Schuldenkrise: Krisentreffen in Athen ist gescheitert

27.05.2011 | 20:09 |   (Die Presse)

Der Internationale Währungsfonds droht, Griechenland keine Kredite mehr zur Verfügung zu stellen. Dann müsste Europa die Zahlungen übernehmen. Indes bringen tausende Griechen ihre Ersparnisse im Ausland in Sicherheit.

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Athen/Red. Die griechische Regierung und die Opposition konnten sich bei einem Krisentreffen am Freitag nicht auf einen gemeinsamen Sparkurs einigen. „Leider stellen manche Politiker ihre Posten über Griechenland“, sagte ein Teilnehmer nach der Sitzung, die von Staatspräsident Karolos Papoulias einberufen worden war.

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Neben Ministerpräsident Giorgos Papandreou mussten die Chefs aller im Parlament vertretenen Oppositionsparteien erscheinen. Das Staatsoberhaupt wollte klären, ob doch noch Einigkeit über das harte Sparpaket hergestellt werden kann. Doch die Opposition schaltete auf stur. Sie warf der Regierung vor, mit den Einsparungen die Wirtschaft abzuwürgen. Ministerpräsident Papandreou sagte, die Lage sei „schlimm“. Er erklärte am Freitagabend in einer Fernsehansprache, er werde nötigen Reformen auch alleine durchführen – „koste es was es wolle“.

Ein gemeinsamer Sparkurs ist Voraussetzung für weitere Hilfszahlungen des Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Union. Griechenland soll in den kommenden vier Jahren 78 Mrd. Euro einsparen. Erreicht werden soll dieses Ziel unter anderem mit dem Verkauf von Staatsfirmen. In Athen und Thessaloniki gingen erneut tausende Menschen auf die Straßen, um gegen die Auflagen des Internationalen Währungsfonds und der EU zu demonstrieren. Ohne Einsparungen müsse der alte Drachmen wiedereingeführt werden, warnte die griechische EU-Kommissarin Maria Damanaki.

IWF verlangt Zusicherungen

Griechenland ist ab 18. Juli zahlungsunfähig. Um die Pleite abzuwenden, braucht das Land dringend die nächste Tranche der internationalen Hilfsgelder in der Höhe von zwölf Mrd. Euro.

Doch der Internationale Währungsfonds (IWF) zögert nun. Man werde der Athener Regierung kein weiteres Geld leihen, solange es keine finanziellen Zusicherungen gebe, so IWF-Sprecherin Caroline Atkinson in Washington. „Damit schützen wir das Geld unserer Mitglieder.“ Griechenland müsse beweisen, dass die Kredite zurückgezahlt werden können. Wendet sich der Währungsfonds tatsächlich ab, sollte Europa einspringen, sagte Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker. Doch die Niederlande lehnen dies ab. Ein Sprecher der Regierung in Den Haag kündigte an, keiner weiteren Hilfe zuzustimmen, falls sich der IWF zurückziehe. Die Europäische Zentralbank, der Währungsfonds und die EU nahmen in den vergangenen Wochen den griechischen Staatshaushalt unter die Lupe. Der Bericht der „Troika“ soll Anfang kommender Woche zugestellt werden. Ein positives Testat ist Voraussetzung für die Auszahlung der nächsten Hilfskredite.

Indes bringen tausende Griechen ihre Ersparnisse im Ausland in Sicherheit. Die privaten Geldeinlagen sind laut Angaben der Athener Nationalbank von Januar 2010 bis April 2011 um mehr als 31Mrd. Euro auf 165,5 Mrd. Euro zurückgegangen.

Zumindest beim geplanten Verkauf von Staatsfirmen kann die Athener Regierung aufatmen. Denn es melden sich bereits Interessenten. Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport will sich für den Athener Flughafen bewerben. „Falls der griechische Staat verkauft, haben wir als einer der größten Flughafenbetreiber weltweit natürlich Interesse“, sagte Fraport-Chef Stefan Schulte am Freitag. Fraport will mit der Auslandsexpansion seine Abhängigkeit von den Geschäften auf dem Flughafen Frankfurt verringern. Interessant seien vor allem Airports, die nicht so gut liefen und die Fraport sanieren könne, erklärte Schulte.

