Kein Staat ist so pleite wie Griechenland

14.06.2011 | 21:45 |  von unserem Korrespondenten OLIVER GRIMM (Die Presse)

Standard & Poor's hält den griechischen Staat für weltweit am wenigsten kreditwürdig und empfiehlt indirekt einen Schuldenschnitt. Europas Finanzminister verweigern dies aber.

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Brüssel. Was auch immer die Finanzminister der Eurozone aushecken, um den Zahlungsausfall Griechenlands abzuwenden: Es dürfte nicht funktionieren.

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Denn die verkrampften Versuche der Minister, Druck auf die Gläubigerbanken des griechischen Staats auszuüben, damit die ihre Staatsanleihen behalten, ihre Laufzeit verlängern oder neue kaufen, haben nur einen Effekt: Die Panik auf den Märkten steigt. Denn kein Anleger will den Versprechen der Minister glauben, es ginge nur um eine freiwillige Aktion. „Soft Rescheduling“, „Reprofiling“, „Wiener Initiative“: All diese Begriffe, die von den Politikern und der Europäischen Kommission in den letzten Wochen erfunden wurden, verschleiern nach übereinstimmender Ansicht der drei tonangebenden Kreditratingagenturen Standard & Poor's, Moody's und Fitch nur eines: Die Staaten wollen private Gläubiger Griechenlands dazu zwingen, ihre zusehends wertlosen Schuldscheine zu behalten oder in neue zu tauschen.

 

Mieser dran als Pakistan

Das würde einem Zahlungsausfall gleichkommen, wie Standard & Poor's am Montagabend in der Begründung seiner Herabstufung Griechenlands in die Ratingkategorie „CCC“ erklärte. CCC: Wer tiefer fällt als in diese Kategorie, dem droht nicht nur der Zahlungsausfall, sondern der ist pleite. Kein Land auf der Welt – weder Weißrussland noch Pakistan – ist heute in den Augen der Ratingfirmen der Pleite so nahe wie Griechenland.

Diese Einschätzung hat gravierende Folgen für die Eurozone. Sie bedeutet nämlich, dass die Europäische Zentralbank (EZB) von Griechenlands maroden Geschäftsbanken im Gegenzug für die laufende Refinanzierung keine griechischen Staatsanleihen mehr als Sicherheit annehmen würde. Sprich: Wenn die Finanzminister mit dem mehr oder weniger sanften Druck auf die Investoren Ernst machen, dreht die Notenbank Athen den Geldhahn zu. Und dann krachen die Banken – in Griechenland und wohl in ganz Europa.

Mario Draghi, der designierte neue Präsident der EZB, machte diese Linie am Dienstag bei seiner Anhörung im Europaparlament klar: „Die EZB ist nicht für eine Restrukturierung. Wir rufen zur Vermeidung von Zahlungsausfällen auf, denn die Kosten würden den Nutzen übersteigen.“ Sprich: Die Frankfurter Notenbanker sind gegen jeden Umbau der Schuld – und gegen einen geordneten Schuldenschnitt, also das teilweise Abschreiben des Schuldenbergs, der rund 150 Prozent der Wirtschaftsleistung Hellas' ausmacht.

Das liegt vor allem daran, dass die EZB Partei in diesem Streit ist. Sie hat griechische Staatsanleihen im Ausmaß von rund 40 Milliarden Euro aufgekauft, sagte Ferdinand Fichtner vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin zur „Presse“. Dazu kämen noch einmal Anleihen im Wert von rund 90 Milliarden Euro, die von griechischen Banken als Sicherheit bei der EZB hinterlegt sind.

