19.06.2013 14:01 Merkliste 0

Griechen-Krise: Paris legt Plan für Banken-Einbindung vor

27.06.2011 | 18:17 |  Von unserem Korrespondenten OLIVER GRIMM (Die Presse)

Die privaten Gläubiger Griechenlands sollen die Hälfte ihrer Forderungen auf 30 Jahre strecken. Weitere 20 Prozent ihrer bestehenden Investitionen sollen sie in einen "supersicheren" Wertpapierfonds einzahlen.

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Brüssel. Seit gestern, Montag, ist bekannt, wie Europas Geschäftsbanken davon überzeugt werden, ihre griechischen Staatsanleihen über deren Fälligkeitsdatum hinaus zu behalten und damit zur Abwehr der Staatspleite Griechenlands beizutragen.

Die französische Zeitung „Le Figaro“ veröffentlichte einen inoffiziellen Plan von Frankreichs Bankverband, dessen Eckpunkte so aussehen: Die Banken sollen 70 Prozent des Geldes, das sie in griechische Bonds investiert haben, bei Fälligkeit in neue Schuldscheine investieren. 50 Prozent der bestehenden Forderungen sollen sie in griechische Bonds mit 30 Jahren Laufzeit investieren. Dafür sollen sie eine jährliche Verzinsung erhalten, die ungefähr jener entspricht, die für die Hilfskredite aus dem seit Mai2010 laufenden 110-Milliarden-Euro-Paket der EU und des Internationalen Währungsfonds fällig ist. Derzeit zahlt Griechenland fünf Prozent Zinsen für die Kredite von EU und IWF.

Die restlichen 20 Prozent der bestehenden Investitionen von Frankreichs Banken in griechische Staatsanleihen sollen bei Fälligkeit in einen neuen, nicht näher beschriebenen Fonds mit besonders kreditwürdigen Wertpapieren fließen. Dieser Fonds würde die gesammelten Zinsen erst zum Fälligkeitszeitpunkt an die Banken auszahlen. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy bestätigte am Montag bei einer Pressekonferenz, dass die Laufzeit der neuen Staatspapiere 30 Jahre betragen soll. Dieses Modell dürfte als Vorlage für die anderen nationalen Modelle zur Beteiligung der Geschäftsbanken an der Umschuldung Griechenlands dienen. Der niederländische Finanzminister Jan Kees de Jager bestätigte das; in deutschen Bankenkreisen äußerte man sich ebenso.

Am Montag traf sich zudem in Rom der Geschäftsführer des internationalen Bankenverbandes IIF, Charles Dallara, mit dem Chef des Wirtschafts- und Finanzausschusses der EU (WFA), dem Italiener Vittorio Grilli, um über die Bankenbeteiligung zu sprechen. Der WFA bereitet alle Treffen der Finanzminister der Eurozone vor, er ist eines der wichtigsten Gremien für die Steuerung der gemeinsamen Währungspolitik. Der Sprecher von EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn bestätigte, dass bei diesem römischen Treffen alle Institutionen der Eurozone sowie die Kommission vertreten waren.

 

Steuerzahler schwer belastet

Allerdings dürfte bald mehr als die Hälfte der griechischen Ramsch-Anleihen bereits in die Bücher der öffentlichen Hände gewandert sein, wie eine neue Studie der Barclays Bank zeigt. Die Europäische Zentralbank ist mittlerweile die größte Gläubigerin Athens, sie hat griechische Bonds im Wert von rund 49 Milliarden Euro angekauft. Rund 38 Milliarden Euro sind im Zug des EU-IWF-Rettungspakets an die europäischen Regierungen gewandert. 30 Milliarden Euro sind in den Büchern der griechischen Pensions- und Sozialversicherungsträger, der IWF hält 15 Milliarden Euro, ausländische Staatsfonds, vor allem solche aus dem Nahen Osten und Asien, rund 25 Milliarden Euro. Dazu kommen 13 Milliarden Euro an Bonds, welche die einzelnen europäischen Notenbanken gekauft haben.

