21.05.2013 19:17 Merkliste 0

Barroso drängt auf globale Finanztransaktionssteuer

20.06.2011 | 14:42 |   (DiePresse.com)

EU-Kommissionspräsident Barroso will das Thema beim G-20 Gipfel im November forcieren. Er spricht sich auch für eine Einführung auf europäischer Ebene aus.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso drängt weiter auf eine globale Finanztransaktionssteuer. In einem Brief an EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy im Vorfeld des EU-Gipfels kommenden Donnerstag und Freitag schreibt der Kommissionspräsident, die EU werde beim G-20 Treffen in Cannes im November die Einigung auf eine derartige Steuer vorantreiben. Auch hätten die bisherigen Analysen der Kommission ergeben, dass viel dafür spreche, in einem ersten Schritt eine Finanztransaktionssteuer EU-weit umzusetzen.

So könnte mit der Einführung einer solchen Steuer auf EU-Ebene etwa verhindert werden, dass innerhalb der EU eine Anzahl von unkoordinierten nationalen Steuerbestimmungen eingeführt werden. Außerdem würde dies sicherstellen, dass die Finanzinstitutionen einen "fairen und substanziellen Beitrag" zur Einbringung der Kosten der Krise leisten. Darüber hinaus würden mit solch einer Steuer adäquate Abschreckungsmittel geschaffen, um hochriskante Spekulationsgeschäfte zu verhindern.

Die Kommission werde nun ihre Prüfung dieses Themas abschließen und nach dem Sommer einen formalen Vorschlag abgeben, so Barroso. Im Hinblick auf den G-20-Gipfel werde die Kommission weiter auf eine weltweite Verständigung auf eine Finanztransaktionssteuer hinarbeiten. Beim anstehenden Gipfel selbst soll das Thema aber nicht zur Diskussion stehen.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

3 Kommentare
Gast: KA-Rina
27.06.2011 14:04
0 0

Endlich tut sich was!

Ich hoffe der von Barosos angekpndigte Gesetzesvorschlag kommt wirklich! Es ist höchste Zeit für die Finanztransaktionssteuer.

Dass aber immer noch viele Staats- und Regierungschefs keine "Meinung" dazu haben finde ich schade (das kann man hier auf dieser Wesbite sehr gut sehen: http://www.financialtransactiontax.eu/)" target="_blank">http://www.financialtransactiontax.eu/)

Gast: 1. Parteiloser
20.06.2011 17:28
0 0

Dann eben nur noch Barzahlung!

Die Barzahlung am Besten mit harten Werten wie Gold und Silber machen, eventuelle auch Gegengeschäfte. Dann würden die Versager auch keine Mehrwertsteuer mehr kassieren können.

Wenn sich die Menschen dann noch vermehrt in die Mindestsicherung begeben, dann ist der korrupte EU Umverteilungsbeamtenhaufen auch schnell fertig, die Verbr.echer in den Mitgliedsländern auch.

Dann kommt vielleicht eine Regierung der Realwirtschaft, weil eben nur die Realwirtschaft die Bevölkerung versorgen kann.

Auch dem Herren Barroso wird wahrscheinlich ein Mubarakschicksal blühen, immerhin ist er einer der vielen Häuptlinge des größten jemals begangenen Wirtschaftsverbr.echen.

Gast: trader1
20.06.2011 16:41
0 0

nebenbei ..

was passiert mit dem euro, der inflation (benzinpreis, kreditzinsen, lebensmittelpreisen), und den staatsanleihen, wenn die liqudität aufgrund erhöhter transaktionskosten (sprich transaktionssteuer) massiv zurückgeht ?
ach so - noch gar nicht überlegt ? .. na dann .. viel spasz beim ausprobieren :-):-)

Hobbyökonom