(c) DiePresse

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„Schuldenschnitt unvermeidbar“

Fichtner kennt die EZB in- und auswendig, denn er hat bis Februar 2010 für sie gearbeitet. Für ihn ist ein Schuldenschnitt unvermeidbar. „Dafür sind die Schulden ja zu hoch, das kann man sich auf der Rückseite eines Bierdeckels ausrechnen. Die Frage ist nur, wann das passiert. Und es sollte so schnell wie möglich passieren.“

Ausgerechnet das jüngste Rating von Standard & Poor's öffnet ein Türchen, das einen Schuldenschnitt auch für die EZB verkraftbar macht: „Wenn Griechenlands Eurozonen-Partner ein überarbeitetes EU/IWF-Programm vereinbaren, das nicht in einem Zahlungsausfall resultiert, könnte unser CCC-Rating sich stabilisieren, selbst wenn man das Risiko einer Schulden-Restrukturierung in der Form eines ,Haircut‘ im Jahr 2013 in Betracht zieht.“ Also: Ein Schuldenschnitt ist möglich, ohne dass Griechenland in den Augen der Ratingfirmen als vollendet pleite gilt. Fragt sich nur, ob nicht schon bald alle Athener Schrottanleihen in den Büchern der EZB und des Rettungsschirms EFSF sind. „Ich glaube, dass man 2013 einen Schuldenschnitt machen wird. Ich glaube aber nicht, dass dann noch viele private Gläubiger da sind. Die Restrukturierung wird also zum Großteil auf Kosten der öffentlichen Haushalte gehen.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.06.2011)

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117 Kommentare
 
12 3
Gast: niks
16.06.2011 12:15
1

rating&co

wer kontrolliert eigentlich die ratingagenturen?
anstatt die situation zu verschlimmern, sollten sie doch mal vorschläge anbieten!

Auch die EU-Politiker sind so, wie sie Treichl beschrieben hat.

Dass die Griechen ihre gigantischen Altschulden nie werden begleichen können, ist jedem, der seine 5 Sinne noch besammen hat völlig klar. Die Hilfszahlungen der EU (110+90 Milliarden €) können den Tag der Wahrheit nur hinauszögern und sind beim Fenster hinausgeschmissenes Geld der Steuerzahler!
Der unvermeidliche Schuldenschnitt reicht aber überhaupt nicht. Das einzige Mittel um auch das weitergehende jährliche Anhäufen von Schulden zu beenden, ist eine Abwertung der Währung. Kein Sparkurs, auch wenn er die griechische Wirtschaft umbringt und das Volk ins Elend stürzt, kann das schaffen.
Deshalb muss Griechenland den Euro vorübergehend verlassen und eine Währung haben, die man abwerten kann, bis es wieder auf eigenen Füssen steht.
Das verstehen die EU-Politiker überhaupt nicht und werfen dem schlechten Geld immer mehr gutes Geld der Steuerzahler nach. Damit werden sie das Unvermeidliche nur hinauszögern und die Geber der Hilfsgelder, die dieses Geld gar nicht haben auch noch in den Ruin treiben und den Schaden von Tag zu Tag größer machen!

Gast: putinfan
15.06.2011 16:02
3

manche erklären die Probleme GRiechenlands mit der Geschichte, mit der schweren geographischen Lage

das ist für mich nicht nachvollziehbar.

Es gibt z.B. ein anderes EU-Mitgliedsland, das genauso abgelegen wie Griechenland ist, und auch eine schwer verständliche Sprache hat:
Finnland!!

Finnland hat viel schwierigere geogr. Voraussetzungen als Griechenland, ist abgelegen, ein kleines Land mit weniger Bewohznern als Griechenland.

Finnland ist aber nichtsdestotrotz ein Gigant was Innovationen anbelangt, hat als einziges EU-Land Budgetüberschüsse, exportiert enorm viel an hochwertigen Produkten (im Vergleich zur Grösse), usw.!!

Es muss also schon mit den dort lebenden Leuten zu tun haben, und nicht nur mit äusseren Umständen, wie immer behauptet wird.

Die Griechen sind also beileibe nicht nur Opfer, sondern eher Täter...(oder Nichttäter).

Staatspleiten sind in unserem System nur natürlich.

Griechenland ist uns nur etwas voraus.

