EU einigt sich auf ständigen Rettungsfonds

20.06.2011 | 15:02 |   (DiePresse.com)

Die EU-Finanzminister haben grünes Licht für den 700 Milliarden Euro schweren Krisenfonds ESM gegeben. Ab 2013 soll er Staaten vor der Pleite retten.

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Nach monatelangen Debatten haben sich die EU-Finanzminister am Montag in Luxemburg auf einen neuen Krisenfonds für marode Euroländer geeinigt. Der Rettungsfonds ESM soll 2013 dauerhaft eingerichtet werden und eine Kapitalbasis von 700 Milliarden Euro haben. Davon können wegen nötiger Sicherheitsrücklagen allerdings nur 500 Milliarden einsetzt werden, um Staaten vor der Pleite zu retten.

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Der Vorsitzende der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker, erklärte, alle 27 Finanzminister werde in den nächsten Tagen den Vertrag unterzeichnen, damit schnell die nationalen Ratifizierungsverfahren eingeleitet werden können und "der Vertrag Ende 2012 in Kraft treten kann".

"Die Einigung unterstreicht die Entschlossenheit der Länder der Euro-Zone, alles zu tun, um die Finanzstabilität im gemeinsamen Währungsgebiet zu sichern", sagte Juncker.

80 Milliarden Bareinlagen

Bei dem neuen Fonds springen die Länder nicht mehr nur als Bürgen ein, sondern müssen auch Geld einzahlen: Die Euro-Länder geben Garantien über 620 Milliarden und zahlen 80 Milliarden Euro in bar ein.

Die Kredite für Schuldensünder sind an strikte Auflagen geknüpft und sollen nur im Notfall fließen ("ultima ratio"), wenn die Stabilität der Euro-Zone insgesamt gefährdet ist. Zudem sollen private Gläubiger wie Banken und Versicherungen an den Kosten der Rettung beteiligt werden.

Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten sich bereits bei ihrem Frühjahrsgipfel im März grundsätzlich auf den neuen Notfallmechanismus verständigt - Details waren damals aber noch offen geblieben.

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(Ag.)

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190 Kommentare
 
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Gast: dermitdemwolfheult
28.06.2011 15:35
0

Wer hilft wem?

Haben die alle was an der Dattel ? 2013 ist das ganze Konstrukt pleite - wer soll da wem helfen ?
Inzwischen kaufen Chinesen mit dem LuftDollar Europa auf ... Für wen arbeiten die Politiker eigentlich ? Zum Kotzen !

Gast: LeoLinks
21.06.2011 19:37
0

Lösung

warum redet hier keiner über Finanzierungsmöglichkeiten, die sofort möglich wären: Tobinsteuer, Steueroasen schließen, Vermögenssteuer.
Parallel ist ein keynesianistischer Umbau im Finazsystem vonnöten.

Brüssel erinnere dich!!!!!

Die größte Frechheit is ja, vor 10 Jahren hat das kleine Österreich für eine wohlgemerkt demokratisch gewählte Regierung, Sanktionen und Prügel bekommen was nur gegangen ist, jetzt sind wir aber gut genug den Verbrechern auch noch Steuergeld über Steuergeld nachzuwerfen! Österreich wache endlich auf!

Antworten Gast: Demos
21.06.2011 19:35
0

Re: Brüssel erinnere dich!!!!!

Der Nationalrat wurde demokratisch gewählt. Bei der Regierung hat die Nummer 3 die Macht übernommen und nach Brüssel so viel Geld überwiesen wie nie vorher...
...und zusätzlich hat diese Regierung etliches verscherbelt, das uns Österreichern gehören würde. Die Rüge aus Brüssel war richtig.

Der Banken

dazusagen nicht vergessen. Die mehrheit der Österreicher wollen NICHT das unser Geld dorhingeht und unsere Rentner seit Jahren am Hungertuch nagen.
Leutverarschen nennt man solche Artikel.

jetzt muss ich direkt mal ins krone-forum schauen.

denn viel dämlicher als im angeblichen qualitätsmedium presse können die dortigen kommentare auch nicht mehr sein!

manchmal merke ich, dass ich auch konservativ bin. in sinne von "damals war etwas besser".
ja, "damals" war es nämlich noch üblich, dass dummköpfe in gesellschaft den mund gehalten haben.
doch heute, der anonymität sei dank!, kann man sich so richtig schön ausrotzen. und OUTEN!!!

