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Studie: Griechen seit 200 Jahren fast ständig pleite

30.05.2011 | 13:03 |   (DiePresse.com)

Zwei Wirtschaftsprofessoren fördern in einer Untersuchung über staatliche Schuldenkrisen unerwartete Ergebnisse zu Tage. Der Euro wird die schwere Krise überleben.

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Kenneth Rogoff und Carmen Reinhart, zwei amerikanische Wirtschaftsprofessoren, haben die staatlichen Schuldenkrisen der vergangenen 800 Jahre untersucht und die jüngeren unter ihnen statistisch ausgewertet. In ihrem 2009 erschienen Bestseller "This time is different" untersuchen sie zahlreiche Finanzkrisen und kommen zu einer Reihe von unerwarteten Ergebnissen - etwa, dass Zahlungsausfälle auf staatliche Schuldpapiere historisch überraschend häufig sind.

Moderate Inflation könnte helfen

"Von 1800 bis lange nach dem Zweiten Weltkrieg befand sich Griechenland beinahe ständig im Zustand des 'default'", schreiben die Autoren, die mit einem breiten Pleite-Begriff arbeiten.  Der frühere IWF-Chefökonom Rogoff meint, dass eine Reihe von Euro-Staaten Pleite gehen werden, dass die Gemeinschaftswährung aber überleben wird, ebenso wie der US-Dollar. Ein "plötzlicher Ausbruch einer moderaten Inflation" - also z.B. sechs Prozent pro Jahr - wäre in diesem Zusammenhang "extrem hilfreich".

Verschuldung von 90 Prozent kaum lösbar

Die Ökonomen haben herausgefunden, dass es eine Art Schwellenwert gibt, ab dem die Staatsverschuldung empirisch nachweisbar zu einem nur mehr schwer lösbaren Problem wird - wenn die Schulden 90 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) übersteigen. Dies hat zur Folge, dass das Wachstum abgewürgt wird.

Ausnahmen zeigen die Beispiele Großbritannien, das nach dem Zweiten Weltkrieg kurzfristig mit 240 Prozent verschuldet war, und Japan, das mit seiner Schuldenlast von aktuell 200 Prozent schon Jahrzehnte in der "Todeszone" lebt.

Schuldnerländer wachsen weniger stark

Statistisch nachweisen können Rogoff und Reinhart aber, dass die hochverschuldeten Länder um einen Prozentpunkt pro Jahr (Median) weniger stark wachsen.

In Europa haben neben Griechenland auch Portugal und Irland mittlerweile Staatsschulden von mehr als 90 Prozent des BIP angehäuft - aus unterschiedlichen Gründen. Das explosive Wachstum erfolgte aber in jedem Fall innerhalb von nur wenigen Jahren. Die USA könnten eine Ausnahmestatus haben, weil sie die Weltreservewährung stellen - sprechen sich dortige Ökonomen selbst Trost zu.

Zweites Rettungspaket

Die EU arbeitet unterdessen offenbar  an einem zweiten Rettungspaket für Griechenland. Über das Wochenende habe es darüber Gespräche mit der Regierung in Athen gegeben, hieß es am Montag in EU-Kreisen. Das 65 Milliarden Euro schwere Paket könnte neue besicherte Kredite von EU und IWF sowie zusätzliche Privatisierungs-Einnahmen der griechischen Regierung enthalten. Die internationalen Geldgeber des Landes drängten Regierung und Opposition weiter zu einem Kompromiss über den Sanierungskurs.

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(APA)

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124 Kommentare
 
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Gast: euneues
30.05.2011 20:56
5 1

die österreichischen u. deutschen arbeitnehmer sind die goldesel der EU geworden- faymann/nowotny/hundttorfe (alleSPÖ) huldigen nur den teuro, die eu u.banken, vergessen ganz nebenbei, dass sie von den bürgern gewählt wurden und nicht von den börsenbankern.

