20.06.2013 06:46 Merkliste 0

Soll Währungsunion allein "am deutschen Wesen genesen"?

19.05.2011 | 18:11 |   (Die Presse)

Deutsche Bundeskanzlerin Merkel steht nach ihrer Anspielung auf die Faulheit der Südeuropäer bei einer CDU-Parteiveranstaltung in Nordrhein-Westfalen nun heftig in der Kritik. Sie habe die Vorurteile geschürt.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Mehr zum Thema:

Berlin/Ag./Wb. Sie hat überzogen. „Frau Merkel setzt auf Populismus und Stimmungen statt auf sachliche Argumente“, polterte SPD-Chef Sigmar Gabriel und auch die „Financial Times Deutschland“ sparte nicht mit Kritik. Die Bundeskanzlerin, so der Vorwurf, habe Anfang der Woche bei einer CDU-Parteiveranstaltung in Nordrhein-Westfalen die Vorurteile der Bevölkerung gegenüber den stark verschuldeten südeuropäischen Staaten Griechenland und Portugal geschürt. Die Menschen in den Schuldnerstaaten, so der Tenor von Merkels Rede, sollten so wie die Deutschen zu einer gesunden Wirtschaft beitragen. Sie sollten sich mehr anstrengen. „Wir können nicht eine Währung haben, und der eine kriegt ganz viel Urlaub und der andere ganz wenig“, so Merkel. In Ländern wie Griechenland sollte man künftig nicht früher in Rente gehen als in Deutschland.

Zweifellos ist Deutschlands Wirtschaftsleistung und Produktivität deutlich höher als jene von Griechenland und Portugal. Zweifellos ist der Exportanteil dieser Länder mangels innovativer Produkte weit niedriger als der deutsche. Doch mit angeführten Kritikpunkten hat Merkel sachlich nicht recht: Das tatsächliche Pensionsantrittsalter ist in Portugal (62,6) höher als in Deutschland (61,7) und in Griechenland (61,4) fast ident. Der tarifvertragliche Mindesturlaub beträgt in Griechenland lediglich 24 Tage, in Portugal 24,5 Tage, in Deutschland immerhin 30 Tage.

 

Ziel ist die ökonomische Konvergenz

„Wenn man über soziale und ökonomische Konvergenz redet, dann sollte man alle plakativen Sprüche und Vorurteile an der Garderobe abgeben“, kritisierte der grüne Europaabgeordnete Daniel Cohn-Bendit. Es ist gerade Deutschland, das seit Monaten von den Europartnern verlangt, ihre wirtschaftliche Performance zu erhöhen. Der von Berlin in der EU durchgesetzte Euro-Plus-Pakt sieht hierfür eine stärkere Koordinierung der europäischen Wirtschaft vor. Dazu zähle als ein möglicher Reformschritt die Angleichung der Pensionssysteme an die nationale demografische Situation. Dabei gehe es auch um die Annäherung des tatsächlichen Pensionsantrittsalters an das gesetzliche. „Das ist alles andere als Populismus“, verteidigte Kanzler-Sprecher Christoph Steegmans die Äußerungen Merkels.

Der Lyriker Emanuel Geibel hatte im 19.Jahrhundert das Schlagwort „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“ geprägt, das später von den Nationalsozialisten als Propaganda-Spruch missbraucht wurde. Der Spruch erlebt in der Eurokrise eine Renaissance. Wobei sogar Wirtschaftswissenschaftler daran zweifeln, dass das deutsche Modell tatsächlich auf alle Mitglieder der Währungsunion übertragbar ist. Denn es wäre beispielsweise gar nicht zielführend, wenn alle Euroländer eine so hohe Exportquote wie Deutschland erreichten.

Das tatsächliche Problem ist die unterschiedliche Wettbewerbsfähigkeit. Sie hängt nicht allein von der Produktivität der Arbeitnehmer, sondern beispielsweise auch von der Flexibilität der Arbeitszeiten oder von Investitionen in maschinellen Einsatz ab. Diese Kluft, die etwa durch unterschiedliche Lohnstückkosten deutlich wird, hat sich in der Eurozone seit dem Ausbruch der Finanzkrise 2008 nicht verringert, sondern vergrößert. In Deutschland stiegen die Lohnstückkosten innerhalb von drei Jahren um 4,5 Prozent, in Griechenland um 7,0 Prozent. Während Deutschland durch geringe Lohnsteigerungen und Investitionen in Fertigungstechnologien immer konkurrenzfähiger wird, fallen ärmere Euroländer zunehmend zurück.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.05.2011)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr zum Thema:

