Drei letzte Auswege für Griechenland

20.06.2011 | 18:28 |  STEFAN RIECHER UND JOSEF URSCHITZ (Die Presse)

Die Europäische Union gerät wegen des griechischen Sorgenkinds massiv unter Zeitdruck. Bis zum Jahr 2013 will Europa einen 700 Milliarden Euro schweren Schutzschirm einrichten. Den Löwenanteil übernimmt Deutschland.

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Wien. Mitten in der schwersten Krise seit Bestehen der Eurozone haben die 17 Finanzminister am Montag einen umfassenden Rettungsschirm abgesegnet. 700 Milliarden Euro werden die Mitglieder bis 2013 auf die Beine stellen. Davon bezahlen sie 80 Milliarden Euro direkt in den „europäischen Stabilitätsmechanismus“ ein. Für den Rest stehen die Steuerzahler in Form von Bürgschaften gerade. Den Löwenanteil übernimmt Deutschland mit 21,7 Milliarden Euro in bar, Österreich trägt 2,2 Milliarden Euro bei, hinzu kommen Garantien von 17,3 Milliarden Euro. „Die Einigung unterstreicht die Entschlossenheit, alles zu tun, um die Finanzstabilität zu sichern“, sagte Jean Claude Juncker, der Chef der Eurogruppe.

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Selbst wenn dieser Rettungsschirm künftige Krisen des Euro abfedern könnte: Das akute Problem der bevorstehenden Zahlungsunfähigkeit Griechenlands ist damit nicht gelöst. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sowie die EU wollen mit der nächsten Hilfszahlung von zwölf Milliarden Euro weiter zuwarten. Eine Entscheidung hänge von den Sparbemühungen Griechenlands ab. „Die Rute ist ins Fenster gestellt“, sagte Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) in Luxemburg.

Ein Detail am Rande: Auch Griechenland wird mit 2,3 Milliarden Euro in der Liste der einzahlenden Länder des nun beschlossenen Rettungsschirms geführt. Zuvor muss das Schuldenproblem von Europas Sorgenkind aber gelöst werden. Derzeit gibt es für das Land drei denkbare Szenarien:

1. Banken und Politik einigen sich auf einen freiwilligen Zahlungsaufschub.

Diese Variante ist die derzeit wahrscheinlichste. Deutschlands Ruf nach einer „Beteiligung privater Gläubiger“ wäre erfüllt. Und die Ratingagenturen würden wohl ein Auge zudrücken und eine derartige Übereinkunft nicht als Zahlungsausfall werten. Das ist eine essenzielle Voraussetzung, um eine europäische Bankenkrise abzuwenden.

Im Zusammenhang mit dieser Lösung fällt auch immer wieder der Begriff „Wiener Initiative“. Unter diesem Namen kamen 2009 zwölf Banken überein, Osteuropa nicht im Stich zu lassen und keine Gelder aus der Region abzuziehen. Einzig: Das griechische Drama ist mit dem osteuropäischen von damals kaum zu vergleichen, heißt es aus der Finanzbranche. Damals ging es um Kredite und Investitionen. Heute geht es um Staatsanleihen. Damals konnten einige große Banken den Markt beeinflussen. Heute befinden sich die Anleihen in den Händen vieler Gläubiger. „Mich würde es wundern, wenn die Banken einen Konsens für so eine Initiative finden“, meint etwa Valentin Hofstätter, Analyst bei Raiffeisen International.

Zu realisieren wäre eine solche „Wiener Initiative“ deshalb wohl nur in Zusammenhang mit einem klaren politischen Statement – zum Beispiel einer Bürgschaft der EU für solche „gestreckte“ Staatsanleihen.

2. Per „Haircut“ wird ein Teil der Schulden erlassen. Die Anleihegläubiger verlieren Geld.

Argentinien hat sich auf diese Weise entschuldet, und nicht wenige Experten halten das auch im Fall Griechenlands für die beste Lösung: Schuldenstreichung per „Haircut“. In diesem Fall verzichten die Halter griechischer Staatsanleihen auf einen Teil der versprochenen Rückzahlung. Griechenland kann dann mit einem kleineren Schuldenrucksack neu starten.

