Griechenlands Galgenfrist läuft spätestens 2014 ab

24.06.2011 | 18:47 |  von Wolfgang Böhm (Die Presse)

Der EU-Gipfel beschloss ein zweites Hilfspaket für Athen und den neuen Euro-Rettungsschirm, der es künftig deutlich schwerer macht, an Gelder zu kommen. Das Geld soll das Land bis 2014 zahlungsfähig machen.

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Brüssel. Die Uhr tickt. Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou hat in der Nacht auf Samstag von den EU-Staats- und Regierungschefs zwar die Zusage für ein zweites Sparpaket in der Höhe von voraussichtlich nochmals 100 Milliarden Euro erhalten. Das Geld soll gemeinsam mit verlängerten Laufzeiten für bisherige Staatsanleihen das Land bis 2014 zahlungsfähig machen. Gelingt es Athen aber nicht, bis dahin seinen Staatshaushalt zu sanieren – was nach derzeitigem Stand fast unmöglich erscheint –, ist der Staatsbankrott, wie Finanzexperten am Rande des EU-Gipfels betonten, nicht mehr aufzuhalten.

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Die Pleite könnte freilich schon vorher eintreten, wenn Griechenlands Parlament die auferlegten Sparpakete nicht mitträgt. Die nächste Abstimmung muss bis 28.Juni stattfinden. Segnen die Abgeordneten die harten Einsparungen nicht ab, ist das Land bereits im Juli pleite. Es erhält dann nicht einmal mehr die nächste Tranche der Kredite von IWF und EU in Höhe von zwölf Milliarden Euro. Geht hingegen alles gut, hat Griechenland noch eine Galgenfrist von zwei Jahren.

Dann werden sich nämlich die Spielregeln für marode Eurostaaten grundlegend ändern. Mitte 2013 wird der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) mit einem Volumen von 700 Milliarden Euro den fragilen derzeitigen EU-Rettungsfonds (EFSF) ersetzen. Dies beschlossen die Staats- und Regierungschefs der EU am Freitag.

(c) DiePresse

(c) DiePresse

Private haften künftig stärker

Der ESM ist nicht nur mit mehr Geld ausgestattet, er sieht auch härtere Auflagen für Schuldnerstaaten vor. Die vorrangige Haftung für private Gläubiger, wie sie im Rahmen des ESM-Pakets verankert ist, wird laut Experten der EU-Finanzminister dazu führen, dass marode Staaten kaum noch Chancen haben, sich auf den Märkten Geld zu leihen. Denn ab diesem Zeitpunkt werden bei einer Umschuldung die öffentlichen Gläubiger vorrangig bedient. Private würden als Erste ihr Geld verlieren. Ausnahmen gibt es nur für aus dem EFSF übernommene Kreditzusagen.

Da es politisch nicht mehr vorstellbar ist, dass Athen nochmals weitere Milliarden von den Europartnern erhält, wird es künftig wieder auf private Investoren angewiesen sein. Griechenland muss also sein Rating als kreditwürdiges Land deutlich verbessern, um wieder an Finanzmittel zu kommen. Dies kann nur gelingen, wenn es seine Staatsschulden von derzeit 360 Milliarden Euro oder rund 157 Prozent des BIPs so weit abbaut, dass es von den Zinszahlungen nicht mehr erdrückt wird und realistische Chancen auf einen kontinuierlichen Schuldenabbau hat. Derzeit ist das laut internationalen Ratingagenturen nicht der Fall.

Schon jetzt gehören über 50 Prozent der griechischen Staatsanleihen öffentlichen Institutionen. Private Geldgeber ziehen ihr Geld zunehmend ab. Nur wenige, etwa die belgische Bank Dexia oder die französische Credit Agricole waren bisher bereit, Athen auch in einem weiteren Rettungspaket zu unterstützen.