bekanntlich haben ja die spekulanten und finanzinstitute die griechischen zahlen manipuliert u.geschönt. Von den politischen führungen wurde GR in die geschäfte der banken und kapitalmärkte hineingedrängt. es wurden trotz budgetchaos um dutzende milliarden waffen u.rüstungsgüter angeschafft. von diesen milliardendeals haben wieder nur die internationalenn bankensysteme profitert. Die EU politik hat immer gewußt, dass GR die zahlen und statistiken schönt und niemals die aufnahmekriterien erfüllt kann. Von seiten der EU hat man fest damit gerechnet, dass Länder wie Deutschland und Österreich milliardensummen an garantien und hilfen für diese (beinahe)bankrotten länder aufbringen müssen. Tatsache ist, dieEU ist eine Steuergeldumverteilungs- und transferunion geworden. Nur am Bsp. D und A sieht man, wie die EU politik macht. es werden die Banken- und Kapitalmärkte gestützt, es werden die staatlichen pensionen und sozialleistungen massivst abgebaut und gekürzt, interessen der arbeitnehmer und familien haben keine bedeutung mehr, ja diese werden von den meisten medien als wachstumshemmend täglich angegriffen. die finanzmärkte können weiter tun und lassen was sie wollen und die finanzlobbys und EU machen aus europas ländern ein großes armenhaus. der kapitalismus in reinster form wird hoch gehalten und nachaltige soziale-ökologische werte haben in dieser bankenEU keine bedeutung mehr. Auch die ÖeNB mit Nowotny/SPÖ spekuliert fest dabei mit und faymann(SPÖ)kann nur mehr schönreden.

die privaten Banken haben ihr Engagement reduziert

und wer hats gekauft? Herr Novotny das ist Untreue und fahrlässige Krida, neben dem Elsner ist sicherlich noch eine Zelle frei worauf wartet die Justiz noch?

Gast: Karl Heinz
30.05.2011 20:36
4 0

Ich versteh den Sinn bis heute nicht

Da zieht man mehrere Staaten zusammen, egal ob reich oder arm und dann sollen die fleissigen Staaten den "unfleissigen" Staaten ein Hilfspaket nach den Anderen in den Hintern schieben - Warum ist dann noch jemand fleissig, wenn an jeder EU-Ecke ein Hilfspaket der Fleissigen fuer die Unfleissigen steht - Bei diesem grauslichen Spiel ist ja der Fleissige immer der Depperte, aber vielleicht bin ich deppert und versteh dieses Spiel nicht!

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Re: Ich versteh den Sinn bis heute nicht

Darum ist es ja in Wirklichkeit gegangen, daß die Geldverschwender-Staaten auf ewig subventioniert werden. Nur gesagt hat das keiner! Denn wenn da ordentlich gewirtschaftet worden wäre, dann hätte man zur Regel gemacht, daß Unterstützung nur eine bestimmte Zeit gewährt wird, damit der Kandidat die EU-Norm erreichen kann. Wenn er das nicht schafft, dann tschüs mit "Ü"!!!!! Aber nein, so wird es ja nicht gemacht, also warum sollen die Pleitekandidaten sich dann anstrengen?

Ich höre noch immer Faymann piepsen: "Wir übernehmen nur Haftungen wenn sie nicht schlagend werden"


Filmtipp: Idiocracy (Idiotikratie)

Gast: Hans im Glück
30.05.2011 20:14
0 0

Bald ist wieder Dominoday!

Weiss jemand das genaue Datum?

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Na und?

Ich bin auch seit 200 Jahren ständig pleite.

Kann mir jemand mit ein paar Milliarden aushelfen?

Währungsabwertung in Weißrussland

Über Nacht verloren die Menschen in der Ex-Sowjetrepublik mehr als die Hälfte ihres Vermögens.

Die Menschen verloren also innerhalb weniger Stunden über die Hälfte ihres Vermögens und ihrer Altersvorsorge. Nur wenige hatten ihr Geld in andere Währungen umgetauscht. Zuvor war der Verkauf von Gold an die Bevölkerung eingestellt worden.

Wir können daraus lernen, dass jede Währungsreform in etwa gleich abläuft:

- Im Geheimen, damit die Menschen ihr Geld nicht in Sicherheit bringen können.

- Sie wird über Nacht vollzogen.

- Den Abwertungskurs legt die Regierung fest.

- Preissteigerungen sind die Folge.

- Die Menschen verlieren je nach Kurs einen großen Teil ihres Vermögens und der Altersvorsorge.

- Bargeld und Sparkonten sind nicht sicher.

- Der Verkauf von Edelmetallen kann eingestellt werden.

- Man ist der Willkür der Regierung schutzlos ausgeliefert.