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

170 Kommentare
Gast: neinsonicht
18.05.2011 22:11
3 2

S.g Fr. Merkel! HartzIV, 1 Eurojobs und altersarmut kann nicht das lebensziel sein. hört endlich auf mit dieser finanzpolitik auf kosten der menschen.

angie merkel die deutsche powerfrau ist eine richtige enttäuschung geworden. aber ackermann der schweizer super banker in der deutschen bank wird ihr schon sagen was er u. die reichen wollen. den totalen sozialabbau bei den arbeitnehmern und pensionisten, was anderes wird in den medien ja auch gar nicht mehr geschrieben. In den letzten jahren hat man von den medien und journalisten noch nie etwas positives über die arbeitnehmer und staatlichen pensionen gehört. es werden täglich nur mehr die sozialabbaufloskeln der konzerne abgedruckt und rundumschläge gegen den sozialstaat gemacht. Dieses szenario - schlechtrederei, neid schüren, neiddebatten führen, soziallabbau bei den bürgern als etwas gutes darzustellen, sowas hats zuletzt vor dem 2. WK. gegeben. es scheint,dass für viele diese schlimme zeit schon zu lange aus ist. vieles wurde schon wieder vergessen. was armut und sozialabbau beim volk u. reichtumsvermehrung bei einer kleinen minderheit heißt, dass wissen leider schon wieder die wenigsten manager. Es ist tragisch, aber diesen alleinherrschenden kapitalmärkten wird alles untergeordnet. Dieser Geldmarkt soll befriedigt werden u.alle bürger, arbeitnehmer und steuerzahler sollen sich diesen kapitalinteressen fügen. auch unfassbar ist es, dass es trotz gewerkschaften wieder soweit kommen konnte, dass man jeden tag in den medien nur mehr angst- und panikparolen liest. bsp.staatliche pensionen, diese wurden von den medien u. managern fast zum Staatsfeind nr. 1 auserkoren.

Re: S.g Fr. Merkel! HartzIV, 1 Eurojobs und altersarmut kann nicht das lebensziel sein. hört endlich auf mit dieser finanzpolitik auf kosten der menschen.

Nun ja - wenn Sie gerne die Pensionen für die Griechen zahlen ist dass Ihre Sache. Faktum ist, dass in den einzelnen Staaten unterschiedlich lange gearbeitet wird und dies anzugleichen finde ich nur fair.

Was Sie da so pauschal als Sozialabbau bezeichnen (wird dass nicht auch nur von den Medien aufgepauscht - wenn Leute dazu aufgefordert werden selbst auch etwas zum Wohlergehen beizutragen und sich nicht nur auf den Staat zu verlassen) ist dass nicht Schlichtweg die Rechnung dafür, dass wir die letzten Jahrzehnte über unsere Verhältnisse gelebt haben und auf Pump "sozial" waren?

Dass den Leuten stets einsuggeriert wurde, dass es immer so weitergeht und der Staat sich schon um alles kümmern wird? Nur ist halt mittlerweile der Schuldenstand auf einem Leven wo man auf die Bremse treten muss. Ich kann mich nicht erinnern, dass das Sozialbudget in AT mal gekürzt wurde - falls ich mit irre bitte um Korrektur ( wann hat der Sozialminister mal weniger bekommen?)

Aber in einem stimme ich Ihnen zu .. die Leute scheinen schnell zu vergessen .. die meisten haben schon vergessen, wie schlimm es im Ostblock zuging .. warum sonst würde sich immer mehr einen alles umsorgenden Staat wünschen??

Antworten Gast: gerechtiker
19.05.2011 02:20
1 1

Re: S.g Fr. Merkel! HartzIV, 1 Eurojobs und altersarmut kann nicht das lebensziel sein. hört endlich auf mit dieser finanzpolitik auf kosten der menschen.

Chapeau!

gäbe noch einiges hinzuzufügen, aber sehr gut ihr kommentar!
thx!

p.s.:
wenn ich ein grieche wäre würde ich sicher auch gerne einen 1€ job mit 75 machen.
aber da ich österreicher bin , werde ich bis zur bahre weiterwursteln.
jobs gibt es ja ohne ende... ;)

Antworten Gast: jou
18.05.2011 22:29
0 2

Re: S.g Fr. Merkel! HartzIV, 1 Eurojobs und altersarmut kann nicht das lebensziel sein. hört endlich auf mit dieser finanzpolitik auf kosten der menschen.

Hört hört ! Wo einer Recht hat, dem sollte man genau zuhören!

