in den Ruin gewirtschaftet haben, die jetzt die kleinen Leute dafür bluten lassen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts „public Issue“ zeigt sich klar, wen zwei Drittel der Griechen als fähigen Regierungschef ausmachen: keinen.

Der völlige Vertrauensverlust in die Politik treibt gefährliche Blüten. Vorige Woche nahmen Einwohner des Athener Bezirks Agios Pandeleimonas das Gesetz in die Hand und riegelten ihre Straßen ab, nachdem ein Familienvater wegen seiner Videokamera mutmaßlich von Afrikanern überfallen und erstochen worden war. Rechtsradikale nutzten den tragischen Vorfall, um Bürger aufzuwiegeln, die schon lange unter dem Heer der unkontrolliert Eingewanderten in Athen leiden. Ein Bangladescher wurde ermordet, Athener jagten Dunkelhäutige durch die Stadt. Im Zentrum entlädt sich die ökonomische Not der Griechen und jene der Fremden zusehends in Gewalt.

Der Pakt mit dem (Finanz-)Teufel. Streiks, Streiks, Streiks. Auf der anderen Seite der Extreme besetzten Autonome das Rektorat der Universität, um gegen Polizeigewalt zu demonstrieren. Ein Demonstrant schwebt seit Mittwoch in Lebensgefahr, nachdem er laut Zeugen von Polizisten während des Generalstreiks schwer verletzt worden ist. Es war der zehnte Generalstreik, seit die sozialistische Regierung von Georgios Papandreou vor einem Jahr das „Memorandum“ mit EU, IWF und EZB (der „Troika“) über die Vergabe von Krediten über 110 Milliarden Euro unterschrieb und das Land (vorerst) vor der Pleite rettete. Das Memorandum macht strengstes Sparen zur Auflage. Trotz aller Streiks und Proteste hat sich die große schweigende Mehrheit seither dieser Radikalkur gefügt, Lohnkürzungen bis 30 Prozent und Steuererhöhungen ertragen, allein der Benzinpreis stieg um 28,7 Prozent. Von der gesunkenen Kaufkraft sind vor allem kleine und mittlere Unternehmen bedroht. In der Athener Innenstadt musste jedes fünfte Geschäft aufgeben.


Ein Land spart sich zu Tode. Griechenland ist dabei, sich totzusparen, doch seine Schulden von 340 Milliarden Euro kann es dennoch nicht tilgen. Strukturreformen kommen zu schleppend voran, scheitern am Widerstand der Privilegierten, an „den Betrügern“. So wird Griechenland ein zweites Hilfspaket brauchen, verbunden mit einem zweiten Memorandum mit noch mehr harten Maßnahmen. Das bedeutet noch mehr Schulden, die das Land mangels nennenswerter Industrie über Generationen nicht wird tilgen können. Jetzt sei die Privatisierung von Staatseigentum höchste Priorität, sagte Papandreou. Wie Fische auf dem Verkaufsstand, die mit etwas Wasser am Leben gehalten werden, fühlten sich die Griechen – so umschrieb der Journalist Vassilis Lyrintsis im Radiosender Skai die Stimmung. „Das Schlimmste ist, dass ich meine Kinder bestärke, ins Ausland zu gehen“, sagt Makis Miris. Der Autohändler schaltet das Licht zum Gespräch in seinen Geschäftsräumen an. Schon lange kann er es sich nicht mehr leisten, die Beleuchtung den ganzen Tag über auf die Mittelklassewagen aus Deutschland brennen zu lassen. Die Hälfte seiner 18 Mitarbeiter musste er entlassen. „Einzelverkäufe an mittelständische Konsumenten gibt es nicht mehr“, sagt Miris mit stoischer Verzweiflung, dabei hätten viele Leute sicher noch Geld.

Die Arbeitslosigkeit hat mit über 15 Prozent einen Rekord erreicht. Immer mehr meist hoch qualifizierte Junge wandern aus. Aber selbst dort, wo es noch Arbeit gibt, ist die Zukunft ungewiss: Auf Rhodos boomt es immerhin, man erwartet einen Zuwachs von zwölf bis 15 Prozent an Touristen gegenüber dem Vorjahr. Allgemein erwartet Griechenland ein gutes Tourismusjahr, hofft darauf, von den instabilen Verhältnissen in Nordafrika zu profitieren.

