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Bank-Austria-Chef: "Marshall-Plan" für Griechen

21.06.2011 | 12:45 |   (DiePresse.com)

Bank-Austria-Chef und Präsident des Bankenverbands, Willibald Cernko, schlägt vor, den Griechen auch abseits der Schuldenproblematik zu helfen. So hätte das Land eine Perspektive.

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Bank-Austria-Chef Willibald Cernko, seit Juni auch Präsident des Bankenverbands, sieht puncto Griechenland die gesamte Europäische Union am Zug. "Europa muss sich dem Thema stellen", sagte Cernko. Erneut sprach er sich für eine Fristerstreckung von Rückzahlungen aus. Von einem sofortigen Schuldenerlass hielte er nichts, jedoch sei es "unbestritten, dass Zeitgebung ein Thema sein kann", was "mit realistischen Grundlagen verbunden sein muss".

Mit günstigen Finanzierungskonditionen könne man "ähnliche Effekte" erreichen wie mit einem sofortigen Schuldenerlass - "aber über viele, viele Jahre verteilt", so Cernko. Letztendlich gehe es ja auch um die "Belastungsfähigkeit des ganzen Systems".

"Begrifflichkeiten wie Marshall-Plan"

Notwendig sei außerdem, "dass wir dort wieder Arbeit hinbringen"; konkret denkt Cernko an "Begrifflichkeiten wie Marshall-Plan". Durch die Osterweiterung sei Griechenland nämlich "ein bisschen zur Seite gedrängt" worden, so Cernko. Am Ende "dieses sehr langen Tunnels" müsse es auch wieder Licht geben "und die Fähigkeit - auch wenn Fristerstreckung gegeben ist - die Schulden wieder zu bedienen."

Zwingende Voraussetzung für die Hilfen sei freilich eine "hohe Disziplin" der Griechen selbst, bzw. die Bereitschaft zu Reformen, so der UniCredit-Banker bei einer Pressekonferenz des Bankenverbands.

Griechenland: Eine Krise, viele Ratschläge

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"Konzise Problemlösung"

Wie Cernko mahnte auch sein Vorgänger im Bankenverband, der langjährige BAWAG-Vize Stephan Koren, europäische Solidarität ein. "Es  ist besser, eine konzise Problemlösung anzubieten als eine never ending story", meinte Koren. In dieselbe Kerbe schlug Cernko: Aus Sicht eines internationalen Investors, der auf Europa blicke, ergebe sich derzeit möglicherweise folgendes Bild: "Dieses Europa ist nicht in der Lage, mit 6 Prozent des BIP zurande zu kommen, das ist nämlich das Gewicht Griechenlands in Europa". Was nicht gerade ein gutes Licht auf die Problemlösungskompetenz der EU werfe.

 Dem Bank-Austria-Chef fehlt "der große gemeinsame Blick, die große gemeinsame Zukunft", wie er sagte. Die Griechenland-Debatte sei "angereichert durch viele Wortspenden", ein Konzept von "Europa 2020" liege nicht vor.

Pleite hätte fatale Folgen


Eine Pleite Griechenlands hätte fatale Folgen, sind sich die beiden Banker einig. Das "zarte Pflänzchen Aufschwung würde deutlich unter Druck geraten", warnte Cernko. Abgesehen von den Banken, die natürlich betroffen wären, gehe es um den gesamten Standort Europa. "Da ist nicht abschätzbar, welche Kettenreaktionen hier einsetzen würden", sagte Cernko. "Wenn die Banken hier unter Druck kommen, kommt natürlich massiv die klein- und mittelständische Wirtschaft in Österreich und in Europa unter Druck".

   Für Koren einer der "großen Fehler" beim Thema Griechenland: Bei sämtlichen Maßnahmen sei der Zeithorizont "viel zu kurzfristig" angesetzt worden. "Man muss dem Land schon Zeit geben, seine Anpassungen vorzunehmen. Wenn sie auf die Bremse steigen, wird das Auto ins Schleudern kommen."

