Die Ratingagentur Fitch hat ihre Bewertung für das hoch verschuldete Griechenland gesenkt. Das Land werde nun mit "B+" eingestuft, teilte die Agentur am Freitagnachmittag mit. Den Ausblick für die Bonität bezeichnete Fitch als negativ und deutete damit an, dass schon bald eine weitere Herabstufung folgen könnte.
Das neue Rating spiegle das große Ausmaß der Herausforderungen für Griechenland wider, erklärte die Agentur. Zugleich werde davon ausgegangen, dass EU und IWF zusätzliche Gelder in beträchtlicher Höhe für das Land bereitstellen würden. Bereits am 9. Mai hatte die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Finanzkreise berichtet, Fitch wolle seine aktuelle "BB+"-Bewertung Griechenlands senken. Die Agentur prüfe aber noch einen Protest der Griechen dagegen, hatte es geheißen.
Appell an Greichenland
Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde meinte im Gespräch mit der Tageszeitung "Der Standard", dass die Griechen zwar intensiv daran arbeiten würden, wieder auf die Füße zu kommen, das sei aber noch nicht genug, insbesondere bei der Privatisierung. Lagarde unmissverständlich: "Griechenland droht die Staatspleite." Sollten sich die Griechen weiter heftig bemühen, das Land auf Vordermann zu bringen, gäbe es auch Chancen auf ein weiteres Hilfspaket. Was passiert, wenn die Europäer mit den griechischen Kraftanstrengungen nicht zufrieden sind, ließ sie ebenso unbeantwortet.
(APA)
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