Damit es zur Umschuldung und einem zweiten, mindestens 100 Milliarden Euro schweren Hilfspaket kommt, muss aber zuerst das Parlament in Athen am Mittwoch und Donnerstag neuen Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen über rund 6,5 Milliarden Euro für heuer und 22 Milliarden Euro bis 2015 zustimmen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.06.2011)

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129 Kommentare
Antworten Gast: 1. Parteiloser
27.06.2011 17:44
2 0

Re: Das Herzblatt Sarko - Angela hat keinen Plan B. Die Piloten springen kurz vor dem Absturtz mit dem Fallschirm ab und rufen zu den Passagieren: wir holen Hilfe

Es gibt durchaus Gerüchte, dass wenigsten die Deutschen einen Plan B haben. In Leipzig werden die neuen Banknoten in Massen gedruckt. Es bleibt nur die Frage wieviel der Währungsschnitt den Bürgern kosten wird.

Gast: Plach3
27.06.2011 15:47
4 0

und was haben uns ÖVP und SPÖ alles versprochen???

1000 Schilling Ersparis beim EU Beitritt,
alles wird billiger,
sicherer,
wir haben mit dem Euro profitiert
usw...

Wahltag ist Zahltag!

"Hetzerische Forderung" im Sinne Feymanns

dabei ist Soros kein FPÖ-Mitglied.

Gast: Gutbürger
27.06.2011 15:36
1 2

Volksabstimmung - Eurobonds oder Schillingbonds!

Ich bin für Eurobonds und ein EU-Finanzministerium!
Das Österreichische Finanzministerium wird abgeschafft!

(Alternativ wäre die Wiedereinführung des Schilling - das Finanzministerium könnte dann in Wien bleiben.)

Antworten Gast: Plach2
27.06.2011 15:44
2 1

Es muss nicht der Schilling sein

Wir können uns ja auch dem Dollar-Raum, dem Rubel oder der chinesischen oder indischen Währung anschließen. Alle sind sicherer als der Euro!

Die hochbezahlten Bonzen in Brüssel fahren die gesamten EU Finanzen an die Wand!

(Ungarn macht es vor und verkauft Staatsanleihen an China)

Antworten Antworten Gast: Gutbürger
27.06.2011 15:54
5 0

Re: Es muss nicht der Schilling sein

Sicher ist nur der Schweizer Franken.

Gast: Papa Schlumpf
27.06.2011 15:10
1 1

Ich wäre für strukturelle Änderungen im Finanzwesen

Hauptpunkt: Zinsen abschaffen. Und von all den unzähligen Finanzprodukten vielleicht gerade einmal Aktien übrig lassen mit strenger Kontrolle.
Dann würden Leute wie Soros gar nicht einmal erwähnt werden weil es sie in dieser Form nicht gäbe.

Und ansonsten fallen mir Punkte wie Verwaltungsreform, Bildungsreform ... ein. Dauerbrenner die von der Politik verweigert werden, nicht nur bei uns.

Re: Ich wäre für strukturelle Änderungen im Finanzwesen

Das ist vollkommen richtig!
Wie laut haben alle Regierungen 2008/09 nach einer Bankenregulierung geschrien, Verbot von Spekulationsgeschäften, Leergeschaften, Hedge Fonds....
Passiert ist NIX

Antworten Gast: Desinfoterminator
27.06.2011 15:28
1 1

Re: Ich wäre für strukturelle Änderungen im Finanzwesen

Theoretisch könnte man Zinsen durchaus abschaffen. Geld könnte man dann über die Sicherheiten knapp halten.

Maximal gäbe es eben 50 % in Geldwert als Kredit für ein Pfand, wobei bei der Abwicklung zwangsläufig Spesen anfallen, das Pfand muss verwahrt werden, die Schätzer wollen auch einen Gehalt u. s. w. Da könnte man aber Kostendeckung als Maximum an Kosten vorschreiben ähnlich wie bei den Gasrohren und Stromleitungen es eben mit den Durchleitungsgebühren geregelt ist.

