Griechenland: Ausblick negativ - Fitch stuft herab

20.05.2011 | 16:45 |   (DiePresse.com)

Die Ratingagentur folgt Standard & Poor's, die die Kreditwürdigkeit bereits auf "B" gesenkt hat. Die französische Finanzministerin Lagarde warnt vor einer Pleite.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

Die Ratingagentur Fitch hat ihre Bewertung für das hoch verschuldete Griechenland gesenkt. Das Land werde nun mit "B+" eingestuft, teilte die Agentur am Freitagnachmittag mit. Den Ausblick für die Bonität bezeichnete Fitch als negativ und deutete damit an, dass schon bald eine weitere Herabstufung folgen könnte.

Das neue Rating spiegle das große Ausmaß der Herausforderungen für Griechenland wider, erklärte die Agentur. Zugleich werde davon ausgegangen, dass EU und IWF zusätzliche Gelder in beträchtlicher Höhe für das Land bereitstellen würden.  Bereits am 9. Mai hatte die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Finanzkreise berichtet, Fitch wolle seine aktuelle "BB+"-Bewertung Griechenlands senken. Die Agentur prüfe aber noch einen Protest der Griechen dagegen, hatte es geheißen.

Mehr zum Thema:

Appell an Greichenland

Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde meinte im Gespräch mit der Tageszeitung "Der Standard", dass die Griechen zwar intensiv daran arbeiten würden, wieder auf die Füße zu kommen, das sei aber noch nicht genug, insbesondere bei der Privatisierung. Lagarde unmissverständlich: "Griechenland droht die Staatspleite." Sollten sich die Griechen weiter heftig bemühen, das Land auf Vordermann zu bringen, gäbe es auch Chancen auf ein weiteres Hilfspaket. Was passiert, wenn die Europäer mit den griechischen Kraftanstrengungen nicht zufrieden sind, ließ sie ebenso unbeantwortet.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

Mehr aus dem Web

17 Kommentare
Gast: Gasti
21.05.2011 22:24
0

Staatspleite?

Kein Problem - Proell und Faymann sollens zahlen - sie haben ja die Haftungen unterschrieben.

Re: Staatspleite?

Ich glaub zahlen werdens Sie und ich, die Arbeiter und die Mindestrentner, etc.
Nicht zahlen werden Politiker und Bankster.

Gast: ist es so?
21.05.2011 09:11
1

Von der Glaubwürdigkeit der Ratingagenturen - T2

Die Kreditwürdigkeit der USA ist wohl nach objektiven Kriterien kaum besser als jene Griechenlands oder Portugals, nur haben die USA die Bewerter offensichlich auf ihrer Seite, und die Welt glaubts.
Wir dürfen uns auf die nächste Superblase freuen, die da wohl innerhalb der nächsten 1 bis 2 Jahre platzen wird, und dann werden die Staatsbürger der USA sich freuen, wenn aus den Liquidationserlösen von Google, Facebook, Apple die hunderten Milliarden an Dollars rauskommen, die ihnen diese Bewerter und Börsenheinis genannt haben. Sind die denn total verrückt??
Erinnert sich noch jemand an die Übernahme von Time Warner durch AOL?
Verdrängt und vergessen - einziger und alleiniger Zweck solcher Aufblasaktionen und deren Publikation unter tatkräftiger Mithilfe der sogenannten Finanzexperten ist es, den naiven Statsbürgern das Geld aus der Tasche zu ziehen und sie glauben zu machen, damit irgendeinen Wert für die Zukunftssicherung geschaffen zu haben. Aber diese Zukunft wird implodieren, und die Leute werden weinen, die US- Regierung wird erstaunt tun und zu Hause die eigenen insTrockene gebrachten Schätze zählen. Nicht umsonst kommen so viele "Spitzenleute der US- Administration aus Richtung Wall Street. Da sind keine Wohltäter oder Idealisten, das sind die Leute, die die Bestände von Ihresgleichen gesetzlich absichern und behüten sollen.

