Soll Währungsunion allein "am deutschen Wesen genesen"?

19.05.2011 | 18:11 |   (Die Presse)

Deutsche Bundeskanzlerin Merkel steht nach ihrer Anspielung auf die Faulheit der Südeuropäer bei einer CDU-Parteiveranstaltung in Nordrhein-Westfalen nun heftig in der Kritik. Sie habe die Vorurteile geschürt.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

Berlin/Ag./Wb. Sie hat überzogen. „Frau Merkel setzt auf Populismus und Stimmungen statt auf sachliche Argumente“, polterte SPD-Chef Sigmar Gabriel und auch die „Financial Times Deutschland“ sparte nicht mit Kritik. Die Bundeskanzlerin, so der Vorwurf, habe Anfang der Woche bei einer CDU-Parteiveranstaltung in Nordrhein-Westfalen die Vorurteile der Bevölkerung gegenüber den stark verschuldeten südeuropäischen Staaten Griechenland und Portugal geschürt. Die Menschen in den Schuldnerstaaten, so der Tenor von Merkels Rede, sollten so wie die Deutschen zu einer gesunden Wirtschaft beitragen. Sie sollten sich mehr anstrengen. „Wir können nicht eine Währung haben, und der eine kriegt ganz viel Urlaub und der andere ganz wenig“, so Merkel. In Ländern wie Griechenland sollte man künftig nicht früher in Rente gehen als in Deutschland.

Mehr zum Thema:

Zweifellos ist Deutschlands Wirtschaftsleistung und Produktivität deutlich höher als jene von Griechenland und Portugal. Zweifellos ist der Exportanteil dieser Länder mangels innovativer Produkte weit niedriger als der deutsche. Doch mit angeführten Kritikpunkten hat Merkel sachlich nicht recht: Das tatsächliche Pensionsantrittsalter ist in Portugal (62,6) höher als in Deutschland (61,7) und in Griechenland (61,4) fast ident. Der tarifvertragliche Mindesturlaub beträgt in Griechenland lediglich 24 Tage, in Portugal 24,5 Tage, in Deutschland immerhin 30 Tage.

 

Ziel ist die ökonomische Konvergenz

„Wenn man über soziale und ökonomische Konvergenz redet, dann sollte man alle plakativen Sprüche und Vorurteile an der Garderobe abgeben“, kritisierte der grüne Europaabgeordnete Daniel Cohn-Bendit. Es ist gerade Deutschland, das seit Monaten von den Europartnern verlangt, ihre wirtschaftliche Performance zu erhöhen. Der von Berlin in der EU durchgesetzte Euro-Plus-Pakt sieht hierfür eine stärkere Koordinierung der europäischen Wirtschaft vor. Dazu zähle als ein möglicher Reformschritt die Angleichung der Pensionssysteme an die nationale demografische Situation. Dabei gehe es auch um die Annäherung des tatsächlichen Pensionsantrittsalters an das gesetzliche. „Das ist alles andere als Populismus“, verteidigte Kanzler-Sprecher Christoph Steegmans die Äußerungen Merkels.

Der Lyriker Emanuel Geibel hatte im 19.Jahrhundert das Schlagwort „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“ geprägt, das später von den Nationalsozialisten als Propaganda-Spruch missbraucht wurde. Der Spruch erlebt in der Eurokrise eine Renaissance. Wobei sogar Wirtschaftswissenschaftler daran zweifeln, dass das deutsche Modell tatsächlich auf alle Mitglieder der Währungsunion übertragbar ist. Denn es wäre beispielsweise gar nicht zielführend, wenn alle Euroländer eine so hohe Exportquote wie Deutschland erreichten.

Das tatsächliche Problem ist die unterschiedliche Wettbewerbsfähigkeit. Sie hängt nicht allein von der Produktivität der Arbeitnehmer, sondern beispielsweise auch von der Flexibilität der Arbeitszeiten oder von Investitionen in maschinellen Einsatz ab. Diese Kluft, die etwa durch unterschiedliche Lohnstückkosten deutlich wird, hat sich in der Eurozone seit dem Ausbruch der Finanzkrise 2008 nicht verringert, sondern vergrößert. In Deutschland stiegen die Lohnstückkosten innerhalb von drei Jahren um 4,5 Prozent, in Griechenland um 7,0 Prozent. Während Deutschland durch geringe Lohnsteigerungen und Investitionen in Fertigungstechnologien immer konkurrenzfähiger wird, fallen ärmere Euroländer zunehmend zurück.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.05.2011)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

Mehr aus dem Web

170 Kommentare
 
12 3 4

Man kann schon die Alternativen nennen:

Es wäre natürlich möglich, dass die EU in gewissem Ausmaß - je nachdem, wie viel oder wie wenig Arbeiten gewünscht wird - Außenzölle einführt und damit die eigene Wirtschaft und eigene Arbeitsplätze schützt.