Gast: Verflacht
18.05.2011 21:40
1 6

Angela Merkel Herrscherin über Hartz IV Deutschland verschärft ihren Ex-DDR Verbalismus


Gast: bajau
18.05.2011 21:37
1 3

njet, frau merkel.

sie werden nicht alle menschen zu kleinen deutschen umerziehen, die ihr lebensglück opfern um die profite der superreichen zu mehren.

wenn sie unbedingt helfen wollen dann tun sies, aber wir wissen doch alle, daß sie bloß ihren eigenen banken helfen, die sich an der not der ärmeren staaten eine goldene nase verdienen.

und wir wissen alle wie sie flennen würden wenn die griechische wirtschaft so stark wäre, daß deutschland keine chance hätte dort was zu verkaufen und gut daran zu verdienen. und keine chance hätte, am weltmarkt gegen die griechen zu bestehen.

wenn ihnen was nicht paßt, ändern sie es an sich selber.
erhöhen sie löhne, verkürzen sie die lebensarbeitszeit.
in deutschland.
die bevölkerung wird es ihnen danken. jedenfalls die, die nicht die sinnlose anhäufung von überflüssigem vermögen als einziges lebensziel verfolgen.

abgesehen davon: was sonst war das ziel der gründung der eu und des euro?
welchen nutzen hat sich deutschland denn davon versprochen?

Antworten Gast: Ok_ok_ok
19.05.2011 07:46
1 0

Re: njet, frau merkel.

Das stimmt schon, dass es wahrlich wichtigere Lebensziele gibt, als die Anhäufung von Vermögen und dafür sich Zugrundeschuften.

Jedoch: Will man das nicht, so muss man auch auf einen gehobeneren materiellen Lebensstandard verzichten.

Aber eines geht nicht: Hoher materieller Lebensstandard und wenig Leistung.

Es hat sich jedoch in den Köpfen der Menschen festgesetzt, dass Luxus auch ohne Anstrengung möglich sein muss.

Antworten Gast: jimmyblue
18.05.2011 22:06
0 0

Re: njet, frau merkel.

sozialhhilfeempfänger?

stell dir vor: es ist sozialismus und alle gehen hin.

Antworten Antworten Gast: bajau
18.05.2011 23:37
0 0

Re: Re: njet, frau merkel.

kennst du nur reiche banker, beamte und sozialhilfeempfänger?

stell dir vor: für die meisten menschen sind alle 3 typen vollkommen uninteressant. die haben andere lebensziele.

Antworten Antworten Antworten Gast: Lingus
19.05.2011 09:18
0 0

Re: Re: Re: njet, frau merkel.

Na dann sollen sie die auch mal schön selbst finanzieren!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: bajau
19.05.2011 10:34
0 0

Re: Re: Re: Re: njet, frau merkel.

bleibt ihnen eh nichts anders übrig.

du glaubst doch nicht wirklich daß ein gewöhnlicher griechischer arbeiter oder angestellter oder kleiner selbständiger von dem geld von der eu etwas bekommt.

und übrigens:
der griechische staat ist pleite -
unter anderem deswegen weil die beamten wie auch bei uns den hals nicht voll genug kriegen und das steuergeld verschwenden als ob es kein morgen gäbe.
- nicht die griechische bevölkerung oder die griechische privatwirtschaft.
seltsam daß das in den medien immer unerwähnt bleibt.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: LIngus
19.05.2011 12:05
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: njet, frau merkel.

Hauptgründe sind Sozialleistungen im Umfang der 70er Jahre - für die gesamte Bevölkerung (Pensionsantritt, Urlaubstage usw...)
Sowie die tiefgreifende Korruption in allen teilen der Wirtschaft (Steuerhinterziehung).

Der Öffentliche Sektor ist immer nur so gut wie die jeweilige Regierung, ihn als Alleinschuldigen hinzustellen ist mehr als kurzsichtig!
Weiters bleibt noch anzumerken, dass die Griechen ihre Regierung immer selbst gewählt haben und wer jeder Lüge glaubt (glauben will), dem ist halt schwer zu helfen!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: bajau
20.05.2011 04:25
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Re: njet, frau merkel.

was für 70er jahre?

das pensionsantrittsalter ist gleich und die griechen haben 2011 sogar 6 urlaubstage weniger als die deutschen.

und die regierung ist logischerweise teil des öffentlichen sektors und keine privatunternehmung.

was soll also das ganze quaqua, das geht doch total an der realität vorbei.

fakt ist, daß es zu viele beamte gibt die mehr verdienen als in der privatwirtschaft und mehr privilegien haben als in der privatwirtschaft und die privatwirtschaft aufgrund dieses mißverhältnisses nicht mehr in der lage ist, diesen enorm aufgeblasenen öffentlichen verwaltungsaufwand und die luxuriösen spielsachen der armee zu finanzieren.

und zielführend ist sicherlich nicht die kürzung der sozialleistungen in den wirtschaftlich schwächeren ländern sondern die begrenzung der ausgaben für die öffentliche verwaltung, privilegien und prestigeobjekte. die müssen sich an den einkommen der privatwirtschaft im selben land orientieren.
nur wenn dieses verhältnis gesund ist, kann ein staat funktionieren.
die relation zu den anderen staaten, auch mit gleicher währung, ist dafür ziemlich unwichtig.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: LIngus
24.05.2011 07:50
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: njet, frau merkel.