Warum hatte Frau Minister Dr. Fekter nicht Zeit,

2 .Fassung um Tippfehler korrigiert!
diesen Kommentar von Herrn Oliver Grimm vor ihrer Stellungnahme im Parlament zu lesen. Dann wäre sie nicht so schwach und ohne Substanz gewesen. Wie konnte Frau Dr. Fekter behaupten, Österreich hätte Griechenland noch kein Geld gegeben, aber 19 Millionen Euro Zinsen bekommen. Erbärmlich wenig, wenn man aus der späteren Diskussion durch Dr. Stadler erfährt, dass schon mehr als 1,2 Mrd. Euro von Österreich nach Griechenland geflossen sind??
Und die griechischen Ramschpapiere, die die OeNB kaufen musste? Kommt es vielleicht doch zu einem HAIRCUT, wer zahlt dann die Milliardenverluste der EZB? Völlig sprach- und überzeugungslos auch der ÖVP Wirtschaftssprecher Stummvoll! Er hätte seinem Namen gemäß besser geschwiegen. Die roten Sprecher konnten wenigstens in eine substanzlose Demagogie gegen die Banken flüchten. Aber in Griechenland ist mehr faul, als der dort gar nicht funktionierende Kapitalismus. Selbst der grüne Sprecher Kogler war besser als alle Sprecher dieser sprachlosen Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.


Re: Warum hatte Frau Minister Dr. Fekter nicht Zeit,

San`s net so streng mit der Fekter, sie bemüht sich doch eh so, aber sie versteht`s halt nicht!

Re: Re: Warum hatte Frau Minister Dr. Fekter nicht Zeit,

Verehrter Herr Dr. Stöckl,

Ihr Kommentar hat Spass gemacht! Bisher habe ich immer nur gesagt und geschrieben, die letzten drei Fianzminister der ÖVP hatten keine Ahnung von ihrer Aufgabe, heute muss ich diese Ausssage auf vier erweitern!

Staatspleiten sind in unserem System nur natürlich.

Griechenland ist uns nur ein Bißchen voraus.

Warum hatte Frau Minister Dr. Fekter nicht Zeit,

diesen Kommentar von Herrn Oliver Grimm vor ihrer Stellungnahme im Parlament zu lesen. Dann wäre sie nicht so schwach und ohne Substanz gewesen. Wie konnte Frau Dr. Fekter behaupten, Österreich hätte Griechenland noch kein Geld gegeben, aber 19 Millionen Euro Zin- sen bekommen. Erbärmlich wenig, wenn man aus der späteren Diskussion durch Dr. Stadler erfährt, dass schon mehr als 1,2 Mrd Euro von Österreich nach Griechenland geflossen sind??
Und die griechischen Ramschpapiere, die die OeNB kaufen musste? Kommt es vielleicht doch zu einem HAIRCUT, wer zahlt dann die Milkliardenverluste der EZB? Völlig sprach- und überzeugungslos auch der ÖVP Wirtschaftssprecher Stummvoll! Er hätte seinem Namen gemäß besser geschwiegen. Die roten Sprecher konnten wenigstens in eine substanzlose Demagogie gegen die Banken flüchten. Aber ikn Giechen ist mehr faul, als der dort gar nicht funktionierende Kapitalismus. Selbst der grüne Sprecher Kogler war besser als alle Sprecher dieser sprachlosen Regierungsabgeodneten von SPÖ und ÖVP.

nur Insolvenzgefahr kann "übersozialistische" Staaten bezähmen !

Auch unsere SPÖVP hat das Menetekel auf der Schuldenwand nicht wirklich verstanden. Leihen SIE Geld wenn bereits 4 Jahreseinkommen Schulden da sind ?? (Österreichs Situation). Doch niedere Instinkte wie Geltungs- u. Wiederwahlsucht u. 40 Jahre Umverteilungsgehirnwäsche verhindern jede sachliche Diskussion über "Umverteilung löst keine Strukturprobleme". Somit ist Griechenland ein Beweis für Treichl's Sager !!

Staatspleite

Nur Kärnten ist noch mehr verschuldet und darf auch nicht in Konkurs gehen.
Wer ist dort verantwortlich?

Staatspleite

Nur Kärnten ist noch mehr verschuldet und darf auch nicht in Konkurs gehen.
Wer ist dort verantwortlich?