Im Fall Argentiniens mussten die Gläubiger auf 70 Prozent verzichten, im Fall Griechenlands wären wahrscheinlich 40 bis 50 Prozent Schuldennachlass notwendig. Die Politiker der Eurostaaten wehren sich gegen diese Variante aber mit Händen und Füßen: Die Gläubigerbanken – vor allem jene aus Deutschland, Frankreich und Griechenland selbst – müssten hohe Abschreibungen vornehmen. Die EZB, als unterdessen wohl größter Gläubiger Griechenlands, müsste von den Eurostaaten mit hohen Summen rekapitalisiert werden.

Außerdem würden die Ratingagenturen das wohl als Zahlungsunfähigkeit werten. Fazit: Die sogenannten „Credit Default Swaps“ (eine Art Versicherung gegen Anleihenausfall) würden schlagend. Die Folge wäre eine umfassende Finanzkrise in Europa, die wohl auch den gesamten globalen Finanzmarkt in Mitleidenschaft ziehen würde.

3. Griechenland wird fallen gelassen, die Eurozone verliert eines ihrer Mitglieder.

Diese in Österreich vor allem von der FPÖ propagierte Lösung weist einige Schönheitsfehler auf. Eine Pleite Griechenlands hätte kaum abzuschätzende Folgen für die gesamte Eurozone. Der Großteil der Ökonomen erwartet in diesem Fall ein schweres Erdbeben, das den Finanzsektor in ganz Südosteuropa erschüttern würde, mit dem die griechischen Banken eng verzahnt sind. Das hätte indirekt auch Folgen für jene österreichischen Banken, die auf dem Balkan stark vertreten sind. Direkt betroffen wären heimische Institute kaum: Mit 2,35 Milliarden Euro sind sie in Form von Staatsanleihen und Krediten in Griechenland engagiert – nicht eingerechnet ist die UniCredit-Tochter Bank Austria, die sich über ihre Außenstände in Griechenland bedeckt hält.

Allein deutsche und französische Institute verfügen über ein Griechenland-Exposure in Höhe von 35 respektive 50 Milliarden Euro. Gravierende Auswirkungen hätte eine Pleite Griechenlands für die EZB, für die geschätzte 150 Milliarden Euro an Staatsanleihen und Garantien auf dem Spiel stehen. Das Grundkapital der EZB liegt allerdings nur bei zehn Milliarden Euro. Da die Europäische Zentralbank nicht pleitegehen kann, müssten die nationalen Notenbanken Geld nachschießen.

Auf einen Blick

Griechenland stehen derzeit de facto noch drei Auswege offen: eine „Schuldenstreckung“, ein teilweiser Schuldenerlass oder die Flucht in die Staatspleite. Letztere hätte kaum abzuschätzende Konsequenzen, wenngleich Ökonomen bereits von einem „Lehman hoch drei“ sprechen. Favorisiert wird in der EU die Streckung der Rückzahlungsfristen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.06.2011)

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190 Kommentare
 
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Gast: dermitdemwolfheult
28.06.2011 15:35
0

Wer hilft wem?

Haben die alle was an der Dattel ? 2013 ist das ganze Konstrukt pleite - wer soll da wem helfen ?
Inzwischen kaufen Chinesen mit dem LuftDollar Europa auf ... Für wen arbeiten die Politiker eigentlich ? Zum Kotzen !

Gast: LeoLinks
21.06.2011 19:37
0

Lösung

warum redet hier keiner über Finanzierungsmöglichkeiten, die sofort möglich wären: Tobinsteuer, Steueroasen schließen, Vermögenssteuer.
Parallel ist ein keynesianistischer Umbau im Finazsystem vonnöten.

Brüssel erinnere dich!!!!!

Die größte Frechheit is ja, vor 10 Jahren hat das kleine Österreich für eine wohlgemerkt demokratisch gewählte Regierung, Sanktionen und Prügel bekommen was nur gegangen ist, jetzt sind wir aber gut genug den Verbrechern auch noch Steuergeld über Steuergeld nachzuwerfen! Österreich wache endlich auf!

Antworten Gast: Demos
21.06.2011 19:35
0

Re: Brüssel erinnere dich!!!!!

Der Nationalrat wurde demokratisch gewählt. Bei der Regierung hat die Nummer 3 die Macht übernommen und nach Brüssel so viel Geld überwiesen wie nie vorher...
...und zusätzlich hat diese Regierung etliches verscherbelt, das uns Österreichern gehören würde. Die Rüge aus Brüssel war richtig.