(APA)

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303 Kommentare
 
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Gast: Jodoschauher
22.06.2011 20:48
4 3

Kürzung der Beamtengehälter um 30% im armen Griechenland !!

Vorbildlich! Das muß doch im reichen Österreich auch möglich sein!

Re: Kürzung der Beamtengehälter um 30% im armen Griechenland !!

ist doch schon passiert, um rund 10%, aber davon wird nichts berichtet... bin kein Beamter, weiß aber, dass dies in manchen Ressorts des öff. Bereiches durchgeführt wurde.

Re: Re: Kürzung der Beamtengehälter um 30% im armen Griechenland !!

woher stammt den diese information?

Gast: Normalista
22.06.2011 20:43
4 0

Versagen der Eliten

Angesichts des Schlamassels in das uns die gstudierten Gscheiderln, insbesondere aus Politik, Finanz und Wirtschaft, wieder einmal hineingeritten haben, stellt sich die Frage, ob sie ihr Geld noch wert sind.
Tschernobyl, Afghanistan, Irak, Nordafrika, Finanzkrise, Eurokrise ........
Das VERSAGEN DER ELITEN mit ihrem Brunnenfroschhorizont ist nicht mehr zu übersehen.
Diese gewissenlosen Ganoven wollen natürlich immer nur das Beste - für sich.

1 0

Re: Versagen der Eliten

das Volk hört halt nur mehr auf gute Redner, dann muss es halt auch dafür zahlen. warum nicht?

Re: Re: Versagen der Eliten

womit sie recht haben, aber Gegenfrage: nennen Sie einen Politiker der ein anderes Qualifikationsprofil hat. entweder guter Redner - oder schlechter Redner - aber sonst?

Antworten Gast: Suuupi
22.06.2011 21:03
5 0

Re: Versagen der Eliten

Auf HELLENEN ! Entmachtet und enteignet Eure Eliten - sie haben Euch diese Suppe eingebrockt und sie sollen sie auch auslöffeln!

Gast: Lecter
22.06.2011 19:56
4 0

Vertrauensvotum

Nur ein Schauspiel um die Geber-Steuerzahler bei Laune zu halten.

3 0

Lasst sie doch in den von ihnen selbst gewünschten Ausgleich gehen

Alle werden das verlieren, das sowieso schon verloren ist. Dann sollen sie bei Default beginnen.
Wie eine kleine GmbH, die nur gegen Barzahlung Leistungen und Waren erkaufen kann.
Im ORF-Journal war (exemplarisch) eine Griechin zu hören, die keine Lust mehr hat, noch mehr Steuern zu zahlen, um das, was sie bereits verfressen hat, bezahlen zu können. Die Politik hat ihnen etwas vorgegaukelt, weil man geglaubt hat, auch ohne Änderungen wie Deutsche leben zu können.
Die Geldspritzen werden nur dazu führen, dass noch mehr Steuern hinterzogen werden und der Staat durch Demonstrationen weiter ausgelaugt wird.
Kontostand auf Null - dann werden sie begreifen, dass nur eigene Leistung zählt.

0 0

Re: Lasst sie doch in den von ihnen selbst gewünschten Ausgleich gehen

und was ist in AT?

Antworten Gast: Nanana
22.06.2011 21:06
0 1

Re: Leistung zählt? Wenn da nicht die "Leistungsträger" wären " - ja


Parallelen zu Österreich

Erinnern Sie sich:

Als der schöne Vranz und sein Kurzzeitfinanzminister Staribacher 1995 den Österreichern Schulden vortäuschen (kaschieren) wollten, machte Schüssel bei diesem Spiel nicht mit.

Fazit: Es gab Neuwahlen, in denen Vranitzky die österreichischen Pensionisten mit einem Kalmierungs-Brief belog. Die SPÖ gewann darauf hin die Wahl, die Pensionisten wurden danach "angeschmiert".

