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Griechen-Krise: Paris legt Plan für Banken-Einbindung vor

27.06.2011 | 18:17 |  Von unserem Korrespondenten OLIVER GRIMM (Die Presse)

Die privaten Gläubiger Griechenlands sollen die Hälfte ihrer Forderungen auf 30 Jahre strecken. Weitere 20 Prozent ihrer bestehenden Investitionen sollen sie in einen "supersicheren" Wertpapierfonds einzahlen.

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Brüssel. Seit gestern, Montag, ist bekannt, wie Europas Geschäftsbanken davon überzeugt werden, ihre griechischen Staatsanleihen über deren Fälligkeitsdatum hinaus zu behalten und damit zur Abwehr der Staatspleite Griechenlands beizutragen.

Die französische Zeitung „Le Figaro“ veröffentlichte einen inoffiziellen Plan von Frankreichs Bankverband, dessen Eckpunkte so aussehen: Die Banken sollen 70 Prozent des Geldes, das sie in griechische Bonds investiert haben, bei Fälligkeit in neue Schuldscheine investieren. 50 Prozent der bestehenden Forderungen sollen sie in griechische Bonds mit 30 Jahren Laufzeit investieren. Dafür sollen sie eine jährliche Verzinsung erhalten, die ungefähr jener entspricht, die für die Hilfskredite aus dem seit Mai2010 laufenden 110-Milliarden-Euro-Paket der EU und des Internationalen Währungsfonds fällig ist. Derzeit zahlt Griechenland fünf Prozent Zinsen für die Kredite von EU und IWF.

Die restlichen 20 Prozent der bestehenden Investitionen von Frankreichs Banken in griechische Staatsanleihen sollen bei Fälligkeit in einen neuen, nicht näher beschriebenen Fonds mit besonders kreditwürdigen Wertpapieren fließen. Dieser Fonds würde die gesammelten Zinsen erst zum Fälligkeitszeitpunkt an die Banken auszahlen. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy bestätigte am Montag bei einer Pressekonferenz, dass die Laufzeit der neuen Staatspapiere 30 Jahre betragen soll. Dieses Modell dürfte als Vorlage für die anderen nationalen Modelle zur Beteiligung der Geschäftsbanken an der Umschuldung Griechenlands dienen. Der niederländische Finanzminister Jan Kees de Jager bestätigte das; in deutschen Bankenkreisen äußerte man sich ebenso.

Am Montag traf sich zudem in Rom der Geschäftsführer des internationalen Bankenverbandes IIF, Charles Dallara, mit dem Chef des Wirtschafts- und Finanzausschusses der EU (WFA), dem Italiener Vittorio Grilli, um über die Bankenbeteiligung zu sprechen. Der WFA bereitet alle Treffen der Finanzminister der Eurozone vor, er ist eines der wichtigsten Gremien für die Steuerung der gemeinsamen Währungspolitik. Der Sprecher von EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn bestätigte, dass bei diesem römischen Treffen alle Institutionen der Eurozone sowie die Kommission vertreten waren.

 

Steuerzahler schwer belastet

Allerdings dürfte bald mehr als die Hälfte der griechischen Ramsch-Anleihen bereits in die Bücher der öffentlichen Hände gewandert sein, wie eine neue Studie der Barclays Bank zeigt. Die Europäische Zentralbank ist mittlerweile die größte Gläubigerin Athens, sie hat griechische Bonds im Wert von rund 49 Milliarden Euro angekauft. Rund 38 Milliarden Euro sind im Zug des EU-IWF-Rettungspakets an die europäischen Regierungen gewandert. 30 Milliarden Euro sind in den Büchern der griechischen Pensions- und Sozialversicherungsträger, der IWF hält 15 Milliarden Euro, ausländische Staatsfonds, vor allem solche aus dem Nahen Osten und Asien, rund 25 Milliarden Euro. Dazu kommen 13 Milliarden Euro an Bonds, welche die einzelnen europäischen Notenbanken gekauft haben.

Damit es zur Umschuldung und einem zweiten, mindestens 100 Milliarden Euro schweren Hilfspaket kommt, muss aber zuerst das Parlament in Athen am Mittwoch und Donnerstag neuen Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen über rund 6,5 Milliarden Euro für heuer und 22 Milliarden Euro bis 2015 zustimmen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.06.2011)

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129 Kommentare

Re: Re: Soros und Konsorten

und ich habe geglaubt, Griechenland ist wegen der hohen Darlehen verschuldet ?

