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Eurozone erhöht Druck auf Griechenland

20.06.2011 | 14:22 |   (DiePresse.com)

Die Euro-Finanzminister verständigen sich darauf, private Gläubiger wie Banken einzubeziehen. Das Parlament in Athen muss jedoch vor weiteren Geldflüssen das Sparprogramm verabschieden.

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Nach langem Streit zeichnen sich die Konturen eines neuen Rettungsplans für das krisengeschüttelte Griechenland ab. Die Euro-Finanzminister - darunter Maria Fekter (ÖVP) - beschlossen in der Nacht auf Montag, dass private Gläubiger wie Banken und Versicherungen nach dem Vorbild der sogenannten "Wiener Initiative" auf freiwilliger Basis einen Teil der Lasten tragen sollen. Das Paket soll nach inoffiziellen Angaben einen Umfang von bis zu 120 Milliarden Euro haben.

Griechenland: Ausschreitungen gegen Sparmaßnahmen

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Der Vorsitzende der Ministerrunde, Luxemburgs Jean-Claude Juncker, sagte in der Früh, vor endgültigen Entscheidungen müsse das griechische Parlament Ende des Monats seine Gesetze zu weiteren Sparmaßnahmen verabschieden. "Es muss klar sein, dass Griechenland eine Lage herbeiführen muss, wo alle Verpflichtungen übernommen werden." Auch der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble macht weitere Hilfskredite von der Zustimmung des griechischen Parlaments zu weiteren Sparzielen abhängig. "Erst muss Griechenland die Bedingungen erfüllen, dann kann man ein neues Programm so beschließen, dass die Auszahlung der Tranche möglich ist", sagte er.

Häfen, Banken, Glücksspiel: Was Athen verkaufen will

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Die Beteiligung von privaten Gläubigern an einem neuen Rettungspaket war bisher in der Eurozone sehr umstritten. Jetzt bewegt sie sich auf einen Kompromiss zu. Als Beispiel soll die sogenannte Wiener Initiative (Vienna-Initiative) dienen. Bei diesem Verfahren könnten Anleger freiwillig neue griechische Staatsanleihen kaufen, wenn alte auslaufen. Mit diesem Verfahren ("Roll-Over") soll verhindert werden, dass Ratingagenturen die Einbeziehung der privaten Gläubiger als einen Zahlungsausfall Griechenlands werten.

Wiener Initiative

In der "Wiener Initiative" haben sich im Jahr 2009 auf dem Höhepunkt der Finanzkrise österreichische Banken als Gläubiger osteuropäischer Länder darauf verständigt, Anleihen der Staaten nach Ende der Laufzeit in neue Papiere umzutauschen und damit nicht zu verkaufen. Das Verfahren nennt sich "Rollover" und würde Griechenland faktisch einen Zahlungsaufschub verschaffen. Zuvor war Deutschland mit seinen weitreichenden Vorstellungen auch auf den Widerstand der Europäischen Zentralbank gestoßen.

Fekter: "Pleite wäre größerer Schaden"

Fekter hatte bereits zuvor auf die Vienna-Initiative von 2009 für die Balkan-Länder verwiesen: "Ein ähnliches Modell soll auch hier funktionieren." Eine Lösung sei notwendig, denn "eine Pleite wäre ein noch größerer Schaden". Wenn der IWF (Internationale Währungsfonds) seinen Teil der fünften Tranche auszahle, "werden wir das auch auszahlen. Wenn der IWF sagt, er steigt angesichts der Unsicherheiten Griechenlands aus, werden wir auch nicht auszahlen". Zu einem zweiten Rettungsprogramm für Athen meinte Fekter, bis Athen wieder wirtschaftlich auf die Füße komme, werde es "wesentlich länger dauern als ursprünglich angenommen".

Der Vorsitzende der Ministerrunde, Luxemburgs Jean-Claude Juncker, sagte in der Nacht auf Montag nach siebenstündigen Krisenberatungen, endgültige Entscheidungen zur neuen Kredittranche sollten Anfang Juli fallen. Dazu solle es ein neues Sondertreffen der Minister geben.

