Nowotny über Ungleichgewichte in EU besorgt

23.05.2011 | 10:28 |   (DiePresse.com)

Der Nationalbank-Chef schließt eine Verlangsamung der Konjunkturerholung nicht aus. Die Risiken für einen Rückfall seien aber gesunken.

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Ewald Nowotny, Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), schließt zwar eine Verlangsamung der Erholung der Wirtschaftsentwicklung in der EU nicht aus. Die Risiken für einen Stillstand oder Rückfall seien aber gesunken, sagte Nowotny. Sorgen bereiten ihm die Ungleichgewichte zwischen den EU-Volkswirtschaften. Er beklagt, dass es etliche Länder verabsäumt hätten, in guten Zeiten ihre Budgets in Ordnung zu bringen.

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Er plädierte für einen "effizienten Rahmen", um den haushaltspolitischen Kurs und alarmierende makroökonomische Ungleichgewichte überwachen und schneller kontrollieren zu können. Seiner Ansicht nach muss der Zeitraum zwischen Analyse und Eingreifen viel kürzer werden, zumal es - wie die Vergangenheit gezeigt habe - auch seine Zeit brauche, strukturelle Probleme zu lösen.

"Versagen der Kontrolle"

Die Finanzkrise und die Verschärfung der Schuldenproblematik in Europa haben für den Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank Schwachstellen und ein Versagen der Kontrolle und wirtschaftspolitischen Entscheidungsstrukturen offengelegt: Im Finanzsektor ebenso wie in nationalen Wirtschaftsstrukturen und in der nationalen Budgetpolitik.

Hier müssten Reformen und "institutionelle Anpassungen" ansetzen. Es brauche Bestimmungen, mit denen festgestellt werden könne, ob die budgetäre oder die gesamtwirtschaftliche Entwicklung nachhaltig sei oder aus dem Ruder zu laufen drohe.

(Ag./Red.)

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6 Kommentare
Gast: Eurrora
23.05.2011 17:58
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Nawotny ist auch nur ein Wappler.

Er wird nie gegen den Wind pinkeln.

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auf zum Schilling

damit können die Euroabcasher die Preise wieder herabsetzen. Der Ottonormalverbraucher hat sich immer noch nicht daran gewöhnt, dass ein Euro kein Schilling ist, aber dies kann ja noch werden....

Gast: unbeteiligter
23.05.2011 15:33
0 0

Was immer der feine Herr sagt, es tritt ,...........

sowieso das Gegenteil ein.

Der Euro ist am Ende , er weiß es auch, doch er ist zu feig es zuzugeben.

Tod der EU

Gast: Zyni
23.05.2011 13:46
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So etwas wie N. nannte man in der DDR

BLOCKFLÖTE.

Alle Probleme waren zu erwarten

Die EU- bzw. Euroskeptiker argumentierten von Anbeginn mit systemimmanenten Risiken, die jetzt schlagend geworden sind. Es war z.B. klar, daß eine Angleichung der Steuer- und Sozialsysteme und anderer Parameter die Voraussetzung zum Funktionieren der EU gewesen wäre, es war aber auch klar, daß diese Angleichung im Vorfeld niemals durchzubringen gewesen wäre, da Durchschnitts- wenn nicht Mindeststandards angelegt worden wären und es sich niemand verschlechtern wollte. Das will verständlicherweise auch jetzt niemand, und so wird es zu Unruhen kommen, welche den Zerfall der Union einleiten. Nachweinen werden ihr nur die Konzerne und Banken, die Bevölkerung in dieser Etikettenschwindel-Demokratie profitierte von diesem undurchdachten korrupten System wenig und wird, nachdem entsprechender Mist gebaut wurde, der Verlierer sein.

Gast: garstig?
23.05.2011 10:57
1 0

und WAS ,zensor,

war an meinem posting so anstößig ?

es war einfach nur die wahrheit! AAAHSO ! ok.

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