Die Arroganz der Deutschen. Attraktiv für Urlauber ist Griechenland heuer vor allem durch günstige Angebote. Das schlägt sich aber nicht unbedingt in den Umsätzen nieder: „Heere von Touristen laufen durch die Altstadt, aber nicht einer hat eine Tüte in der Hand“, sagt Frau Frosso Kantseloglou in unverkennbarem Bayerisch. In ihrem Ledergeschäft sind die Umsätze eingebrochen. Am schlimmsten ist für die Geschäftsfrau, die jahrzehntelang in München erfolgreich war, dass sich gerade Deutsche so herablassend verhalten: „Ihr müsst uns eigentlich alles schenken, nachdem wir euch so viel Geld überwiesen haben“ oder „In diesem Land kaufe ich nichts“ sind Sprüche, die sie täglich hört. „Man hat uns unseren Stolz genommen“, sagt sie, „das ist das Schlimmste, was uns passieren kann.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.05.2011)

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65 Kommentare
 
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Gast: Odysseus
15.05.2011 15:37
1 0

Griechenland spart sich zu Tode

Das wage ich zu bezweifeln, in Griechenland hat jeder Bürger über 14 mindestens eine Schusswaffe zur Selbstverteidigung.

Gast: Zyni
15.05.2011 15:22
1 0

Pressestunde der Deutschen in Phoenix

die Deutschen werden von den "Eliten" auf Hartz IV Transfers nach Griechenland eingestimmt. Während sich im Forum 99% der postenden Deutschen gegen einen Transfer aussprachen, wurden in der laufenden Sendung nur Pro-Stimmen durchgestellt. Die europäischen Eliten beamen sich soeben - auf unsere Kosten - in den Kosmos, weil sie Angst haben das Pyramidenspiel zu beenden. Wer weiß, was dann an der Strassenlaterne baumeln würde... Und nun liebe Corinna Jessen pack die Mitleidsgeige wieder ein. Ich würde nicht soweit gehen wie http://worldwide-gazette.com/de/rep_623/Die-Griechen_-ihre-Pleite-und-die-EU aber für blöd verkaufen brauchen uns die Griechen auch nicht.

tränendrüsenartikel...

schwach. aber die presse hat wohl wieder einmal füllmaterial gebraucht....

Gast: Tellmywill
15.05.2011 10:22
5 1

Griechenland spart sich zu Tode

Mittel- und Nordeuropäer arbeiten 10 bis 20 Jahre länger. Das sagt niemand: Sie sparen sich zu Tode.
Griechen lassen sich ab 50 vom Staat erhalten. Der Staat hat jetzt aber kein Geld mehr und jetzt macht man uns weis: Sie sparen sich zu Tode. Nein, wir verlangen nicht, dass die Griechen sich zu Tode sparen. Wir haben nur etwas dagegen, dass wir den Griechen einen Luxus finanzieren sollen den wir uns nicht einmal selbst gönnen.

Das Hauptproblem der Griechen scheint zu sein, dass sie die Verantwortung für ihren Lebensunterhalt gerne dem Staat überlassen. Bevor sie selbst für sich sorgen, gehen sie lieber streiken.
Ja die EU muss der griechischen Regierung unter die Arme greifen. Aber dazu gehört, dass wir der Regierung helfen der griechischen Bevölkerung klar zu machen, dass sie selbt für ihr Leben verantwortlich ist, dass sie selbst das Einkommen für ihren Lebensunterhalt erwirtschaften müssen, nicht der Staat und auch nicht - wie es jetzt gefordert wird - die nördlicheren Europäer.

0 0

Die Presse und alle anderen Medien

sind schon wieder berichtsgeil und schüren wieder stimmung

es ist ganz einfach: wenn man will, dass griechenland in der währungsunion bleibt, dann müssen tiefgreifende änderungen in griechenland stattfinden...und es ist klar dass, diese am anfang extrem hart erscheinen und sind - und viele zu recht oder auch nicht - darüber nicht erfreut sind.