Über die Freigabe einer von Athen dringend benötigten Kredittranche aus dem alten Hilfsprogramm haben die Minister nach Angaben Junckers noch nicht entschieden. Diese für Juli geplante Auszahlung macht inklusive eines Anteils des Internationalen Währungsfonds zwölf Milliarden Euro aus. "Wir kommen darauf Anfang Juli zurück", sagte der Chef der Eurogruppe.

Der Minister begrüßten die bisherigen Sparanstrengungen Griechenlands. Das Land, das nur 2,5 Prozent zur Wirtschaftsleistung des gemeinsamen Währungsgebiets beiträgt, ist nach Auffassung der Ressortchefs nicht in der Lage, wie geplant Anfang 2012 an die Kapitalmärkte zurückzukehren. Alle politischen Kräfte des Landes werden aufgefordert, an einem Strang zu ziehen und das neue Sparprogramm zu stützen, heißt es in einer Erklärung der obersten Kassenhüter.

In Athen demonstrierten am Sonntag erneut mehrere tausend Menschen gegen die Sparpolitik. Die Euro-Finanzminister erklärten, ihnen seien "die ernsthaften Herausforderungen bewusst, vor denen die Griechen in diesen schwierigen Zeiten stehen".

Der Kurs des Euro ist am Montag nach dem mit Spannung erwarteten Treffen der europäischen Finanzminister zur Griechenland-Krise leicht abgerutscht. Im frühen Handel stand die Gemeinschaftswährung bei 1,4236 US-Dollar. Ein Dollar kostete damit 0,7023 Euro. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,4270 (Donnerstag: 1,4088) Dollar festgesetzt

(Ag.)

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393 Kommentare
 
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Gast: nestbeschmutzer
16.09.2011 14:35
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Millionärsklub?

Wenn ich diese zt gehässigen, destruktiven Postings hier alle lese, denke ich, dass diese Leute hier allesamt einen riesen Haufen Geld zu verlieren befürchten; s' müssen lauter Millionäre sein, die hier ihr Unwesen treiben. Ich zähl leider nicht dazu:-((

Gast: das hirn
20.06.2011 20:28
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spekulation auf pleite

sgh mag.tumpel, wann fordern sie, dass die spekulation auf die pleite griechenlands und andere pleitekandidaten weltweit verboten wird ? dann ersparen wir uns pleiten unter allen wie immer gearteten umständen und um jeden preis verhindern zu müssen.

Antworten Gast: rabe1
20.06.2011 21:34
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Re: spekulation auf pleite

Eine Pleite will man nicht abwenden, um Spekulanten nicht zu belohnen sondern man will sie hinauszögern, um den Banken den Transfer der Papierln in die EZB / die öffentliche Hand zu ermöglichen. Die EZB hält mittlerweile schon 50 Mrd an Griechenbonds und ist Hauptgläubiger; vor der Krise warens 0 EUR. Die Demokratie dient zu nichts anderem, als den Schafen vorzugaukeln, sie würden nicht von den Bankern gelenkt und geschröpft. Früher gabs Prognome wo Banker gehängt wurden, heute fliegen die Steine auf die Parlamentarier, die für ein lächerliches Schmiergeld den Volkszorn abfangen...

Gast: das hirn
20.06.2011 20:26
0 1

spekulation auf pleite

sgh mag.tumpel, wann fordern sie, dass die spekulation auf die pleite griechenlands und andere pleitekandidaten weltweit verboten wird ? dann ersparen wir uns pleiten unter allen wie immer gearteten umständen und um jeden preis verhindern zu müssen.

Gast: das hirn
20.06.2011 20:25
0 1

spekulation auf pleite

sgh mag.tumpel, wann fordern sie, dass die spekulation auf die pleite griechenlands und andere pleitekandidaten weltweit verboten wird ? dann ersparen wir uns pleiten unter allen wie immer gearteten umständen und um jeden preis verhindern zu müssen.

Gast: Goldmarei
20.06.2011 19:22
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Hättet Ihr damals Eure Schilling nicht in € sondern in Gold getauscht, bräuchtet Ihr jetzt nicht rumnörgeln!


Re: Hättet Ihr damals Eure Schilling nicht in € sondern in Gold getauscht, bräuchtet Ihr jetzt nicht rumnörgeln!

Durch die seither eingetretene Teuerung blieb nichts zum UMtauschen!

