26.05.2013 07:27 Merkliste 0

Fitch: Tausch von Griechen-Schulden bedeutet Pleite

21.06.2011 | 10:17 |   (DiePresse.com)

Die Ratingagenturen würden eine Verlängerung der griechischen Staatsanleihen als Staatspleite werten.

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Nach den Euro-Partnern erhöhen auch die Ratingagenturen ihren Druck auf Griechenland. Ein freiwilliger Tausch von griechischen Staatsanleihen würde von Fitch als Zahlungsunfähigkeit eingestuft, erklärte der Chef der Ratingagentur für die Region Asien-Pazifik, Andrew Colquhoun. Selbst wenn ein solcher Beitrag privater Gläubiger nach dem Modell eines sogenannten "Rollover" organisiert werde, ändere dies nichts an der Einschätzung.

Auch die Ratingagentur Standard & Poor's bekräftigt ihre Haltung, im Falle einer freiwilligen Umschuldung Griechenlands Staatsanleihen wahrscheinlich als Zahlungsausfall zu bewerten. Zwar könnte S&P nicht von vornherein sagen, dass jede Form der Umschuldung einen Zahlungsausfall bedeute. Aber: "Die Vergangenheit zeigt, dass es bei einem Land, dessen Kreditwürdigkeit wie Griechenland aktuell mit CCC bewertet wurde, in der Regel nicht zu einer freiwilligen Umschuldung gekommen ist und Investoren Verluste hinnehmen mussten", sagte der Leiter des Länderbereichs Europa bei S&P, Moritz Krämer.

Die Aussagen lösten einen Kursrückgang des Euro an den asiatischen Devisenmärkten aus. Die Euro-Finanzminister beschlossen am Montag, die nächste Kredittranche nur dann nach Athen zu überweisen, wenn das griechische Parlament das geplante Sparprogramm bis Ende Juni verabschiedet.

Beitrag privater Gläubiger

Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy haben sich zuletzt darauf geeinigt, einen Beitrag privater Gläubiger auf freiwilliger Basis anzustreben und dabei die Wiener Initiative zum Vorbild zu nehmen, die auf einem "Rollover" der Anleihen beruhte. Damit soll die Feststellung eines Zahlungsausfalls und die damit verknüpften Folgen an den Finanzmärkten vermieden werden.

In der Wiener Initiative haben sich 2009 auf dem Höhepunkt der Finanzkrise österreichische Banken als Gläubiger osteuropäischer Länder darauf verständigt, Anleihen der Staaten nach Ende der Laufzeit in neue Papiere umzutauschen und damit nicht zu verkaufen. Das Verfahren würde Griechenland faktisch einen Zahlungsaufschub verschaffen.

Banken wollen Staatsgarantien

Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) bekräftigt die grundsätzliche Bereitschaft der Finanzinstitute, sich auf freiwilliger Basis an einem zweiten Rettungspaket für Griechenland zu beteiligen. "Wenn die Bedingungen stimmen, stehen die privaten Gläubiger sicher zur Verfügung", sagte Verbandspräsident Michael Kemmer. Er fordert jedoch staatliche Garantien zur Absicherung des weiteren Engagements der Banken in Griechenland.

Zu den Vorteilen eines Rollovers gehört, dass damit möglicherweise keine Kreditausfallversicherungen (CDS) fällig würden. Eine Fälligkeit der CDS droht - wie nach der Lehman-Pleite 2008 erlebt - unvorhersehbare Turbulenzen an den weltweiten Finanzmärkten auszulösen. Ob das konkrete Modell den Versicherungsfall bedeutet, entscheidet letztlich die International Swaps und Derivatives Association (ISDA).

Fitch hat allerdings in der vergangenen Woche angedeutet, dass die Staatsanleihen selbst trotzdem ein "CCC"-Rating behalten könnten, womit die Europäische Zentralbank (EZB) sie weiterhin als Sicherheit bei der Refinanzierung griechischer Geldinstitute akzeptieren könnte.