Gast: 1. Parteiloser
15.05.2011 09:36
2 0

Staatsbankrott spätestens dann, wenn 40% der Steuereinnahmen für die Zinsen verwendet werden müssen!

Dazu gibt es mehrere wissenschaftliche Studien, welche die Geschichte der Staatsfinanzen untersucht haben und auch mit mathematischen Modellen dieses Phänomen bestätigten. Das ist auch schon länger bekannt und gar nichts Neues.

Diese 40% Quote ist aber einer Grenzwert, wo es mit Sicherheit zu einem Staatsbankrott kommt, es kann auch schon wesentlich früher zu einem Staatsbankrott kommen. Der Staatsbankrott ist ja nur eine Zahlungsunfähigkeit eines Staates, welche durch mangelnde Bonität verursacht wird, weil die Staaten ja einen Bedarf an einer permanenten Schuldenerhöhung haben.

Je nach Vertrauen der Kreditgeber, also der Bonität, kann das durchaus schon bei einem Aufwand von 20-30% der Steuereinnahmen für den Zinsendienst zum Staatsbankrott kommen.

Auch wenn Griechenland sich mit einem günstigen Zinssatz von 5% finanzieren könnte, dann würde die Schuldenlast von 350 Mrd. Euro 17,5 Mrd. Euro pro Jahr für den Zinsendienst verursachen.

Dem Zinsendienst steht aber nur eine Steuerleistung von 46 Mrd. Euro gegenüber. Griechenland muss also, bei subventionierten Zinsen, schon 38% der Steuereinnahmen für den Zinsendienst verwenden und bestätigt die wissenschaftlichen Untersuchungen.

Würde Griechenland nicht subventionierte Zinsen bekommen und Kredite durch die anderen Europäer, dann wäre Griechenland schon ganz am Ende.

Alles wie in den Lehrbüchern!

Alles normal?

Gast: Halbwissen
15.05.2011 09:36
1 0

sicherlich schlimm das Ganze

aber unsere Winter sind um einiges kälter und länger

Frage:

Wer würde jemandem Geld leihen, der nichts zurückzahlen kann?
Ja richtig, die Wähler von SPÖ, ÖVP und Grünen!

Antworten Gast: Wertegemeinschaft
15.05.2011 09:44
3 0

Re: Frage:

Danken wir unserer SPÖVP, daß sie uns rechtzeitig in die EU-Wertegemeinschaft bugsiert hat; denn die armen Schweizer müssen sich selber um ihr Geld kümmern, während bei uns das unsere EU-Freunde tun: Die Angie-People halten uns die Hände auf dem Rücken, der Sarko hält uns den Mund zu, und der Papandreou hat seine Hände in unseren Taschen. Jetzt noch der Genosse Steinbrück mit der 7. Kavallerie und wir können endlich erlöst rufen: Österreich war frei!

Gast: international_
15.05.2011 08:24
0 0

lerneffekt?

vielleicht begreifen es jetzt wenigstens auch die staatslenker der anderen staaten inklusive österreich -
man kann nicht auf dauer jedes jahr mehr ausgeben als einnehmen - auch als staat nicht!

Gast: Löwenplatz
15.05.2011 08:22
1 0

Aha

Die Deutsche Bank macht schon auf Griechisch Werbung, damit Griechische Anleger ihre Guthaben dort hin bringen.
Es wird mit 50-60Miliarden Euro gerechnet die von Griechischen Banken weggezogen werden aus sicherheits gründen.

Sinnloses Gejammere

Mein Mitleid mit Griechenland hält sich in Grenzen:
Abgesehen davon, dass es für manche Staatsbedienstete noch immer 16 und sogar 18 Monatslöhne gibt, das offizielle Pensionsalter (vom inoffiziellen ganz zu schweigen) noch immer weit unter dem EU - Schnitt und Budgets gewisser Ministerien einfach zu hoch sind ( Armee: 4,5% des BIP ) ist eine Strukturreform überhaupt nicht abzusehen. Es möge dagegen von einigen Gruppen Widerstand geben, aber was eindeutig fehlt, ist der politische Wille dazu. Solange es keine Reformen gibt sind alle Gelder, die man nach Griechenland überweist, hinaus geschmissenes Geld.
Und wenn auch solche angeblichen Sprüche deutscher Touristen unangebracht sind, sollten sich auch klein und Mittelbetriebe vor allem in der Tourismusbranche überlegen, wie sie in den "Goldenen Jahren" gerade diese Touristen nach Strich und Faden abgezockt und damit schlussendlich vertrieben haben. Aber auch ihr eigener Staat wurde permanent über den Tisch gezogen, wenn man den Statistiken traut. In der Rubrik: Bereitschaft, Steuern und Abgaben zu entrichten, liegt Griechenland innerhalb der EU an letzte Stelle.

