Nach den gewaltsamen Protesten in Athen im Zusammenhang mit der Parlamentsabstimmung über das neue Sparpaket hat die Regierung Ermittlungen zu den Vorkommnissen angeordnet. Dabei geht es nach Angaben des Bürgerschutzministeriums unter Christos Papoutsis vom Donnerstag vor allem um Fernsehbilder, die ein schlechtes Licht auf das Vorgehen der Polizei werfen. Der private Fernsehsender Alter hatte am Mittwochabend Bilder ausgestrahlt, die zeigen, wie die Sicherheitskräfte mit vermummten Männern - möglicherweise Provokateuren der Polizei - zusammenarbeiten, um gegen Demonstranten vorzugehen. Die Vorkommnisse müssten "sorgfältig" untersucht werden, hieß es in einer Erklärung des Ministeriums.
In Athen hatte es am Mittwoch während und nach der Abstimmung im Parlament über das Sparpaket gewalttätige Proteste gegeben. Hunderte Randalierer lieferten sich bis in den späten Abend hinein Straßenschlachten mit der Polizei. Sie schleuderten Steine und andere Wurfgeschoße auf die Beamten und warfen Molotowcocktails auf Bankfilialen und die Post. Die Polizei setzte massiv Tränengas ein. Rund 150 Verletzte wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums im Krankenhaus behandelt, darunter auch 31 Polizisten.
(APA)
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