(APA)

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70 Kommentare
 
1 2
Gast: CDS
21.06.2011 12:02
3 0

Alles Versicherungen, die keinerlei Rücklagen haben

Deren Geschäftsmodell darin besteht, daß schon nichts passieren wird, weil der Steuerzahler am Ende immer zahlen muß.

Es wird noch viele Pleiten geben, bevor endlich das Ende kommt. Da die Politiker ihre Auftraggeber in der Finanzindustrie nicht enttäuschen wollen, wird es einen jahrelangen wirtschaftlichen Niedergang Europas geben, bis das Volk in einer Revolution Dinge tuen wird, die wir hier schon lange nicht mehr gesehen haben.

Antworten Gast: Plach2
21.06.2011 12:16
2 0

Re: Alles Versicherungen, die keinerlei Rücklagen haben

Von den Banken wird das Risiko nun auf die Steuerzahler übertragen. Das nennt Frau Fekter "ein gutes Geschäft"!

Gast: EFF EFF
21.06.2011 11:55
4 0

Finanzhaie zu Fischstäbchen

Wenn Banken Staatsgaratien kriegen, bedeutet dass

A) das Finanzmärkte nicht funktionieren, weil teure Kreditausfallversicherungen nichts wert sind und

B) aus der Finanzkrise 1.0 die Lehre gezogen wurde, dass Verluste nötigenfalls mit erpresserischem Druck auf Regierungen sozialisiert werden.

Die vielfache Warnung vor einer Ansteckungsgefahr weiterer Staaten ist dann der modische Fachausdruck für die politische Erpressung und Übernahme durch die Finanzhaie. Diese sind gut genug miteinander vernetzt, dass sie Staaten mittlerweile nach Belieben austrocknen.

Gast: JT1980
21.06.2011 11:43
4 0

Als Ministerpräsident

würd ich den ratinagenturen den krieg erklären, da es gegen die nationale sicherheit geht!

Re: Als Ministerpräsident

"Krieg erklären" - auch eine Vorgangsweise gem. dem Motto "weil nicht sein kann, was nicht sein darf".

Er ist den Ihrer Meinung nach Schuld an den Schulden? Die Schuldenmacher oder die, welche das bewerten sollen?

Es ist doch nicht die Ratingagentur schuld,

... wenn Bürgermeister über ihre Verhältnisse leben (oder Landeshauptleute oder Kanzler oder Kommissionsvorsietzende).

Doch weil die Ratingagentur Griechenland schon vor vielen Jahren hätten abwerten müssen, genauso wie die USA und die anderen EU Staaten.



Es werden und wurden die Länder ja über viele Jahre viel zu positiv bewertet. Das ist der wahre schlimme Betrug.

.

Nur zur Verdeutlichung, dass eine weitere Finanzspritze der EU einen Tropfen auf einem heißen Stein bedeutet:

Fälligkeiten griechischer Staatsanleihen:

2011: 27,6 Mrd. Euro
2012: 33,7 Mrd. Euro
2013: 30,7 Mrd. Euro
2014: 31,8 Mrd. Euro
2015: 74,1 Mrd. Euro (!)

Was sollen da 12 Mrd. Euro bewirken? Wie soll Griechenland dieses Geld bei einer ständig sinkenden Wirtschaftsleistung erwirtschaften? Griechenland ist inzwischen bei knapp 40 % Jugendarbeitslosigkeit angelangt. Die ohnehin kleine Industrieproduktion ist von 2005 auf 2010 um - 26,1 % zurück gegangen. Auch die zweite Finanzspritze wird wirkungslos verpuffen und zögert die Pleite nur um einige Wochen hinaus.


12 Mrd. ...

... ist ja nur eine Tranche (ein Teil).

Wen kümmert es?