Das ist die Alternative zur völligen Versklavung aller Plebejer-Europäer durch die kleine Patrizier-Oberschicht.

Die zweite Alternative ist, dass einzelne Mitgliedsstaaten oder Gruppen von Mitgliedsstaaten (zB Gruppe Nord oder Gruppe Süd) Schutzzölle für ihren Großbereich einführen.

Nicht zuletzt: Ein Hoch dem HC! :-)

Gast: John Maynard
22.05.2011 10:30
1

Eifelturm der Wirtschaftswissenschaft

Summe aller Bilanzen = null. Eine Wirtschaftsredaktion einer Zeitung sollte das schon kennen, auch ohne gleich die Vermutung von Wirtschaftswissenschaftler anführen zu müssen.
Am deutschen Wesen genesen die Wirtschaftswissenschaften jedenfalls nicht.

Gast: aus spanien
21.05.2011 20:49
0

Spanien

Die Spanier würden ja gerne, aber bei der horrenden Arbeitslosigkeit ist es leichter gesagt als getan. In manchen Regionen geht die Jugendarbeitslosigkeit auf die 50% zu.
Und wer's immer noch nicht mitgekriegt hat - in Spanien spielt sich gerade eine soziale Revolution unglaublicher Tragweite ab. Zehntausende Demonstrierende seit dem 15M - schon lang nicht mehr nur in Madrid, sondern in ganz Spanien - in jeder Stadt, selbst in kleinen Orten. Und mittlerweile schwappt die Protestwelle auch in ander Länder über. Bleibt abzuwarten, wie sich das auf die morgigen Wahlen auswirkt.

Am deutschen Zaster,

meinen Sie wohl.

Selber nur im wohlklimatisierten Büro,

es läßt sich leicht dumm schwätzen über die faulen Südländer wenn man selbst angenehm klimatisiert im Büro herumlungert.
Die Kritiker und zu vörderst die Ostrenegatin sich einmal bei 40 Grad Celsius oder noch wesentlich darüber mit der Schaufel oder dem Krampen nur für acht Stunden sich der körperliche Arbeit befleissigen, dann würde nicht soviel dummes Zeug geschwätzt. Selbst eine Rente, wie sie von den Südländern gegeben wird, hat seine Berechtigung, denn man muß auch die restliche Lebenszeit in Betracht ziehen.
Das es Mißbrauch gibt, unbestritten, aber jeder kehre zuerst vor der eigenen Tür und wenn dann noch etwas übrig bleibt bitteschön dann bohre man in der anderen Nase.

Gast: Uwe Ochsenknecht
21.05.2011 05:37
0

"Bürger in GRIECHENLAND sollen mehr arbeiten!" DIE LACHEN SICH TOT - denken nicht daran sich einzuschränken!


Gerät die Hauptstadt der Griechen außer Kontrolle?
Nach immer brutaleren Zusammenstößen bereitet die Regierung nun
(nach Angaben aus der Umgebung des Ministerpräsidenten)
den Einsatz der Armee in Athen vor.
Zum ersten Mal seit der Militärdiktatur könnte in der griechischen Hauptstadt wieder das Militär aufmarschieren.

Vergangene Woche berichtete die Zeitung Proto Thema - unter Berufung auf Berater des sozialistischen griechischen MP Papandreou (Pasok-Partei), der zugleich Vorsitzender der Sozialistischen Internationale ist,
dass dieser den Militäreinsatz gegen die eigene Bevölkerung in der Hauptstadt erwäge.

HINTERGRUND SIND DIE
zunehmenden
STRASSENSCHLACHTEN (vor allem in Athen und Thessaloniki)
UND DIE
überhandnehmende
MIGRANTEN-KRIMINALITÄT!
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/udo-ulfkotte/griechenland-athen-bereitet-armeeeinsatz-in-der-hauptstadt-vor.html
.

