Ifo: Banken muss man zu Griechen-Hilfen zwingen

Kai Carstensen, Chef-Ökonom des Münchner Ifo-Instituts sagt, „frewillige Beteiligung von Banken ist Symbolpolitik“.

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EPA (Jens Buettner)

Das Münchner Ifo-Institut hat freiwillige Hilfen von Banken für Griechenland als unrealistisch kritisiert. "Ich denke, eine freiwillige Beteiligung von Banken ist Symbolpolitik", sagte Ifo-Chefvolkswirt Kai Carstensen am Montag zu Reuters TV. Dies werde keinen substanziellen Beitrag, wie ihn die deutsche Regierung ursprünglich gefordert hatte, einbringen.

"Ein Bankvorstand kann ja nicht freiwillig auf Milliarden verzichten, die er andererseits bekommen könnte." Die Banker seien ihren Aktionären verpflichtet und nicht in der Pflicht, Schaden vom deutschen Steuerzahler abzuwenden. Ohne Zwang sei ein substanzieller Beitrag des Privatsektors nicht zu bekommen.

Die Euro-Finanzminister hatten sich in der Nacht zum Montag darauf geeinigt, dass bei dem notwendigen zweiten Hilfspaket für Griechenland auch private Gläubiger einen Beitrag leisten müssen - allerdings nur freiwillig und nicht verbindlich.

 

(APA)

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