Die Ratingagenturen haben die Pleite nicht vorhergesehen. Damit haben sie ihre Inkompetenz bereits bewiesen.
Wenn sie jetzt daherkommen und erklären, was sie unter einer Pleite verstehen und was nicht, ist das ganz nett, aber völlig irrelevant. Wer auch nur irgendeine Entscheidung anders trifft, um die Ratingagenturen zufriedenzustellen, gehört mit einem nassen Fetzen aus allen Ämtern vertrieben.

1 0

Re: Wen kümmert es?

Und ein Anleger, der sich auf das Urteil der Ratingagenturen verlässt, ist ein Trottel (oder ein Betrüger, wenn er fremdes Geld anlegt)!

8 1

Unfähigkeit

der Damen und Herren in Brüssel, die für Supergagen den Untergang der EU vorbereiten. Bereits nach dem Tod Karls des Großen haben sich die verschiedenen Herzogtümer und Regionen vom damaligen Zentralstaat gelöst, weil sie wirtschaftlich und national zu heterogen waren.
Mehr als 1000 Jahre später spielt zwar die Nationalität eine geringere Rolle, aber die unterschiedliche Wirtschaftskraft der Regionen.
Es ist auf die Dauer eine einheitliche Währung nur für Länder möglich die eine gleichartige Wirtschaftskraft aufweisen.
Es ist natürlich ein "frommer" Wunsch die schwachen Länder und Regionen zu unterstützen, dies wird jedoch auf die Dauer den Unmut der zahlenden Länder hervorbringen!
Das Argument Griechenland präsentiere ohnehin nur 2% des BNP der EU-Länder zieht nicht, weil die internationale Spekulation ein schwaches EU-Mitglied nach dem anderen herauszuschießen versucht! Das heißt, dass wir in den nächsten Jahren ständig Probleme mit diesem "Casinokapitalismus" haben werden.
Deutschland und Frankreich sind derzeit nur Getriebene in diesem Spiel.

2 0

Re: Unfähigkeit

Das ist doch Unsinn. Geld ist nur ein Tauschmittel. Das Problem entsteht dann, wenn am Tauschmittel durch Manipulationen der Geldmenge herumgespielt werden darf. Was abschaffen müssen, ist nicht die gemeinsame Währung, sondern die Manipulationsmöglichkeiten durch Zentralbank und Teilreservebankwesen.

Am besten verzchten die Nordeuropäer komplett auf eine eigene Regierung

und überlassen die Entscheidungen den Südeuropäern und den Ratingagenturen! So könnte man den "Club Med Staaten" noch besser unterstützen. mfg

Antworten Gast: gasto
21.06.2011 12:26
2 0

Re: Am besten verzichten die Nordeuropäer komplett auf eine eigene Regierung

Auch wenn Ihr post als "scherzhaft" ist, so verstanden werden kann: - in Belgien gibts seit einem Jahr keine Regierung, und je länger dieser "nur" verwaltete Zustand anhält, desto mehr stellt sich die Frage: "Wozu braucht ein Land überhaupt Politiker, wozu braucht ein Land Menschen die zwar gewählt sind (werden) aber mit der realen Situation a) übefordert und b) keine Entscheidungsträger sind. (Die, die entscheiden sind (werden) nicht vom Volk gewählt).

Re: Re: Am besten verzichten die Nordeuropäer komplett auf eine eigene Regierung

Genau so war mein scherzhafter Beitrag gemeint! Wenn man bedenkt wie hart die Auslese unser Spitzenkräfte ist, macht einen deren Hilflosigkeit in Notsituationen einfach nur Angst! mfg

Gast: gasto
21.06.2011 11:01
3 1

Tausch von nix mit nix ergibt was? Trippelnix


Gast: Ausgroaster
21.06.2011 10:51
6 1

Fitch

Sind das nicht die selben die Lehman 3 Tage vorm Bankrott noch eine AAA Rating verpassten? ;D

1 0

Re: Fitch

Das sind die Selben die das Rating der USA auf triple A belassen,...