Warum Griechenland angesichts einer solchen Situation vorerst noch weiteres Geld erhält, hängt mit der Hoffnung der EU-Regierungen zusammen, dass sie das Land noch bis 2014 durchtragen können. In diesen zwei Jahren will man alles versuchen, die beiden anderen am Staatsbankrott schrammenden Euroländer Portugal und Spanien ins Trockene zu bringen. „Wenn Athen wirklich alle Sparprogramme durchdrückt, hat es noch eine reelle Chance, es zu schaffen“, heißt es in Regierungskreisen.

Um die bereits angespannte innenpolitische Situation in Athen zu entschärfen, hat die EU-Kommission eine Milliarde Euro an Strukturmitteln lockergemacht, die direkt in den Wiederaufbau der griechischen Wirtschaft investiert werden sollen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.06.2011)

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121 Kommentare
 
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Wieso bezeichnet Feymann ..

... diejenigen, die Griechenland kein Geld geben wollen als "Hetzer" - Presse 26.6., wenn die Presse im obigen Artikel schreibt: "Gelingt es Athen aber nicht, bis dahin seinen Staatshaushalt zu sanieren – was nach derzeitigem Stand fast unmöglich erscheint ..."?
Hier wäre der Journalismus gefragt, den man von der Presse gewohnt war (nicht mich sperren, weil ich so blöde Fragen stell).

Hetze?

Nachdem es sich dabei in Österreich um ein strafbares Delikt handelt, ist es schon wieder soweit: Wer sich der Politik der political correctness widerwetzt, ist ein Hetzer.
Da werden sich einige Wirtschaftswissenschaftler aber freuen (Förderungsgelder werden ihnen sowieso gestrichen).
Aber wir bekommen ein Lehrstück präsentiert, wie man ein Volk auf Vordemann bringt.

"Griechenlands Galgenfrist läuft spätestens 2014 ab"

Warum sollten wir das glauben?
Ist doch die erste schon dieses Jahr abgelaufen.
Ich bin ja auch noch neugierig, ob die abgelaufene Galgenfrist für Portugal nicht heuer im Herbst auch wieder verlängert wird.

Egal !

Bis dann haben sich Banken, Versicherungen, Großinvestoren, .. aus den "Investitionen" herausgeschwindelt, dann gibt's nur noch den Steuerzahler, der das "Risiko" trägt.

"Danke, liebe Politik. Brav habt's g'folgt.", werden Erstere sagen, Zweitere werden ... ???


Antworten Gast: Niederösterreicher
26.06.2011 13:33
0

Re: Ein Fall für die Strafjustiz?

Elstner wurde (zu Recht) wegen der Art, wie er mit dem Geld seiner Bankkunden umging, bestraft ("Casino-Mentalität"!) Und wie schaut es mit den Regierungen aus? Wenn eine Regierung Kredite gewährt, von denen sie von vornherein weiß, daß sie nicht zurückgezahlt werden können und ihre Wähler über dieses Risiko nicht ausreichend aufklärt?

der Raika International-Chef Stepic hat wenigstens offen erklärt, daß er langfristig mit einer Rückzahlung nicht rechnet. Sollte das Faymann nicht auch offen zugeben und die Leute über genau darüber aufklären? Den Finanzberatern wirft er mangelhafte Beratung beim Kauf von Anleihen vor, selbst hält er sich nicht an seine guten Ratschläge!

Gast: T.Ö.
26.06.2011 01:47
1

Vorsätzliche Blödheit gehört hoch bestraft

Man sollte euch dummen Wählern endlich das Schnitzel und das Krügel Bier wegnehmen,damit ihr Zusammenhänge kapiert und endlich mal lernt wie die Strolche in der Politik euch mißbrauchen. Ihr reißt mit eurer Dämlichkeit genug andere mit in den Sumpf und das sollte endlich mal bestraft werden. Zeit zum lernen hattet ihr ja mindestens 2 Jahrzente! Land der Berge!