Re: jetzt muss ich direkt mal ins krone-forum schauen.

Völlig logische Entwicklung!

Auf die Eigenschaft "Intelligenz" wird zwecks der Domestizierung von Homo Sapiens zu Nutzmenschen (Homo QuasiSapiens) in der Fortpflanzung negativ selektiert.

Erfolg, Intelligenz, etc. sind schon lange keine Kriterien mehr, die Kinderreichtum begünstigen - sondern ganz im Gegenteil.

Völlig logisch also, dass die Menschheit verdummt (auch wenn durch technologische und memetische Evolution das Wissen der "Menschheit" wächst).

Antworten Gast: grau
21.06.2011 10:19
3

Re: jetzt muss ich direkt mal ins krone-forum schauen.



weil es nicht mehr wie damals ist, darfst auch DU in gesellschaft posten !

sei dankbar für den fortschritt.

Antworten Gast: Hasi Wasi
21.06.2011 10:17
2

Re: jetzt muss ich direkt mal ins krone-forum schauen.

Ich habe dich schon einmal darauf aufmefksam gemacht, dass du auch nicht galli leo heißt. Außerdem warst du damals noch nicht da und hast somit keine Berechtigung übe dieses Thema zu referefieren.

Gast: grau
21.06.2011 09:43
1

die ÄÄUU mißbraucht die vorhersehbare krise




griechenlands, nachdem man sie gegen besseres wissen um ihre lügen aufgenommen hat, um unumkehrbare tatsachen marke JUNCKER zu schaffen !

man vergemeinschaftet das problem, zieht uns alle mit in den sumpf durch verantwortungslose zahlungen und garantien, um dann den sack zuzumachen, und SCHWUPPS- instant ÄÄUU-regierung !

DAS wird aber nicht ohne STRAFE abgehen !

Gast: BAZI
21.06.2011 09:43
2

Pleite

1. Griechenland ist pleite
2. nach normalen kaufmännischen Regeln sind alle EU-Banken pleite
3. ALLE EU-Staaten sind pleite, die einen etwas mehr, die anderen etwas weniger
4. alle Spareinlagen sind eigentlich schon weg, es gibt bisher aus Angst nur niemand zu
5. es wird einen EU Bank-Run geben
6. denjenigen, die es noch geschafft haben, Geld abzuheben, wird es auch nichts nützen, weil es dann nichts mehr wert ist
7. es dauert nicht mehr lange

Re: Pleite

Und sie haben sich alle Geschäftsberichte, Jahresabschlüsse und Bewertungen im Detail angeschaut, um zu dem Schluß "alle EU-Banken sind pleite" zu kommen?

Antworten Antworten Gast: BAZI
21.06.2011 14:30
1

Re: Re: Pleite

Mit den offiziellen Geschäftsberichten ist es m.E. so wie mit den Statistiken, denen man nur trauen kann, wenn man sie selbst gefälscht hat. Im Übrigen stehen, zumindest was mir bekannt ist, in D (sicherlich auch in Ö) die "toxischen Wertpapiere" mit Buchwerten in den Büchern, die einen Zeitpunkt VOR dem Crash 2008 repräsentieren, was per Gesetz ermöglicht wurde. Sie brauchen sich nur einmal den "Gesamtwert" der "strukturierten Produkte" anzuschauen und dies ins Verhältnis zum Bruttosozialprodukt zu setzen. Es hat hier eine unglaubliche Parallel"wertschöpfung" stattgefunden, die durch nichts als heiße Luft gedeckt ist. Es sind nicht nur alle EU-Banken pleite. Wahrscheinlich sind sogar weltweit fast alle Banken pleite. Sie können ja mal bei den großen Banken nachfragen, nach welchem Zeitschnitt die toxischen Derivate in den Büchern stehen. Aus diesem Grund wurden ja auch die nationalen Rettungsschirme für "notleidende Banken" über Nacht (in D fast 500 Mrd.€) verabschiedet. Für ein paar € führ HARTZ IV zusätzlich hat das wesentlich länger gedauert. Wahrscheinlich muss man Kaufmann sein, um solche Verluste wie in der Finanzkrise hinzubekommen. Als Nicht-Kaufmann schafft man das gar nicht. Wenn Sie normale kaufmännische Regeln ansetzen und die Banken so behandeln würden, wie ich als kleiner Selbstständiger vom Finanzamt maßgenommen werde, wären wahrscheinlich über Nacht alle Banken dicht ("Wegen Geschäftsaufgabe geschlossen").