..., bis drei Tage bevor es kracht.

0 0

Re: Re: Fitch

Wahrscheinlich ist das Symbol mit "drei Tage wirds a noh gehn" zu übersetzen...

2 1

ich hoffe..

...das möglichst bald damit aufgehört wird auch nur irgendeine Meldung dieser korrupten ratingagenturen zu publizieren. Wirtschaftliche Fakten gerne aber alles was von diesen Agenturen kommt ist vollkommen unnütz weil sie im Prinzip sagen können was sie wollen ohne dabei rechtlich belangt werden zu können. Und wenn man sich die Mitarbeiter dieser Agenturen genauer ansieht würd man erkennen das diese auf den Gehaltslisten der Frösten Banken stehen und mit Sicherheit keine realistischen Bewertungen in Sinne der Volkswirtschaft und Steuerzahler durchführen. Warum würden sie wohl Griechenland als Insolvent bewerten wenn die Eu private Banken zur Mitarbeit zwingen würde? Weil das für diese natürlich nicht so lukrativ wäre. Da kommt's natürlich besser wenn sie es freiwillig mit einem "Zuckerl" der Eu (also der Steuerzahler) als Anreiz tun dürfen.

Natürlich

Griechenland ist pleite und mit einfachen Geldzuschüssen ist diesem Staat nicht mehr zu helfen. Außerdem fehlen die nötigen Strukturen innerhalb der EU (Transferunion) um solche Vorkommnisse zukünftig ausschließen zu können.
Wollte man wirklich helfen, dann müsste das ganze fiskalpolitische Skelett der EU neu aufgestellt und große Einschnitte in nationale Rechte durchgeführt werden, was politisch - zumindest derzeit - unmöglich erscheint.
Daher bewahrheitet sich leider das, was die meisten Ökonomen schon vor der Gründung des Euro - Raumes vorhergesagt haben, nämlich das "Nichtfunktionieren" desselben.
Aber die Politiker waren natürlich in ihrem Unwissen wieder gescheiter als alle anderen und ihnen war der offensichtliche Widerspruch, dass das was für Deutschland gut ist, gleichzeitig die Wirtschaft Italiens negativ beeinträchtigen könnte, gelinde gesagt "blunzn".

7 0

Gewinner und Verlierer

Wenn Finanzinstitute nun staatliche Garantien bekommen, können es die Staaten gleich selber machen. Das zeigt wieder einmal, daß die eigentlichen Gewinner der EU und des Euro ausschließlich Banken und die Verlierer Steuerzahler sind. Langsam dämmerts dem dümmsten Politiker...

Griechenland ist P-L-E-I-T-E. Auch das sollte schön langsam dem dümmsten, aber auch dem verschlagensten Politiker wie Monsieur Trichet klarwerden.

Die einzige Lösung wird es nun sein, den Griechen die bisher angefallenen Schulden zu erlassen, sie in die Pleite zu schicken und ihnen einen Neuanfang zu ermöglichen.

Alles andere wäre - und ich kann es nicht oft genug betonen - VORSÄTZLICHE Makro-Krida mit Steuergeldern.


Antworten Gast: _hw_
21.06.2011 10:42
2 0

Re: Gewinner und Verlierer

natürlich spielen die banken mit, besser man bittet sie sogar darum!

welcher industriestaat kommt ohne staatsanleihedrucken aus?

die größte krida ist, dass staaten noch immer defizitär sind, obwohl man weiß wie's endet.


Gast: Fidel Gastro
21.06.2011 09:58
12 0

"Wiener Initiative"

Das wäre das Gleiche, wie wenn man einem Alkoholiker weiterhin Schnaps einschenkt, um das Delirium Finalis noch etwas hinauszuzögern ...

ja genau...

zwei Maßnahmen braucht Griechenland:
1) weg von der Schulden-Flasche: GR braucht ein Haircut.
2) Wieder-Einführung der Drachme: sonst kriegen die Ihre Wirtschaft nicht mehr auf die Reihe.