Träumer

Haha

Die Griechen zum Arbeiten zu bringen ist noch schwieriger als die Deutschen zum Lachen.
Es gibt eine Statistik, die zeigt, dass die Selbstmordrate bei den PIGS-Bürgern am Niedrigsten, bei den Nettozahlern am Höchsten ist. Also, mit Schulden lebst länger.

Antworten Gast: aus spanien
18.05.2011 22:52
0 0

Re: Haha

In Spanien z.B. naben sich noch viele Werte gehalten, die in Österreich schon lange verloren gegangen sind, z.B. sozialer Zusammenhalt, weniger Vereinzelung der Gesellschaft... Materielle Werte allein sind halt nicht gleich Lebensqualität.

Antworten Gast: Kurz gesagt
18.05.2011 21:42
0 0

Re: Haha

Schulden sind Geil Steuern sind Doofmann.

Gast: eunews
18.05.2011 21:10
4 2

D hat über 2 Billionen Euro schulden, merkel soll vor der eigenen haustüre kehren, da müßten ja die deutschen länger arbeiten und noch mehr für die banken zahlen.

Die banken kosteten den deutschen bisher 350 MRD. Euro. dafür kann ackermann mit der deutschen bank weiter topdeals machen u. muß sich merkel für die banker einsetzen, denn wenn die eu länder bald eine umschuldung machen, haben die kapitalmärkte am meisten zu verlieren. Und darum wehren sich die deutschen auch so gegen eine umschuldung, denn diese bankengelder sind nichts, als nur weitere subventionen für die banken und finanzmärkte. merkel regt sich nun schon auf, dass die menschen im süden sogar in urlaub fahren und so wenig arbeiten. Ja, es geht im leben auch noch um etwas anderes, als nur für die banken und kapitalmärkte zu schuften, fr. merkel! dass die meisten eu politiker nur mehr den kapitalmärkten und nicht mehr dem volk dienen und die arbeitenden menschen in europa oft nur mehr als zitronen ansehen, die ausgequetscht gehören, ist leider auch eine traurige tatsache. die konzern- und bankenmanager haben sich voll durchgesetzt, die politik arbeitet meist nur mehr im interesse für die außer kontrolle geratenen finanzmärkte. Und diese verteufeln in rundumschlägen den sozialen wohlstand für die bürger. Bsp.gusenbauer- er heuerte sogar bei der haselsteinerstiftung an, grasser bei meinl, usw. viele politiker landen nach vollbrachter politischer arbeit in den börsenkonzernen. Liebe fr. Merkel, die europäer können gar nicht so lange arbeiten, wie die banker fordern. Denn um die casinobanker u. geldeliten satt zu machen, müßten die menschen mehr als tausend jahre alt werden.

Antworten Gast: Lingus
19.05.2011 09:20
1 0

Re: D hat über 2 Billionen Euro schulden, merkel soll vor der eigenen haustüre kehren, da müßten ja die deutschen länger arbeiten und noch mehr für die banken zahlen.

Deutschland läuft aber nicht mit dem Hut durch Europa um für den Erhalt seines Staates zu betteln!

Gast: anig
18.05.2011 21:08
0 0

arbeiten ja, aber bitte für was?

Jeder Überschuldete braucht ein Perspektive.
Wie bei einem Schuldnerberater. Wenn du das und das machst, bist du in einigen Jahren aus dem Schneider.

Wenn aber Griechenland so tief in der Schuldenfalle sitzt und ihnen die Gläubigerstaaten nicht die geringste Chance geben, je da wieder rauszukommen, wären sie blöd wenn sie arbeiten würden.
Schuldenstreichung, ohne ihnen ihre Konkurrenzfähigkeit (Abwertung) zurückzugeben, bringt überhaupt nichts.

Antworten Gast: Lingus
19.05.2011 09:23
0 0

Re: arbeiten ja, aber bitte für was?

Sie haben vorher nichts geleistet und sind so in die aktuelle Lage kommen. Sie werden wohl auch zukünftig nichts leisten (außer Generalstreiks) also laßt sie untergehen!
Schulden haben wir schon selbst genug!