Das muss man Leuten manchmal reinsagen ..

... danke für diesen Kommentar!

Gast: Gp
26.06.2011 01:40
0

Ausverkauf Europas

Da wird das Volk noch bis zum Existenzminimum zur Kasse gebeten werden,dank dieser miserablen Politik. All diejenigen Schönredner und ehemaligen Eu Treiber sollte man jetzt zur Kasse bitten! Der Busek und der eh scho...Mock,etc.all diese Treiber und natürlich all die Ja Wähler. Wie kommt der Bürger dazu noch jahrelang Banken zu erhalten und Länder wie Griechenland? Raus aus dieser Eu! Aber es kommen ja weitere europ. 3.Weltländer dazu um sich zu sanieren! Diese demokratische Diktatur muß ein rasches Ende haben. Leute hebt eure Ä.....und macht was,das ist keine Zukunft für unsere Kinder...wie verantwortungslos muß man überfhaupt sein um solche Politiker überhaupt zu wählen??

Fairerweise muss man sagen,

... dass es von den Medien totgeschwiegene Volksbegehrenvorarbeiten für den Austritt gibt. Das Volk könnte da ruhig etwas aktiver mittun. Wenn das Volk dazu nicht bereit ist, sollen sie halt zahlen.
So einfach ist das.

Gast: Wörter
25.06.2011 23:46
0

Die pleite Europäer

Mit welchen Steuergeldern werden eigentlich die Kredite von uns Österreichern finanziert?
Die alten 211 Milliarden und die neuen 100 Milliarden ? Und die 2 Billionen € Schulden der Deutschen?

Gast: Wörter
25.06.2011 22:05
0

Die Legende von den edlen Helfern.

...Mangels Überschüssen sind die alten Schulden nur über die Aufnahme neuer abzudecken. So müssen die Euroländer heuer rund 1,3 Billionen aufnehmen, um ihren Geldbedarf zu stillen, 302 Milliarden Euro davon entfallen allein auf die Bundesrepublik Deutschland. In so einer Phase macht es sich nicht besonders gut, wenn ein Mitgliedstaat der Eurogruppe gerade eine aufsehenerregende Pleite hinlegt oder seine Geldgeber zum Forderungsverzicht mittels „Haircut“ bittet. Das würde das Vertrauen der internationalen Geldgeber in den gesamten Euroraum erschüttern, weshalb auf den Märkten selbst guten Schuldnerstaaten plötzlich deutlich höhere Risikoprämien (Zinsen) abverlangt würden.
Bis Ende 2014 muss sich Österreich also knapp 100 Milliarden Euro ausleihen, um auslaufende Anleihen und anfallende Defizite finanzieren zu können. Das ist die Hälfte des aktuellen Schuldenstandes. Verteuerte sich das Kreditportfolio des Staates auch nur um einen Prozentpunkt, erhöhten sich die jährlichen Finanzierungskosten um zwei Milliarden Euro...
..Die Presse..

Wie lange würde wohl unser Land, bei Zinsen von 30%!!!!!!!!! wie Griechenland, existieren?
Was geschieht ist ein RUFMORD !!! Es sollten Zeitungen und Leser aller Art verklagt werden!!
Diese Hetzte gab es schon mal sie hat auf die gleiche Art funktioniert. Zuerst die Zeitungen,dann die zerstörten Geschäfte,dann die geplünderten Konten,dann die Arbeit macht Heil dann der Tod.

Gast: Sirtakimen
25.06.2011 20:51
1

Hoppa

Wie sagte merkel gestern abend,sind ja nur paar cent,sie meinte die 120 miliarden,wenn da durch der euro gerettet wird,hoppa dann weiter so,wir sind alle Griechen,wir wollen auch die paar cent.
HOPPA.