Steigt die Inflation, wird eben für NEUE Kredite, die Maximale Belehungsquote gesenkt z. B. von 50 % auf 40 %. Damit gäbe es für einen Wert von 100.000 nur noch 40.000 in Euro auf die Hand statt vorher 50.000. Die alten Kredite laufen ja gleichzeitig aus und die Geldmenge steigt nicht derart stark, dass bedrohliche Inflation aufkommt.

Zinsen müsste die EZB keine verlangen, die verdient sowieso an der Inflation, einer Art Geldbenützungsgebühr, die bei denen als Gewinn liegen bleibt, die die Schuldscheine in allgemein akzeptierte Schuldscheine wandeln, auf gut Deutsch das Geld drucken.

Eine Regelung der Geldmenge über die maximale Höhe der Belehungshöhe in Prozent des Pfandwertes hat aber auch einen tieferen Sinn, denn wenn viele Geld borgen wollen um sich z. B. mit Aktien einzudecken, dann steigen die Kurse und die Wahrscheinlichkeit von Rückschlägen steigt und damit ist eine niedrigere Belehnbarkeit auch volkswirtschaftlich logisch.

Absoluten Gratiskredit ohne Spesen wird es nicht geben aber Wucherstopp.

1 0

Re: Re: Ich wäre für strukturelle Änderungen im Finanzwesen

Theoretisch können Sie Zinsen dann abschaffen, wenn Sie entweder die Zeit oder den menschlichen Überlebenstrieb beseitigen. Zinsen beruhen auf der menschlichen Zeitpräferenz, d. h. dem Wunsch, lieber heute als morgen zu konsumieren (was bei der Nahrungsaufnahme ja lebenswichtig sein kann). Das abzuschaffen, halte ich für ein gefährliches Experiment.

1 0

Re: Re: Re: Ich wäre für strukturelle Änderungen im Finanzwesen

eher umgekehrt, oder nicht?

Ich sage mal,

nicht Plan B fehlt, sondern JEGLICHER Plan...

Gast: Gutbürger
27.06.2011 14:57
0 13

Soros will ein EU-Finanzministerium

und das ist gut so.
Dann haben die Länder weniger dreinzureden!
Auch Kanzler Faymann bemüht sich sehr um den Euro. Und ein EU-Finanzministerium nimmt Frau Fekter auch die ganze Arbeit ab!

Antworten Gast: grau
27.06.2011 16:04
3 1

Re: Soros will ein EU-Finanzministerium



KEIN MILLIMETER MEHR NACH BRÜSSEL !!

die rindviecher und gauner haben bewiesen, daß sie NICHTS können, und nur unser ÜBEL wollen !

Und dann hätten alle Nationalstaaten jegliche Souveränität verloren

und die Demokratie wäre vollends den Bach hinuntergegegangen. Offensichsichtlich kann gar nichts dumm genug sein, um nicht von irgendwelchen Menschen noch bejubelt zu werden. Erschreckend!

Antworten Antworten Gast: Gutbürger
27.06.2011 15:56
0 0

Re: Und dann hätten alle Nationalstaaten jegliche Souveränität verloren

Aber darauf läuft es hinaus.

Ich glaube nicht, daß jemand dagegen protestiert.

Re: Re: Und dann hätten alle Nationalstaaten jegliche Souveränität verloren

weil viele nicht behirnen, daß dann Pensionsantrittsalter und Pensionsberechnungen, Kollektivverträge, Steuersätze, Sozialstrukturen und Zinssätze zentral von Brüssel aus - an den nationalen Parlamenten vorbei - gesteuert werden. Die Medien, welche die Aufgabe hätten auf diesen eklatanten Demokratieverlust hinzuweisen, sind bekanntlich gekauft. Die Menschen werden dann aufstehen, wenn sie persönlich mit den Abbau der Sozialsysteme und den damit verbundenen massiven Verschlechterungen für den Grossteil der Bevölkerung konfrontiert werden. Dann wird das permanente Lügen von Politikern und den meisten Medien nichts mehr nützen. Es kann zu Volksaufständen und Bürgerkriegen kommen - hoffen wir, daß dieses worst case Szenario nicht eintritt!