Re: Re: Re: Soros und Konsorten

Die hohen Darlehen gingen hauptsächlich in die "Verwaltung" (Klientel) und haben keinen Gewinn (Exporte, etc.) für das Land gebracht.

Das ist ähnlich, wie wenn eine Firma zwar nicht mehr für Kunden arbeitet arbeitet (keine Einnahmen hat), aber die Gehälter ihrer gutverdienenden Verwaltungsbeamten über immer neue Kredite bezahlen will.

Man kann sich jedoch bereits mit einem Volksschulabschluß in Mathematik ausrechnen, wie lange das funktioniert.

Bild

Der Cap is' aber alt worden!

Der schon wieder...

Die einzige strukturierte Vorgehensweise ist gegen solche Zocker anzukämpfen. Wie war das noch mit dem britischen Pfund Herr Soros?

0 0

Re: Der schon wieder...

Das Pfund war im A... Soros hat es nur aufgezeigt, nicht verursacht. So mächtig ist er nicht, sonst hätte er sich damals nicht am Schilling die Zähne ausgebissen.

0 0

Re: Re: Der schon wieder...

die frage ist eher, wer damals den schilling mit unterstützt hat?

Herr Soros, Europa braucht Ihren Rat nicht!

Die Zensur ist wieder einmal übereifrig, wenn es darum geht, die Wahrheit über Herrn Soros zu sagen.
http://de.wikipedia.org/wiki/George_Soros
Je weiter der Herr mit 9 Millarden Vermögen aus "Wetten, daß"Geschäften, Hedge Fonds und Spekulationen gegen Währungen (wahrscheinlich auch gegen den Euro) von Europa entfernt ist, desto besser.
Soll er sich um den mehr als maroden Dollar kümmern!

4 0

Re.: ".. er glaubt, dass eine gemeinsame Fiskalpolitik notwendig ist."


Irgendwie entzückend, wenn zu lesen steht: "und verlangt daher strukturelle Änderungen in der Union."

Auch andere verlangen "strukturelle Veränderungen" -- bloß in eine Richtung, die eben nicht die EUdSSR zum Ziel hat.
Ein Haufen anmaßender, selbstgerechter und hyperaktiver Zentralisten steuerte in den letzten Jahrzehnten einen Kontinent gegen den Willen der Mehrheit der europäischen Bürger in die Krise.
Nun wird ausgerechnet jene Krise als Anlaß genommen, den Bürgern zusätzliches Gift schmackhaft zu machen und noch mehr Selbstbestimmung abzugeben.

Noch nie war Klartext wichtiger als heute. Zum Thema "EU-Beitritt Schweiz" bringt Oskar Freysinger die Sachverhalte auf den Punkt:
http://www.youtube.com/watch?v=8tgvWfyTW2I

Re: Re.:

Vielen Dank für Ihren aufgeführten Link.
Ausgezeichnetes Interview. O. Freysinger ist meiner Meinung nach (intellektuell und argumentativ) einer der besseren SVP-Politiker. Zudem keiner, der unüberlegt die Parteilinie vertritt.

Re: Re.:

was ist von einem Soros denn anderes zu erwarten?
Der wettet gegen Währungen. Mehr braucht man nicht sagen.

Gast: Guest2288
27.06.2011 12:28
2 0

Stimmt

es gibt keinen Plan B, denn der sollte gar nicht existieren-oder gibt es irgendeinen Grund einen Plan B und eine No-Bail-Out Klausel im Vertrag zu haben?

Was nicht stimmt, ist, dass eine gemeinsame Fiskalpolitik gut wäre...

Die wirtschaftliche Integration ist viel zu schnell gegangen, wie schon einige Vorposter festgestellt haben...daher bitte nicht noch mehr wirtschaftliche Integration - ein Stopp oder Rückschritt wäre viel notwendiger als ein weiter nach vor ohne Nachzudenken?

Re: Stimmt

Also wenn Plan A so offensichtliche Schwächen hat, würd ich persönlich schon versuchen, einen Plan B zu entwerfen.
Dass es ihn nicht gibt, behauptet aber zumindest auch unser Hr. Bundeskanzler.