Re: Re: Re:Die Pleite ist viel einfacher darstellbar:

Sie brauchen nur die Schulden aller Staaten zu summieren und den Bilanzen der Gläubiger-Banken gegenüberzustellen!

Griechenland läßt grüßen!!!

Gast: mir reichts
21.06.2011 09:29
10

im gestrigen spon

war ein artikel über einen griechischen rentner, der drei stunden gejammert hat, weil es ihm so schlecht geht.

1. pension 2000 euro, beruf elektriker, fast genauso viel, wie er als aktiver verdient hat. arbeitszeit: 30 jahre.

2. wohnung in athen

3. haus mit garten und meerblick.

bedauernswert, der arme mann. der sohn strebt auch einen beruf als beamter an, die tochter arbeitet halbtags als lehrerin für 7 euro netto die stunde. fast zum verhungern.

mein mitleid m it den griechen hält sich sehr in grenzen, wenn ich bedenke, dass in ö 1.2 millionen menschen arm oder armutsgefährdet sind.

ach ja, noch was, die meisten griechen gehen zwischen 50 und 53 in pension.

da arbeiten wir doch mit freuden bis 70, damit es unseren eu partnern solidarisch gut geht.

Gast: mir reichts
21.06.2011 09:20
8

xxx

1. pensionen und renten von längst verstorbenen krallen

2. pensionen und renten von verstorbenen für unverheiratete töchter

3. angeblicher bau von pensionen = häuser für die kinder = eu gefördert

4. das land müsste 3x so groß sein, so viele eu-geförderte olivenbäume wachsen dort

5. ein lokführer € 5.200 netto pro monat

6. beamte bis zu 18 monatsgehältern

7. aber die größten geldgeber, die deutschen als nazis beschimpfen

8. ich hoffe, die österreicher und deutschen boykottieren das urlaubsland griechenland

9. ich habe jedenfalls storniert, ich wollte ursprünglich griechenland helfen, doch als nazi lasse ich mich nicht beschimpfen.

Gast: Troni
21.06.2011 09:16
4

700 Mrd. Rettungschirm

das ist einfach ein Wahnsinn! Politiker versprechen und Steuerzahler zahlen! Die Griechen sollen zuerst deren Grundstücke verkaufen, dann reden wir weiter über die fehlende Finanzierungen.

Griechenland hat eine Fläche von > 131 Mrd. m2.
Verkauft man die Fläche zu je 500 Euro müsste man nur 0,46 Mrd. m2 verkaufen.
Das ist doch ausreichend, oder nicht?

Alle Steuerzahler, inkl. ich, sind die dummen. Soviel steht schon mal fest.


Gast: DI
21.06.2011 09:09
4

Im Zoo haben wir ein paar Affen, die sollen entscheiden

Wie immer entschieden wird, die so genannten Experten und Politiker haben keine Ahnung was dabei rauskommt.
a) Deutschland mit 21,7 Milliarden Euro in bar, Österreich trägt 2,2 Milliarden Euro bei, hinzu ........ Deutschland ist 10 x größer als „Blösterreich“, als prozentueller Anteil müssten wir „nur“ 2,17 Milliarden zahlen???? Sollte die Regierung nicht wissen wohin mit dem Geld, würde ich mich opfern und den Differenzbetrag von nur 0,03 Milliarden übernehmen, das wäre immer noch 30 Millionen oder ca. 400 Millionen ATS.
b) Auch Griechenland wird mit 2,3 Milliarden Euro in der Liste der einzahlenden Länder.......... auch hier zeigt sieht die Ratlosigkeit und der endgültige Verlust des Hausverstandes.

