Griechen ziehen ihre Spargelder ab

24.05.2011 | 12:45 |   (DiePresse.com)

Private Geldeinlagen schrumpften seit Jänner 2010 um mehr als 31 Milliarden Euro. Am Flughafen werden immer wieder Griechen mit Geldpaketen erwischt.

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Die Sorge um die Ersparnisse treibt immer mehr Griechen dazu, ihr Geld bei den Banken abzuheben. Die privaten Geldeinlagen seien von Jänner 2010 bis April 2011 um mehr als 31 Milliarden Euro auf 165,5 Milliarden Euro zurückgegangen, teilte die Bank von Griechenland mit.

Ein Teil der Gelder wird offenbar ins Ausland gebracht: Zöllner berichten, dass in der letzten Zeit wiederholt Menschen mit großen Geldpaketen im Gepäck bei Kontrollen in den Flughäfen von Athen und Thessaloniki erwischt worden seien.

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Fast 20 Prozent weniger Einkommen

Das griechische Finanzministerium geht davon aus, dass ein Teil der von den Konten geholten Gelder in den Konsum geflossen ist. Hintergrund: Die Griechen haben wegen der harten Sparprogramme in den vergangenen 14 Monaten durchschnittlich fast 20 Prozent ihres Einkommens verloren. Ein anderer Teil, so vermutet das Finanzministerium, werde als Bargeld gehortet.

Auch Unternehmen ziehen ihr Geld ab, wie aus den Zahlen der Bank von Griechenland hervorgeht. Im Jänner 2010 hatten sie noch 40,6 Milliarden Euro bei griechischen Banken angelegt, im April 2011 waren es noch 33,6 Milliarden Euro.

Aus Angst vor einer regelrechten Kapitalflucht hat der griechische Generalsekretär des Verbandes der Banken, Giannis Gortsos, am Dienstag im Fernsehen versichert, die Geldeinlagen seien sicher: "Das Geld ist garantiert - egal was unter den jetzigen Umständen passiert", sagte er. Allerdings gelte dies nur bis zu einer Summe von 100.000 Euro, hieß es.

(APA)

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7 Kommentare
Gast: strelizie
25.05.2011 09:33
0

Hilf dir selbst, dann hilft dir Zeus

Die Griechen sollten ihr Spargeld in griechischen Staatsanleihen ausbezahlt bekommen. Dann würden sie verstehen, dass es in ihrem eigenen Interesse ist, selbst etwas zu tun, um ihrem Staat wieder auf die Beine zu helfen. In ein paar Jahren könnte dann für alle ein schöner Kursgewinn herausschauen.
Hilf dir selbst, dann hilft dir Zeus!

Gast: Basler
25.05.2011 00:39
3

Griechen ziehen ihre Spargelder ab

Das würde ich den Österreichern auch raten.

Die Ratten...

...aus dem eigenen Land verlassen das sinkende Schiff Griechenland - und wir österreichische Steuerzahler werden von "unserer" (bewusst unter Anführungszeichen) Regierung zwangsverpflichtet, denen Milliarden nach MIlliarden Euro hin zu schicken.

Von denen so gut wie alle Fachleute und selbst der "gemeine Mann von der Straße" weiß - sie sind verloren. So verloren, wie die einstigen Kredite Östereich an Polen...

Dafür muss bei uns überall "gespart" werden, damit der Schuldenberg des Staates (Bund, Länder, Gemeinden) nicht noch schneller wächst. Und das Geld für Griechenland - borgt sich die Regierung natürlich auch "auf den Märkten".

Griechenland mit Streiks erpresst die EU - und mit wenigen Ausnahmen machen alle mit. Man höre sich bei uns nur einen Herrn Ewald Nowotny oder früher den Ackerbauingeneiur als Finanzminister Pröll an....Vom Faygmann gar nicht erst zu reden. Aber der hat ja schon das Problem, dass er das Finanzenglisch noch weniger versteht, als er bei EU-Treffen schon einer einfachen Konversation nicht ohne Dolmetsch folgen kann...

Gast: garstig?
24.05.2011 16:25
0

die griechen ziehen IHR geld ab



und UNSER geld wird von UNSERER regierung eingelegt.

ganz im sinne des amtseides, den sie geschworen hat.

Re: die griechen ziehen IHR geld ab

Nein, nicht eingelegt! Sondern die verlogene Griechenregierung verbraucht es sofort, um den aufgeblähten und korrupten Staatsapparat der Frühpensionisten mit 50 zu finanzieren. Bei jedem Regierungswechsel werden alle 50-jährigen Staatsangestellten und in Staatsbetrieben in die Pension weg geschickt - damit für die Parteifreunderl der neuen Regierung genug Posten frei werden.
Dass dieser korrupte Staatsapparat vom Ministerien angefangen bis in die Gemeindeverwaltung in jedem Inselnest nicht daran denkt, etwa die eigenen Steuergesetze durchzusetzen, versteht sich von selbst! Wer kriegt schon in Griechenland eine ordentliche fiskalisch registrierte Rechnung? Geht alles "unter der Hand". Und Einkommensteuern? Selbst Millionäre fatieren da irgend welche 30.000 Euro - pro Jahr....

Gast: garstig?
24.05.2011 15:26
0

WIR




ZAAAHLEN, tralalala !

Gast: Hans im Glück
24.05.2011 13:47
3

Haben wir wieder das Jahr 2008?

Da prädigt wieder einer: Eure Sparbücher sind sicher!

Liebe Griechen, bei den heutigen Zinsen sind die Sparbücher und alle Geldeinlagen hundertprozentig ein Verlustgeschäft.


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