Der Banken

dazusagen nicht vergessen. Die mehrheit der Österreicher wollen NICHT das unser Geld dorhingeht und unsere Rentner seit Jahren am Hungertuch nagen.
Leutverarschen nennt man solche Artikel.

jetzt muss ich direkt mal ins krone-forum schauen.

denn viel dämlicher als im angeblichen qualitätsmedium presse können die dortigen kommentare auch nicht mehr sein!

manchmal merke ich, dass ich auch konservativ bin. in sinne von "damals war etwas besser".
ja, "damals" war es nämlich noch üblich, dass dummköpfe in gesellschaft den mund gehalten haben.
doch heute, der anonymität sei dank!, kann man sich so richtig schön ausrotzen. und OUTEN!!!

Re: jetzt muss ich direkt mal ins krone-forum schauen.

Völlig logische Entwicklung!

Auf die Eigenschaft "Intelligenz" wird zwecks der Domestizierung von Homo Sapiens zu Nutzmenschen (Homo QuasiSapiens) in der Fortpflanzung negativ selektiert.

Erfolg, Intelligenz, etc. sind schon lange keine Kriterien mehr, die Kinderreichtum begünstigen - sondern ganz im Gegenteil.

Völlig logisch also, dass die Menschheit verdummt (auch wenn durch technologische und memetische Evolution das Wissen der "Menschheit" wächst).

Antworten Gast: grau
21.06.2011 10:19
3

Re: jetzt muss ich direkt mal ins krone-forum schauen.



weil es nicht mehr wie damals ist, darfst auch DU in gesellschaft posten !

sei dankbar für den fortschritt.

Antworten Gast: Hasi Wasi
21.06.2011 10:17
2

Re: jetzt muss ich direkt mal ins krone-forum schauen.

Ich habe dich schon einmal darauf aufmefksam gemacht, dass du auch nicht galli leo heißt. Außerdem warst du damals noch nicht da und hast somit keine Berechtigung übe dieses Thema zu referefieren.

Gast: grau
21.06.2011 09:43
1

die ÄÄUU mißbraucht die vorhersehbare krise




griechenlands, nachdem man sie gegen besseres wissen um ihre lügen aufgenommen hat, um unumkehrbare tatsachen marke JUNCKER zu schaffen !

man vergemeinschaftet das problem, zieht uns alle mit in den sumpf durch verantwortungslose zahlungen und garantien, um dann den sack zuzumachen, und SCHWUPPS- instant ÄÄUU-regierung !

DAS wird aber nicht ohne STRAFE abgehen !

Gast: BAZI
21.06.2011 09:43
2

Pleite

1. Griechenland ist pleite
2. nach normalen kaufmännischen Regeln sind alle EU-Banken pleite
3. ALLE EU-Staaten sind pleite, die einen etwas mehr, die anderen etwas weniger
4. alle Spareinlagen sind eigentlich schon weg, es gibt bisher aus Angst nur niemand zu
5. es wird einen EU Bank-Run geben
6. denjenigen, die es noch geschafft haben, Geld abzuheben, wird es auch nichts nützen, weil es dann nichts mehr wert ist
7. es dauert nicht mehr lange

Re: Pleite

Und sie haben sich alle Geschäftsberichte, Jahresabschlüsse und Bewertungen im Detail angeschaut, um zu dem Schluß "alle EU-Banken sind pleite" zu kommen?

Antworten Antworten Gast: BAZI
21.06.2011 14:30
1

Re: Re: Pleite

Mit den offiziellen Geschäftsberichten ist es m.E. so wie mit den Statistiken, denen man nur trauen kann, wenn man sie selbst gefälscht hat. Im Übrigen stehen, zumindest was mir bekannt ist, in D (sicherlich auch in Ö) die "toxischen Wertpapiere" mit Buchwerten in den Büchern, die einen Zeitpunkt VOR dem Crash 2008 repräsentieren, was per Gesetz ermöglicht wurde. Sie brauchen sich nur einmal den "Gesamtwert" der "strukturierten Produkte" anzuschauen und dies ins Verhältnis zum Bruttosozialprodukt zu setzen. Es hat hier eine unglaubliche Parallel"wertschöpfung" stattgefunden, die durch nichts als heiße Luft gedeckt ist. Es sind nicht nur alle EU-Banken pleite. Wahrscheinlich sind sogar weltweit fast alle Banken pleite. Sie können ja mal bei den großen Banken nachfragen, nach welchem Zeitschnitt die toxischen Derivate in den Büchern stehen. Aus diesem Grund wurden ja auch die nationalen Rettungsschirme für "notleidende Banken" über Nacht (in D fast 500 Mrd.€) verabschiedet. Für ein paar € führ HARTZ IV zusätzlich hat das wesentlich länger gedauert. Wahrscheinlich muss man Kaufmann sein, um solche Verluste wie in der Finanzkrise hinzubekommen. Als Nicht-Kaufmann schafft man das gar nicht. Wenn Sie normale kaufmännische Regeln ansetzen und die Banken so behandeln würden, wie ich als kleiner Selbstständiger vom Finanzamt maßgenommen werde, wären wahrscheinlich über Nacht alle Banken dicht ("Wegen Geschäftsaufgabe geschlossen").