Gast: Vogel Strauss
27.06.2011 14:41
3 1

Die Geier kreisen schon ...

Geier wie der Soros nämlich!

Antworten Gast: Plach2
27.06.2011 14:58
5 0

....und die ÖVP Finanzministerin spricht von "einem guten Geschäft"!

Wie "ahnungslos" diese Dame doch sein musss....

Antworten Antworten Gast: Desinfoterminator
27.06.2011 16:02
1 0

Re: ....und die ÖVP Finanzministerin spricht von

Möge Frau Fekter mal einen Investor Fragen, wie viel er für die Superinvestition der Regierung in Form von Griechenlandkrediten und -garantien auf den Tisch blättern würde.

19 Millionen habe Österreich verdient an der Griechenlandhilfe (in Wahrheit ist es eine Bankenhilfe).

Sagen wir, wir haben den Griechen 10 Mrd. Euro geborgt und für 20 Mrd. Garantien unterschrieben. Würde ein Investor 10.019.000.000 zahlen? Ich bin sicher, der tippt in so einem Fall höchstens auf die Stirn und sagt das Risiko übernehme ich nur wenn ich 5 Mrd. zusätzlich zu den 10 Mrd. Schuldverschreibungen der Griechen bekomme. Damit sind für Österreich in Wahrheit jetzt schon 15 Mrd. nach "True-and-fair-View-Prinzip" verloren!

Auch Bayern hat Österreich nicht die Hypo-Alpe-Adria, die SPÖVP-Bonzenburg, die Jörg Haider bei SOFORTIGER Haftungsübernahme (siehe im Internet veröffentlichten Vertrag) um einige hundert Millionen andrehte, zurückgeben können ohne über 1,5 Mrd. draufzulegen. Der Grund für die Zahlung der 1,5 Mrd. liegt in der Haftungsübernahme von 18 Mrd. Griechenland steht um einiges schlechter da als die Hypo-Alpe-Adria je dastand und da kann man sich ausrechnen, wie viele Milliarden Investoren Österreich abnehmen, damit sie das "Griechenlandgeschäft" der für Österreich so schädlichen und lähmenden SPÖVP-Regierung übernehmen.

Lösung: 5 Mrd. dafür zahlen den Griechenramsch los zu werden und gleichzeitig short gegen Griechenland gehen und dann auf Lissabon pochen und 20 Mrd. kassieren!

0 0

Re: Re: ....und die ÖVP Finanzministerin spricht von

sie vergleichen birnen (HAA) mit äpfel (GR), und was man bei finanzaktionen immer betrachten sollte, was handeln bzw. nicht handeln auslöst.

also analysieren sie die zusammenhänge von HAA bis wirtschaftliche beziehungen bayern/AT, und ziehen sie _dann_ ihre schlüsse. bei GR sind diese noch weitreichender bis unüberschaubar.

österreich ist keine supermacht die in der welt irgendjemand groß was vorschreiben kann. das ginge wenn österreich von öl unabängig wäre sogar eventuell, aber das wollen die autofahrer wieder nicht.

Antworten Gast: cugetator
27.06.2011 14:55
1 0

Re: Die Geier kreisen schon ...

Ja, aber das Aas über dem der Geier kreist, das stammt nicht vom Soros.

Gast: cugetator
27.06.2011 14:29
1 0

Ich glaub da schon mehr dem Faymann

Na sowas, was der Soros da sagt. Aber ich vertraue da besser ganz fest dem Faymann, der weiss es sicher besser, denn der hat ja die Erfahrung bei der Gemeinde Wien.
Und die Ausstiegsszenarien von denen der spricht:
Genauso unverantwortliche Hetze wie die vom Strache.