Hier muß ich Merkel mal Recht geben

Auch sie hat das Recht, mal "aus der Rolle" zu fallen.
Schäbig dagegen die Rolle von Gabriel aus der "Gegen-alles -Partei SPD".
Sein dümmlicher Kommentar: "Das ist rechtspopulistisch".

Gast: Schwankend wie ein Rohr im Wind/Was seid ihr hinausgegangen in die Wüste zu sehen? Wolltet ihr ein Rohr sehen, das der Wind hin und her bewegt?/Lukas 7,24/Matthäus 11,7-Neues Testament
18.05.2011 20:40
0 1

Merkel: „Euro sehr stabil"

Was meint Sie mit stabil? Verwechselt die gute Frau da nicht die Dogmen? Ich meine der Euro wackelt gewaltig. Und sie redet von stabil… Diese akritische Feststellung, ist der deutschen Bundeskanzlerin, wenn Sie noch klar bei Verstand ist, unwürdig. Viel eher wäre ein angstzitterndes „labil“ angebracht gewesen. Frau Merkel, wird wenn es beim Euro um ihre verbal hanebüchene Verteidigungsstrategie geht, zur weichgeklopften „Streitaxt“ einer Albtraum Märchenhaften Überzeugunslosigkeit à la Rumpelstilzchen: Gut, wenn niemand weiß, dass ich nichts weiß. So kann ich mich auch auf Kosten der „Unberührbaren“ um die ausgelegten Fallen herum schwindeln.

Antworten Gast: Ösi
18.05.2011 22:55
0 0

Re: Merkel: „Euro sehr stabil

Wenn Sie ein Rohr sehen wollen, dann müssen Sie in der Früh nur zu mir kommen!

2 1

Ach Angie

Dir glauben auch nur mehr die Bild Leser. Wer hat denn jahrzehntelang Griechenland Milliardenkredite aufgeschwatzt? Mit der Auflage, das Geld ja nicht in Zukunftsindustrien oder Bildung zu investieren, sondern damit deutsche Produkte ohne Wertschöpfung und Nachhaltigkeit, z.B. U-Boote, zu kaufen? Das deutsche "Exportwunder" ist eben kein Wunder, sondern der Rückfluss des Steuergeldes, das in andere Länder gepumpt wurde. Magie gibt es nicht und ebenso bringt "einfach mehr arbeiten" nichts ohne Nachfrage, ohne Produkte, ohne Innovation. Daher sollte Deutschland (und Österreich sowieso) die berühmten Hausaufgaben machen: 1. Wie schaffe ich einen funktionierenden Inlandsmarkt? 2. Wie erreiche ich ein innovatives Unternehmensportfolio? 3. Wie bringe ich Produktivität und Gehälter wieder in die Waage?

1 3

besser wäre es ,

kein europäer kauft mehr deutsche waren!
die deutschen haben den griechen auf pumpanzer und andere waffen in milliardenhöhe verscherbelt.
die deutsche bank hat das ganze vorfinanziert.
wir rest eu´ler sollen jetzt die deutschen gauner retten!

Gast: 5v6
18.05.2011 20:08
0 0

unglaublich...

die Frau hat evtl. "vergessen" dass zB

Karenz in den PIGS (Portugal, Italien, Griechenland, Spanien) ca 4-5 Monaten mit < 100% Gehalt ist vs > 1 Jahr in zB Deutschland mit 100% oder weniger Gehalt.

Gehälter viel niedriger sind (!)

Will sie das auch gleich stellen?
(entweder alles gleichstellen oder nichts oder? die Frage ist wie, wird Deutschland Gehälter reduzieren?)

Gast: Plauton der Weise
18.05.2011 19:54
0 0

Das Ende eines Systems

Das System wankt.

Es gibt kein ewiges Wirtschaftswachstum! Wie soll es auch. Die Wirtschaft ist dazu da, die Bedürfnisse der Menschen zu decken. Sind alle gedeckt, dann gilt es: erhalten, ein Kleinwenig die Technologie verbessern - ist ja schön! - aber die großen Schritte sind vorbei.

PS: Oder soll ich mir 5 Autos und 5 Waschmaschinen kaufen??!!

Die Bedürfnisse steigen und zwar ziemlich stark

Und hier rede ich nicht vom 5. Auto oder Fernseher sondern von:

- Teilhaben am ständigen Fortschritt in der Medizin, das ist immens teuer
- längere Lebenszeit
- mehr Urlaub, Rente und damit verbunden Freizeitausgaben zB Reisen
- lägnere Ausbildungszeit und Nachfrage danach
- alternative Energien die Investionen bedürfen
- Forschungsanteil
- neue Konsumer-Technolgien (Computer bis Bio-Food)

Und da sind noch gar nicht die Milliarden von Menschen eingerechnet die noch nicht einmal die Grundbedürfnisse abgedeckt haben.