Was aber noch geschah, war, nach dem die SPÖ und ÖVP sich auf eine Koaltion einigten, dass die wahren Schulden, die wesentlich höher waren als es die SPÖ vortäuschen wollte, an Tageslicht gebracht wurde. Darauf bestand Schüssel als Bedingung für eine Weiterführung der Koaltion.

In Griechenland war es anders: Da verursachten die Sozialisten die Schuldenpolitik und als die Konservativen an die Macht kamen, schuldeten diese munter weiter. Dach kamen wieder die Sozialisten an die Macht und müssen nun dies auslöffeln.

Wobei ich nicht verstehe, dass die Konservativen als staatstragende Partei dies nicht mittragen.

2 0

Re: Parallelen zu Österreich

eine ehrliche Partei bekommt nicht 1 Wählerstimme, das ist das Problem!

Gast: Zorbas the Greek
22.06.2011 19:02
3 0

Journal Extra

geniessen sie die Realsatire des heutigen Journal Extras auf OE1. Die ORF Vollkoffer glauben tatsächlich an die eigene Propaganda! Die sind derartig ahnunglos und inkompetent, da bleibt einem der Mund offen, welche "Elite" da an den Reglern sitzt. http://oe1.orf.at/programm/277606" target="_blank">http://oe1.orf.at/programm/277606

Antworten Gast: oe
22.06.2011 21:32
1 0

Re: Journal Extra

Danke für den Hinweis.
Das "Gustostück" kann man unter http://oe1.orf.at/programm/277606%3C/
genießen.

Antworten Gast: grau
22.06.2011 19:23
0 0

Re: Journal Extra



IST SCHOOON SCHAMHAFT VERSTECKT !!

Gast: gast 99
22.06.2011 18:52
2 0

wieviel Steuergeld muss Griechenland für Zinsen p.a. aufbringen

Griechenland wird Ende 2011 laut des Rahmenfinanzplans des griechischen Finanzministeriums [PDF - 132 KB] 364 Mrd. Euro Schulden aufgetürmt haben. Momentan zahlt Griechenland durchschnittlich 4,68% Zinsen für seine Schulden. In diesem Jahr muss Athen somit 15,9 Mrd. Euro nur für Zinsen aufbringen – ohne dass damit ein einziger Cent der Schulden abgebaut worden wäre. Bei Staatseinnahmen von 55,6 Mrd. Euro macht dies immerhin 29% aus. Oder um es anders zu sagen: Fast jeder dritte Euro der Steuereinnahmen fließt durch die Kassen des Finanzministeriums, nur um dann direkt bei den Gläubigerbanken zu landen. Wenn sich Griechenland zum EZB-Einlagesatz von 0,5% refinanzieren könnte, hätte es im letzten Jahr für den Zinsdienst anstatt 15,9 Mrd. Euro nur 1,7 Mrd. Euro aufbringen müssen. Dadurch hätte die Neuverschuldung von 20,6 Mrd. Euro auf 6,4 Mrd. Euro gedrückt werden können. Mit diesen Zahlen stünde Griechenland nicht vor der Pleite, sondern als „Musterschüler“ da, läge die Neuverschuldung mit 2,8% doch innerhalb der Maastricht-Kriterien.
Nur leider dann würden die zwischengeschalteten Banken nichts mehr verdienen. So wird Griechenland nach Übernahme der Refinanzierung durch den europ. Rettungsschirm mehr als 5% zahlen (aus Nachdenkseiten. de)

1 0

Re: wieviel Steuergeld muss Griechenland für Zinsen p.a. aufbringen

richtig erkannt. viele KMU in AT haben das gleiche Problem.