Re: Re: Re:Die Pleite ist viel einfacher darstellbar:

Sie brauchen nur die Schulden aller Staaten zu summieren und den Bilanzen der Gläubiger-Banken gegenüberzustellen!

Griechenland läßt grüßen!!!

Gast: mir reichts
21.06.2011 09:29
10

im gestrigen spon

war ein artikel über einen griechischen rentner, der drei stunden gejammert hat, weil es ihm so schlecht geht.

1. pension 2000 euro, beruf elektriker, fast genauso viel, wie er als aktiver verdient hat. arbeitszeit: 30 jahre.

2. wohnung in athen

3. haus mit garten und meerblick.

bedauernswert, der arme mann. der sohn strebt auch einen beruf als beamter an, die tochter arbeitet halbtags als lehrerin für 7 euro netto die stunde. fast zum verhungern.

mein mitleid m it den griechen hält sich sehr in grenzen, wenn ich bedenke, dass in ö 1.2 millionen menschen arm oder armutsgefährdet sind.

ach ja, noch was, die meisten griechen gehen zwischen 50 und 53 in pension.

da arbeiten wir doch mit freuden bis 70, damit es unseren eu partnern solidarisch gut geht.

Gast: mir reichts
21.06.2011 09:20
8

xxx

1. pensionen und renten von längst verstorbenen krallen

2. pensionen und renten von verstorbenen für unverheiratete töchter

3. angeblicher bau von pensionen = häuser für die kinder = eu gefördert

4. das land müsste 3x so groß sein, so viele eu-geförderte olivenbäume wachsen dort

5. ein lokführer € 5.200 netto pro monat

6. beamte bis zu 18 monatsgehältern

7. aber die größten geldgeber, die deutschen als nazis beschimpfen

8. ich hoffe, die österreicher und deutschen boykottieren das urlaubsland griechenland

9. ich habe jedenfalls storniert, ich wollte ursprünglich griechenland helfen, doch als nazi lasse ich mich nicht beschimpfen.

Gast: Troni
21.06.2011 09:16
4

700 Mrd. Rettungschirm

das ist einfach ein Wahnsinn! Politiker versprechen und Steuerzahler zahlen! Die Griechen sollen zuerst deren Grundstücke verkaufen, dann reden wir weiter über die fehlende Finanzierungen.

Griechenland hat eine Fläche von > 131 Mrd. m2.
Verkauft man die Fläche zu je 500 Euro müsste man nur 0,46 Mrd. m2 verkaufen.
Das ist doch ausreichend, oder nicht?

Alle Steuerzahler, inkl. ich, sind die dummen. Soviel steht schon mal fest.


Gast: DI
21.06.2011 09:09
4

Im Zoo haben wir ein paar Affen, die sollen entscheiden

Wie immer entschieden wird, die so genannten Experten und Politiker haben keine Ahnung was dabei rauskommt.
a) Deutschland mit 21,7 Milliarden Euro in bar, Österreich trägt 2,2 Milliarden Euro bei, hinzu ........ Deutschland ist 10 x größer als „Blösterreich“, als prozentueller Anteil müssten wir „nur“ 2,17 Milliarden zahlen???? Sollte die Regierung nicht wissen wohin mit dem Geld, würde ich mich opfern und den Differenzbetrag von nur 0,03 Milliarden übernehmen, das wäre immer noch 30 Millionen oder ca. 400 Millionen ATS.
b) Auch Griechenland wird mit 2,3 Milliarden Euro in der Liste der einzahlenden Länder.......... auch hier zeigt sieht die Ratlosigkeit und der endgültige Verlust des Hausverstandes.