In Weißrussland war Russland wieder einmal Helfer in der Not. Über den eurasischen Anti-Krisen-Fonds bewilligte es seinem Nachbarn einen Kredit über eine Milliarde Dollar, der in den nächsten Wochen ausbezahlt werden soll. Das verschafft Lukaschenko eine erneute Atempause. Doch Moskau macht dies nicht ohne Hintergedanken: Ohne Reformen wird Weißrussland nicht überleben können und so hoffen die Russen, bei den anstehenden Privatisierungen der weißrussischen Wirtschaft vor den Europäern zum Zuge zu kommen.

Wenn Amis

über Geschichte schreiben, dann wird's wild:

"Von 1800 bis lange nach dem Zweiten Weltkrieg befand sich Griechenland beinahe ständig im Zustand des 'default'" -

In Wahrheit ist es so: Griechenland als selbstständigen Staat gibt es in der Neuzeit erst seit 1830.

Re: Wenn Amis

die amis haben aber einen entscheidenden vorteil, den europa nicht einmal in erwägung zieht.

wenn bei denen irgendwelche rohstoff-lieferanten männchen machen und nicht mher zu dumpingpreisen in die usa liefern....schicken die einfach einen flugzeugträger-verband zum hausbesuch vorbei...schon sind die schulden egal.

Japan und USA als Ausnahmen..

Ja, das ist jetzt neu: endlos verschulden ist cool und kein Problem mehr.

Wie sich die Geschichte doch wiederholt. Am Anfang einer jeden Krise stand nämlich die unwahrscheinlich intelligente Idee, dass die alten Regeln nicht mehr gelten würden. Ob das Internet start-ups waren, deren Wert durch Bilanzverluste maximiert wurde, Aktienkurse, die nur mehr nach oben gehen konnten, oder Kredite, die von den damit erworben Eigenheimen abbezahlt werden sollten. Jede dieser phantastischen Neuerungen klatschte alsbald an die Windschutzscheibe der Realität.

Japan etwa ist so pleite wie man nur pleite sein kann. 230% Verschuldung, laufend rund 8% Defizit, da gibt es nicht viel Deutungsspielraum. Jetzt braucht sich diese Erkenntnis nur noch an den Finanzmärkten rumsprechen und wir haben eine weltweite Währungsreform.


Re: Japan und USA als Ausnahmen..

Japan kann und wird die Währung abwerten müssen. Japan wird vor allem mit Abwanderungen kämpfen, aber das ist eine andere Geschichte. Nur kann man den Japanern zutrauen, dass sie sich wieder erholen, aber die Gesellschaft wird sich dort sehr wandeln.

Re: Re: Japan und USA als Ausnahmen..

Abwerten wird wenig bringen, da, wie oft gesagt, die Schulden hauptsächlich bei inländlischen Banken liegen. Das immnunisiert zwar durchaus gegen Launen der globalen Finanzmärkte, pleite ist der Staat aber dennoch.

No jo


6% Inflation kann schon erschreckend klingen.

Aber:

Mitte der 70er Jahre hatten wir auch schon Inflationsraten in ungefähr dieser Höhe (in den 50er Jahren sogar noch deutlich darüber). Das hat uns damals nicht geschadet.

Und jetzt das andere Aber:

Damals waren aber auch die Sparzinsen aufs Sparbüchl höher (immer ein bisserl über der Inflationsrate, und KEST gab es damals auch noch nicht). Die Löhne stiegen damals im gleichen Ausmaß plus ca. 1 Prozentpunkt noch dazu.

Wenn wir jetzt also eine 6%-ige Inflation kriegen, aber gleichzeitig dazu 7% aufs Sparbüchl und 7% Gehaltserhöhung, dann, ja dann, kann ich damit leben.

Aber - und das ist jetzt das dritte Aber - damit leben kann ich nur dann, wenn die im vorigen Absatz genannten beiden Voraussetzungen auch da sind! Wenn nicht, brauch ich überhaupt keine Inflation, oder besser gleich eine ordentliche Deflation.

1 0

Re: No jo

So ist es aber nicht gemeint. Gemeint ist eine Inflation als versteckte Besteuerung, um sich auf kaltem Wege zu entschulden.

Re: Re: No jo

Der beste Inflationsschutz sind Schulden.

Wirklich...

... die Griechen sind schon seit 200 Jahren ständig pleite? Ich dachte, es sind die bösen Deutschen, die an allem schuld sind, weil sie so viel exportieren, fleissig und sparsam sind?

Oder sind die Deutschen schon die letzten 200 Jahre an der griechischen Misere schuld?