Gast: Ökonomie
21.06.2011 09:05
1

Konsolidierung oder Hegemonialanspruch der Türkei

Nicht nur für den EURO und die EU sind dies kritische Tage. Letztlich muss jedem Griechen klar sein, dass eine Staatsbankrott zu nichts anderem führt als zur politischen Bedeutungslosigkeit. Nicht nur dass die Mullabfuhr nicht mehr fährt, kein Öl mehr importiert werden kann, die Banken schließen - es geht noch um viel mehr. Das Militär steht ebenfalls vor dem Bankrott. Der türkische Hegemonialanspruch auf griechische Gebiete würde neuen Auftrieb erhalten. Griechenland in seiner derzeitigen Konstellation wäre dem Untergang geweiht was wir alle nicht wollen.

Gast: Hanibal L.
21.06.2011 08:39
3

"von fall- und rettungsschirmen"

das wird wohl der letzte schutzschirm sein, der sich zusammenfaltet und die eurozone mit 9.81 m/s auf dem boden der realitaet aufschlagen laesst.

http://www.ibtimes.com/articles/166218/20110620/uk-jack-straw-greece-default-debt-euro-zone.htm

Gast: smilefile
21.06.2011 08:36
3

Die Geldentwicklung,...


..in den vorangegangenen 15 Jahren, wenn ich dabei zurückbedenke,- bei Milliarden Schillingbeträgen war es schon (Gänsehaut) unvorstellbar.

Bloss 15 Jahre Europäische Union später erleben wir Hunderte Milliarden "€uro" in den Bilanzsummen und Kreditvolumen. Nur soviel zu den Wertentwicklungen von "Papier"geld. Diese Summen sprechen schon alleine für die Unglaubwürdigkeit dieser Währung!!!

Gast: Cronos
21.06.2011 08:30
3

Drei letzte Auswege für die EU

oder ist es wirklich der letzte ?
Wird es für die die EU und ihrer Europäischen Zentralbank die Möglichkeit geben, diese Bankenkrise bis in das Jahr 2013 zu verschleppen ?
Davon ist kaum auszugehen, denn das Volk, von dem das Recht ausgeht - in einer Demokratie zumindest theoretisch - lässt sich nicht mehr hinters Licht führen.
Es fordert eine politische Reform und es fordert eine Reform des Geldsystems.
Beides ist unumgänglich und wird deshalb in dieser Form nicht weiter bestehen bleiben.

Re: Drei letzte Auswege für die EU

2013 werden die Banken bzgl. GR-Anleihen soweit aus dem Schneider sein (dann ist die Masse ausgelaufen), dass der Rest keine Existenzgefährdung mehr ist.
Bis dahin hat die EZB dieses Risko übernommen und da sie nicht pleitegehen kann, werden die einzelnen Notenbanken zur Kasse gebeten.

Was "das Volk" betrifft, teile ich Ihre Einschätzung nicht. Auch bitte ich um Quellenangaben für die Behauptungen "es fordert eine politische Reform und es fordert eine Reform des Geldsystems". Bitte auch um Information, welches Gedlsystem das Volk gern hätte.

Tatsächlich läuft´s ja so: Wir geilen uns an 20€/Monat-Steuergeschenken auf ohne drüber nachzudenken ob´s nicht besser wäre, mit diesem Betrag die Staatsschulden abzubauen. Jeder will persönlich immer mehr, koste es was es wolle. Das gilt für Ö, GR und überall sonst noch dort, wo die Allgemeinheit eh keinen Stellenwert mehr hat.
Mein Fazit: Das Volk will genau das, was jetzt passiert. Und es ist zornig auf die jeweilige Regierung und deshalb geht sie jemand anderen wählen. Aber das System bleibt dasselbe.

Raus aus der Eurozone!


Gast: homo sapiens
21.11.2014 07:48
4

Besser

ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende

Gast: smilefile
21.06.2011 07:45
4

...hm..

...irgendwie bekomme ich da bloss das Gefühl, dass massiv viel Kapital aus den Nationalstaaten, die das ja gar nicht haben,- daher auf Schulden und Darlehen operieren, in einen grossen Topf Richtung "Gemeinsames Europa" unterwegs ist. Bei dem keiner wirklich weiß, was damit in Wahrheit geschieht. Ausserdem entwickelt sich diese ganze "Europäisiche Unionsgeschichte" in Richtung Zentralismus. Was uns Zentralismus brachte, können wir nur zugut im Kommunis-
mus nachvollziehen.

 
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