Gast: BAZI
25.06.2011 16:41
1

Zweifel

Wenn man sich die griechische Entwicklung seit letztem Jahr anschaut, kann man eigentlich nur zweifeln, dass sich dort noch etwas zum Besseren wenden kann. Eine der griechischen Haupteinnahmequellen, der Tourismus, ist wegen der ständigen Streiks zurückgegangen. Außerdem ist die momentane Stimmung, z.B. gegenüber Touristen aus Deutschland und aus anderen EU-Geberländern auch nicht immer gerade überschäumend freundlich. Die Griechen haben außerdem verstärkt begonnen, ihre Konten bei den Banken zu leeren, was auch nicht unbedingt als effektiver Beitrag zur Lösung der Krise beitragen wird. Es kann hier kein happy end mehr geben. Die Möglichkeiten erschöpfen sich darin, ob Griechenland jetzt pleite geht oder erst in zwei oder drei Jahren. Die EU-Politik will Zeit gewinnen, deswegen wird der Konkurs noch Jahre verschleppt und weiteres Steuergeld aus den Zahl-Ländern in den griechischen Abfluss gekippt. Und dann stehen auch noch die anderen Kandidaten mit offenen Händen und großen Augen vor der Türe....

Antworten Gast: Wörter
25.06.2011 23:05
0

Re: Zweifel

In der vorherigen Antwort ist der Autor der Zitete leider ausgefallen.

Auszüge aus:
Kuriose Welt des Geldes

Von Reinhard Göweil
Wiener Zeitung

Antworten Gast: Wörter
25.06.2011 23:01
0

Re: Zweifel

"Die Folgen sind nicht absehbar.".. auf die häufig gestellte Frage, was wohl passieren würde, wenn Griechenland pleiteginge. Das Hauptproblem ist dabei gar nicht so sehr Griechenland selbst, sondern die weitgehend unbekannte weltweite Vernetzung der Finanzströme. Wenn das Land pleitegeht, sind auch die griechischen Banken am Ende. Das wird deutschen und französischen Banken sehr weh tun, aber sie nicht umbringen.
Das eigentliche Problem sind aber die vielen derivativen Finanzprodukte dazu, die quer über den Globus gehandelt werden. Wer etwa die berüchtigten "Kreditausfallversicherungen" hält, ist weitgehend unbekannt. Es könnte also durchaus sein, dass irgendwo auf der Welt eine Bank umfällt, weil sie den Ausfall versichert hat. Und das wieder droht zu einer Kettenreaktion zu werden...

...Es geht also bei der Vermeidung einer Griechenland-Pleite kurioserweise um den Schutz jener Finanzinstitute, die das südeuropäische Land derzeit ausweiden wie die Hyänen ein Aas...

Warum das getan wird? Die Antwort darauf ist um nichts weniger kurios: Um das Vertrauen der Märkte in die Eurozone nicht zu erschüttern. Genau diese Märkte... leben aber davon, dass irgendwo Vertrauen erschüttert ist. Je größer die Unsicherheit, desto höher die Gewinnmarge..Wenn also Griechenland gerettet wird, dann werden die dieFinanzmärkte - sprich Banken, Händler, Investmentgesellschaften - gerettet. Zum Dank nehmen diese "Märkte" von den Griechen 20 Prozent Zinsen.

Gast: Ein Schiff wird kommen und wird Papandreou nach "Alcatraz" bringen! Die Griechen sollten die Konten von Papandreou öffnen lassen, insbesonders die in der Schweiz!
25.06.2011 14:35
0

Man muss auch loslassen können - Nicht Griechenland runiert die EU.....