Gast: Desinfoterminator
20.06.2011 18:49
0 0

Spekulieren auf Griechenlandpleite ist bessere Alternative!

Frau Feker wurde als Finanzministerin von der Raiffeisengruppe, den Giebelkreuzern, die Österreicher missbrauchen, als Finanzministerin als Ersatz für den direkt zur Raiffeisengruppe auf einen Versorgungsposten zurückwechselnden Pröll eingesetzt.

Entsprechend belügt Frau Fekter die Wähler und sagt z. B. dass Österreich besser Aussteige, wenn es noch weitere Milliarden für Griechenland zur Verfügung stellt statt Griechenland in den Konkurs gehen zu lassen. Gemeint ist die Raiffeisengruppe bekäme noch größere Probleme...

Faktum ist, dass Österreich auf jeden Fall besser aussteigt, wenn es es nichts mehr für Griechenland zahlt und stattdessen auf die Seite jene wechselt, die auf einen Staatsbankrott Griechenlands setzen. Ein CCC-Rating wird nicht einfach so erteilt, da muss Griechenland schon Daten verweigert haben und es müssen auch bei den Ratingagenturen einge Lügen der Griechen aufgeflogen sein.

Besser man spekuliert auf der sicheren Seite jener, die auf einen Bankrott der Griechen setzen, statt den Spekulanten via Konkursverschleppung noch weitere Milliarden nachzuwerfen.

Der Königsweg lautet: Short gehen gegen Griechenland, keinen Cent mehr für die Griechen rausrücken. Mit dieser Erfolgsformel ruinierten die US-Banken ganz Südamerika, wo die US-Banken auch zuerst das Land (bei Griechenland waren es ja auch anfangs US-Banken, die die Kredite brachten) mit Krediten fluteten und dann den Kredithahn abdrehten und via Spekulation auf die Pleite (andere borgten) verdienten.

Gast: Fred97
20.06.2011 17:24
1 0

Einfach unglaublich!

Hochbezahlte Bonzen in Brüssel bemerken seit vielen Jahren die falschen Zahlen von Griechenland nicht! Nun wollen jene "Versager" Griechenland weitere Mrd. zukommen lassen.

Das kommt mir vor, als ob man Elsner die Bawag sanieren ließe, Kulterer die Hypo Kärnten....

Gast: Plach2
20.06.2011 17:22
0 0

"Geld für Griechenland ist ein gutes Geschäft",

berichtete die ÖVP Finanzministerin dem Parlament.

Niemand in Europa will den Griechen weitere Mrd. gebe, warm wenn das doch so ein tolles Geschäft sit?

Solche Leute verwalten unser Steuergeld!

Seit sich Griechenland in den Euro hineingelogen hat,

weiß der letzte Grieche auf der kleinsten Insel, daß die EU-Politiker die Deutschen dazu zwingen werden, weiterzuzahlen, auch wenn die Griechen nicht im Traum daran denken, irgendwo zu sparen!

Die Euro-Hilfspakete für die Pleitestaaten werden weiterfließen, bis die ganze EU den Bach hinunter geht!

Vielleicht krachen vorher schon Dollar und Euro gemeinsam.

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ad calendas greacas!

ad calendas graecas!
Das wussten schon die alten Römer.Schulden werden "ad calendas Greacas" zurückgezahlt, nämlich am St.Nimmerleinstag!
Das Geld sehen wir nie mehr wieder. Angeblich liegen in der Schweiz schon über 200 Mrd.Euro der Griechen für den Fall des Falles. Und wir überweisen Ihnen unser Steuergeld, Ist das nicht Wahnsinn??

Antworten Gast: Helvetier
20.06.2011 16:33
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Re: ad calendas greacas!

Ich habe auch gelesen (CH-Presse), dass griechische "Staatsdiener" ihre 13. bis 16. Monatslöhne in die CH und den sicheren CHF transferieren.

Ich hätte da einen Vorschlag: Weshalb schiebt die EU den Schwarzen Peter nicht einfach der CH in die Schuhe? Wäre doch eine passende Antwort auf den Erklärungsnotstand, den Merkel, Sarkozy und co. gegenüber ihren Bürgern aufweisen, oder?