Was gemeinsame Fiskalpolitik etc. angeht, interpretiere ich Hrn. Soros anders.
Er "geht davon aus", dass mind. ein Land aus der Eurozone ausscheiden werde (= der von Ihnen angesprochene "Rückschritt").
Das Problem könne sich "leicht ausweiten", was eigentlich eine Binsenweisheit ist. Er fordert "Änderungen am System" und schlägt dafür eine gemeinsame Fiskalpolitik vor.
Ich glaube schon, dass Leute wie ein Soros *vorher* sehr genau darüber nachdenken, was sie *nachher* tun. Fachlich wird er also durchaus wissen, was helfen könnte.
Also sagt er doch: Manche Dinge müssen rückgängig gemacht werden, in manchen ist ein Fortschritt notwendig, um das System stabiler zu machen.

Und die notwendigen Änderungen sind eben der "Plan B", der, falls er existiert, unsichtbar bleibt. Dieser Plan ist notwendig, um den Ist-Zustand (weiter wie bisher) endlich in einen Soll-Zustand (Stabilität) überzuführen.

Antworten Antworten Gast: Guest2288
27.06.2011 15:27
1 0

Re: Re: Stimmt

Plan A hat sicher Schwächen, keine Frage. Aber auf der anderen Seite wurde er eben damals (Vertrag von Lissabon, Einführung des EURO etc) so gestaltet. Mit gewissen Hintergründen - unter anderem, dass eben die Staaten Eigenständigkeit bewahren sollen, weil das auch gefordert wird und von der Bevölkerung so gewollt wird, dass eben die EU nicht dazu da ist, eine Transferunion zu sein, sondern vielmehr eben ein Zusammenschluss wirtschaftlich gleichwertiger Staaten.

Das, was jetzt gefordert wird, ist, ein Maß an Integration, das nicht gelungen ist, aufgrund seines Fehlschlages einfach "abzuändern", damit es doch noch irgendwie funktionert und dann einen noch radikaleren Schritt zu setzen...

Das ist meiner Meinung nach einfach der falsche Weg...wir entwickeln uns von einem Händereichen zu einer Bevormundung

Re: Re: Re: Stimmt

Plan A hat keine Schwächen, sondern er funktioniert offenkundig nicht. Hr. Soros sagt ja im Prinzip auch nichts anderes. An einem Plan festzuhalten, der nicht funktioniert, ist nicht sehr produktiv.
Plan A sieht auch nicht vor, dass ein Staat die Eurozone verlässt, d.h. letztere einen Rückschritt macht.

Ihrem letzten Absatz stimme ich voll zu. Das schlimme ist, dass auch jene, die "Raus aus EU(ro)" rufen auch nichts anderes zu bieten haben.

Die EU ist übrigens offenbar nicht der "Zusammenschluss wirtschaftlich gleichwertiger Staaten" (was auch schon vor Jahren bekannt war) und somit ist die EU tatsächlich eine Transferunion. Sie heisst nicht so, sie agiert aber so. Gefällt mir auch nicht. Wirtschaftlich ungleich leistungsfähige Staaten können nur mit Transfers dieselbe Währung haben.
Und ich befürchte, dass die Flucht nach vorne, d.h. u.a. gemeinsame Fiskalpolitik (und noch viel mehr) tatsächlich der einzige Ausweg bleibt, wenn bestimmte offenbar indusktierbare Alternativen nicht gegangen werden (können).

Gast: Desinfoterminator
27.06.2011 12:26
2 1

Der Euro ist immer sicher, nur der US-Dollar nicht, seit das Prinzip der doppelten Sicherheit (easy Money von Greenspan) aufgegeben wurde!

Lieber 10 Griechenländer als eine USA. Was ich damit sagen will ist, dass die schwächen des Euro, die Soros erfindet reines Wunschdenken eines Mannes sind, dessen Dollarvermögen auf Grund der Geldpolitik der Fed in den Fingern zerrinnt.

Was kratzt es den EURO, wenn Griechenland pleite geht? In Wahrheit würde im Fall einer Griechenlandpleite der Euro sogar etwas zulegen, da er schlicht knapper und wertvoller wird.