Gast: ist es so ? T1
21.05.2011 09:10
1

Von der Glaubwürdigkeit der Ratingagenturen

Was berechtigt eigentlich sogenannte Ratingagenturen nach der letzten Wirtschaftskrise, welche vor allem durch die irren Bewertungen dieser Organisationen verursacht wurde, dazu, Beurteilungen über die Kreditwürdigkeit oder die Anlegerrisiken bei Investitionen abzugeben Die Frage sollte besser so gestellt werden: Wie dumm und verrückt muss ein Investor sein, wenn er sich bei seinen Entscheidungen vor den wirren Angaben dieser Firmen beeinflussen läßt? Ein kurzer Test: Die USA sind wohl nach allen Bewertungskriterien absolut überschuldet, ohne Kapitalschnitt praktisch bankrott. Und wie schaut die Bewertung dieses heutepolitisch zu einem Piratenstaat und Irrläufer, der heute mit Unterstützung der meinungslosen Nato- Mitläuferstaaten sich über beliebig ausgewählte Staaten (aber nein: die überfallenen Staaten verfügen ausnahmslos über reiche Vorräte an Rohstoffen und Energieträgern) hermacht, diese mit militärischen Mitteln überfällt, die Infrastruktur dem Erdboden gleichmacht wie seinerzeit in Vietnam und dann an zumeist mit Hilfe zuvor angefütterter sogenannter Oppositioneller an die Ausplünderung dieser Länder heranmachen will.
Und dieses Land nunmehr seit Jahrzehnten am Rande
des Staatsbankrotts - wenn China nicht aus pragmatischen Gründen seit Jahren die USA Anleihen, vernünftigerweise als Schrottpapiere anzusehen - hat eine Bewertung durch diese sogenannten Ratingagenturen, welche bloß eine Stufe unterhalb des Idealwertes liegt.
Klickt es jetzt?

Gast: walther vom zielpunkt
20.05.2011 22:23
0

Griechenland war die letzten 150 Jahre die meiste Zeit pleite

und zahlungsunfähig.

Nur - das war uns MittelEUropäern immer relativ egal.

Weshalb über solche mediterranen Länder aufregen, wo Arbeitsethos und Treue Fremdworte sind?

Man muss sich vorstellen, was wäre wenn die (feuchten) TRäume von EU-Kommissaren, den Maghreb, Georgien oder andere exoitsche Zwergländer in den EU und den EURORaum aufzunehmen wahr geworden wäre!

Da hätten wir dann Tunesien, Marokko, usw. auch zu erhalten...

Der untaugliche Versuch, Zentraleuropäische, Nordeuropäische Regionen mit mediterranen Regionen zu verschmelzen.

In den EU-Papieren steht viel von Konversion, Zuammenführung, Strukturhilfen, Subventionen,etc.

SO kann eine Vereinigung niemals funktionieren!

Die (v.a. deutschen) Firmen machten glänzende Geschäfte, weil sei neue Kunden bekamen, exportieren konnten, die Griechen konnten kaufen, weit über ihre Verhältnisse!

Die Träume sind geplatzt...

Griechenland wird uns noch teuer kommen

Da Griechenland nachweisbar die Plandaten massiv verfehlt hat und auch in naher Zukunft keine Trendumkehr wahrscheinlich ist, ist die nunmehrige Rückstufung eine logische Konsequenz.

Als für die Steuerzahler der Geberländer als Drohung anzusehen ist der Satz, daß IWF und EU zusätzliche Gelder in beträchtlicher Höhe in die Hand nehmen werden müssen, womit die Aussage von Josef Bucher (Parteichef BZÖ), daß Griechenland ein Fass ohne Boden zu werden droht, bestätigt wird. Problematisch erscheint vor allem auch, daß am Patienten Griechenland herumgedoktert wird und es fast so scheint, daß es kein wirkliches Konzept zur Gesundung dieses Landes gibt. Die drastischen aber noch immer nicht ausreichenden Sparmaßnahmen führten bereits zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen bei den Hellenen, wodurch EU und IWF bereits zu großen Feindbilder der Griechen wurden.

Es liegt der Schluß nahe, daß die Staatenlenker einen mögl. Bürgerkrieg in Griechenland in Kauf nehmen nur um nicht zugeben zu müssen, Fehler im Zusammenhang mit GR (angefangen von der Aufnahme, mangelnde Kontrolle bis zu den geforderten Sanierungsmaßnahmen) gemacht zu haben.

Da der Rettungsschirm mangels Strukturverbesserung lediglich eine Konkursverschleppung darstellt, wird er von führenden unabh. Ökonomen abgelehnt.

In den Geberländer formiert sich immer stärkerer Widerstand gegen den Rettungsschirm, da die Altgläubiger hohe Risikoprämien von den Wackelkandidaten kassiert haben und am Ende das Volk die Zeche zahlt.

immer schön weiter privatisieren

damit ja keine sozialen leistungen überbleiben und der steuerzahler erst die schulden zahlen kann.

genauso ein ausverkauf wie in österreich.
der raiffeisen-gedanke der feudalherren steckt ganz europa an, hoffentlich sind die spanier nicht die ersten und letzten die das erkennen.

die staaten werden immer mehr ausgehölt, staatliche organisationen nur schlecht gereet, damit die abzocker letztendlich einen mittlealterlichen leibeigenen-staat ausrufen können.
und die scharzen beten weiter ihre kapitalismus-gebete.

einfach alles verstaatlichen mit einer begrenzung des vermögens, und alle staaten haben keine schulden mehr. das wäre ganz einfach, und würde die wirkliche mehrheit nichts kosten.