Etwas schwieriger ist die Situation beim Athener Telekomkonzern OTE. Auf den Staatsanteil von 20 Prozent hat die Deutsche Telekom ein Vorkaufsrecht. Doch die Deutschen wollen die Option möglichst lange hinauszögern. 2008 hatten sie für 30 Prozent an OTE knapp vier Mrd. Euro bezahlt, seitdem mussten mehrere hundert Mio. Euro auf die Beteiligung abgeschrieben werden. Denn bei OTE sind zuletzt die Umsätze und die Ergebnisse zurückgegangen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.05.2011)

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67 Kommentare
 
12
Gast: DI
29.05.2011 10:24
2

gemeinsamer Sparkurs ist Voraussetzung für weitere Hilfszahlungen des Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Union.

Wetten, am 17. Juni um 23 Uhr 50 fallen die Politiker wieder um und der Steuerzahler darf wieder sinnloser weise bluten.

griechenland hat die EU verstanden

in der sonne liegen und sich bezahlen lassen von der EU.......


Gast: plus
28.05.2011 22:08
1

IWF und EU

Langsam muss man sich fragen, was hier eigentlich gespielt wird.

Griechenland soll Besitzungen im Wert von
300 Milliarden haben.

http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2011-05/20377840-eu-rehn-lage-in-griechenland-sehr-ernst-spiegel-015.htm

Die hätten sich doch schon längst aus den Schuldensumpf selbst heraus ziehen können, wenn die das tatsächlich wollten.

Antworten Gast: Adalbert M. Rohde
29.05.2011 11:02
0

Re: IWF und EU

Warum sollten sie, wenn die anderen eh für das griechische Dolce Vita bezahlen?

unerträglich

Jean-Claude Juncker ist unerträglich.

Unerträglich ist es, wenn er meint selbstherrlich über das Steuergeld der Europäer verfügen zu können. Außerdem hat Juncker seit Beginn der Griechenlandkrise soviel Unrichtiges und letztlich Hinfälliges oder auch Zynisches gesagt, dass ich in ihm mittlerweile nur noch einen Schönschwätzer sehe, der versucht den Leuten ein X für ein Y vorzumachen. Aber gut, der Mann ist Vorsitzender eines Sauhaufens.

Einfach zum Nachschenken

Griechenland hat sich den Eintritt in die Währungsunion durch Fälschungen und Manipulation ihrer Finanzdaten erschlichen. Daher wäre ein Ausschluss aus der Währungsunion wünschenswert um ein Signal für alle späteren Bewerbern zu setzen. Wenn wir Griechenland nicht ausschließen dann machen wir Betrug zu einem Teil der vielbeschworenen Wertegemeinschaft EU! Was allerdings bei der Art von Politikern kein Wunder ist!

Zusätzlich müßten alle an dieser Manipulation und Fälschung beteiligten Banken und Wirtschaftsprüfer Ihre Lizenz in der EU verlieren!


Gast: Barroso die Sardine
28.05.2011 18:14
4

Schuldenkrise: Krisentreffen in Athen ist gescheitert

Slowenien droht laut Notenbankchef Schuldenkrise
Nach ihrem Beitritt wird Kroatien und Serbien das gleiche Schicksal ereilen.
Das Nord-Süd-Gefälle hätte danach den Wirtschaftlichen Anschluss an Griechenland erreicht. Mitteleuropa wird verarmen und die Türkei wird als EU-Anschlussknoten Europa in die Anatolische Steinzeit führen.
Die EU-Kommission ist nicht verrückt diese Lobbyistenvereinigung und ihre Handlanger sind gemeingefährlich.
Staatsdefizite, Massenarbeitslosigkeit, Bürgerkriege, Demokratieverlust und seine Kriegsgewinnler.
Und wir bezahlen diese Straße in die Hölle noch mit unseren Steuergeldern.
Austritt oder Aufstand für unsere und die Zukunft unserer Kinder!

