Börsen-Guru George Soros geht davon aus, dass über kurz oder lang ein Land aus der Euro-Zone ausscheiden werde. Einen Plan B gebe es nicht, weshalb an Bestehendem festgehalten werde, kritisierte Soros bei einer Diskussionsveranstaltung in Wien am Sonntag. "Seien wir mal ehrlich: Wir stehen am Rand des Zusammenbruchs, der - sagen wir mal - mit Griechenland anfängt, aber sich leicht ausweiten kann", berichtet orf.at. Die Zeit für Änderungen am System sei gekommen.
Soros meint weiter, dass die europäische Politik derzeit eher Desintegration statt Integration betreibt, er glaubt, dass eine gemeinsame Fiskalpolitik notwendig ist.
Der Euro habe laut Soros von Beginn an eine Schwachstelle gehabt, weil es keine Korrekturmöglichkeiten wie etwa den Ausstieg einzelner Staaten gibt. Er bezeichnet das Überleben des Euro als "lebenswichtiges Interesse für uns alle" und verlangt daher strukturelle Änderungen in der Union.
(Red.)
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