Antworten Gast: Febobo
30.05.2011 17:46
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Re: Wirklich...

Ihren Sarkasmus können Sie sich sparen.

Die Deutschen haben durch ihren "Fleiß" und ihre "Sparsamkeit" immerhin 2.020.756.783.932 EUR an Schulden angehäuft und sind de facto pleite, genauso wie die Griechen, die Amerikaner oder die Österreicher.

Aber was soll's. Schlafen Sie ruhig weiter. Beschweren Sie sich dann aber bitte nicht, wenn Sie etwas unsanft aufwecken.

2 0

Re: Re: Wirklich...

Das ist aber deshalb geschehen weil Deutschland bis jetzt ganz Europa erhalten hat!

Was haben denn die anderen bis jetzt außer Forderungen geschafft?

Gast: uabigboss
30.05.2011 15:25
0 0

Graphik

wenn man sich die Graphik anschaut, fragt man sich wann man ein "Rettungspaket" für die USA schnüren wird müssen ...

Gast: mbm
30.05.2011 15:07
0 1

mbm

schön...
nur ein bissl inflation, ein paar jahre warten und wir (euroland) sind alle entschuldet. (klingt super)
das mit inflation auch die zinsen steigen ist ja nicht so schlimm, da es eh nur kreditnehmer wie häuslbauer oder unternehmer trifft.
blöd ist nur ,dass auch sparguthaben immer weniger wert werden.
wir nehmen diese vernachlässigbaren nebenerscheinungen jedoch gerne in kauf so lange nur den banken nichts passiert. die brauchen ja das geld zum spekulieren.

Offensichtlich...

...wurde hier vor dem EU-Beitritt sehr unzureichend geprüft! (Oder gut bezahlt)

Antworten Gast: Zak McKracken and the Alien Mindbenders
30.05.2011 15:36
2 0

Re: Offensichtlich...

Das war und ist in diesem Fall total egal.

Hier geht es um eine Etablierung einer Union die zum Großteil nach der Pfeife der VS tanzt um geostrategische Ziele zu verfolgen.

Die Umzingelung Russlands, stärkere Einflussnahme auf die ehem. Rohstoffkolonien in Afrika bzw. deren Neuunterwerfung.
Absicherung des stationären Flugzeugträgers IS im arabischen Raum.
Erleichterter Zugang zu den erdölreichen Staaten am Kaspischen Meer mit zusätzlichem Brückenkopf fast vor der Haustüre Chinas.

Orwells Antiutopie ist schon lange keine mehr.

Wie entstehen überhaupt Schulden?

Und wer vergibt Kredite, und warum?

Re: Wie entstehen überhaupt Schulden?

Schulden entstehen durch parteiübergreifenden Sozialismus.

Re: Re: Wie entstehen überhaupt Schulden?

Man braucht so etwas eigentlich nicht zu kommentieren.
Interessant, dass gerade Länder wie die USAund Japan so große Schuldenberge haben, aber klar, das sind ja die klassischen sozialistischen Staaten. Richtige Sozialparadiese!

Re: Wie entstehen überhaupt Schulden?

In unserem Geldsystem, dem sogenannten Fiat-Geldsystem, entsteht Geld durch Schulden. Die Zentralbank vergibt Kredite über die Banken an Endkunden. Damit die hierbei anfallenden Zinsen bezahlt werden können, müssen zwangsläufig neu Kredite aufgenommen werden, zumindest von der Gesamtheit aller. Somit ist klar, dass der Schuldenstand nie geringer werden kann. Zumindest nicht nominell. Eine mittelmäßige Inflation kann durch Entwertung dafür sorgen, dass der Schuldenstand geringer wird, zumindest gemessen am Wert.
Kredite die heute vergeben werden bestehen ja nur aus Buchgeld, es müssen also keine Geldscheine gedruckt werden. Echtes Geld hat jede Bank nur sehr wenig. Die Richtlinien geben vor, dass rund 2% an Bargeldreserven vorhanden sein müssen. Daher sind die Banken ja so scharf auf Bargeldeinlagen, die sie dann mind. 50fach in Form von Buchgeldkrediten wieder verleihen können.
Daher wird auch jede Bank nervös wenn sich auf einmal Schlangen an den Schaltern anstellen um ihr Geld in bar abzuheben. Zuletzt gesehen vor ein paar Jahren bei der Bawag. Das Papiergeld ist nämlich echtes Geld und daher viel wertvoller. Wenn jeder Kunde einer Bank sein Bargeld abholt ist die Bank kaputt.