Im Gegensatz zur Fed kauft die EZB nämlich keine Anleihen. Die griechischen Anleihen wurden nur aus buchhalterischen Gründen AUCH genommen, Geld gab es dafür aber nur, da sich Deutschland an die EZB verpfändete. Zahlt Griechenland nicht, zahlt der bessere Gläubiger Deutschland (und Österreich, Holland...).

Die EZB gibt einen Euro nur aus, wenn sie dafür 2 Euro an Pfand einsacken kann und die Bank, die eben z. B. ein Goldpfand im Wert von 100.000 eines Kreditnehmers auftreigt, die bekommt von der EZB, nachdem die Bank das Pfand an die EZB weitergereicht hat, eben maximal 50.000 bare oder girale Euro. Beide sind gleich doppelt gedeckt. Die Bank, die das Geschäft an die EZB vermittelt, muss für Kursschwankungen noch 4 % an Sicherheit drauflegen. Fällt der Goldpreis um 20 % und der Kreditnehmer kann keine zusätzlichen Sicherheiten bringen, dann wird eben Gold um 20.000 verkauft und es haften noch 30.000 bei 60.000 Sicherheit plus 4 % von der Bank aus.

Geht Griechenland pleite, gibt es Anschlusskonkurse, die EZB kann ihr Pfand verwerten. Und zum halben Preis gets weg!

Re: Der Euro ist immer sicher, nur der US-Dollar nicht, seit das Prinzip der doppelten Sicherheit (easy Money von Greenspan) aufgegeben wurde!

Der EURO ist immer sicher!?

Meine Urgroßmutter erzählte, dass der Sommer 1914 (vor Beginn des 1. WK) der schönste in ihrem Leben war. Niemand dachte an Krieg, obwohl er für "Sehende" schon absehbar war.

Auch der EUR hat einen schönen, harten Kurs. Und behindert damit Exporte, welche sich die (mit niedrig bewerten) USD wirtschaftenden Länder locker holen. China braucht dazu nicht einmal USD, die halten den eigenen YEN ziemlich tief. Und wen stört's in diesen Wirtschaftsräumen?

Der Kurs einer Währung ist ein Wirtschaftsfaktor. Der hohe EUR-Kurs der letzten Jahre hat den deutschen Arbeitnehmern Lohnverzicht (für Exporte) abgefordert. Und das war mehr, als der "billigere Spritpreis", wenn er mit harten EUR importiert wird.

Re: Der Euro ist immer sicher, nur der US-Dollar nicht, seit das Prinzip der doppelten Sicherheit (easy Money von Greenspan) aufgegeben wurde!

Ist das der Grund, weshalb Soros den Euro sehr gerne "am Rande des Zusammenbruch" sieht? Was schaut für ihn dabei eigentlich heraus? Irgendwie muß er ja zu seinem 9 Milliarden Dollar Vermögen gekommen sein!

2 0

Re: Re: Der Euro ist immer sicher, nur der US-Dollar nicht, seit das Prinzip der doppelten Sicherheit (easy Money von Greenspan) aufgegeben wurde!

Neid hin oder her. Man hört besser den Gewinnern zu als den Verlierern.

Re: Re: Re: Der Euro ist immer sicher, nur der US-Dollar nicht, seit das Prinzip der doppelten Sicherheit (easy Money von Greenspan) aufgegeben wurde!

Nein, das sehe ich nicht so.
Anerkennung gebührt nur jee Art und Weiuse gemacht haben. Dazu zähle ich nicht Gewinne aus Spekulationen. und sonstigen zweifelhaften Produkten. Das nenne ich Gewinn auzf Kosten anderer durch Zockerei.

Diese wahnsinnige Gier der Spekulanten ist im Begriff, eine Weltfinanzkrise, danach eine Weltwirtschaftskrise und zuletzt soziale Unruhen bis hin zum Krieg auszulösen. Natürlich wird Soros u.ä. ein bisserl was verlieren, aber was kümmert es sie?
Und solchen Menschen soll ich zuhören?

Gespielte Naivitaet!

Sicher gibt es einen Plan B!Und wohl auch einen Plan C......
Der Oberspekulant Soros wird halt nicht eingeweiht worden sein. Und das aergert den Zocker.

Gast: Apropos
27.06.2011 12:21
1 0

Das war doch der feine Herr ...


der 1992 massive Spekulationsgeschäfte gegen das britische Pfund betrieb.