An den Bedürfnissen scheitert das Wirtschaftswachstum also die nächsten 200 Jahre nicht.

Antworten Gast: Desinfoterminator
18.05.2011 20:23
0 0

Re: Das Ende eines Systems

Sie können sich natürlich 5 Autos und 5 Waschmaschinen kaufen, aber der Grenznutzen beim 3. Auto und der 3. Waschmaschine ist schon sehr gering und bei der 5. Waschmaschine bin ich mir nicht sicher ob der Grenznutzen nicht schon negativ ist, da sie mehr nützlichen Platz verstellt als sie bringt.

Verschwendung ist an sich für über 90 % der Einwohner Österreichs ein eigenes Auto. Es würden ein paar Fahrzeuge pro Siedlung am Land reichen, die sich die Einwohner gegenseitig borgen und in der Stadt wäre es überhaupt praktisch, wenn man sein Auto gleich dem nächsten geben kann, statt einen teuren Parkplatz zu Wuchermieten für Substandard ohne Wasser und Stromanschluss zahlen zu müssen.

Aber ein eigenes Auto ist auch praktisch, da man es eben SICHER hat, wenn man es braucht - außer es wurde nach Polen entführt, was heute leider nicht so selten ist. Autodiebstahl ist schon ein Verbrechen, auch wenn man es im katholischen Sizilien oder katholischen Polen anders sieht.

Nur zu sagen, die Wirtschaft könne nicht ewig wachsen ist schlicht falsch. Denn sie könnten sich ja mit dem nötigen Kleingeld eine Rakete leisten oder Urlaub am Mond, Mars oder gar einen der 360.000 Planeten in der Milchstraße besuchen, die intelligentes Leben haben. Sicher der Besuch des 360.000sten könnte langweilig sein, aber vielleicht ist gerade der ein Hammer.

Was ich sagen will, Wachstum kennt eben in Wahrheit keine Grenzen, aber es gibt immer wieder Rückschläge, das ist eben leider so.

Antworten Antworten Gast: EFF EFF
18.05.2011 23:33
0 0

Re: Re: Das Ende eines Systems

Merkel denkt

- bei Teilhabe am technischen Fortschritt an erzieherisch wertvolle Fernsehsendungen

- bei mehr Urlaub an google earth

- bei längeren Ausbildungszeiten an junge Frauen, die eigentlich die Zeit besser als wandernde Gebährmutter nutzen sollten

- bei längerer Lebenszeit an längere Lebensarbeitszeit

- bei alternativen Energieträgern an Elektroautos mit einer Reichweite von der Schlafstelle zum Arbeitslager - und zurück

- bei Consumer- und Bioprodukten daran, dass E10 notfalls auch als billiges Speiseöl verkauft werden kann.

Gast: Pseudo Nym
18.05.2011 19:49
3 0

Genau!

Die Leute sollen mehr arbeiten, sagt Teflon-Merkel. Eine Oberpatin der korrupten Verbrecherbande namens "Politiker".

Schön, dass wir alle länger arbeiten gehen sollen damit sich dieses Gesindel dann mit 50 verabschiedet und nebenbei noch eine Pension einstreift, die jenseits von gut und böse ist.

Dass auf dieser Welt so gut wie alles schief läuft, zeigt allein die Tatsache, dass die Leute zulassen, dass so etwas überhaupt möglich ist.

Diese Politikverbrecher und das Globalistengesocks sollen zur Hölle fahren!!!!!


Angie

fang doch bei dir in Deutschland an! Ich denke ein paar Hartz 4 Empfänger würden auch gerne mehr arbeiten und mehr verdienen.

Aber sie hat schon Recht, kein Geld mehr für Griechenland. Das kommt nie wieder zurück. Lieber die Milliarden in eigene Projekte investieren.

Antworten Gast: gast_
18.05.2011 19:59
3 0

Re: Angie

glauben sie echt noch die märchen, dass dieses geld für die griechen ist?

das geld ist da, um den deutschen und französischen banken, die vor ort uneinholbare kredite verteilt haben und diese nun nicht abschreiben wollen

Gast: Besucher
18.05.2011 19:43
0 0

Gast

Unqualifizierte Aussage - Rücktritt

Gast: Reflector
18.05.2011 19:28
0 0

Das ist so als ob ...