Gast: Ein Europäer ?!
15.06.2011 11:45
1

Kein

Es ist so traurig , dass eine seriöse Zeitung wie die Presse heute mit so ein Headline erscheint...
Wer ist dieser S&P die die Zukunft der EU bestimmt?..
Ist Griechenland EU..oder nicht...
EU sollte ihre Verwirrung zuerst im Griff bekommen, sollte eigentlich seit lang machen, dann fragen : was wollen wir, was sind wir , wer sind wir...
Das Euro ist eine Währung ohne Staat..
So eine EU , so eine gemeinsame Währung , glaube ich, hat niemand gewollt..
Das Problem geht viel weiter als "nur" um Griechenland..
Es geht um Demokratie und Frieden..
Bleibt Ihr wach... Alle die Demokratie und Frieden wünschen..
Die "Anderen" freuen sich schon...

und übrigens.."sone" schreibt man so: Sonne..

Dominoeffekt

Die EZB "hat griechische Staatsanleihen im Ausmaß von rund 40 Milliarden Euro aufgekauft, sagte Ferdinand Fichtner vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin zur „Presse“. Dazu kämen noch einmal Anleihen im Wert von rund 90 Milliarden Euro, die von griechischen Banken als Sicherheit bei der EZB hinterlegt sind."

Ich habe mich immer gefragt, was eigentlich hier "Dominoeffekt" bedeutet. Jetzt ist mir klar: Die EZB hat in unglaublichem Ausmaß Griechenland-Anleihen gekauft und sie zum Überdruß auch noch mit griechischen Anleihen besichert. Jeder Bankmanager würde für so ein Verhalten fristlos entlassen. Basel II-konform ist dieses Vorgehen (im umschriebenen Sinn) garantiert nicht. Die EZB-Manager sind anscheinend vogelfrei. Dort gehört in Zukunft ganz klar ein Sicherheitsmechanismus eingebaut.

Wenn also Griechenland ein Kreditausfall wird, hat die EZB ein RIESENPROBLEM. Und das muß man erst mal den Bürgern erklären. Ein weiterer materieller und moralischer Riesenschaden für das Ansehen und das Vertrauen in die europäischen Institutionen.

Loesung fuer Griechenland

Sozialer Friede ist das wertvollste Gut in einem Staate. Daher darf die Realwirtschaft durch die Finanzwirtschaft nicht abgewuergt werden. In Loesungen gedacht, erreicht man dies in Griechenland mit einem aehnlichen System wie mit dem "Lecops" und "Patagones" im Jahre 2002 in Argentinien. So waere eine Schuldenrueckzahlung moeglich ohne die Realwirtschaft und das soziale Leben zu zerstoeren. Bei Verbesserung der Lage kauft der griechische Staat die Schuldverpflichtungsscheine von der Bevoelkerung wieder zurueck. Die soziale Krise und der realwirtschaftliche Zusammenbruch wird so vermieden.

Griechenlandloesung

Sozialer Friede ist das wertvollste Gut in einem Staate. Daher darf die Realwirtschaft durch die Finanzwirtschaft nicht abgewuergt werden. In Loesungen gedacht, erreicht man dies in Griechenland mit einem aehnlichen System wie mit dem "Lecops" und "Patagones" im Jahre 2002 in Argentinien. So waere eine Schuldenrueckzahlung moeglich ohne die Realwirtschaft und das soziale Leben zu zerstoeren. Bei Verbesserung der Lage kauft der griechische Staat seine in Griechenland in Umlauf gebrachten Geldverpflichtungsscheine wieder zurueck. Dieses System hat schon einige Male gut funktioniert und in Argentinien eine schwere Sozialkrise und Chaos vermieden.

Gast: GastGastGast
15.06.2011 10:24
0

Griechenland ist nicht Pleite

Die 10.000 reichsten Griechen sollen die Hälfte Ihres Vermögens zur Sanierung ihrer Heimat abtreten. Sie bleiben trotzdem reich genug, um ein Leben zu führen, von dem 99,5% der österreichischen Bevölkerung nur träumen können.

kein verständnis für die griechen

mir ist schon klar, das ganze gerede, von wegen wir alle müssten griechenland helfen, weil, wenns untergeht, ist es viel schlimmer usw. usw.