Antworten Gast: Kritker34
21.05.2011 20:35
1

Jö, der Kopp Verlag, die pure Seriosität.

Eigendarstellun (!): "Der Verlag hat sich unter anderem auf Literatur aus dem Umfeld von Esoterik, Verschwörungstheorien und Pseudowissenschaften spezialisiert."

Antworten Antworten Gast: denk ich an Griechenland in der Nacht - dann bin ich um meinen Schlaf gebracht!
22.05.2011 06:05
1

Re: Hallo Kritiker 34 - Bitte aufwachen in Griechenland ist der Teufel los -

Griechenland ist wirtschaftlich bereits bankrott, gesellschaftlich steht es am Rande eines Bürgerkriegs und die parasitäre Invasion durch Muslime aus Nordafrika und aus der Türkei ist dabei, dem Land den Todesstoß zu geben. Das Volk der Griechen überlebte Jahrtausende die persische und türkische Bedrohung und Unterdrückung. Aber jetzt haben zwei, drei Jahrzehnte EU-Mitgliedschaft gereicht, das Land zu vernichten. Jeder zehnte in Griechenland ist bereits ein illegale Eindringling (die UNO nennt diese Räuberhorden "Flüchtlinge"). Und der einzige Wirtschaftzweig, die Hochkonjunktur hat, ist höchstwahrscheinlich der Handel mit Tränengas und Schlagstöcken. Denn davon braucht die griechische Polizei immer mehr.
Heute Nacht ging nämlich die Polizei gegen Einheimischen vor, die protestieren, weil ein Familienvater von 3 afrikanischen Räuberflüchtlingen niedergestochen wurde:
http://www.kybeline.com/2011/05/11/griechenland-demo-gegen-gewalttatige-rauberische-migranten-aus-nordafrika/
http://noz-news.com/migranten/muslime/1965-die-guten-und-boesen-migranten.html


die deutschen

sind keines wegs so gut wie sie immer tun. die haben schon einmal auf kosten der hälfte ihrer landsleute den westen deutschlands saniert, indem sie jahrelang ihren EIGENEN leuten erklärt haben, sie seien zu blöd zum arbeiten und dürften daher auch nur die hälfte verdienen.
dann haben sie ihre qualität an die asiatische angepasst, nur um viel zu exportieren. dabei haben sie löhne gedrückt wo es nur geht, sozialleistungen gekürzt usw.
und jetzt, wo sich trotz der "selbst-subventionierung" ihrer exporte niemand mehr deren überproduktion und ramsch leisten kann, tuns so als on alle anderen schuld wären.
soll die merkel doch ihre kriegsgewinnler melken, dann ist genug zur rettung der staaten da, die sie ruiniert haben.

Gast: radius
20.05.2011 19:31
0

Wie heißen die Wirtschaftswissenschaftler, die wissen, dass

die hohe Exportquote Deutschlands nicht alle haben sollte, das dies schlecht sei. Solche Deppen.

Was Emanuel Geibel wirklich schrieb

Die Behauptung, der Dichter Emanuel Geibel habe das Schlagwort „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“ geprägt, wird nicht dadurch zur Wahrheit, dass sie ständig wiederholt wird.

Geibels Gedicht "Deutschlands Beruf" aus dem Jahre 1861 wurde 1871 im Sammelband
"Heroldsrufe" veröffentlicht. Seine letzte Strophe lautet:

Macht und Freiheit, Recht und Sitte, /
Klarer Geist und scharfer Hieb /
Zügeln dann aus starker Mitte /
Jeder Selbstsucht wilden Trieb, /
Und es mag am deutschen Wesen /
Einmal noch die Welt genesen.

(Emanuel Geibel: Heroldsrufe. Aeltere und neuere Zeitgedichte. – Stuttgart: Verlag der
J. G. Cotta'schen Buchhandlung 1871,
S. 118.)

Wohlgemerkt, es heißt hier, die Welt mag (nicht soll!) einmal noch am deutschen Wesen genesen! Das hoffte Emanuel Geibel im 19.
Jahrhundert. Ich aber wünsche mir im 21. Jahrhundert, dass Zitate nicht mehr verfälscht werden mögen.


Gast: kpax
20.05.2011 15:18
3

Das tatsächliche Pensionsantrittsalter ist in Portugal (62,6) höher als in Deutschland (61,7) und in Griechenland (61,4) fast ident. Der tarifvertragliche Mindesturlaub beträgt in Griechenland lediglich 24 Tage, in Portugal 24,5 Tage, in Deutschland immerhin 30 Tage.