Re: Re: Wie entstehen überhaupt Schulden?

Gibt es dazu Alternativen?
Wie kann es überhaupt sein, dass ein Staat so wichtige Dinge an Privatunternehmen delegiert? Warum erzeugt der Staat sein Geld nicht selbst? Gibt es Länder, die das Geldsystem in die eigenen Hände nehmen?
Und warum akzeptiert der Staat Zinsen? Das ist das Geld des Volkes; das darf man nicht veruntreuen! Jeder kann in wenige Sekunden mit Hilfe einer Excel-Tabelle erkennen, dass das Geld da nur verschwindet.

Re: Re: Re: Wie entstehen überhaupt Schulden?

Es gäbe Alternativen, aber ich habe keine Ahnung ob die funktionieren. Die Banken sind eben Teil des Systems, wobei man sich wirklich die Frage stellen muss, ob der Staat das Geldsystem wirklich den Banken in die Hand geben muss. Aber jetzt ist es eben so, und es wird sich auch nicht ändern.
Extrem ist da die USA, da gehört ist sogar die Zentralbank privat (das ist die FED).

Re: Re: Re: Re: Wie entstehen überhaupt Schulden?

Unsere "National"bank ist ja auch privat. Österreich hat nur alle Aktien.
Ich weiß nicht, wie es dazu gekommen ist, dass ein Staat das Geld den Banken überlässt, klug ist es jedenfalls nicht. Und eigentlich schwindelerregend leichtsinnig, sich von den Banken auch noch Geld gegen Zinsen (!!!) auszuborgen. Das muss doch jedem Politiker, der die Volksschule geschafft hat, klar sein, dass er damit seine eigenen Bürger enteignet.
Sowas MUSS sich ändern.

Re: Re: Re: Re: Re: Wie entstehen überhaupt Schulden?

Die Nationalbank schöpft ja kein Geld, das macht die europ. Zentralbank.
Dass ein Staat Zinsen für das Geld zahlt ist in der Tat etwas seltsam. Gut für die Banken, schlecht für die Bürger.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wie entstehen überhaupt Schulden?

Achja, richtig. Das war nur im Schilling-Zeitalter so.
Und das mit den Zinsen ist mehr als seltsam. Auf der einen Seite zu sagen, man sorgt für die Stabilität der Währung, aber dann fürs schliche in Umlauf bringen Zinsen zu verlangen, ist ein ganz grober Widerspruch.

Gast: Josef161
30.05.2011 14:09
1 0

griechenland, portugal, irland

haben eine staatsverschuldung von über 90 prozent, nur schade dass der Wirtschaftsrieße Italien dabei vergessen wurden...

Re: griechenland, portugal, irland

Oder Belgien..

Aber meines Wissens sind auch Deutschland, Frankreich oder Österreich der 90% Marke schon ziemlich nahe.

Irreführend

Griechen sind nicht pleite. All ihre auf "sicheren Konten" gebunkerten Guthaben übersteigen die Staatsschulden.

Es wäre hilfreich, besagte Konten zumindest der Staatsdiener und griechischen Banker einzufrieren. Bei Gadaffi klappt das ja auch wunderbar.

Re: Irreführend

Geld kann nicht vernichtet werden, daher gibt es das ganze Geld das über Kredite aufgenommen wurde irgendwo, das ist schon klar.
Das Problem Griechenlands sind nicht die Schulden, sondern die Produktivität. Geld ist ein Tauschmittel. Man tauscht Geld gegen Arbeitsleistung von Menschen und Maschinen. Da die Griechen hier aber nicht die besten sind, daher haben sie ein Problem. Ihr Tauschverhältnis Geld gegen Arbeit ist sehr ungünstig, daher brauchen sie eben neue Kredite.
Aber irgendwer muss in unserem Geldsystem immer pleite gehen. Es trifft halt meist die weniger fleissigen oder die, die nicht nachhaltig arbeiten. Und bei Griechenland dürften beide Parameter ungünstig liegen.

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Unter Osmanen hatten sie also keine Schulden!

Man müsste also Griechenland immer führen! Selbsstaendigkeit ist für die Griechen nicht so gut!

1 0

Re: Unter Osmanen hatten sie also keine Schulden!