... die Taktzahl bei den Galeerenruderern deren Ruder längst alle gebrochen sind erhöht werden soll damit das Schiff wieder schneller fährt.

Wenn keine Betriebe vorhanden sind, die konkurrenzfähige Produkte an den Weltmarkt bringen können, wird es schwierig werden mehr dort zu arbeiten.

Aber was soll man auch von einer BK verlangen, die den € als stabil bezeichnet und meint dass es keine Umverteilung in Euroland gibt.

Wer so weit weg von der Realität ist, der kann eben auch nicht erkennen, dass auf der GR Galeere alle Ruder bereits gebrochen sind.

Gast: gast_
18.05.2011 19:00
0 1

Merkel: Bürger in Schuldenstaaten sollen mehr arbeiten

damit sie die spekulationsschulden deutscher banken im ausland mit steuergeld aufwiegen

wie viel grotesker muß es noch werden, bevor die bürger kapieren wie sie von den politikern und banken ver...... werden?

1 5

Phantasievorstellung

Länger arbeiten würden viele sehr gerne, doch wird in der Regel der Arbeitsplatz bereits von einer jüngeren und billigeren Arbeitskraft in Anspruch genommen.
In Deutschland und Österreich ist seit ca. 10 Jahren die Arbeitsproduktivität massiv gestiegen, die Lohnerhöhungen hingegen gering. Dies hat zur Folge, dass stark zu Lasten der übrigen Volkswirtschaften exportiert wird und sich bereits innerhalb der EU Ungleichgewichte ergeben.
Frau Merkel sitzt selbst im Glashaus und kann sich ihre "weisen" Sprüche ersparen!

2 2

Phantasievorstellung

Länger arbeiten würden viele sehr gerne, doch wird in der Regel der Arbeitsplatz bereits von einer jüngeren und billigeren Arbeitskraft in Anspruch genommen.
In Deutschland und Österreich ist seit ca. 10 Jahren die Arbeitsproduktivität massiv gestiegen, die Lohnerhöhungen hingegen gering. Dies hat zur Folge, dass stark zu Lasten der übrigen Volkswirtschaften exportiert wird und sich bereits innerhalb der EU Ungleichgewichte ergeben.
Frau Merkel sitzt selbst im Glashaus und kann sich ihre "weisen" Sprüche ersparen!

Gast: Luzifer
18.05.2011 18:27
2 0

Nach dem Konkurs kommt üblicherweise die Hilfe

von 3.Seite viel billiger! Aber das geht ja nicht, weil die Käufer der Staatsanleihen keine Verluste in Kauf nehmen wollen, obwohl sie wußten, daß die Anleihen riskant sind.

Das Verhalten in der EU-Staaten hat mit marktwirtschaftlichen Überlegungen eigentlich nichts zu tun und ist reine staatl. Interventionspolitik!

Auch das sollte man Herrn Faymann endlich "erläutern"!

Gast: aus spanien
18.05.2011 18:20
2 2

Mehr arbeiten können und sollen

Hier in Spanien würden viele Personen länger arbeiten bzw. überhaupt arbeiten, wenn es Arbeitsplätze gäbe. Die Arbeitslosigkeit, vor allem bei den Jungen, ist erdrückend hoch, in manchen Regionen geht die Jugendarbeitslosigkeit auf die 50% zu. Und es ist nicht so, dass die Leute nicht arbeiten wollen - es fehlt einfach an Jobs. Außerdem volkswirtschaftlich ein Wahnsinn: hohe Ausbildungskosten, brachliegende Qualifikationen und in der Folge Brain-Drain - immer mehr vor allem jüngere, gut ausgebildeter Personen wandern ins Ausland ab, weil ihnen hier Perspektiven fehlen. Achtung Merkel - Deutschland steht bei jungen Spaniern derzeit hoch im Kurs als Zielland für die Emigration!!

Na, wenn's schon kein Mann schafft, muss eben die Merkel ran.

Sehr gut Frau Merkel, das ist eben die einzige Lösung um das griechische Schuldenproblem zu lösen!
Denn wie wir alle Wissen entsteht durch Arbeit ein Mehrwert.
Nur ob die Kreditgeber den Mehrwert je sehen werden, dies möchte ich jetzt hier nicht beantworten.

Viel Lärm um nichts

Man verlangt im Moment viel von den "Pleitestaaten". Wohl wissend, dass solche Forderungen auf Grund der Schuldenhöhe, selbst bei Realisierung, der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein sind, soll das wohl eher der Beruhigung der eigenen Steuerzahler und Wähler dienen.

Denn das Kernproblem Europas ist keine Währungs- / EURO-Krise, sondern eine Schuldenkrise der einzelnen Staaten. Das mit ein paar Vorreitern im Süden.