Tut alles nichts zur Sache, weil ein deutscher/österreichischer/schweizer... 8-Stunden-Arbeitstag x-mal produktiver ist als ein griechischer/italienischer/portugiesischer 8-Stunden-Arbeitstag.

Antworten Gast: gast 99
20.05.2011 18:04
0

Re: Das tatsächliche Pensionsantrittsalter ist in Portugal (62,6) höher als in Deutschland (61,7) und in Griechenland (61,4) fast ident. Der tarifvertragliche Mindesturlaub beträgt in Griechenland lediglich 24 Tage, in Portugal 24,5 Tage, in Deutschland immerhin 30 Tage.

was machen die während des Tages? Können sie mir das mal erklären. Oder haben die überhaupt keine Maschinen? Wieso haben sie dann ein so hohes Handelsbilanzdefizit?

Gast: klonkdonk
20.05.2011 15:17
2

der merkel ist etwa so gescheid wie de scharingerinennen

richtiges rechnen gehört den anderen.

Gast: DI
20.05.2011 14:46
3

Nicht feig und blöd, nur bestechlich???

Man kann die Situation sehen, bezeichnen wie mal will. Wenn die Wirtschaftsleistung eines Landes mit einem Fuhrwerk verglichen wird, hat man versucht ein Noriker - Hengst und ein Karnickel vor den Karren zu spannen und wundert sich, dass es nicht funktioniert.
Die Vernunft, Verstand ist in Brüssel ausgezogen und der Steuerzahler darf den Kopf hinhalten.
Auch als sich die Entwicklung abgezeichnet hat, wurde keine Korrektur durchgeführt. Es muss Leute geben die davon profitieren und die EU- Politiker entsprechend „motivieren“.

Gast: Herr Gast
20.05.2011 13:35
4

deutsches, kein europäisches Wesen

Wohin die Zwangsjacke Euro führt, kann man sehr schön an den Demonstrationen in Griechenland und Spanien ablesen. Weitere Länder werden folgen. Bei einer Jugendarbeitslosigkeit von 30% oder mehr ist das nicht unberechtigt.
Die einzelnen europäischen Länder sind grundverschieden (gut so!) und sollten daher auch weitgehend eigene Währungen haben. Es gibt eben kein 'europäisches Wesen', welches am 'deutschen Wesen' genesen könnte. War ein schöner Traum, aus welchem so mancher mit nassen Hosen aufgewacht ist.

Gast: ckwr
20.05.2011 12:52
1

das deutsche Wesen hindert die Sanierung der Währungsunion

Das behauptet Niall Ferguson.
Der deutsche Wähler (auch die Poster) hindern Merkel richtige Schritte zu setzen.
Würde sie ihre Banken ein 2. Mal retten, oder weiteres Geld nach Griechenland schicken, gäbe es einen Aufstand der Wähler.

Griechenland ist nur ein Symptom, der alten (Banken)Krise. In Amerika wurden die Banken saniert. In Deutschland u. in der EU gar nicht zur Kenntnis genommen.
Lehman stand zur Zeit der Pleite besser da, als heute einige deutsche Banken. Mit Ausnahme der Deutschen Bank werden wahrscheinlich alle anderen ähnlich wie Lehman ausschauen.

Solange die Krise nicht begriffen wird, kann der Wähler nicht mitgenommen werden und es wird weiter verdrängt und geschwindelt.



Gast: dddddddddd
20.05.2011 12:51
1

Kann........

Schön zu sehen,wie das Prinzip Teile und Herrsche
immer noch bestens Funktioniert,mit dem sich fast jeder Ködern läßt.Dabei hat doch Deutschland das geringste Interesse daran das sich Industrie woanders entwickelt,braucht sie doch bloß abnehmer für den Schrott den sie bauen.
Also so gesehen kann mich das Deutsche Wesen mal gründlich.)