Dummerweise (für Soros) hat das nicht funktioniert.




Gast: FragenderIn
27.06.2011 12:12
6 1

Das Lügen wurde von der europäischen Elite zur obersten Maxime gemacht!

Junckers meinte, man müsse im Dienste der "guten Sache" eben auch lügen.

Die EU, Schengen und der EURO wurden somit von ihren lügenden und betrügenden Politikern zerstört!

Man muss sich vorstellen; da gibt es eine EU und einen EURO-Raum, der sich im Vorfeld der Gründung in vieljährigen Prozessen jeweils die ausgeklügeltsten und umfangreichsten Gesetze und Vorschriften der Menschheitsgeschichte gibt und durch diese bis ins kleinste Detail vorbildlich geregelt wird.

Dann aber kommen die Politiker und verhunzen das ganze Regelwerk!

1.) Die Osterweiterung mit Staaten die noch heute nicht Europafähig sind (Rumänien, Bulgarien,...)

2.) Die Schengen-Erweiterung auf Staaten, die ihre Außengrenzen nicht sichern können.

3.) Die Schengen-Erweiterung auf Staaten, die ihre rechtsstaatlichen AUfgaben (Verbrechensbekämpfung) im Inneren nicht ausreichend sichern können

4.) Die Aufnahme von Ländern in die EURO-Zone, welche die Regeln weder im Vorfeld noch im laufenden betrieb eingehalten haben.

5.) Die Missachtung der EURO-Regeln durch fast ALLE Mitgliedsländer der Zone, inkl. und vor allem Schröder-Deutschland (Schuldengrenze "dummes Korsett")

6.) Die Missachtung der "No bail out" Klausel im EU-Vertrag (GR, IRL, POR,...)

7.) Die Missachtung der EZB-Vorschriften durch sinnlosen Ankauf von Ramsch-Anleihen in hundertfacher Milliardenhöhe.

...

Das heißt also, die EU und der EURO wären als IDEE eine tolle Sache gewesen, die praktische Umsetzung ist aber am Populismus, der Inkosequenz und der Korruption/Eitelkeit der handelnden Personen gescheitert.

Man kann eben aus einer Wirtschaftsunion keine Kriminalitäts-, Verschuldungs-, As yl- und Umverteilungsunion machen.

DAMIT ERLEIDET DIE EUROPÄISCHE UNION DAS GLEICHE SCHICKSAL WIE DER KOMMUNISMUS!

Idee: vielversprechend
Umsetzung: verheerend.

Re: Das Lügen wurde von der europäischen Elite zur obersten Maxime gemacht!

Gut und schön, Sie führen die Punkte ja recht gut auf. Aber das mit der "guten Idee, die leider nicht umgesetzt wurde" (mit dem unausgesprochenen Beisatz: aber wenn man das und das, DANN; und ICH mache es so ...) kennen wir schon zu gut. Es ist aber nicht wahr.

Eine Idee, die absehbar nicht realisiert wird und werden kann, ist nicht eine besonders gute Idee, der halt leider leider die Praxis immer wieder widerspricht, sondern eine besonders schlechte Ide, weil reine - und damit gefährliche - Utopie. Und die, die ihr nachlaufen, sind nicht besonders gute Menschen, sondern besonders gefährliche.

Antworten Gast: 32168498432168415486132984
27.06.2011 12:26
0 0

Re: Das Lügen wurde von der europäischen Elite zur obersten Maxime gemacht!

Danke für diesen exzellenten Beitrag!

Gast: ein Gast
27.06.2011 11:59
4 0

Strukturelle Änderungen...

will er haben? Der Zerfall der EU wäre doch auch eine strukturelle Änderung.

0 0

schön

und wie bewertet der Herr im vergleich dazu die lage der USA?

Gast: 1929
27.06.2011 11:48
1 3

Ihr anstudierten Talente der Politik u. Staatshilfebanken/Unternehmen.......

hörts gut zu wenn der onkel soros etwas zu zu sagen hat... denn mit'n bwl etc. - schmäh ist hier nichts mehr zu machen,das reicht nur für einen unterkommerjob in einer staatshilfebank,öbb,post etc. oder eben in der paddei......"mein lieber schwan", denn jetzt "gehts ans eingemachte"... "kinder",weltfremde,frauenversteher,viecherlschützer,beamte etc. weg jetzt bzw. aufpassen denn das ist nur für erwachsene mit erfahrung .....