0 0

Re: ja genau...

Haircut? Ja, mit der Axt vielleicht.

Wiedereinführung der Drachme bedeutet, dass sich Griechenland saniert, indem es die arbeitende Bevölkerung verarmen läßt, und das zu Gunsten der Bürokratie.


2 0

Hört nicht auf Ratingagenturen

Wer sind diese ominösen Ratingagenturen? Fast könnte man sie als die heimlichen Regenten der Welt bezeichnen. Und können sie zur Verantwortung gezogen werden wenn ihnen wieder einmal eine falsche Einschätzung, wie zum Beispiel bei Lehmanbrothers passiert?

0 0

Re: Hört nicht auf Ratingagenturen


"Wer sind diese ominösen Ratingagenturen?"

Ratingagenturen sind hoch spezialisierte Fachmedien für Investoren.

"Und können sie zur Verantwortung gezogen werden wenn ihnen wieder einmal eine falsche Einschätzung, wie zum Beispiel bei Lehman Brothers passiert?"

Nein, zumindest nach US-Gerichten, vor denen mehrere Pensionsfonds gezogen waren, weil sie sich während des Immobilienbooms von den Ratingagenturen falsch beraten fühlten. Moody's, Standard & Poor's beriefen sich erfolgreich auf die Presse- und Meinungsfreiheit.

Quelle: Berlinonline

Re: Hört nicht auf Ratingagenturen

Tu ich nicht. Und jetzt? Wem genau ist jetzt geholfen?
Sorry wegen des etwas provokanten Einstiegs, aber vielleicht ein sehr vereinfachtes Beispiel:
Sie sind eine Bank und Ihre Analysten sagen, GR geht´s prächtig, da kann man noch richtig viel Geld reinstecken.
Alle anderen Banken sagen, GR ist Pleite.
Und wenn das so ist (und Ihre Bank nicht größer als alle anderen zusammen), dann ist GR tatsächlich Pleite, weil ja (ausser Ihrer) keine Bank mehr Geld an GR verleiht.

Fazit: Sie hätten einen sauberen Verlust.

Der Finanzmarkt tut das, was die Mehrheit an Kapital annimmt, das er tun wird. Es ist Handel mit Erwartung. Wer kauft nimmt an, das Papier wird mehr Wert, wer verkauft, tut das Gegenteil.

Natürlich gibt es auch punktuell Erfolge mit antizyklischen Investitionen, aber dazu muss man ebenso sein Risiko-Limit kennen.
Wir sollten den Akteuren am Finanzmarkt keine überlegene Intelligenz andichten. Der Markt geht mit der Masse.
Und solange der Steuerzahler für Irrtümer gradesteht, gibt es auch keinen Grund, nicht zu folgen.
Wenn die Masse "glaubt", dass das Risiko zu verlieren die mögliche Rendite übersteigt, läuft sie gleich in die andere Richtung, versprochen;-)
Diese andere Richtung wäre jedoch, Geld an Staaten nur noch sehr vorsichtig zu vergeben (= höhere Zinsen). Das wollen die anderen Staaten nicht (zumindest viele - weil sie dann zugeben müssten, dass sie auch de facto ihre Schulden nicht bezahlen können).
Wir kaufen grade die Möglichkeit weiterer Verschuldung.

4 0

Re: Hört nicht auf Ratingagenturen

In diesem Fall muß man keine Rating-Agentur und auch nicht Lassie sein, um zu verstehen, daß Griechenland pleite ist.

Griechland hat sich betrügerisch in das Euro-System hineingeschwindelt. Weder das Steuersystem noch die Geschwindigkeit der offiziellen Wirtschaft waren auch nur annähernd in der Nähe von EU-Standards. Die EU und natürlich die Euro-Gruppe haben sich wie die berühmten "drei Affen" verhalten und tun es weiterhin.

