Griechenland-Sparpaket: Opposition zieht nicht mit

24.05.2011 | 14:34 |   (DiePresse.com)

Das neue Sparprogramm findet keinen Anklang bei der konservativen Opposition. Die Gewerkschaften haben bereits Streikmaßnahmen angedroht.

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Die größte Oppositionspartei Griechenlands hat den neuen Sparmaßnahmen der regierenden Sozialisten nicht zugestimmt. "Die Regierung belastet die Wirtschaft mit neuen Steuern und lähmt damit die letzte produktive Kraft des Landes", sagte der Präsident der konservativen Partei Nea Dimokratia (ND), Antonis Samaras, nach einem Krisentreffen mit Ministerpräsident Giorgos Papandreou. Als positiv wertete Samaras aber die geplanten Privatisierungen und die Verschlankung des Staates.

Der Chef der kleinen Rechtspartei Völkische Orthodoxe Gesamtbewegung (LAOS), Giorgos Karatzaferis, erklärte: "Die politischen Kräfte müssen zusammen einen Teil der Last tragen." Beobachter werteten dies auch als ein Votum für eine Koalitionsregierung. Die Kommunistische Partei Griechenlands hatte ein Treffen mit Papandreou abgelehnt und rief die Arbeiterklasse "zum Kampf" auf.

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Die Beamtenschaft Griechenlands hat zu einem 24-Stunden-Streik aufgerufen, um Widerstand gegen die Sparpläne der Regierung zu demonstrieren. Der Generalsekretär der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst ADEDY, Ilias Iliopoulos, kündigte den Streik für Juni an, sehr wahrscheinlich sei der 21.Juni. " Wir werden die neuen Maßnahmen bekämpfen und zwar solange, bis wir  damit Erfolg haben", sagte er. Die größte Gewerkschaft des Landes, die GSEE, wird sich nächste Woche zu eventuellen Maßnahmen äußern.

Einsparung von 28 Milliarden Euro bis 2015

Die Regierung hatte am Vorabend nach einer Marathonsitzung ein neues hartes Sparprogramm bekanntgegeben. Griechenland muss demnach in diesem Jahr weitere sechs Milliarden Euro und bis Ende 2015 weitere 22 Milliarden Euro sparen. Zudem sollen durch Privatisierungen staatlicher Unternehmen und den Verkauf von Immobilien des Staates weitere 50 Milliarden in die Staatskassen bis 2015 fließen.

Das neue Spar- und Stabilisierungsprogramm soll Anfang Juni vom Parlament gebilligt werden. Die regierenden Sozialisten haben die Mehrheit im Parlament.

(APA/Red.)

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9 Kommentare
Gast: gastgeber
24.05.2011 19:40
0

Exempel statuieren

Lasst diese vor Korruption triefende Land, mit einer Arbeitseinstellung die beleidigend ist, bankrott gehen.

Nachweinen wird niemand. Der Schaden wäre auch begrenzt, handelt es sich bei Griechenland um ein wirtschaftliches Lüftchen.

Haut sie aus dem Euro raus, um ein Exempel zu statuieren.

Gast: garstig?
24.05.2011 16:22
0

OK, umso besser für uns,



ihr spurt nicht, also gibts nichts. das erschwindelte wird einfach ex radice zurückgenommen, ihr seids aus dem oyro draußen, bon voyage !

Griechenlands Staatsschulden in Q1 2011 bei 354,54 Mrd. Euro


Quelle: Querschuesse.de
[...] Um weitere +14,255 Mrd. Euro ist der Bruttoschuldenstand des Staates 1. Quartal 2011 im Vergleich zum Vorquartal angestiegen. [...]

Jetzt sind sie schon mit ca. 155% zum BIP verschuldet.

Kommen bis Ende 2011 noch weitere 20 Mrd Schulden hinzu, wären es ca. 165%.

Die EU schaufelt die Euros nach Athen, die griechischen Bürger die Euros in die Schweiz.

Die nächste 12-Mrd-Rate dürfte eigentlich nicht mehr ausbezahlt werden. Ich wette aber, dass unsere Volksverträter dies als 'alternativlos' sehen und weiter abdrücken werden.

Quod erat demonstrandum !

War ja nicht anders zu erwarten. Am besten ist es, ein Exempel zu statuieren und sie in die Insolvenz zu schicken. Die Krot sollen die Gläubiger schlucken und nicht schon wieder wir.

Gast: Bonn
24.05.2011 15:48
0

ND

Die Partei soll sagen wo sie sparen will. Mit Ablehnung erreicht das Land das Ziel nicht.

Es wird DAS getan was

die internationale Korruption will.


Die Opposition hat dann Recht!

Die griech. Regierung möchte Griechenland einfach verkaufen! Diese Privasierungen machen die Fortbestehung von Griechenland fast unmöglich! Die griech. Regierung möchte die EU retten aber dabei geht Griechenland selber unter. Griechenland sollte sich einfach vom Euro trennen. Die EU sollte sich selbst retten!

Re: Die Opposition hat dann Recht!

Lieber Svenco, ich glaube sie verdrehen da etwas. Wenn sich Griechenland vom Euro trennt, ist es wirtschaftlich tot. Hier besteht eher die Gefahr de schlechten Beispiels für die anderen Pleitekandidaten, die dann auch ohne selbst etwas zu tun, gerettet werden wollen. Ich habe keine Lust, da weiter Geld runter zu schicken und freue mich schon auf billige Urlaube in Griechenland, wenn die im Konkurs sind.

Re: Re: Die Opposition hat dann Recht!

Ich bin aber pateiisch für Griechenland. Anstelle von Griechenland dürfen aus meiner Perspektive 10 andere EU-Mitglieder pleitegehen!
Die abltischen Staaten und Benelüxlaender halte ich schon laenge überflüssig!

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