EZB-Chef Trichet: "Es gibt keine Euro-Krise"

15.05.2011 | 09:56 |   (DiePresse.com)

Mehrere Mitgliedstaaten des Euroraums müssten ihre Wirtschaftspolitik rigoros ändern, fordert der Präsident der Europäischen Zentralbank.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

EZB-Chef Jean-Claude Trichet hat Befürchtungen zurückgewiesen, der Euro sei angesichts der anhaltenden Schuldenkrise in einigen Mitgliedstaaten der Währungsunion in Gefahr. "Es gibt keine Krise des Euro", schrieb der Präsident der Europäischen Zentralbank in einem im Voraus veröffentlichten Gastbeitrag für die Zeitung "Bild am Sonntag". Er betonte: "Wir können stolz darauf sein, dass unsere Währung stabil und glaubwürdig ist."

Mehr zum Thema:

"Was wir derzeit in einigen Ländern des Eurogebiets beobachten, ist in erster Linie eine Schuldenkrise der öffentlichen Haushalte", so Trichet. Mehrere Mitgliedstaaten des Euroraums müssten ihre Wirtschafts- und Finanzpolitik rigoros ändern, nachdem in der Vergangenheit Fehler gemacht worden seien. Grundlegende Reformen seien erforderlich, damit wirtschaftspolitische Regeln verbessert und von allen eingehalten würden.

Gegen Umstrukturierung der griechischen Schulden

In einem am Sonntag veröffentlichten Interview der spanischen Zeitung "El Pais" sagte Trichet zudem, es sei absurd davon zu sprechen, dass das schuldengeplagte Griechenland den Euro aufgeben könnte. Zugleich bekräftigte er, dass die EZB gegen eine Umstrukturierung der griechischen Schulden sei.

Spanien stellte er ein gutes Zeugnis bei der Finanzpolitik aus. Diese sei überzeugend. Allerdings müssten weitere Maßnahmen folgen. Das Erreichen der EU-Defizitobergrenze von drei Prozent im Jahre 2013 sei "entscheidend für die Glaubwürdigkeit". Spanien kämpft nach wie vor mit der Folgen der geplatzten Immobilienblase.

(Ag.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

Mehr aus dem Web

20 Kommentare
Gast: L.W.
17.05.2011 10:58
0 0

"Es gibt keine Euro-Krise"



Mmmh. Und die Erda ist eine Scheibe.

"I never had sex with Monica Lewinsky"

*fg*

Und der Himmel ist Grün und die Erde eine Scheibe

Ich rede hier mal kurz Sache. Wer es nicht glauben will, dann halt nicht. Die Banker in den obersten Riegen wissen ganz genau das das System nicht mehr zu retten ist. Die Schulden in USA und Europa sind nicht mehr zu bezahlen. Die Bail outs fuer die Piigs Länder bringen absolut null, weil bis auf Deutschland alle anderen auch Pleite sind. Es geht nur noch darum die Bevölkerung so lange wie möglich zu 'beruhigen' während die Elite ihr Vermögen soweit geht in Sicherheit bringt.

und sie werden damit durchkommen,

nirgendwo ist ein "Lenin" in Sicht.

EZB-Chef

"Es gibt keine Euro-Krise"

Ähm, nein natürlich nicht....
Es ist schon erschreckend, welchen Verantwortungsträgern man wohl oder übel ausgeliefert ist. Da läuft es einem kalt über den Rücken....

Gast: European Boothill
15.05.2011 15:52
4 0

EZB-Chef Trichet: "Es gibt keine Euro-Krise"

wir sind schon bei den Begräbnisvorbereitungen.

3 0

Ist Griechenland jetzt der tote Mann Europas?

Die EU und IWF wollen die Vermögen von Griechenland beschlagnahmen! An wen wollen sie diese Güter weitergeben? Wenn das Beispiel Schule macht, können die kleine Laender eins nach dem anderen aufgekauft werden! Was hat dann Österreich zu bieten?
Übrigens: Dieser Trichet lügt staendig. Wenn es keine Euro-Krise gibt, warum jammern alle?


"Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen!"


Am Ende eines Systems

werden die Lügen immer lächerlicher
und die Realitätsverweigerung nimmt immer krankhaftere Züge an.

Der große Knall muss also bald da sein.

Antworten Gast: Bärenfalle...
15.05.2011 13:39
4 0

Re: Am Ende eines Systems

Würden all die Verträge aufs Wort eingehalten dann hätte es im Finanzsystem schon geknallt.