Re: Ich glaub da schon mehr dem Faymann

Besser formulierter Zynismus als mein leider gelöschter Beitrag. Gratulation! Sie wissen mit der Zaunsour besser umzugehen als ich.

Gast: GNessmann
27.06.2011 14:23
2 2

Soros traeumt von einer Weltregierung

Er ist ein grosser Finanzierer der extremen Linken und Proponent der "open society."


Re: Soros traeumt von einer Weltregierung

Du bist wohl nicht ganz informiert! Der Soros ein extremer Linker? Aha, ich verstehe: Deshalb, weil er gegen den Likudblock und den WJC auftritt?
Dürfte ein verständliches Trauma in Tel Aviv verursachen, ausgerechnet einen der ihren zum Feind zu haben.

1 0

Re: Soros traeumt von einer Weltregierung

Wobei Sie halt die Tatsache übersehen, dass die extreme Linke zu den extremen Gegnern der "Open Society" gehört.

0 0

Re: Re: Soros traeumt von einer Weltregierung

oh komm, beim geld ist mit ideologien schnell schluss, die werden dann maximal benutzt um zum ziel zu kommen, verstanden?

1 0

Re: Re: Re: Soros traeumt von einer Weltregierung

Soros finanziert einen "Open Society"-Fonds, der Stipendien an osteuropäische Studenten vergibt. An welches Ziel kommt er damit?

Gast: fact finding mission
27.06.2011 14:12
1 0

Plan B?

Französische Revolution, nieder mit dem Geldadel!
Vielleicht weiß der Herr Soros auch da einen Rat? Oder überläßt er das lieber dem bei diesem denkwürdigen Kolloquium offensichtlich nicht anwesenden Führer der größten Oppositionspartei?

Gast: zip.file
27.06.2011 14:03
3 0

Soros macht Wirbel, weil er sich Spekulationsgewinne erhofft.

Soros äußert sich doch nur, um seine Spekulationen zu sichern.

Solchen minderwertigen Säcken darf man doch kein Wort glauben.

0 0

Worte ohne jeden Neuigkeitswert, doch sie beschleunigen den Ausstieg der Griechen - über die Strasse u die Oppspsition - aus dem Eurob´verbund

Ebenso könnten wir an ein ewiges Leben auf dieser Welt als an das Überleben Griechenlands im Euro glauben; Ausstieg bis zur Genesung, geben wie mal 7 Jahre.

Soros`Kritik

Man mag zu Herrn Soros stehen wie man es moechte. Herr Soros hat in der Vergangenheit oefters mit seinen Gedanken ins Schwarze getroffen. Seine, in Wien vorgetragenen Ueberlegungen sollte man sehr ernst nehmen und endlich beginnen sachbezogen, fachkompetent ueber EURO u.v.a. m. nachdenken. Die von ihm jetzt geaeusserte Kritik ist lediglich eine Wiederholung seiner Gedanken die er bereits 1999 geaeussert hatte. Aber, grosse Politiker wie.z.B. Steinbrueck, Merkel, Faymann, sollen sich ofters den Rat der Wirtschaftsfachleute holen, anstatt den Tagtraeumen nachzueifern. Ein Hinweis zum Schluss: Unser Ex-Finanzminister, Herr Dr. Theo Weigel hat unumwunden gesagt, dass er stets gegen die Aufnahme Griechenlands in die Eurozone war und er es niemals zugelassen haette, Griechenland in die Eurozone aufzunehmen. Deutlicher geht es nicht mehr. MfG. Dr. Emil Andabak

Antworten Gast: Wörter
27.06.2011 14:26
1 1

Re: Soros`Kritik

Soros erklärte gegenüber der Presse: "Die deutsche Politik ist eine Gefahr für Europa, sie könnte das europäische Projekt zerstören".