Antworten Antworten Gast: Gast 99
23.06.2011 19:34
0 0

Re: Re: wieviel Steuergeld muss Griechenland für Zinsen p.a. aufbringen

ist ja eher eine hypothetische Überlegung gewesen. Es soll ja nur heißen, dass hier geringere Zinsen angebracht wären. Wenn ein Kredit eines Kreditnehmers notleidend wird, bringt es keinesfalls etwas die Kosten noch mehr zu erhöhen, sondern nach genauer Analyse (in der geklärt werden sollte, ob noch Chancen zur wirtschaftlichen Erholung bestehen) muss man dem Kreditnehmer entgegenkommen (Varianten: Erstreckung der Laufzeit, Zinsenreduktion und letztendlich wenn es nicht anders geht auf Kapital verzichten) bei gleichzeitiger strenger Kontrolle bzw Streichung von nicht essentiellen Ausgaben .
Übersetzt auf Griechenland wäre es wahrscheinlich vorteilhaft wenn der später
die Refinanzierung übernehmende Rettungschirm wesentlich unter den 5% liegen würde. Aber geringe Zinsen werden wahrscheinlich nicht ausreichen. Aber das wurde alles schon öfter von Experten publiziert. Der "richtige" Mix und die politische Realisierbarkeit werden massgebend sein! Die Probleme der KMU`s sind mir nicht unbedingt fremd!

Gast: Niederösterreicher
22.06.2011 18:30
2 0

Aus div. FS-Diskussionen in Dt. ist zu erfahren,

daß der mit Abstand größte Nettozahler Deutschland selbst im günstigsten Fall (wenn also die Hilfepackete der EU greifen) für Griechenland 19 Milliarden (!!!) EUR zu berappen hätten. Im ungünstigen Fall sind es aber dreistellige Milliardenbeträge: zu Recht fragen sich die Deutschen, wo etwa der eigene Betrag der Griechen oder gar der EU-Partner wie Großbritannien bleibt. Die EU leistet also weder für die Gegenwart noch für die Vergangenheit einen Beitrag zur Versöhnung der einstigen Gegner und ist im Grund ein Machtkartell!

0 0

Re: Aus div. FS-Diskussionen in Dt. ist zu erfahren,

die EU?

Antworten Gast: grau
22.06.2011 18:58
1 0

Re: Aus div. FS-Diskussionen in Dt. ist zu erfahren,



ohne die wischiwaschimerkelschäuble haltung, also, wenn die deutschen DEUTSCHE politiker hätten, wäre deutschland aber nichts passiert ! welche macht hat brüssel, juncker, toute la racaille, wenn sich einer auf die hinterfüß' stellt, wie die slowaken?

GAR KEINE !

0 0

Re: Re: Aus div. FS-Diskussionen in Dt. ist zu erfahren,

freut mich

Gast: Zorbas the Greek
22.06.2011 18:28
0 1

Aus der Sicht der Griechen

warum sollte die griechische Linke das Land nicht an die Wand fahren? Gibt es irgendeinen plausiblen Grund, warum sie die nächsten Jahre und Jahrzehnte im "Joch des kapitalistischen Finanzsystems ausgebeutet werden wollen"?

Antworten Gast: Samtpfote
23.06.2011 10:06
0 0

Stern Interview

mit Liana Kanelli lesen. Dann sollte alles klar sein.

Antworten Gast: markus trullus
22.06.2011 20:07
0 0

Re: Aus der Sicht der Griechen

warum sie die nächsten Jahre und Jahrzehnte im "Joch des kapitalistischen DEUTSCHEN Finanzsystems ausgebeutet werden wollen"? Das meinten sie ja, oder?
Die Deutschen sind immer und überall schuld, wurscht, was immer auch passiert!

Antworten Antworten Gast: minos5
22.06.2011 23:22
0 0

Re: Re: Aus der Sicht der Griechen

Wenn die Deutschen eh nur zahlen dürfen und dafür noch gescholten werden, ja warum verlassen sie nicht den Klub und führen die DM wieder ein.