Für Copy-Paste Lösungen und Quick Fixes à la "Wiener Initiative" ist es längst zu spät.

Dennoch: Ratingagenturen haben - und da schließe ich mich vielen Meinungen an - fahrlässig bzw. sogar vorsätzlich die große Finanzkrise geschaffen. Ihnen müßte man gepflegt das Handwerk legen.

1 0

Re: Hört nicht auf Ratingagenturen

Schon mal Monopoly gespielt ?
das sind die Tippgeber unter den Mitspielern.
du weißt nie wann du ihnen trauen kannst.
;-)

0 2

Warum verhindert Griechenland die EU-Mitgliedschaft von Makadonien?

Ich glaub, es ging um den Alexander der Grosse. Wenn er Grieche ist, sollte er jetzt Griechenland retten kommen! So sagen zumindest die Wahrsager!

0 1

Re: Warum verhindert Griechenland die EU-Mitgliedschaft von Makadonien?

wenn das haus deines nachbarn brennt, was machst du ?

a. du hoffst das wind in die andere richtung weht.....
b. du rufts deinen anwalt an und klagst ihn wegen....
c. du rufts deinen makler an und sagts ihm er soll einen kaufvorschlag für das grundstück vorbreiten.....
d. du und rufst ihm vom fenster aus gute ratschläge zu.....

.......und brennst selber ab.
oder du gehst raus und hilfst ihm.

respekt.

Antworten Antworten Gast: Giftspritzer
21.06.2011 12:05
0 0

Re: Re: Warum verhindert Griechenland die EU-Mitgliedschaft von Makadonien?

SRY! Bin ein kleiner Chaosposter und kommentiere immer die falschen Postings!

Antworten Antworten Gast: Giftspritzer
21.06.2011 12:00
0 0

Re: Re: Warum verhindert Griechenland die EU-Mitgliedschaft von Makadonien?

Warum wird hier "ihn" & "ihm", "den" & "dem" usw. so oft "verwechselt"?
Wohnt ihr alle im Gemeindebau?

Re: Re: Warum verhindert Griechenland die EU-Mitgliedschaft von Makadonien?

Ja, genau, du stellst dich neben ihn, und hilfst ihm mit deiner Gießkanne - bald ist auch deine leer, und auch dein Haus steht in Flammen!

Besser wäre es, seine Wertsachen in Sicherheit zu bringen!
Vor allem wenn der Nachbar nicht mit einer Gießkannen neben dir steht, sondern lieber im Liegestuhl liegend sich ein Würstchen am Feuer grillt ;-)

Gast: _hw_
21.06.2011 09:52
3 0

genau!

"..womit die Europäische Zentralbank (EZB) sie weiterhin als Sicherheit bei der Refinanzierung griechischer Geldinstitute akzeptieren könnte.."

"fitch" sagt der EZB was sie zu tun haben.
die europäer, die parteipolitik statt wirtschaftspolitik betreiben, lassen sich von einer simplen ratingargentur vor sich hertreiben.

Gast: smilefile
21.06.2011 09:51
0 0

Hm...was ist denn...



eigentlich in Amerika mit den Dollar derzeit los?

;O) / ....liebe amerikanische Lobbyagenturen..

Re: Hm...was ist denn...

Sie sollten sich vielleicht einmal fragen, was der strukturelle Unterschied zwischen den USA (Tarnsferunion) und dem künstlich geschaffenen Wirtschaftsraum Europa ist und was das für die jeweiligen Währungen bedeutet.
Wenn sie das begriffen haben, werden auch sie solche Fragen nicht mehr stellen.

Antworten Antworten Gast: MR
21.06.2011 11:43
0 0

Re: Re: Hm...was ist denn...

Ja, der das die US Staaten und der Bundesstaat noch mehr pleite sind, aber trotzdem durch die im eigenen Land sitzenden Agenturen schöngefärbt werden.