Na ja, wer nicht da ist, hat keine Schulden. Ein sehr fundamentaler Lösungsansatz...

Antworten Gast: porto5
30.05.2011 14:13
4 0

Re: Unter Osmanen hatten sie also keine Schulden!

Genau das habe ich zu Beginn der Krise in Griechenland auch gesagt. Man kann den Griechen nur Geld geben, wenn man sie vollständig entmündigt und unter Zwangsverwaltung stellt. Das hat man nicht getan und das Ergebnis sehen wir jetzt.

Gast: realo
30.05.2011 13:34
0 0

und was ist daran jetzt unerwartet?


Gast: Sinus
30.05.2011 13:30
2 0

moderate Inflation könnte helfen

die Frage ist nur: Wem ?
Das Engagement des IWF in Griechenland dient dem gleichen Ziel wie in allen anderen Ländern.

Dem billige Erwerb von Sachwerten.

http://www.youtube.com/watch?v=tm6xuWGx5Lw


Re: moderate Inflation könnte helfen

bloß keine 6 prozentige inflation!
das kann nicht funktionieren, weil dann die sparzinsen auch bei fünf prozent noh negativ wären und das würgt die wirtschaft ab. das problem ist das system, die total verfehlte geldpolitik.

Re: Re: moderate Inflation könnte helfen

Sparzinsen sind für die Oma wichtig, nicht für die Wirtschaft.

Re: Re: moderate Inflation könnte helfen

Wie alt sind Sie?

Ich hatte in der Schulzeit ein Sparbuch, das war mit über 6% verzinst (KESt gab es damals auch noch nicht) - das war in den 70ern.

Man kann natürlich die Zeiten nicht komplett vergleichen (damals war immer noch einiges an "Aufbau" in Gang bzw. nachzuholen), aber die Inflationsrate an sich sagt wenig darüber aus, ob die Wirtschaft "abgewürgt" wird. Im Gegenteil kann ein hohes Mass an Entwertung durchaus dazu führen, dass die Leute ihr Geld nicht horten, sondern ausgeben (googlen Sie z.B. einmal nach "Schwundgeld").

Re: Re: Re: moderate Inflation könnte helfen

Danke, ein guter Kommentar. Inflation in Grenzen zeigt, dass alles mit der Zeit an Wert verliert, auch Geld. Wer etwas kauft kann die gleiche Sache nach einiger Zeit nicht mehr zum gleichen Preis verkaufen, das wissen wir alle und nehmen es hin. Geld ist nur ein Tauschmittel, aber hier erwarten alle, dass es gleich viel Wert behalten soll, oder dass es sogar wertvoller werden soll. Das widerspricht der Natur des Verfalls und führt daher mit zu den bekannten Problemen.

exakt

Inflation ist die Alterung des Geldes.
Und es ist gut so.

Re: exakt

Genau das ist das Problem mit Deflation. Geld wird von selbst mehr wert, daher gibt es keiner aus. Das würgt eine Wirtschaft so richtig ab.

0 0

Re: Re: Re: Re: moderate Inflation könnte helfen

Alles verliert mit der Zeit an Wert? Auch Grund und Boden? Auch die Marke "Coca Cola"? Auch Whiskey in den sechs Jahren der Lagerung?
Inflation zeigt, was passiert, wenn die Zentralbank Geld druckt (natürlich metaphorisch, geht ja elektronisch viel besser), sonst nicht viel.

Re: Re: Re: Re: Re: moderate Inflation könnte helfen

Boden ist nicht vermehrbar und daher etwas Spezielles. Eine Marke ist keine Sache und kann sich daher nicht abnutzen. Dass es einige wenige Dinge gibt die mit Lagerung an Wert gewinnen steht ausser Streit, aber die machen einen derart winzigen Bruchteil der Handelswaren aus, dass man sie getrost vernachlässigen kann. Und: lebensnotwendige Verbrauchsgüter gewinnen nicht an Wert mit der Zeit.
Inflation hat nicht direkt damit zu tun ob die Zentralbank Kredite vergibt. Außerdem: Buchgeld hat nichts mit Elektronik zu tun, auch wenn Computer für Buchungen verwendet werden.
Inflation ist ein sehr komplexes Thema und der Mythos, dass Inflation schlecht ist lebt in den Menschen, auch wenn es nicht wahr ist. Viel problematischer ist Deflation, Staaten die damit kämpfen können ein Lied davon singen.

 
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