Brüderle für "sanfte Umschuldung" Griechenlands

26.05.2011 | 09:55 |   (DiePresse.com)

Der deutsche Wirtschaftsminister will eine "sanfte Umschuldung" unterstützen – unter der Bedingung, dass sich Banken beteiligen.

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Deutschlands Wirtschaftsminister Rainer Brüderle hat Finanzminister Wolfgang Schäuble Unterstützung für eine eventuelle "sanfte Umschuldung" Griechenlands zugesagt. Als Bedingungen dafür habe Schäuble unter anderem die Beteiligung privater Gläubiger wie etwa Banken genannt, sagte Brüderle am Donnerstag im Bundestag. "Der Bundesfinanzminister hat die FDP-Fraktion an seiner Seite, wenn er eine sanfte Umschuldung hart aber fair umsetzt."

Schäuble hatte unlängst ein Einvernehmen mit IWF und der Europäischen Zentralbank zur Bedingung für eine sogenannte sanfte Umschuldung Griechenlands gemacht. Ein Zahlungsaufschub für das hoch verschuldete Griechenland komme zudem nur mit einer Beteiligung privater Gläubiger infrage.
Eine sanfte Umschuldung könnte bedeuten, dass es längere Kreditlaufzeiten oder Zinsverbilligungen gibt.

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Umschuldung mit unkontrollierbaren Folgen

Am Donnerstag warnte Schäuble zugleich vor unkontrollierbaren Folgen einer Umschuldung, bei der Gläubiger auf ihr Geld verzichten müssen. Manchen Experteneinschätzungen zufolge könnten die Auswirkungen katastrophaler sein als der Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers, sagte er dem "Handelsblatt".

Brüderle plädierte mit Blick auf den bevorstehenden G-8-Gipfel für einen gemeinsamen Markt, offene Grenzen und eine starke Währung in Europa. In diesem Zusammenhang warnte er vor einer Aussetzung des Schengener Abkommens für offene Grenzen, was ein Zeichen der Schwäche wäre. Europa müsse zu seinen Werten stehen und dürfe nicht zu einer Festung werden.

(APA)

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3 Kommentare
Gast: Korrektur
27.05.2011 11:18
0

Brüderle nicht Wirtschaftsminister

Soweit ich weiß ist Hr. Brüderle seit 12. Mai nicht mehr Wirtschaftsminister, sondern Hr. Rössler.

lg

Gast: Lingus
26.05.2011 10:56
0

Gefallen vs Lektion

"Es geht nun wirklich nicht darum, den Banken einen Gefallen zu tun"

Es gilt den Banken eine Lektion zu erteilen - der Krug geht bekanntlich so lange zum Brunnen bis er bricht.

Wenn ich als Unternehmer einen maroden Kunden beliefere muss ich auch damit rechnen das, dass Risiko schlagend wird! Solange das nicht der Fall ist, wird es für die Banken auch künftig munter weitergehen - ohne Rücksicht auf Risiken natürlich!


Antworten Gast: G99
26.05.2011 13:50
0

Re: Gefallen vs Lektion

Viele deutsche Banken haben doch Schrottpapiere im Tresor (2 Bücher). wenn sie hohe Zinsen für griechische Staatspapiere lukrieren, dann machen sie bessere Gewinne und können so ihre Schrottpapiere schneller abschreiben, wenn sie den Gewinn nicht für Erfolgsprämien verwenden.Besonders betroffen ist doch die HRE (Bad bank, ein Sammelbecken für Schrottpapiere so c.a 160 Mia ?!)

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