Gast: Ökonomie
21.06.2011 09:05
1

Konsolidierung oder Hegemonialanspruch der Türkei

Nicht nur für den EURO und die EU sind dies kritische Tage. Letztlich muss jedem Griechen klar sein, dass eine Staatsbankrott zu nichts anderem führt als zur politischen Bedeutungslosigkeit. Nicht nur dass die Mullabfuhr nicht mehr fährt, kein Öl mehr importiert werden kann, die Banken schließen - es geht noch um viel mehr. Das Militär steht ebenfalls vor dem Bankrott. Der türkische Hegemonialanspruch auf griechische Gebiete würde neuen Auftrieb erhalten. Griechenland in seiner derzeitigen Konstellation wäre dem Untergang geweiht was wir alle nicht wollen.

Gast: Hanibal L.
21.06.2011 08:39
3

"von fall- und rettungsschirmen"

das wird wohl der letzte schutzschirm sein, der sich zusammenfaltet und die eurozone mit 9.81 m/s auf dem boden der realitaet aufschlagen laesst.

http://www.ibtimes.com/articles/166218/20110620/uk-jack-straw-greece-default-debt-euro-zone.htm

Gast: smilefile
21.06.2011 08:36
3

Die Geldentwicklung,...


..in den vorangegangenen 15 Jahren, wenn ich dabei zurückbedenke,- bei Milliarden Schillingbeträgen war es schon (Gänsehaut) unvorstellbar.

Bloss 15 Jahre Europäische Union später erleben wir Hunderte Milliarden "€uro" in den Bilanzsummen und Kreditvolumen. Nur soviel zu den Wertentwicklungen von "Papier"geld. Diese Summen sprechen schon alleine für die Unglaubwürdigkeit dieser Währung!!!

Gast: Cronos
21.06.2011 08:30
3

Drei letzte Auswege für die EU

oder ist es wirklich der letzte ?
Wird es für die die EU und ihrer Europäischen Zentralbank die Möglichkeit geben, diese Bankenkrise bis in das Jahr 2013 zu verschleppen ?
Davon ist kaum auszugehen, denn das Volk, von dem das Recht ausgeht - in einer Demokratie zumindest theoretisch - lässt sich nicht mehr hinters Licht führen.
Es fordert eine politische Reform und es fordert eine Reform des Geldsystems.
Beides ist unumgänglich und wird deshalb in dieser Form nicht weiter bestehen bleiben.

Re: Drei letzte Auswege für die EU

2013 werden die Banken bzgl. GR-Anleihen soweit aus dem Schneider sein (dann ist die Masse ausgelaufen), dass der Rest keine Existenzgefährdung mehr ist.
Bis dahin hat die EZB dieses Risko übernommen und da sie nicht pleitegehen kann, werden die einzelnen Notenbanken zur Kasse gebeten.

Was "das Volk" betrifft, teile ich Ihre Einschätzung nicht. Auch bitte ich um Quellenangaben für die Behauptungen "es fordert eine politische Reform und es fordert eine Reform des Geldsystems". Bitte auch um Information, welches Gedlsystem das Volk gern hätte.

Tatsächlich läuft´s ja so: Wir geilen uns an 20€/Monat-Steuergeschenken auf ohne drüber nachzudenken ob´s nicht besser wäre, mit diesem Betrag die Staatsschulden abzubauen. Jeder will persönlich immer mehr, koste es was es wolle. Das gilt für Ö, GR und überall sonst noch dort, wo die Allgemeinheit eh keinen Stellenwert mehr hat.
Mein Fazit: Das Volk will genau das, was jetzt passiert. Und es ist zornig auf die jeweilige Regierung und deshalb geht sie jemand anderen wählen. Aber das System bleibt dasselbe.

Raus aus der Eurozone!


Gast: homo sapiens
21.06.2011 07:48
4

Besser

ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende

Gast: smilefile
21.06.2011 07:45
4

...hm..

...irgendwie bekomme ich da bloss das Gefühl, dass massiv viel Kapital aus den Nationalstaaten, die das ja gar nicht haben,- daher auf Schulden und Darlehen operieren, in einen grossen Topf Richtung "Gemeinsames Europa" unterwegs ist. Bei dem keiner wirklich weiß, was damit in Wahrheit geschieht. Ausserdem entwickelt sich diese ganze "Europäisiche Unionsgeschichte" in Richtung Zentralismus. Was uns Zentralismus brachte, können wir nur zugut im Kommunis-
mus nachvollziehen.

 
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