Antworten Gast: Es ist alles sehr kompliziert
15.05.2011 08:59
1 0

Re: Sinnloses Gejammere

Nullo problemo! Die Griechen sollen sich einfach von unserem Vrantz telephonisch beraten lassen. Wie sie schnell und unkompliziert an neue Kredite kommen, kann ihnen sicher unser Sekanina Karl erklären, oder? Als Paddeifreunde von Papandreou werden sie das sicher gerne tun.

Antworten Gast: Löwenplatz
15.05.2011 08:36
0 1

Re: Sinnloses Gejammere

Ihr Zahlen sind ein Witz, wiederholen sie tatsachen was vor Jahren so war, aber sicher nicht mehr jetzt. Wo leben sie eigentlich, in jedem land wo du als tourist ohne die Landesprache beherschst oder nur aus dummheit, wirst du so gut wie möglich abgezockt.

Nur zur info. Die kleinen Bürger in Griechenland leiden am meisten darunter und das ist auch die mehrheit, und dan werden die noch beleidigt von so arroganten Touristen.

Gast: tulcinea
15.05.2011 07:42
0 0

Griechenland ist gerettet

Der Chef vom Internationalen Währungsfonds ist festgenommen worden - damit ist Griechenland gerettet.

Griechenland spart sich zu Tode??

Hier nur die skurrilsten Beispiele, wie gespart wird:

Die Mitarbeiter von Ministerpräsident Giorgos Papandreou bekommen 16 Monatsgehälter.
Staatsbedienstete von Mineralöl-Konzernen erhalten sogar 18 Monatslöhne.
Beamte bekommen Prämien für Pünktlichkeit und Händewaschen.
Fürs Arbeiten bei Temperaturen zwischen 0 und 8 Grad gibt es eine Art „Kältezuschlag“.
Politiker, die seit 1993 im Amt sind, bekommen doppelte Pension.
200.000 illegale Häuser sind nicht erfasst und bringen daher keinen Steuereinnahmen. Sogar Mönche sollen in Betrügereien verwickelt sein.
Priester bekommen für jede Messe eine Zulage.

Neuester Streich: Trotz Schulden geben die Pleite-Griechen jetzt grünes Licht für den Bau einer Formel-1-Strecke nahe der Hafenstadt Patras. Kostenpunkt: unglaubliche 94 Millionen Euro! Die Finanzierung soll der finanzmarode griechische Staat übernehmen. Das Millionenvorhaben stand für jahrelang zur Diskussion, die Bauzeit soll ganze drei Jahre betragen.


Griechenland spart??????

Es ist kaum zu glauben, aber wahr: Das krisengeschüttelte Griechenland, das von EU und IWF bereits mit 110 Milliarden Euro unterstützt wurde, lebt anscheinend weiter auf großem Fuß.

Neuester Streich: Trotz Schulden geben die Pleite-Griechen jetzt grünes Licht für den Bau einer Formel-1-Strecke nahe der Hafenstadt Patras. Kostenpunkt: unglaubliche 94 Millionen Euro! Die Finanzierung soll der finanzmarode griechische Staat übernehmen. Das Millionenvorhaben stand für jahrelang zur Diskussion, die Bauzeit soll ganze drei Jahre betragen.
Hier nur die skurrilsten Beispiele:

Die Mitarbeiter von Ministerpräsident Giorgos Papandreou bekommen 16 Monatsgehälter.
Staatsbedienstete von Mineralöl-Konzernen erhalten sogar 18 Monatslöhne.
Beamte bekommen Prämien für Pünktlichkeit und Händewaschen.
Fürs Arbeiten bei Temperaturen zwischen 0 und 8 Grad gibt es eine Art „Kältezuschlag“.
Politiker, die seit 1993 im Amt sind, bekommen doppelte Pension.
200.000 illegale Häuser sind nicht erfasst und bringen daher keinen Steuereinnahmen. Sogar Mönche sollen in Betrügereien verwickelt sein.
Priester bekommen für jede Messe eine Zulage.

