Niederlande für mehr Nordeuropäer in EZB-Direktorium

Der niederländische Finanzminister Jan Kees de Jager will mehr Länder mit "einer Tradition fiskalischer Disziplin" an den EZB-Hebeln.

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Jan Kees de Jager
Jan Kees de Jager – (c) AP (Geert Vanden Wijngaert)

Der niederländische Finanzminister Jan Kees de Jager hat sich für mehr Vertreter der nordeuropäischen Staaten im Direktorium der Europäischen Zentralbank ausgesprochen. "Ich will, dass Länder mit einer Tradition fiskalischer Disziplin wie Deutschland, Niederlande oder die skandinavischen Länder im EZB-Direktorium angemessen vertreten sind", sagte de Jager der "Financial Times Deutschland" (Donnerstagausgabe) laut Vorabmeldung. "Im Moment haben wir da ein Ungleichgewicht."

Wenn der italienische Notenbankchef Mario Draghi EZB-Präsident werde, müsse das italienische Direktoriumsmitglied Lorenzo Bini Smaghi ausscheiden, wurde de Jager zitiert. "Zwei Italiener sind einer zu viel. Und wenn ein Italiener von einem Franzosen abgelöst wird, muss man auch die Frage nach der richtigen Balance stellen. Das ist eine legitime Forderung."

In der Debatte über den Umgang mit hoch verschuldeten Staaten in der Eurozone forderte de Jager laut "FTD", dass auch die größte konservative Oppositionspartei in Griechenland ihre Unterstützung des Rettungspakets garantieren müsse. "Sonst gibt es kein Geld aus den Niederlanden."

(APA)

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