Nach griechischen Statistiken sind die Hellenen

die fleißigsten Menschen Weltweit! Weit vor den Japanern und den faulen Deutschen! Äußerst seltsam das ganze! mfg

Antworten Gast: Gast 99
20.05.2011 18:15
1

Re: Nach griechischen Statistiken sind die Hellenen

wenn die Griechen so fleissig sind, wieso ergeben sich dann solche Ziffern im Verhältnis zu deutschen Arbeitnehmern:"
Pro Kopf der Bevölkerung war das Exportvolumen von Waren und Gütern in Deutschland in den letzten 12 Monaten um den Faktor 7,98-mal höher. Nur die Steigerung des deutschen Exportvolumens im März 2011 zum Vormonat, war fast so hoch, wie die gesamten Exporte Griechenlands bei Waren und Gütern eines Jahres! Die Wahrheit:
Eine völlig unterentwickelte industrielle Wertschöpfung und die fehlende Wettbewerbsfähigkeit der griechischen Wirtschaft sind die ursächlichen Probleme der griechischen Misere, gemessen an den jahrelangen immensen Leistungsbilanz- und Staatshaushaltsdefiziten. Der Bruttoschuldenstand des Staates lag Ende 2010 bei 340,278 Mrd. Euro, gemäß dem griechischen Finanzministeriums, dies entsprach 147,8% des nominalen BIPs. In Q1 2011 dürften die 150% überschritten werden! Auch die Auslandsverschuldung (Gross External Debt) aller Wirtschaftssubjekte Griechenlands war enorm und betrug Ende 2010 410,3 Mrd. Euro. Nimmt man die über Jahre in einer Kreditpyramide aufgebaute Schuldenlast und stellt sie der Leistungsfähigkeit der Wirtschaft gegenüber wird schnell klar, in Griechenland ist “Land unter”! Niemals können die angehäuften Verbindlichkeiten aus eigener Leistungsfähigkeit abgetragen werden noch kann man unter dem Korsett des Euro die Wettbewerbsfähigkeit herstellen bzw. die dafür entsprechenden Investitionen anlocken.

Re: Nach griechischen Statistiken sind die Hellenen

... traue keiner Statistik, sie lassen sich auslegen wie Mans grad braucht!

Gast: mysterium
20.05.2011 11:15
4

Schon wieder darf Cohn-Bendit, der Hosenschlitztäter, über

Deutschland herfallen. Der der in seiner Jugend Rauschgift konsumierte, große Klappe nichts dahinter.

Die Aussage, nicht alle Länder dürfen so stark wie Deutschland sein, dann gilt aber auch raus aus der Währungsunion. Das ist die einzig logische Konsequenz.

Gast: Tellmywill
20.05.2011 11:06
1

Was stimmt?

Komisch, noch vor Kurzem habe ich ganz andere Zahlen gelesen über Pensionsantritt und so.
Welchen Zahlen soll man trauen?


Gast: Banken-Rettungspaket-Zahler
20.05.2011 10:27
3

Ist halt mal so ...

... die einen sind fleissiger, die anderen sehen dafür besser aus!

und trotzdem

Und trotz weniger Urlaubstage und späterem Pensionsantrittsalter ist deren Wirtschaftsleistung um ein Vielfaches geringer. Hmmm, komisch.... ...läuft vielleicht die Zeit näher am Äquator schneller? ;-)

Gast: HJB
20.05.2011 07:22
3

die EU ist eine Kulturgemeinschaft und noch lange keine Wirtschaftsgemeinschaft

. . . die Menschen sollen nicht in die besseren Länder abwandern, sondern Betriebserweiterungen und Gründungen müssten in den Ländern erfolgen, wo es freie Arbeitskräfte gibt.
Der Schlüsselpunkt wären die Angleichung der Industrielöhne, Arbeitsbedingungen, etc.. Ein Handwerker muss im Waldviertel, in Böhmen und in Ungarn unter gleichen Bedingungen arbeiten. Merkel nennt's einfach "wirtschaftlich müssen wir enger zusammenwachsen".
Damit müssen die Staatshaushalte konsolidiert werden und kurzum: die Schulden gemeinsam "abgebaut" werden.
Noch sähe ich die Möglichkeit eines gemeinsamen Marktes, ohne Staatsschulden, wenn nicht nur die Einkommensunterschiede in den Ländern abgebaut werden, sondern innerhalb der einzelnen Betreibe und Industrie. Die Maxime kann nur das Durchschnittseinkommen und entsprechend ebenso die Betriebsentnahmen bilden.

In anderen Worten: die Kulturen abgrenzen, den Völkern die Grenzen wahren und einen gemeinsamen Wirtschaftsraum schaffen.

 
12 3 4

Umfrage

AnmeldenAnmelden