Und Europa bezahlt den Wahnsinn!!!!!

Re: Griechenland spart??????

Sorry für das Mehrfach-Posting, aber irgendwas stimmt mit dem Server hier nicht!!!! :(

Gast: Lutz Berger
15.05.2011 06:41
2 1

Griechische Tragödie ......

Die griechische Tragödie ist furchtbar und es droht eine schreckliche Lösung der Probleme für Griechenland und die wäre :
Militärdiktatur, Austritt aus EU, NATO und EURO mit Wiedereinführung der Drachme und sofortiger Stop aller Zins- und Tilgungszahlungen auf Staatsschulden und --- die finanzielle Anlehnung an ein asiatisches Land.
Wollen wir diese Entwicklung ? Sicherlicht nicht.
Die EU muß einen praktikabelen Plan zur Gesundung Griechenlands entwickeln, verbunden mit einem Schuldenerlaß der Staatsschulden (ca. 50%) und angemessenen Zinszahlungen für die Restschulden.
Dieser Plan sollte, da die griechische Bevölkerung ihr Vertrauen in die eigene Politkaste verloren hat, von qualifiziertem
EU-Personal durchgeführt werden.
Die Griechen benötigten schon früher zur Ausmistung des Augiasstalles halbgöttlicher Hilfe. Die Rolle des Herkules sollte - bevorzugt - von der EU übernommen werden.
Zur Warnung an die EU : Karthago scheiterte in der Antike an der Unvernunft der Kaufleute. Diesen Fehler sollte die EU nicht wiederholen.

Wie man einen Staatshaushalt sanieren soll

indem man die Bürger ruiniert ist mir seit jeher ein Rätsel!
Schon damals in Argentinien hab ich mich über die Maßnahmen gewundert!
Nur damals hatten die Argentinier mit Nestor Kirchner einen Regierungschef der mit der Zerstörung seines Landes nicht mitmachen wollte.
Wolle Gott, oder das Schicksal, daß den Griechen ein ähnliches Erkenntnis überkommt!

Gast: kpax
15.05.2011 01:46
1 0

Erinnert fühlt man sich

an die Gruppenarbeiten in der Schule. Wenn eine Gruppe von 5 Schülern einen Arbeitsauftrag erhält, wird der von einem allein erledigt, 3 andere schauen zu, und einer interessiert sich nicht mal dafür und "zaht owi". Kann man vortrefflich auf EU-Geber und - Nehmerländer umlegen. Dreimal dürfen Sie raten, wer Griechenland in diesem kleinen Vergleich darstellt.

Gast: Blankenstein Husar
15.05.2011 01:30
0 0

16. Mai 2011: EU-Notstandssitzung

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/michael-grandt/16-mai-2-11-eu-notstandssitzung.html

Was wird wohl Kanzler Faymann dazu sagen?

Ist Griechenland

ein EU Land?

Griechenland spart sich zu Tode.

Es ist wohl kaum anzunehmen, daß es sich zu Tode arbeitet.

Sag das nicht..

durchschnittliche Arbeitszeit in h (lt. OECD für 2008):

2.116 Griechenland
1.985 Ungarn
1.969 Polen
1.962 Tschechien
1.809 Italien
1.772 Japan
1.703 USA
1.652 GB
1.647 Spanien
1.640 Schweiz
1.620 Österreich
1.560 Frankreich
1.426 Deutschland

Das sind offizielle Daten, was nicht heisst, dass man sie wirklich ernst nehmen muss. Nur mal so als Denkanstoß: die Griechen müssen ihre ausgewiesene Wirtschaftsleistung ja irgendwie auch glaubhaft machen. Würden sie eine normale Arbeitszeit ausweisen, hätten sie eine auffällig hohe Produktivität...

 
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