Re: Schuldenkrise: Krisentreffen in Athen ist gescheitert

die regierungen, die von dieser entwicklung profitieren ( mitsamt ihren lobbyisten, von denen sie gekauft sind) werden das aber sicher nicht ändern. dazu sind sie zu dumm und verdienen sie zu viel am status quo.

die veränderung wird nur mit wirklich demokratischen mitteln voranzutreiben sein....auch wenn wir dazu aus unseren fernsehsesseln und biertischen aufstehen müssen und uns vielleich ein paar blaue augen holen müssen.
wenn alle weiter nur jammern, aber nicht bereit sind etwas zu tun, werden unsere kinder nämlich genau gar nichts mehr haben, außer leibeigenschaft und sklavenarbeit für ein paar abzocker und raiffeisen-kaiser

Gast: zum Nachdenken
28.05.2011 17:55
1

in gemeinsamer Sparkurs ist Voraussetzung für weitere Hilfszahlungen des Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Unio

Heiner Flassbeck in einem Interview 18.02 2010. Er ist ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler und seit Januar 2003 ist er Chef-Volkswirt bei der UNO-Organisation für Welthandel und Entwicklung (UNCTAD) in Genf :
Ist die Situation Griechenlands derzeit nicht ein Problem? "Doch, Griechenlands Haushaltslage ist ein Problem, aber nicht das zentrale Problem. Das eigentliche Problem sind die gewaltigen Unterschiede in den Wettbewerbsfähigkeiten der Eurozone, also die Differenzen bei den Lohn-Stück-Kosten und die Defizite in den Leistungsbilanzsalden. Vergleicht man 2009 mit 1999 sieht man, dass sich Deutschland durch Lohndumping seit Jahren einen absoluten „Vorteil“ gegenüber den südeuropäischen Ländern und Frankreich geschaffen hat. Normal sollte eine Lohn-Stück-Kosten- Steigerung von zwei Prozent jährlich sein, weil es auch ein Inflationsziel von zwei Prozent gibt. In Deutschland liegt sie bei null. Das heißt, dass jedes vergleichbare Produkt in Deutschland heute 25 Prozent billiger ist als in Südeuropa. Das ist für die Währungs‑ gemeinschaft tödlich, denn kein Land kann dauerhaft damit leben, dass es ständig Marktanteile an ein anderes Land verliert. Was kann Griechenland jetzt tun?
Gar nichts. Sie können sich jetzt nur weiter in die Krise wirtschaften, indem sie ihr Staatsdefizit mit Gewalt reduzieren. In einem Jahr wird man dann sehen, dass es so nicht geht, und dann bin ich gespannt, wie es politisch dort und hier weiter geht. Griechenland ist nicht bankrott. Aber den Haushalt herunterzufahren wird nicht funktionieren, weil sie mitten in der Rezession stecken. Und dann wird man in einem Jahr vor den Scherben dieser Politik stehen und sich die Frage stellen: Lässt man es jetzt auseinander brechen oder fängt man an, ernsthaft über die Probleme nachzudenken. Wie kann dieses Problem gelöst werden? Nur auf dem Wege, dass man verhindert, dass die anderen Länder auf Dauer gegenüber Deutschland verlieren....... Leider ist seine damalige Prognose jetzt eingetroffen

Gast: Helmut Josef Weber
28.05.2011 17:28
1

Schuldenkriese

Wenn bis 2014 (EU-weit) die fälligen 3 Billionen refinanziert sind und hunderte von Milliarden neue Schulden entstanden sind, dann sehen wir weiter.
Ich denke, dass die 168 Milliarden Aufstockung für den Rettungschirm schneller verbraucht sein werden, als die Bareinlage von 22 Milliarden eingezahlt werden kann/wird.
Sein wir ehrlich: Jeder weiß, dass es in einem Desaster enden wird.
Aber wir möchten alle noch vorher schnell unser kleines Vermögen retten, bzw. in Sicherheit bringen.
Ich habe für die bald ungültigen Euroscheine 2009/10 Gold und Silber gekauft und Ihr?
Immobilien?
Aktien?
Wirklich gekniffen sind die kleinen Sparbuchbesitzer, die mit ihren fasst 5 Billionen die Zeche bezahlen müssen; egal ob durch eine Währungsreform oder galoppierende Inflation.
Die Anderen machen dann dort weiter, wo sie vor der Währungsreform aufgehört haben.
Altes Spiel, neues Glück, neues Geld, neue Milliardengewinne und neue Boni.
Und der geplünderte Sparbuchbesitzer schaut zu und versteht wieder einmal die Welt nicht mehr und legt ein neues Sparbuch an.
Nach 2 bis 3 Generationen, wird er die Welt wieder nicht verstehen.