Der Schuldenabbau in Deutschland führe dazu, dass ganz Europa zu einer falschen Wirtschaftspolitik gezwungen wird, meinte der Investor weiter. "Im Moment treiben die Deutschen die Nachbarn in eine Deflation", führte er weiter aus.

Erklärung: Deutschland ist das einzige Land von 16 EU Länder (Euro) das in den letzten Jahren einen Reallohnverlust hinnehmen musste. Die somit gesenkten Lohnstückkosten (auch danke staatlich finanzierter Leiharbeit) haben deutsche Produkte im Ausland günstiger werden lassen. Also haben wir exportiert und waren Vizeweltmeister. Wie dumm nur, dass sich andere Länder (wie Griechenland) dafür hoch verschuldet haben (z. B. bei deutschen Banken mit über 30 Mrd) um konsumieren zu können.
Und für alle die langsam denken hier der schnelle Schluss:
Wenn keiner kaufen kann von Deutschland, weil keiner mehr Geld bekommt (aus Deutschland) dann bricht der Export ein. Dumm für eben Deutschland, dass 60% unseres BiP auf Export beruht. Für die mathematisch fitten, die können ja mal schnell 2,5 Billionen BIP - 60 % rechnen...
.. von DIDI Short News...

Re: Re: Soros`Kritik

Man erinnere sich an 1928
Zuviel produziert, keine Abnehmer mehr da, Weltwirtschaftskrise

Antworten Gast: alles ist hin
27.06.2011 14:14
1 1

Re: Soros`Kritik

Sie bezeichnen Herrn Soros als Wirtschaftsfachmann? Ich bezeichne ihn als Wirtschaftsvernichter.

2010: Starinvestor Soros warnt vor Euro-Kollaps

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,702383,00.html

Presse 2010: Soros verteidigt Euro-Wetten
http://www.stock-world.de/nachrichten/marktberichte/Presse-Soros-verteidigt-Euro-Wetten-Kritik-deutschem-Sparkurs-n3441740.html:
Die Hedgefonds seien nach Ansicht von Soros nicht schuld an den Schwierigkeiten des Euro. "Tatsächlich sind die Zentralbanken auf der ganzen Welt die größten Euro-Spekulanten. Die Hedgefonds haben nur versucht, sich darauf einzurichten, dass die Zentralbanken das Vertrauen in den Euro verlieren würden."

Antworten Gast: Wunderwuzzi
27.06.2011 14:22
2 1

Re: 2010: Starinvestor Soros warnt vor Euro-Kollaps

zum Link:
Herr Soros meint,
daß die Zentralbanken der Welt das Vertrauen in den Euro verloren hätten. Punkt
Deshalb wettet Herr Soros gegen den Euro.Punkt

Aber erst daraufhin verlieren die Zentralbanken in aller Welt dann tatsächlich das Vertrauen in den Euro. Schlußpunkt.

1 1

Re: Re: 2010: Starinvestor Soros warnt vor Euro-Kollaps

Wenn die Zentralbanker etwas nicht verstehen, was ein anonymer Poster scheinbar mühelos durchschaut, dann sind sie keinen Schuß Pulver wert. Sind sie auch nicht, aber aus anderen Gründen.

Re: Re: Re: 2010: Starinvestor Soros warnt vor Euro-Kollaps

Was hat der Wunderwuzzi nicht durchschaut? Er hat ja nur in einfachen Worten das wiedergegeben, was in meinem Link der Stock-world.de behauptet wurde!

Gast: nagut
27.06.2011 13:54
4 1

plan b ist ganz leicht

ausgleich der staaten mit einer 1/3 bis 1/5 regelung. die banken und reichen dieser welt müssen so und so schön langsam das (nie) "verdiente" geld dem volk zurückgeben.
danach sollte man geld keinen allzuhohen stellenwert mehr geben.

so einfach wärs!

1 0

Re: plan b ist ganz leicht

aha, und sie "fressen" dann schuhsohlen oder wie?