Weil dann bleibt ihnen nur mehr Deutschland übrig.
So aber regieren sie die ganze EU mit 27 Ländern (26, ohne Vereinigtes Königsreich), können ganz Europa schön kontrollieren und haben alles fest im Griff.


Ja, die erste Hürde

auf dem Weg der Fortsetzung in den Niedergang ist genommen. Mit freundlicher Unterstützung durch weitere Kredite zu Lasten der Steuerzahler darf aber, unabhängig davon, sowieso gerechnet werden.

Denn bestätigt wurden jene Politiker, und jenes aufgeblähte System an Inkompetenz und Bürokratie, welches überhaupt erst zu diesem Zustand führte. Und bestätigt haben sie sich selbst! Was uns hier vorgeführt wird, ist reines Stehgreiftheater für die breite Masse (die Steuerzahler).

Und dieses, einer echten Demokratie unwürdige Schauspiel, wird jedoch erst dann vom Spielplan abgesetzt werden, wenn das Schauspielhaus bis auf die Grundfesten niedergebrannt ist. Das Ergeschoss brennt bereits und auch die Feuerwehr ist bereits vor Ort, aber löscht mit Benzin.

Gast: Valery
22.06.2011 18:01
0 0

Wirksame Pillen sind oft bitter

Für jene 70.000 Beamte, die den Job verlieren , für jene noch unbestimmt Zahl an Angestellten in den E-Werken und für viele andere, die mit ihrem Land über ihre Verhältnisse gelebt haben ist es bitter.
Aber nur so lässt sich das Land stablisieren und vor noch Schlimmeren retten.
Die europäische Solidarität wird hier (fast) zum ersten Mal ausser schöner Worte auch Taten gesetzt haben.

0 0

Untergang

Nach all diesen Postings müsste die Welt schon untergegangen sein! Täusche ich mich ,oder scheint die Sonne ? Locker bleiben , Jungs. Keine Panik , wird schon .

Gast: grau
22.06.2011 16:31
0 0

GRIECHISCHER WEIN, und die altvertrauten



phrasen, SCHENK nochmal ein, .....

DAS wird ein bitterer zahltag, aber auch für die feinde, die unser geld ohne legitimation verschenkt haben !

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Re: GRIECHISCHER WEIN, und die altvertrauten

der Euro würde fallen, und die EU Wirtschaft konkurrenzlos günstig.
behirnt mal wer um was es geht?

Gast: Eurobeobachter
22.06.2011 16:28
2 0

Die Roten Reihen Fest Geschlossen, auch wen alles in Scherben faellt

EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso sprach mit Blick auf die Vertrauensabstimmung von einer guten Nachricht für Griechenland und die Europäische Union.
Die ROTEN sind solidarisch, und wir koennen verrecken.

Re: Die Roten Reihen Fest Geschlossen, auch wen alles in Scherben faellt

Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

Durchhalteparolen...

Also, für mich ist das neben der offensichtlichen Augenwischerei auch eine Dimension an Durchhalteparolen. Erst beschwört Finanz-Jongleur Papaconstantinou die Griechen als "historisches Volk" ein und dann setzt Papandreou mit “Der Weg ist schwierig und voller Schmerz, doch es gibt Licht am Ende des Tunnels”(http://www.newscentral.de/griechenland-krise-2011-papandreou-gewinnt-vertrauensfrage-360) noch einen drauf. Aber was sollen die Tragik-Komiker auch anderes machen. Das Land ist verloren, und so langsam merkt das auch der letzte Bauer in der thessalienischen Provinz.

Gast: Gast 2011
22.06.2011 15:28
4 0

Griechenland's harter Weg

nachdem man mehr als ein Jahrzehnt weit über seine Verhältnisse auf Pump gelebt hat, kommt eines Tages der Tag der Wahrheit und niemand will mehr Geld borgen. Viele andere EU-Staaten, auch Österreich, leben über ihre Verhältnisse und belasten so die Zukunft der nächsten Generation. Wir haben eine ungleich stärkere Wirtschaftsleistung als Griechenland, doch sollten auch bei uns längst die Alarmglocken schrillen.