1 0

Griechenland wird unter diesem Druck zusammenbrechen!

Die Folgen werden viel schwerer sein als alleine Griechenland pleite gehen zulassen! Alle Laender, die Forderungen an Griechenland haben, werden schlechte Bonitaeten bekommen!

So sympatisch waren mir die Gewerkschaften noch nie

Sie drohen ja schon fast in ganz Europa mit Generalstreik.
Die EU in dieser Form muss untergehen
Für wichtige Sachen wie AKW und Krieg gibt es sowieso keine Union. Am besten gerüstet ist die Union beim Geld einsammeln und den Bürgern Handschellen anlegen.

Man muss kein Linker sein um so zu denken, denn außer ein paar Privilegierten werden alle abgezockt.

Gast: Tronn
20.06.2011 14:49
3 0

Kann ich

zur Bank gehen und Geld ausleihen und nach Überweisung der Geldes dann sagen, tut mir leid ich kann dir nicht zurückzahlen, aber das Haus gehört mir? So ähnlich macht GR jetzt mit unser Steuergelder. Die Poilitiker reisen überall hin, schön reden, toll essen, super versprechen und wir zahlen dann brav?????? Widerstand ruft.

0 7

.

Liest man das Presseforum, so glaubt man sich immer bei einer Hausfrauenrunde, die Chirurgen erzählen, wie man eine Operation am offenen Herzen durchführt.

Antworten Gast: zk
20.06.2011 23:25
0 0

Re: .

Sie halten sich wohl selbst für einen großen "Experten" und können nur über die unglaublich dummen Elemente des Volkes lächeln.
Beim Lesen der internationalen Finanzpresse zum Thema Griechenland kann ich im Gegenzug nur über die Experten lächeln, die eine Unmenge an widersprüchlichen Lösungsvorschlägen mit einer Selbstsicherheit zum Besten geben, die nahezu religiösen Charakter hat. Wo waren denn die Stimmen all dieser Fachleute, als die EU von dem "Betrüger" Griechenland bei den Aufnahmeverhandlungen aufs Kreuz gelegt wurde?

Antworten Gast: der Doktor
20.06.2011 21:42
2 0

Re: .

a) zum einen sind Juncker & Co keine Fachleute sondern Lobbyisten - die sind keine Profis in VWL sondern Profis im "Notlügen" und Verschieben von öffentlichem Geld in Bankerhand. Auch Chirurgen, die nebenbei eine Organvermittlungsfirma betreiben, sollte man seine Gesundheit nur bedingt anvertrauen....
b) zum anderen ist der Patient schon tot und wird nur noch mit Elektroschocks behandelt, damit niemandem auffällt dass das gesamte Krankenhaus nur noch aus Siechen in den letzten Zügen besteht und man weiterhin in Ruhe die krankenkasse plündern kann

Re: Die Fachleute waren es

Dafür ruinieren wir aber auch nicht den Euro!

Re: .

Ihr Beitrag geht weit über den Hausfrauen-Horizont hinaus, ja er bildet sogar.

Antworten Gast: grau
20.06.2011 15:23
1 0

Re: .



die dolmen, die uns regieren, vergleichst du mit fachärzten?

du gehst wohl zum druiden?

offensichtlicher mist wird durch merkel-heiligsprechung auch nix anderes, als die katastrophale serie von fehlentscheidungen, die die ganze ÄÄUU sind !

Re: .Also Chirurgen würde ich nicht gerne das Weltfinanzsystem anvertrauen!!!


Antworten Antworten Gast: gast gast
20.06.2011 15:56
0 3

Re: Re: .Also Chirurgen würde ich nicht gerne das Weltfinanzsystem anvertrauen!!!

ich weiß aber auch nicht ob ich von dir operiert werden möchte scheinst überfordert zu sein oder woher die ständigen frustpostings angst um deinen suv

Antworten Gast: Marimiliane
20.06.2011 14:48
2 0

Re: .

Hausfrauen an die Macht!
(Die Chirurgen haben zu viel Blut in den Augen)

Hauptsache das von nur 8 Familien Kontrollierte int.

Finanzsystem wird weiterhin mit Steuergeldern vor den selber verschuldeten Verlusten bewahrt.

 
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Hobbyökonom