Viele Grüße
H. J. Weber

Gast: ASVG-Sklave
28.05.2011 16:49
0

Todesstrafe für Prügelpolizisten in Spanien!


Dieses YouTube Video im Standard ansehen:

http://derstandard.at/1304553040597/derStandardat-live-aus-Spanien-Landesweite-Proteste-gegen-brutalen-Polizeieinsatz-in-Barcelona


was würde passieren

wenn griechenland seine kredite nicht mehr bedient...und unsere regierungen sich weigern den spekulanten die ausfallshaftung zu zahlen????

die spekulanten würden ihre vermögen verlieren, und die breite masse der europäer hätte gewonnen.

fraglich nur, warum politiker das nie erwägen. vielleicht weil sie von diesen spekulanten gekauft sind, um die bevölkerung zu verarmen und zu enteignen, damit diese paar wenigen zocker noch unendlich reicher werden und sich irgendwann ganze staaten kaufen können?

Re: was würde passieren

Spekulanten oder Geldverleiher? Jeder Staat leiht sich Geld an den Finanzmärkten. Man kann den Geldverleihern nur zum Vorwurf machen, dass sie den ebenso korrupten wie verschwenderischen Griechen zu lange und zu leicht Geld geliehen haben. Letztlich waren es aber auch die Geldverleiher, die irgendwann STOP gesagt haben. Und das zu einem Zeitpunkt, als die Politik immer noch damit befasst war, das Problem Griechen schönzureden und zu verniedlichen.

Re: Re: was würde passieren

man braucht die wuchere gar nicht schön zu reden. dass der staat genauso "angefüttert" wurde, um ihn zu erpressen ist ja noch verwerflicher.

die einzigen die an diesem system gewinnen sind die systemisierten abzocker. dem konsumenten, der zum beispiel über lebensversicherungen "mitnaschen" möchte wird zu guter letzt eh gesagt "leider nicht".
das haben nur die, welche jetzt dieses system schön reden entweder nicht kapiert, oder sie naschen auf der "system-seite" mit.

in der eu herrscht die diktatur der finanzwirtschaft, und die ist schon so schamlos geworden ( seit dem zusammenbrauch der kommunisten, weil da habens keine gegner mehr zu befürchten) dass sie ganz offen neue formen der sklavenarbeit und leibeigenschaft einführen.

der einzig richtige schritt wäre, alle spekulations-nahen bereiche sofort abzuschaffen oder massiv durch den staat zu kontrollieren. das fängt aber bei der börse an und hört eben bei banken auf, wobei die verstaatlicht gehören. besonders die raiffeisen nahen, die ja einen parallel-staat betreiben

Der Putsch kommt!

In Griechenland wird es einen Miliaterputsch geben und die Militaers werden alle Zahlungen nach Ausland stoppen!

Uneinigkeit in Griechenland

Es ist fuer die Verantwortlichen in Griechenland blamabel, dass sie weder willens noch in der Lage waren, dies aus Verantwortung fuer das Land, sich auf zwingend notwendige Schritte zu einigen. Fuer die Teilnehmer des Treffens bestand keine Notwendigkeit, Kein Zwang, sich zu einigen. Man wusste, die EU-Staaten, vor allem die Staaten der Euro-Gruppe werden ohnehin mit Zahlungen einspringen. Ein Skandal. MfG. Dr. Emil Andabak

Gast: UKW
28.05.2011 16:09
3

Dieser EU Kommunismus ist einfach unerträglich.

Amen, ich sage euch, wir werden in den nächsten Jahren eine Inflation bekommen, dass wir alle die Hörer anlegen werden.

Gast: warum?
28.05.2011 15:51
0

so viele minus, dass muß sicher frustrierend sein.

weiß irgendwer, warum die michi austria immer so viele minus für ihre beiträge bekommt?