Und die haben Sie, was?

Danke, Gott, dass Du zu uns sprichst.

Gast: Gustav Graugans
27.06.2011 11:38
2 0

George Soros sieht die Euro-Zone "am Rande des Zusammenbruchs"

Und wo siehr er die USA mit dem USD?

Die Chinesen sehen die Eurozone "anders" (siehe Ungarn)!

Welches "Süppchen" kocht Herr Soros da?

Doch nicht .....

2 3

Re: George Soros sieht die Euro-Zone

Wo hast du eigentlich deine Hauptabschluss gemacht?
Etwas Korrektur: Amerikaner können jeder Zeit neues Geld drucken und Dollar selber abwerten. Das bewahrt das Land auf jeden Fall vor der Pleite und Ungarn gehört nicht zur Eurozone.
Chinesen kaufewn also keine Euroanleihen!
Soros kann Suppe aber auch Geld kochen! Was kannst du denn überhaupt kochen ausser Sozialhilfe zu kassieren?

Antworten Antworten Gast: Gustav Graugans
27.06.2011 15:33
3 2

Re: Re: George Soros sieht die Euro-Zone

Es ist nicht gut, wenn man immer nur von sich auf andere schließt ...

2 2

Re: George Soros sieht die Euro-Zone

mit dem zusammenbruch des Euros/EU hätte natürlich die USA schnell wieder einen anderen stellenwert. zudem könnte man viele schnäppchen in europa erwerben. die europäer würden dann wieder vermehrt in die taschen der amerikaner arbeiten.
und genau deswegen und nur deswegen ist die EU und der Euro wichtig, auch wenns nicht immer rund läuft, aber das tuts eh nirgendswo.

Re: Re: George Soros sieht die Euro-Zone

Später in die Taschen der US-Boys arbeiten?

Das tun die doch schon heute. Welche EURO-Firma kriegt den namhafte Aufträge aus dem Ausland gegen USD-Konkurrzenz, bei diesem EUR-USD-Kurs?

Richtig, die Deutschen, denn die haben Ihre Preise über Lohndumping im eigenen Land angepaßt.

0 0

Re: Re: Re: George Soros sieht die Euro-Zone

ich lese schnell, dass sie keine ahnung haben, weder wie man zu aufträgen kommt, noch was man in DE verdienen kann.
klar, das wird auch in AT keiner groß auf die fahne heften.

Re: Re: Re: Re: George Soros sieht die Euro-Zone

Vielleicht haben Sie recht. Und in meinen letzten 25 Jahren im (außereurop.) Exportgeschäft hätte ich mit Ihrem Wissen noch mehr viel mehr verdienen können.

Ich gestehe, was mir immer gefehlt hat, war vor allem das Wissen, wie man mit Kundenpreisen unter den eigenen Selbstkosten trotzdem Gewinne machen könnte. Irgeneinen Tipp auf Lager?

Re: Re: George Soros sieht die Euro-Zone

Eine kleine Korrektur, egal wer zu erst fällt, er wird den Rest mit sich reißen, was Soros natürlich beunruhigt!

2 1

Re: George Soros sieht die Euro-Zone

Er ist ein Legende, aber nur bei den Nehmern und Ausbeutern.

Keine Korrekturmöglichkeit beim Euro

ist ganz sicher ein Schwachstelle. Denn wie sich herausstellte ist es NICHT egal, dass innerhalb der EU verschiedenste Wirtschaftsleistungen und Inflationsabgeltungen mit einer gemeinsamen Währung abgedeckt werden müssen. Nationale Ab-/Aufwertungen (natürliche Kursschwankungen) sind schlicht nicht mehr möglich. Und so bescheren uns ein paar Betrüger womöglich den Untergang des ganzen starren Systems. Diese Situation vor Augen versprechen uns EU-Verantwortliche (inkl. Hr. Faymann) jetzt das Blaue vom Himmel - denn sie & Ihre Finaciers (Banken, Versicherungen, etc.) würden beim Untergang Griechenlands auch am meisten verlieren!
Dzt. droht Griechenland Chaos & Aufstand, machen wir so weiter, bald ganz Europa...