Antworten Gast: so ist es
21.05.2011 09:20
0

Re: immer schön weiter privatisieren

.. und das Privatisieren geht in Griechenland wohl ebenso wie bei uns zu Lasten der Bürger und direkt in die Taschen derjenigen, die keine Steuern zahlen wollen und dies auch nicht tun. Und die Infrastruktur des Staates wird dann auf Jahrzehnte damit blockiert, den Abräumern auf die Schliche zu kommen und dem Gesindel endlich den Garaus zu machen.
Alle jene, in deren Zusammenhang die Unschuldsvermutung genannt werden muss, geben sich ja n0ch heute als die Retter des Landes, haben sie doch nur sein Vermögen geraubt - oder wie muss man das nennen, wenn gegen die Meinung der Eigentümer das Vermögen verschenkt wird?

Re: immer schön weiter privatisieren

Und weil das System so gut ist, gibs die UDSSR schon seit 20 Jahren nicht mehr.

schon mal nachgedacht warum?

Re: Re: immer schön weiter privatisieren

die udssr ist zerfallen, weil das ganze gebilde einfach zu groß war, ähnlich wie die eu.

wirtschaftlich hat das system in sich immer funktioniert, wenn auch nicht auf so einem hohen konsumniveau wie im westen.

und die qualität war teiweise höher als das was man jetzt bei unserer "billigst und schnell kaputt" gesellschaft bekommt.

jedes system das zu alt und zu groß wird, wird korrupt und träge. aber ein raiffeisen-feudalstaat ist sicher schlimmer als alles andere, das würde den rückfall in mittelalterliche leibeigenschaft bedeuten.

um das zu erkennen leben die meisten aber nur noch zu gut, und die 60% medien-herrschaft trägt ihres dazu bei, diese unkenntnis beizubehalten.

Re: Re: Re: immer schön weiter privatisieren

Armer alter Mann....
"wirtschaftlich hat das system in sich immer funktioniert"
LOL!
die produktivität war im Eimer und bekommen hat man meißt das, was keiner gebraucht hat.
Man erinnere auch an die grandiose Zuckerrohr-Ernte in Kuba, oder die tollen Lebensmittelreformen des großen Ma.o

"und die qualität war teiweise höher als das was man jetzt bei unserer "billigst und schnell kaputt" gesellschaft bekommt"
wie zB. der Trabi?

Irgendwann sollte auch der Dümmst draufkommen, dass KEIN komm. Land über längere Zeit auch nur halbwegs funktioniert. Oder wo sind sie, diese Paradiese?

Re: Re: Re: Re: immer schön weiter privatisieren

bin gar nicht alt ;)
frage mich trotzdem, wo sie den untrschied erkennen wollen. bei uns könnten sich 60 % ohne zuschüsse nicht einmal mehr das wohnen leisten, das zeug was bei uns "jeder braucht" ist völlig sinnlos, und dort hat der staat wenigstens für eine flächendeckende infrastruktur gesorgt, im gegensatz zur hiesigen entwicklung. dumm bin ich nicht, nur die die alles andere auf "glaubensannahmen" die kapitalisten wie der raiffeisenkonzern vorbeten verteufeln. paradiese gibts nur in der südsee, wo man eigenverantwortlich leben kann, aber auch sterben.

Griechenland

Griechenland ist nicht zu Retten, ohne Schuldenerlass wenigstens nicht.

Wenn Frankreich und Deutschland sich raus halten,

wird Griechenland sehr schnell saniert. Die Beiden machen Griechenland krank und kaputt!

tja

bereits vor einem Jahr hatte ich aus dem Bauch heraus gesagt dass dieses Land nicht zu retten ist und wie es aussieht habe ich leider recht! ich hoffe mich zu irren den ich sagte damals auch dass der Euro flöten gehen wird und wurde als Schwarzmaler gescholten.

Re: tja

Leider hat das jeder klar denkende Mensch voraussagen können.

Dieselben Lügner, pardon, Politiker, die das Land in den Dreck gefahren haben, sich Wählerstimmen erkauft haben und ein totales über-Beamtentum & eine Überverwaltung zu verantworten haben KÖNNEN NICHT dann schnell irgendetwas sanieren.

Die Politiker die hier noch Geld hineinpumpen gehören eigentlich aufg.......!

Re: tja

Du solltest für diese Vorhersagen den Nobelpreis bekommen, wenn ein Kriegstreiber den Friedenspreis bekommen kann!

Umfrage

  • Sollen in Wien Tourismuszonen für den Handel eingerichtet werden?
  • Ja
  • Nein
  • Ist mir egal
AnmeldenAnmelden