Gast: Bonn
22.06.2011 14:49
0 0

Verbesserung der Wirtschaft

Der Staat muß noch härter sparen. Allerdings müssen alle Gesellschaftsgruppen beteiligt werden. Zudem müssen Strukturhilfen der EU an Griechenland ausgezahlt werden. Leider kann das Land nicht die Co-Fimnanzierung vornehmen.

Ein trügerischer "Sieg"!

Im Athener Parlament hatten die Sozialisten ohnehin den Stimmenvorteil gegenüber den Konservatien. Papandreou mußte also nur die eigene Fraktion geschlossen hinter sich zu scharen. Viel schwieriger wird sein, die mehr oder weniger unproduktiven Bevölkerungsgruppen mit einem Sparbudget zu konfrontieren, die ihrer bisherigen Selbstbedienungsmentalität zuwiderläuft. Denn dann heißt es zum ersten Mal wirklich, "Steuern bezahlen"; dann wird man auch auf die Pensionseinkünfte für fiktive 100jährige oder sonst bereits Verstorbener verzichten müssen. Und ein Viertel der Gesamtbevölkerung als "Staatsdiener" unterzubringen, wird man sich ebenfalls abschminken müssen! Zwar vertrat gestern ein griechischer Politiker im Interview die "Hoffnung", daß bei der großen Sommerhitze den Demonstranten ohnehin die Lust an Protestaktionen vergehen wird. Aber unterschwellig wird der Widerstand gegen all die angekündigten "Sparpakete" trotzdem weiter köcheln. Und ab und zu wird´s dann gewaltig rumpeln und donnern über der Akropolis!

Verschiedentlich wird auch bei uns die These vertreten, man müsse den Hellenen nur "genügend Zeit zu wirtschaftlichen Reformen lassen"; aber die amerikanischen Ratingagenturen werden sie diese wohl kaum lassen! Die Politik hat in dieser Causa vermutlich am allerwenigstens noch etwas zu entscheiden...

Antworten Gast: EFF EFF
22.06.2011 16:36
0 0

Re: Ein trügerischer

Mit solchen Hoffnungen verdient sich das griechische Politfilz den Umsturz.

Wer sind die Gläubiger?

1. Eurosystem: 49 Mrd. Euro
2. EU: 38 Mrd. Euro
3. Öffentliche Fonds in Griechenland (Pensionskassen, etc.): 30 Mrd.
4. RoW (Rest of World): 25 Mrd.
5. IWF: 15 Mrd.
6. National Bank of Greece: 13,7 Mrd.
7. Europäische Nationalbanken (Bundesbank, etc.): 13,1 Mrd.
8. Piräus Bank: 9,4 Mrd.
9. EFG: 9,0 Mrd.
10. FMS (das ist die Bad Bank der HypoRealEstate): 6,3 Mrd.
11. Bank of Greece: 6,0 Mrd.
12. BNP: 5,0 Mrd.
13. ATE: 4,6 Mrd.
14. AlphaBank: 3,7 Mrd.
15. Dexia: 3,5 Mrd.
16. Hellenic Postbank: 3,1 Mrd.
17. Generali: 3,0 Mrd.
18. Commerzbank: 2,9 Mrd.
19. Société Générale: 2,9 Mrd.
20. Marfin: 2,3 Mrd.

Griechische Regierung übersteht Vertrauensvotum?

Na bitte… :-))

Eine griechische Tragödie

Eine griechische Tragödie
„Die Verfassung, die wir haben heißt Demokratie,
weil der Staat nicht auf wenige Bürger,
sondern auf die Mehrheit ausgerichtet ist.“

Der griechische Stratege und Historiker Thukydides prägte diese Präambel, leider ist sie nicht bis zu der machtgeilen und korrupten Politikermafia mit ihren gewissenlosen beamteten Erfüllungsgehilfen,in seiner
Heimatstadt Athen durchgedrungen.