.....sondern die Brüssler Führer Griechenland und die restlichen Länder der EU!
Ich bin überzeugt dass man den "Führerbunker" in Brüssel in 10-15 Jahren als Tourist besichtigen kann, damit den Menschen der Zukunft nahegeführt wird, wie RÜCKSICHTSLOS ÜBER MILLIONEN EUROPÄER drübergefahren wurde, weiters wird es eine Most Wanted-Liste dieser EU-Verbrecher geben, ganz oben finden wird man Juncker, Barroso, Van Rompuy....usw........schaun sie sich das an!
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article6278649/Griechenland-sollte-die-Eurozone-verlassen.html

Gast: Eiserne Faust
25.06.2011 14:31
1

Nahles +Co

wer sieht wie sich die Linke und ganz besonders die SPD Nahles an Wort Kaputt-sparen (nicht kaputt ausgeben!) abarbeitet, und die griechischen Genossen weiter finanziell gut ausstaffiert sehen möchte, erkennt wer welche Interessen vertritt. Wer gesehen hat, wie bei maybritt der ATTAC Wauwau mit dem bezeichnenden Namen Alexis Passadakis den scharfen Rüden markierte und unwidersprochen vor den "Eliten" seinen Senf absondern durfte (zur Person siehe http://www.sueddeutsche.de/thema/Alexis_Passadakis) versteht, dass wir uns selbst helfen müssen. DIESE Eliten sind nur leere Hohlhippen.

Gast: EFF EFF
25.06.2011 14:16
1

Griechenland stirbt für die anderen

2014 hat Griechenland 500000 Millionen Schulden und das Tafelsilber ins Ausland verscherbelt. Bis dahin überlegen sich Papandreu und Co, wie sie heimlich das Land verlassen.

Gast: Desaster
25.06.2011 14:10
3

O Ton Fekter 24. 6.: Steuersenkungen in Ö wären jetzt verantwortungslos

Verantwortungslos s.g. FR. BM Fekter ist es, dass Österreich Milliarden an Steuergeldern einem Land hineinsteckt, welches fahrlässige Krida im höchsten Maße betrieb. In Österreich bekommt ein Unternehmer bei betrügerischer Krida für viel kleinere Summen eine mehrjährige Gefängnisstrafe. Zu recht! In GR bekommen die dort agierenden verantwortungslosen und betrügerischen Organe über 200 Milliarden an Geschenke die uns weggenommen werden, ohne reale Aussicht auf Rückzahlung.

Verantwortungslos in Ö sind weitrs Subventionen in Milliardenhöhe in eine ÖBB ohne diese vorher zu sanieren. Verantwortungslos sind Subventionen an schwerreiche Großgrundbesitzer wie sie im Rahmen von Landwirtschaftssubventionen geschehen. Usw.

Verantwortungslos ist die hohe Gesamtsteuerbelastung der Österreicher, sowie die extrem hohe Gesamtbelastung österreichischer Klein und Mittelunternehmer (10% mehr als in Deutschland!) und dadurch Gefährdung des Wirtschaftsstandortes.

Verantwortungsvoll wäre hingegen eine sofortige Steuerentlastung, wie es z. B. die kleine Slowakei spielend zuwege bringt. Ich will ja gar nicht die Schweiz als Vorbild nennen, weil dann heißt es dann gleich: "Ja aber mit der Schweiz können wir uns doch nicht vergleichen!" Leider, würden wir aber dem Volk durch Volksabstimmungen mehr Mitsprache geben, würden solche Unsinnigkeiten wie die Verschleuderung unseres Steuergeldes nicht passieren und dann könnten wir schon längst die Steuern senken.

Antworten Gast: Wörter
25.06.2011 22:27
0

Re: O Ton Fekter 24. 6.: Steuersenkungen in Ö wären jetzt verantwortungslos

Also das was Sie sich wünschen ist genau das was Sie den Griechen vorwerfen.
Sie möchten keine Steuern zahlen.
Bei den gigantischen Schulden von über 211 Milliarden €. Wie soll es der Staat zurückzahlen? Jetzt wo er 100 Milliarden braucht um die Anleihen,Zinsen,Defizite zurückzuzahlen!
Das ist aber nicht sehr fein .Sie müssten sich freuen Ihre Heimat durch Ihre Steuern zu retten.