0 0

Re: Re: plan b ist ganz leicht

Schuhsohlen sind dann viel zu wertvoll zum Essen...

4 2

Dümmlich

Lieber hört man hierzulande auf Politiker, ahnungslose Besserwisser und sonstige Verlierer. Der Rat eines Gewinners wie Soros aber - der wird
von vornherein abgelehnt. Sehr "klug" und sehr neidvoll.

Antworten Gast: seltener Gast
27.06.2011 13:52
5 1

Re: Dümmlich

Dümmlich ist es zu glauben dass der feiner Herr Soros auch nur 1 Sekunde lang etwas Positives für die Allgemeinheit und im Speziellen für die EU will.
Man sollte sich - wenn man ihm schon zuhören will - Gedanken machen was er ( bzw. die Bilderberger ) vor hat. Und ob sein Vorhaben - durch Zufall - sich mit unseren Interessen deckt.

Gast: Der Naive
27.06.2011 13:36
1 1

Griechenland ist Pleite

der Witz ist gut. Na klar, die kommunistischen Horden denken so wie Liana, die sagte: Schätzchen, die Schulden sind Euer Problem. Aber wie Kommunisten so sind, denkt sie wie immer zu kurz. Wer finanziert dann das Defizit des Landes? Von 10% Defizitquote auf 0% DAS IST EINE VOLLBREMSUNG. Da werden die Griechen den Kitt aus den Fenster fressen. UND DAS IST GUT SO!

Soros und Konsorten

sind die Ursache und die, an der weltweiten, durch den entfesseltzen Finanzmarkt ausgelösten Finanz, Wirtschafts und Sozialkrise, hintergründig tätigen Akteure .

Mit ihm macht man den Bock zum Gärtner. Eigenartig, daß er sich noch traut, so gute Ratschläge an die Eurozone zu erteilen, an deren Grablegung er insgeheim womöglich noch fleissig mitwerkt.
Irgendjemand steuert im Hintergrund die Ratingagenturen, die reihenweise die Euroländer (und nicht die wesentlich maroderen USA und GB )ins Chaos stürzen lassen.

4 2

Re: Soros und Konsorten

Griechenland ist durch die exorbitanten Gehaltserhöhungen durch seine Gewerkschafter und Poltiker heute am Ende. Mit Soros hat das nichts zu tun.

Antworten Antworten Gast: Tokio Gast
27.06.2011 14:00
1 1

Re: Re: Soros und Konsorten

Natürlich hat das sehr viel mit Soros zu tun - es waren seine besten Freunde und eine seiner Banken die die Griechen zu den verbrecherischen falschen Angaben an die dummen EU Beamten und Politiker beraten haben.
Man sollte die 300 Millionen $ Honorar welche Goldmann Sax dafür von den Pleitegriechen kassiert hat zurückfordern und GS noch dazu für dieses Verbrechen mit einige Milliartden bestrafen. GS "verdient" 2009 lt. Presse v 21.1.2010 9,5 Milliarden das sind bei etwa 225 Arbeitstagen täglich ca 42 Millionen!!!!!

Antworten Antworten Antworten Gast: Gast99
27.06.2011 17:16
0 0

Re: Re: Re: Soros und Konsorten

und wer verliert auf der anderen Seite dieses Geld?! Wie hoch ist der Gewinnanteil aus der Rohstoff-spekulation?! Ziemlich grauslich. Hier wird auf Teufel komm raus nur dem Mammon nachgelaufen.Und es ist ziemlich egal wie viel Leid anderer damit verbunden ist. Hauptsache die können wieder einen Supergewinn bekanntgeben. Die haben sich ja nicht einmal gescheut ihren Kunden schlechte Produkte anzudrehen und zahlten nur eine im Vergleich zum Gewinn minimale Strafe von US $500 Mio.

Re: Re: Soros und Konsorten

und ich habe geglaubt, Griechenland ist wegen der hohen Darlehen verschuldet ?

Hobbyökonom