0 1

Re: Keine Korrekturmöglichkeit beim Euro

"..verschiedenste Wirtschaftsleistungen und Inflationsabgeltungen mit einer gemeinsamen Währung.."
aha, und warum kann dann dies der US-dollar, der Rubel, der Yuan, ...?

Re: Re: Keine Korrekturmöglichkeit beim Euro

USD, Rubel, Yuan, haben jeweils eine Regierung über ein Land. Der EURO hat viele Länder und Regierungen. Er ist nicht die Währung eines Landes, sondern einer Wirtschaftsunion.

Wollen Sie auf dem Weh über diese Hintertür die EUdSSR, so feuern Sie bitte die EU-Politiker weiter an. Eine Transferunion und eine gemeinsame Wirtschaftregierung sind ein weiterer Schritt auf dem Weg dorthin.

Was machen dann eigentlich die EU-Länder ohne EURO? Werden die dann Zwangs-VerEUROt?

0 0

Re: Re: Keine Korrekturmöglichkeit beim Euro

So betrachtet, müßte jeder Akteur in der Wirtschaft seine eigene Währung besitzen, d.h. es gäbe gar keine mehr...

0 1

Re: Re: Re: Keine Korrekturmöglichkeit beim Euro

... man würde in den tauschhandel zurückfallen, wo da die vorteile liegen muss mir einer erklären.

wundert mich eh, dass es noch keinen kronenzeitung-schilling oder HC-gulden gibt.
all die gegner des Euro nehmen doch immer wieder gerne ein paar Euros an, das ist die Wahrheit ;-)

Gast: Hans im Glück
27.06.2011 11:21
5 0

Plan B

Es gibt einen Plan B.

Es kann mir niemand weiß machen, dass es keinen Plan B gibt. Sogar aus der Slowakei hat man vor ein paar Monaten von einem Plan B gesprochen. Die anderen haben nichts gesagt, das heißt aber noch lange nichts.

Sobald der EUR sichbar kränkelt werden wir auch von Plan B in Kenntnis gesetzt.

Es lebe der neue Schilling.

Antworten Gast: Eleonora K.
27.06.2011 12:21
1 0

Re: Plan B

wie soll es einen Plan "B" geben, wenn es nicht einmal einen Plan "A" gibt!?

Antworten Antworten Gast: Hans im Glück
27.06.2011 14:07
0 0

Re: Re: Plan B

Sollte es keinen Plan B geben so sind die heutigen Politiker kopfloser als ich es mir vorstellen kann.

Das gibt es nicht.

Sie spielen das Spiel der Könige.
Bei diesem Spiel muss man mehrere Züge im Voraus planen. Da der Gegenspieler nicht berechenbar ist muss es mehrere Pläne geben.

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Re: Plan B

i will keinen schilling!

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Re: Re: Plan B

D-Mark!

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Re: Re: Re: Plan B

Frage: was wäre dann anders?

Re: Re: Re: Re: Plan B

Jedes Land ohne EUR kann dann wieder Währungskurse als Wirtschaftsfaktor verwenden.

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Re: Re: Re: Re: Re: Plan B

das ist blödsinn, außer man denkt nur einen tag voraus!

man sollte beachten, dass sich gegenüber "früher" einiges in der wirtschaft verändert hat. (stichwort: globalisierung) daher ist es sehr gefährlich mit alten methoden und theorien die probleme der neuzeit zu lösen.

PS: abwertung ist nix anderes als geldtransfer zum schuldner! interessanterweise sind geldtransfergegner und singlewährungsfanatiker oft in einer person anzutreffen. ich sehe darin eine art von wirtschaftsschizophrenie!

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Plan B

Richtig, Abwertung ist (normalerweise) ein Geldtransfer zum Schuldner. Und, zusätzlich, Einkommensverluste bei den im abwertenden Land Beschäftigten.

Man kann Abwertungen eventuell durch "reine Einkommens- und Ausgabenbeschneidungen" kompensieren, ich weiß es nicht. Es gibt auch keine Erfahrungen dazu, aber Griechenland versucht's gerade.

Falls sie im Besitz einer alternativen, funktionierenden (beinahe geschrieben - erprobten) Alternativlösung sind, bitte nicht länger hinterm Berg damit halten. Ganz Europa ist auf der Suche danach.

Hobbyökonom