Antworten Antworten Gast: Desaster
26.06.2011 10:25
1

Re: Re: O Ton Fekter 24. 6.:...Sie haben meinen Kommentar wohl kognitiv nicht verstanden,

daher empfehle ich ihnen diesen noch mals genau zu lesen; 2x, 3x, bis sie diesen in seiner Gesamtheit verstehen.

Zu Ihrer Orientierung: Auch die Slowakei und Letland etc.schaffen es trotz niederer Steuerbelastung einen wesentlich niederen Abgaang und einen niederen Schuldenstand als Ö zu haben. Hohe Steuern verleiten den Staat immer zu hohen Ausgaben. Kein vernünftiger Mensch versteht, dass wir doppelte, ja dreifache Staatsstrukturen aufbauen die natürlich Steuergeld sinnlos vernichten.

Der österreichische Bürger ist nun mündig geworden, er wehrt sich gegen den Moloch Staat und schluckt nicht mehr wiederspruchslos und obrigkeitshörig hinunter, was ihm von der Politik vorgekaut wird.

Österreich gehört schon längst zu den Steuerschurkenstaaten , die mehr ausgeben als einnehmen. Der Unterschied zu Gr liegt hauptsächlich nur darin, dass die Österreicher noch brav ihre Steuern abliefern.

Davon keine Steuern zu zahlen war in meinem Kommentar nie die Rede, sondern zuerst sparen und dadurch weniger Steuern benötigen. Eine Maxime übrigens vom vorigen Finanzminister, nur hat er sich leider an seine eigenen Vorgaben nicht gehalten.

Gast: LanzvLieb
25.06.2011 13:46
0

tja, es sah schon jemand voraus dass die Vereinigung zwischen Nord und Süd nieundnimmmer

funktionieren kann.

Er verdammt die Subventionierung der SüdLänder durch NordLänder - weil sie auf Dauer angelegt sei, und die realen Unterschiede nicht überwinden kann.

Hierwirstegeholfen:

http://www.archive.org/search.php?query=creator%3A%22Lanz+von+Leibenfels%2C+Jorg%22

es ist haargenau alles aufgelistet - vor über 100 Jahren, wozu es führt wenn sich hochentwickelte Kulturen mit Primitiven zusammenschliessen....

Gast: Gesichtschirurg
25.06.2011 13:31
0

Was soll sich langfristig ändern?

Die EU Subventionen haben die Landwirtschaftliche Produktion reduziert. Viele Reedereien Segeln unter ausländischer Flagge. Die griechische Wirtschaft wird die für den Aufbau benötigten Kredite nicht mehr von den Landesbanken bekommen. Der Arbeitswille in der Bevölkerung ist nach diesem Betrug am Volk nicht gerade gestiegen. Trotzdem wird die EU dafür geradestehen müssen.

Gast: cives iratus
25.06.2011 13:02
0

Ich sehe die Sache mittlerweile völlig emotionslos.

Griechenland hat eine Fläche von 131.957 km² und bedeutende Kulturschätze. Wenn die Griechen die SELBST VERSCHULDETEN Verbindlichkeiten nicht bedienen können, schlage ich vor, dass die EU einfach griechisches Staatsterritorium umwidmet und die griechischen Kulturschätze gleich mit. Wenn ein Schuldner nicht zahlen kann, dann nimmt man ihm eben die Möbel weg. Ganz einfach, SSKM.

Gast: grau
25.06.2011 13:01
2

viel zu lachen haben wir nicht...



aber die begründung für das bald kommende SPARPAKET ,inklusive neue steuern und erhöhung der alten, wird WIRKLICH unterhaltsam werden !

Re: viel zu lachen haben wir nicht...

Eher nein, dass dort vorherrschende Wort wird wohl die neue Wortschöpfung "war alternativlos" sein.

 
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