So erhöhen all die Rettungspakete eben nur die Fallhöhe.

0 7

"Der große Knall muss also bald da sein"

In Deinem Kopf war er schon da!

Ist das nicht schon langsam peinlich - da bist nicht nur Du gemeint- nahezu täglich widerlegt zu werden.

Nur schön fest die Augen zu machen. Die Zukunft wird ohne euch stattfinden. (Aber dafür haben wir ja das AMS)

Re:

"Täglich widerlegt" - da bist nicht nur Du gemeint - werden vor allem die einfältigen EU-Claqueure.
Tägliche neue Verschuldungs-Horrorzahlen, aber Krise gibt es natürlich keine - hahahahaha

Nur schön fest die Augen zu machen. Die Zukunft wird trotzem einfach über euch drüberfahren.
Und dann wird's auch kein AMS mehr geben für euch naive EU-linge.

Antworten Antworten Gast: ==EHM==
15.05.2011 13:17
1 0

Re:

Selbsterkenntnis??

Gast: 1. Parteiloser
15.05.2011 11:10
5 0

Der Realität schon voll entrückt?

Es ist doch vollkommen klar, dass ein direkter Zusammenhang zwischen den hohen Staatsschulden der Euroländer und der Währung Euro besteht!

Wenn der oberste Währungshüter dieses Zusammenhang negiert, dann hat er sich für seine Aufgabe disqualifiziert und muss sofort vom Posten entfernt werden, weil der seiner Aufgabe dann niemals nachkommen kann.

Der Schaden bei der Staatsverschuldung ist auch schon passiert, wie die offizielle Verschuldung der Länder der Eurozone von etwa 10.000.000 Mio. Euro deutlich aufzeigt. Da wird eine rigorose Änderung bei der Wirtschaftspolitik auch nichts mehr helfen können. Auch das wird immer klarer, wenn man Griechenland, Portugal und Irland betrachtet. Andere Länder werden zeitverzögert folgen, auch Frankreich!

Dass die EZB auch schon versagt hat und nichts mehr retten kann, zeigen folgende Daten:

Bilanzsummenentwicklung EZB
17.03.2011: 1.940.378 Mio. Euro
23.12.2010: 1.926.154
23.12.2005: 1.019.749
27.12.2002: 832.558

Geldmengenentwicklung M3 im Euroraum:
2001: 5.403 Mrd. Euro
2002: 5.767
2003: 6.147
2004: 6.536
2005: 7.085
2006: 7.750
2007: 8.649
2008: 9.392
2009: 9.343
2010: 9.521 (August)

M3 Steigerung:..+72%
Produktion:........+4%

Die Entscheidungsträger für Europa und den Euro stehen vollkommen daneben und können die Realität nicht mehr erkennen. So ist es auch nur logisch, dass diese auch keine Lösungen für die Menschen Europas einleiten können.

Ein Albtraum für die Europäer!

Gast: Notiz4
15.05.2011 10:29
8 0

"Es gibt keine Euro-Krise"

April 1945 wurden 16 - jaehrige rekrutiert, um den zum Greifen nahen Endsieg der Deutschen schneller zu bewerkstelligen

Gast: Bärenfalle...
15.05.2011 10:14
3 0

Meine Güte....

Man sollte eine Altersgrenze für Menschen in öffentlichen Positionen einführen.

D.h. ich gehe höflich davon aus dass Trichets Äußerungen auf Alterssenilität zurückzuführen sind auch wenn ich im Innersten noch ganz andere Vermutung hege.

und die Erde ist eine Scheibe

mit den horrenden Zahlungen an die EU Rettungsschirme werden bald die Nettozahler Anwärter auf Hilfe aus Rettungstopf werden. Nur wer soll dann noch einzahlen?
Dieses absurde System frißt seine Kinder. Leider wird die Hochfinanz, die diesen Wahnsinn verursacht, relativ glimpflich davon kommen, während die Bevölkerung ihre gesamten Ersparnisse - sofern in Eurowerten angelegt - verlieren wird.

0 0

Re: und die Erde ist eine Scheibe

verursacht haben es jene Leute welche, Gelder verteilt haben u
m sich damit die Gunst des Volkes zu erkaufen.

Antworten Gast: Messalina-X
15.05.2011 10:46
2 0

Re: und die Erde ist eine Scheibe

absolut richtig, wir können nur Vorkehrungen für uns treffen, damit wir wenn es "crasht" (und die Zeit danach), nicht den Fensterkitt fressen müssen

AnmeldenAnmelden