Das es der Währung daher "heute" noch immer halbwegs gut geht, hat aber überwiegend andere Gründe, und zwar:

- Mit dem EUR lässt sich noch einige Zeit viel und risikolos Geld verdienen. Nämlich mit hohen Risiko-Zinsaufschläge für Pleitestaaten, wo aber das Risiko noch verhältnismäßig gering ist, da der Rest Europas dafür garantiert.

- Dem USD geht es noch schlechter als dem EUR. Aber die Schadenfreude darüber könnte von begrenzter Dauer sein.

Gast: gutenabend
18.05.2011 18:01
3 4

merkel will wohl, dass überall in europa nur mehr HartzIV lohndumpingjobs, schröders skandalöse 1 euro jobs oder altersarmut entstehen.die deutschen zeigen wiedermal, wie man den sozialen frieden mit einem ungezügelten finanzlobbyismus ruiniert

die EU- und finanzlobbypolitik mit der Euro abzockerei nimmt schon skurrile züge an. Chaos, Widersprüche, Geheimtreffen, falsch-und fehlinformationen, dementis über dementis u. dann werden erst wieder unsinnige steuergeldumverteilungen in die bankensysteme durchgeführt. die arbeitetende und steuerzahlende bevölkerung in den betroffenen eu ländern sind in wahrheit nur mehr opfer dieser eu bankenlobbypolitik. nichts u. niemand wird in den ländern selbst gerettet. es werden nur die international verflochtenen börsen u. banken von den steuerzahlern gestützt. Vor allem mit hilfe der deutschen, französischen, britischen u. auch österreichischen banken- u.finanzindustrie wurden die gewachsenen staatlichen strukturen in den ländern manipuliert. Abseits der realwirtschaft wurden finanz- und bankensysteme geschaffen und groß gemacht! und diese bankensysteme haben nur ein ziel, dass erarbeitete volksvermögen abschöpfen und die gelder so schnell als möglich in die kapitalmärkte zu tranferieren. diese unsoziale u. einseitige geldumverteilungspolitik hat nun in fast allen ländern, einschließlich in österreich(250Mrd.) zu dieser schulden- und steuerlast für die bevölkerung geführt. daher wird der druck auf die arbeitnehmer noch erhöht, die steuerbelastung bei den arbeitnehmern erhöht, die staatlichen pensionen massiv verringert und gekürzt, und die sozialen standards für die bevölkerung heruntergefahren und somit können die reichen eliten weiter massiv geschützt und subventioniert werden.

Gast: Plauton der Weise
18.05.2011 17:57
3 1

Gleich viel arbeiten

Ja, alle Länder sollte ungefähr gleich viel arbeiten - angepasst an die Arbeitszeiten in den Mittelmeerländern!

Antworten Gast: permanent marker
18.05.2011 18:40
0 1

Re: Gleich viel arbeiten

absolut ihrer meinung. wir müssen weg von immer längeren arbeitszeiten, immer stetig steigenden wirtschaftswachstum (widerspricht sich selbst) und hin zu mehr freizeit und selbstbestimmung (hier nicht EU-feindlich gemeint) für die bürger.

Gast: Apollonios von Tyana
18.05.2011 17:55
0 0

Merkel: Bürger in Schuldenstaaten sollen mehr arbeiten

Steuerlast ist Sünde gegenüber dem Fleisch.

Gast: Pain is Weakness leaving the Body
18.05.2011 17:51
3 0

(x) FPÖ

"Merkel: Bürger in Schuldenstaaten sollen mehr arbeiten" - Das wird den linken Anarchos aber gar nicht schmecken!

Antworten Gast: gast gast
18.05.2011 18:21
1 5

Re: (x) FPÖ

komisch die meisten sozialhilfeempfänger und sozailschmarrotzer gibts unter den fpölern

Antworten Antworten Gast: cwt_123
20.05.2011 16:27
0 0

Re: Re: (x) FPÖ

Haben's wenigstens irgendeine Statistik die das belegen würde?

2 3

Frau Merkel sieht ot

Was können die Bürger dafür, wenn die Politiker nicht fähig sind. Ich bin dagegen, dass die EU alles unterstützt. Banken, Staaten und was weis ich noch alles, können sorgenlos dahinwirtschaften, die EU wird es schon richten. Aber das Versagen der Politiker, es waren EU-Profis, die Griechenland geprüft haben, sollen die Kleinen ausbaden?!? Liebe Frau Merkel, suchen sie die Schuld bei jemand anderen und nicht bei denen die ohnehin am wenigsten haben.

Hobbyökonom