ABER: he, wenn ich mir die jahrelang die sone auf den bauch scheinen lasse, und auf pump lebe, dann hab ichs mir auch jahrelang gutgehen lassen, und jahrelang das leben genossen, und eben nicht an morgen gedacht. und plötzlich wundert man sich, oh, ich bin pleite. oh gott helft mir.
hilfe? gerne, aber nur wenn der wille zur selbsthilfe erkennbar ist. jemanden gemeinsam aus dem dreck ziehen, in den er sich selbst gelegt hat? hilfe ja, aber sich rausziehen, muss sich derjenige selbst. wenn ich jahrelang über meinen verhältnissen lebe, muss ich eben auch sparen und jeden job annehmen, um mein minus zu verringern. jammern und streicken ist da ziemlich kindisch. nicht die arbeit niederlegen, liebe grichen, sondern doppelt so viel arbeiten, bezahlt wurdet ihr bereits.

Gast: Samtpfote
15.06.2011 09:09
0

Grimms-Märchen

das Problem der Griechen liegt im mangelnden Unternehmergeist und dieser Mangel kann kein Geld der Welt beheben.

Re: Grimms-Märchen

Das Problem der Griechen liegt in ihrem System/Politik. Hier geht's nicht um die Privatschulden der Griechen, sondern um deren Staatsschulden - die von "allen gemeinsam".

Und die Einführung des EURO hat es ermöglicht, dass Ende der Schuldenpolitik (= Pleite) weiter hinaus zu zögern. Die Einzahlungen aus dem "Rettungsschirm" bewirken aber auch nichts anderes, als ein weiteres hinaus zögern. Denn für eine echte Wende müsste sich das System/die Politik grundlegend ändern. Das ist aber nicht absehbar.

Gast: Lutz Berger
15.06.2011 08:43
1

Zahlungsverpflichtungen der Bürgen .....

Die derzeitigen Staatsschulden Griechenlands belaufen sich auf ca. 350 Milliarden EURO.
Bei einer "Umschuldung" - besser Pleite - sind vom vorgenannten Betrag ca.50 bis 70 % verloren und überwiegend vom Steuerzahler zu tragen.
Den zu tragenden Betrag kann sich jedes Land anhand seiner Quote an den Bürgschaften etc. ausrechnen.
Für D sind es etwa - je nach Quote - bis zu 50 Milliarden EURO. Für A auch einige Milliarden.
Bisher nur für Griechenland !!!
Jean-Claude Junker erklärte seinen EU-Kollegen sein Demokratieverständnis wie folgt :
"Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein zurück mehr gibt."
Geplant ist der ESM mit 750 Milliarden EURO, der lt. Goldmann Sachs besser auf 1 bis 2 Billionen EURO und mehr ausgeweitet werden sollte -- wegen Spanien, Italien, Belgien etc.etc.
Bisher gab es deswegen noch kein "großes Geschrei oder Aufstände", aber Griechenland ist ein Vorspiel auf das, was noch kommen kann.

Gast: fmf
15.06.2011 08:38
3

Kein Staat ist so pleite wie Griechenland

Alleine dieser Satz sagt viel über die Kompetenz dieser Rating Agentur aus. Und über Medien die dies unkritisch nachplappern

Gast: Helmuth K.
15.06.2011 08:04
5

Nicht vergessen:


Genau diese US-Ratingagenturen haben einst 3 Wochen vor der Pleite von Lehman Brothers deren Ramschpapiere noch als "AAA" bewertet.

Diese amerikanischen Ratingagenturen sind in Besitz von privaten Großinvestoren und vertreten da absolut private Interessen, sind also unseriös!

Re: Nicht vergessen:

Unabhängig davon, wie "parteipolitisch" ein solches Rating tatsächlich ist, nicht die Rating-Agenturen haben die Schulden gemacht.

Und spätestens wenn ein Schuldner nicht einmal die Zinsen, ohne Kapitalrückzahlung, nicht ohne neue Schulden bezahlen kann, weiß auch der Letzte, und das ohne Ratingagenturen, dass der Schuldner pleite ist. Und genau das trifft auf Griechenland zu.

Gast: hubsi1
15.06.2011 08:02
2

auf die verschiebungen bei

der nächsten wahl freue ich mich schon.
das ganze bleibt sicher nicht unbestraft.

Wien hat wirklich seinen Namen für das Schuldenland hergegeben?

Passt aber eigentlich eh - Schuldenkaiser Faymann, Schuldenkönig Häupl, Schuldenpartei SPÖ :-)

 
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