Jeder nach Griechenland bezahlte Cent war zuviel


Die griechische Politik stellt anschaulich unter Beweis dass ihr Land nicht von ungefähr bankrott ist.

Nur die EU versucht krampfhaft, das tote Pferd weiterzureiten.

http://www.schaefer-bergkamen.de/totespferd.htm

Re: Jeder nach Griechenland bezahlte Cent war zuviel

Genau richtig - das BZÖ hat von Anfang an davor gewarnt den Griechen Geld zu borgen. Die Slowakei hat ihnen richtigerweise keines geborgt.

Re: Jeder nach Griechenland bezahlte Cent war zuviel

Man verwendet es jetzt als trojanisches Pferd.

Gast: Humerus
28.05.2011 13:03
2

Drachme her! Beispiel Tschechoslowakei

Ich fahr gern nach Grichenland und liefere meinen Beitrag direkt in der Taverne ab, zu bezahlen in der guten, alten, abgewerteten Drachme. Alle sind zufrieden.

Warum soll Gr nicht aus dem Euro austeigen bzw. rausgeworfen werden? In unseren Nachbarland CSFR war es ja auch kein unlösbares Problem, das Land, zu teilen und eine neue Währung zu erschaffen (slowak. Krone) . Auch in Jugoslawien hat das nach dem Zerfall geklappt; sogar das kleine Sloweinien hatte recht erfolgreich eine eigene Währung eingeführt.

Re: Drachme her! Beispiel Tschechoslowakei

Aber da könnte man gleich den Euro lassen und einen Schuldenerlass gewähren.

Mit der Drachme könnten sie dann wieder leichter Schulden machen und diese abwerten. Aber wäre das ein Vorteil?

Antworten Antworten Gast: Humerus
28.05.2011 15:51
0

Re: Re: Drachme her!

Das Schuldenmachen wäre nicht beseitigt, aber das hat der Euro ja auch nicht verhindert.

Die einzige ernstzunehmende Einnahmequelle, der Tourismus, würde angekurbelt und könnte der Türkei wieder Konkurrenz machen.
Und die eigene Landwirtschaft wär wieder billig (dzt wird Gr ja "aldisiert" mit mitteleuropäischen Produkten im Angebot).

Als zahlende Kunden für unsere Produkte stünden allerdings viele Griechen dann nicht mehr zur Verfügung (das ist meiner Meinung auch der Grund, warum man sie im Euro-Verband halten will).

Gast: Johan C.
28.05.2011 13:01
6

Die Griechen sollten...

nicht die Hand beissen, die sie füttert - also der IWF und die EU.

Sie sollten eher die Korruption im eigenen Land und die eigene lang angewöhnte Faulheit bekämpfen.

In Griechenland gibt es ein ganz, ganz krankes System der Korruption - ich vermute, daß min. 50% des BIP in der Korruption verschwinden. Aber die korrupten Menschen bezahlen natürlich nicht die Schulden Griechenlands.

Es gibt in Griechenland sehr viele Menschen, die arbeiten wie Viecha und trotzdem nahe am Abgrund leben - dafür gibt es einige wenige, die in SUVs herumfahren und in Villen leben - ich vermute auch, daß die Verhältnisse noch viel ärger sind als in der Ukraine (die Verhältnisse dort kenne ich).

Der IWF liefert Geld, aber das Geld fließt an die Deutschen Banken als Zinsen zurück (zur Tilgung wird nichts überbleiben), der Rest in das Krebsgeschwür Korruption.

Das Problem ist, daß auch Exekutive und Judikative von Korruption infiziert sind.

Die EU müßte dem griechischen Rechtsstaat unter die Arme greifen - aber das werden die Griechen weder verstehen noch zulassen. Das würde einer Besetzung durch die EU gleichkommen - aber vielleicht wäre genau DAS notwendig?

BTW:
Die deutschen Banken haben den Griechen Gelder geborgt, ohne die Bonität zu prüfen - diese Banken haben FAHRLÄSSIGE KRIDA im höchsten Maß fabriziert.

DORT sollte die EU mal borln und stirln - mal unter den Teppich schauen - dort gibt es genug Dreck zum Entsorgen.

Korruption und Banken - die schaufeln das Grab! UNSER GRAB!

 
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