Re: Re: Re: Hm...was ist denn...

Kennen sie den letzten USA-Bericht der Rating Agenturen?
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,769521,00.html
Lesen sie zum Aufwärmen einmal diesen Artikel und wenn sie dann den Inhalt verstanden haben brauchen sie nur unter
http://www.fitchratings.com/index_fitchratings.cfm
und können sich dann so viel Wissen aneignen, sodass man auch im Presseforum posten kann ohne einen veritablen Bauchfleck zu vollziiehen.
Das eigentliche Problem der USA ist, dass sie eben trotz der Strukturvorteile, die sie gegenüber Europa besitzt, kaum besser dastehen. Allerdings haben die USA noch viele andere Reserven und Möglichkeiten um auch diese Krise locker zu überwinden. Einer davon sind eben die Transfermöglichkeiten innerhalb der USA. Eine andere wäre zum Beispiel auch die Steuerbelastbarkeit. Wenn man annimmt dass bei uns die 50% - Steuergrenze bereits bei ca. 55 000 im Jahr zuschlägt, zahlt man für dieses Einkommen in den USA gerade einmal 32% Staatsabgaben. Außerdem gibt es Staaten, in denen noch keine Mehrwertsteuer gezahlt wird (New Jersey, Tennessee etc.) Eine (sanfte) zusätzliche Steuererhöhung würde also den USA mit einem Schlag enorme Einnahmen bescheren. Aber das ist nicht unser Problem. Unser Problem heißt Griechenland und das ist groß genug. Da brauchen wir uns über die USA wirklich keinen Kopf zu zerbrechen.

Re: Re: Re: Hm...was ist denn...

Und?
Glauben sie ernsthaft, irgendwem geht´s besser, wenn USA auf CCC ist?
Wenn´s mal soweit kommt, dürfte Schadenfreude nicht angebracht sein.

Die Ratings in Relation zueinander sind tatsächlich schwer verständlich. Und da in jedem Fall böse Absicht zu unterstellen, spricht den Agenturen mehr Kompetenz zu, als ihnen gebührt.
Dort arbeiten durchschnittlich intelligente Menschen mit einem Subset von Informationen. Der Begriff "Rating" suggeriert eine Tatsachenfeststellung. Es ist aber nur eine Meinung.

Re: Re: Re: Re: Hm...was ist denn...

Ich gebe ihnen insofern Recht, wenn sie die Kompetenzen solcher Rating Agencies in Frage stellen. Nobody is perfect bzw. there is always room for improvement.
Aber eine Frage sollten sie sich auch stellen. Seit Jahrzehnten orientieren sich de facto alle Staaten dieser Erde nach den Ergebnissen dieser Agenturen und so viel ist eigentlich nicht den Bach runter gegangen. Sie waren nicht unfehlbar, aber in den meisten Fällen haben sie doch ins schwarze getroffen, so auch übrigens im Fall Griechenland.
Jetzt plötzlich soll das alles vergessen sein? Das klingt fatal nach einer Trotzreaktion. So wie bei einem Fußballspiel, wenn der Gegner 2:0 führt, werden andere Schiedsrichter und Regeln verlangt oder eben der Platz gestürmt.
Das ist sicherlich nicht eine kompetente und zielführende Vorgangsweise.

Aber eine Frage sollten sie sich auch stellen

Ich bin mir nicht sicher, ob ich Sie richtig verstehe:
Sie meinen: Jahrzehntelang haben sich die Staaten nicht über die Rating Agenturen beschwert und jetzt tun sie es (unfairerweise)?

Falls es so gemeint war: Da wären wir derselben Meinung. Da soll aus meiner Sicht der Überbringer der schlechten Nachricht (eigentlich nicht mal das - ein Rating ist ja nur eine Meinung, allerdings eine, der dann viele folgen) geköpft werden.
Und zwar, um von der eigenen Unfähigkeit abzulenken.

 
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