Besagter Thukydides sitzt als Skulptur
nachdenklich vor dem Parlament in Wien
Leider nicht im Plenarsaal !!!

Honi soit qui mal y pense
Ein Schelm wer Böses dabei denkt ;-)

Antworten Gast: markus trullus
22.06.2011 20:13
0 0

Re: Eine griechische Tragödie

„Die Verfassung, die wir haben heißt BELIEBIGKEITS- Demokratie,
weil der Staat nicht auf wenige Bürger, sondern auf die MANIPULIERTE,GEKAUFTE Mehrheit ausgerichtet ist.“ So ist's realistisch!!!!!
Merke: Freiheit ohne Verantwortung => Diktatatur
Demokratie ohne freie, unmanipulierte Entscheidung => bescheunigte Bewegung in den manipulierten Untergang

Antworten Gast: EFF EFF
22.06.2011 14:02
0 0

Re: Eine griechische Tragödie

So gut die antiken Historiker es gemeint haben mögen, sich auf Menschen zu berufen für die Sklaverei eine Selbstverständlichkeit gewesen ist, halte ich für gefährlich. Insofern lässt sich Thukydides auf fast jedes Regime übertragen.

Es sind moderne Gesellschaftsphilosophien verfügbar, nur werden diese nicht verbreitet, wie damals in Griechenland, während der Aufklärung oder der großen Arbeiterbewegungen.

Auch die allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde von etlichen Staaten völkerrechtlich verbindlich ratifiziert.

Eine griechische Tragödie

„Die Verfassung, die wir haben heißt Demokratie,
weil der Staat nicht auf wenige Bürger,
sondern auf die Mehrheit ausgerichtet ist.“

Der griechische Stratege und Historiker Thukydides prägte diese Präambel, leider ist sie nicht bis zu der machtgeilen und korrupten Politikermafia mit ihren gewissenlosen beamteten Erfüllungsgehilfen,Eine griechische Tragödie in seiner
Heimatstadt Athen durchgedrungen.

Besagter Thukydides sitzt als Skulptur
nachdenklich vor dem Parlament in Wien
Leider nicht im Plenarsaal !!!

Honi soit qui mal y pense
Ein Schelm wer Böses dabei denkt ;-)


Re: Eine griechische Tragödie

wunderbares posting!

Nun

Griechenland überlebt die Abstimmung, überlebt Grtiechenland auch das Finanzdebakel? Meiner meinung nach nur, wenn Insolvenz angemeldet wird.
Kann das ein Staat? Wenn ja, dann wäre ein teilweiser Schuldenerlass der beste Weg aus der Krise, auch aus der Eurokrise, denn dann würden diese Spekulationen auf den Euro vielleicht ein Ende finden?

Gast: Guest84
22.06.2011 12:53
1 1

Ändert das was?

Was ich mich viel mehr frage: Ändert das irgendwas am Reformunwillen der griechischen Regierung ein weiteres Sparpaket zu machen?

Ich sag mal ganz konkret: Nein - dafür dürfen wir dann bald ein neues schnürren, damit wir die Griechen erhalten können...

Gast: deejay_
22.06.2011 12:17
0 2

Komisch das die EU Griehenland trotz Staatsbankrott 1893 in die Union aufgenommen hat?

Da kann man sich als Bürger nur wundern oder?
http://de.wikipedia.org/wiki/Griechischer_Staatsbankrott_von_1893
" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Griechischer_Staatsbankrott_von_1893


Re: Komisch das die EU Griehenland trotz Staatsbankrott 1893 in die Union aufgenommen hat?

1893?

Gast: grau
22.06.2011 12:00
5 2

SPÄTESTENS, wenn das tote pferd stinkt,



sollte man absteigen !

DIE ÄÄUU HAT FERTIG !

raus mit uns, solange noch IRGENDWAS da ist, bei uns !

 
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