Deutsche Banken mit 3,2 Mrd. beim Athen-Paket dabei

30.06.2011 | 16:36 |   (DiePresse.com)

Die freiwillige Beteiligung der deutschen Banken ist fixiert. Insgesamt sind sie mit zehn Milliarden Euro in griechischen Anleihen engagiert.

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Das deutsche Finanzministerium und deutsche Banken haben sich auf eine freiwillige Gläubigerbeteiligung an einem zweiten Hilfspaket für Griechenland verständigt. Der Beitrag belaufe sich auf insgesamt 3,2 Milliarden Euro, teilte Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Donnerstag in Berlin mit. Eine komplett freiwillige Einbindung der Privatgläubiger ist wichtig, damit Rating-Agenturen diese Maßnahme nicht als Zahlungsausfall bewerten.

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Der Beitrag der Deutschen Bank liege unter einer Milliarde, sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person. Das Engagement der Commerzbank sei sogar deutlich niedriger als eine Milliarde, hieß es bei zwei anderen Insidern. Die Commerzbank sei kaum in kurz laufenden Staatsanleihen engagiert. Die beiden Banken wollten sich dazu nicht äußern. 1,2 Milliarden für das Rettungspaket sollen von den staatlichen "Bad Banks" der HRE und der WestLB kommen.

Insgesamt sind die deutschen Banken mit zehn Milliarden Euro in griechischen Anleihen engagiert. Die Commerzbank davon mit 2,9 Milliarden, die Deutsche Bank mit 1,6 Milliarden.

Franzosen wollen 70 Prozent reinvestieren

Auch Frankreichs Banken wollen sich nach Angaben von Staatspräsident Nicolas Sarkozy am Hilfspaket für Griechenland beteiligen. Nach dem französischen Umschuldungs-Modell investieren die Gläubiger bei Auslaufen der alten Griechen-Bonds rund die Hälfte wieder in neue länger laufende Papiere. Dadurch bekommt Griechenland mehr Zeit für die Rückzahlung und kann die Schuldenlast etwas reduzieren. Präsident Nicolas Sarkozy bestätigte einen entsprechenden Zeitungsbericht der regierungsnahen Zeitung "Le Figaro".

Österreichs Banken könnten sich wie jene in Frankreich und Deutschland ebenfalls an den Hilfen für Griechenland beteiligen. Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) sagte am Dienstag nach dem Ministerrat, es gebe hier Gespräche "ohne großer öffentlicher Begleitmusik" in enger Zusammenarbeit mit der Nationalbank. Zwingen will man die Finanzinstitute aber nicht. Eine Beteiligung würde freiwilliger Natur sein, erklärte Faymann.
 
Der Ministerrat ermächtigte in seiner Sitzung Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) allenfalls Hilfen freizugeben. Wenn die Bedingungen dann erfüllt seien, könnten schon am Sonntag bei einem Treffen der Eurogruppe Entscheidungen fallen.

Nach dem Willen der Euro-Finanzminister sollen rund 30 Milliarden Euro des neuen Rettungspakets für Griechenland in Höhe von mehr als 100 Milliarden Euro von privaten Gläubigern kommen.

 

(APA)

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28 Kommentare
 
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Gast: Defender
01.07.2011 14:58
0 0

Die Gewinner der Griechenlandkrise?

„ Wen die Griechen-Rettung reich macht!

Finanzkonzerne und Regierung feiern ihre Grundsatzeinigung zur Griechen-Hilfe als Wohltat für arme Südeuropäer. Doch bei genauem Hinsehen ist der zugesagte Betrag verschwindend gering. Einen großen Teil der Last trägt der Steuerzahler, Grund zum Jubel haben nur die Banken.“

Spiegel online, 1.6. 2011, Details sind dort nachzulesen – für diejenigen, die können und diejenigen, die wollen.

Und unsere regierenden Politiker belügen uns unentwegt weiter und feiern Feste!!

300 Abgeordnete!!!

200 zuviel

0 0

Sparen???

heutzutage reden immer alle von sparen, wenn ich pleite bin, völlig abgebrannt und hochverschuldet dann spare ich nicht sondern ich sollte lieber zusehen wie ich aus meinen Schulden wieder rauskomme. Wie können die Griechen von Spar-Paket sprechen wenn sie verschuldet sind.
Die werden die nächsten 10 Jahre kein Geld haben im ihre Sraßen zu sanieren...
...
wie-ziehe-ich-den-Hals-aus-der-Schlinge-Paket

Gast: Joes World
01.07.2011 07:14
0 0

Früher lehrten uns die Griechen ...

Was ist nur aus den Griechen geworden? Früher lehrten sie uns die Mathematik. Heute leeren sie unsere Taschen.

Gast: Sinus
30.06.2011 20:22
2 0

Erwerbstätigenquote

In Österreich lag die Erwerbstätigenquote lt. Statistik Austria 2009 bei 44%.

Unterstellte man Griechenland ebenso diese Rate, was günstiger ist als in Griechenland, so würde die Belastung des einzelnen Griechen von 2.500€ jährlich korrekterweise auf 5.700€ steigen, also 22.800€ in 4 Jahren.

Dazu kommen die massiven Abgabenerhöhungen z.B. der Mehrwertsteuer und die kommenden erhöhten Preise durch die Privatisierungen (Strom, Wasser)

In Griechenland ist Vieles falsch gelaufen.
In der EU hat man dies genau gewußt.
GR ist bankrott und muss aus der Eurozone austreten.

Was hier läuft ist eine Enteignung ganzer Völker.
Sowohl der Griechen als auch der zwangshaftenden nettozahlenden Länder.

Cui bono ?
Wem nützt das in Wahrheit ?

Es werden doch nicht etwa die gleichen Personengruppen wie
1921 (Bankenkrise),
1929 (Börsenkrise),
1948-1952 (Währungsreform BRD),
1947 (Währungsreform Ö)
sein ?!

Ich will den Schilling wieder !

Antworten Gast: leider wird man viel viel zu spät merken, WER Barroso wirklich war - SCHADE!
30.06.2011 20:57
1 0

Re: Erwerbstätigenquote

Wissen Sie eigentlich wer sich diese HILFSMILLIARDEN in Wahrheit einnäht -Und wer sich jetzt in der Zeit der Not noch einmal bereichert???

Gast: 1. Parteiloser
30.06.2011 20:18
0 0

Die Höllenpforte!

Das Parlament, mit 300 Abgeordneten, hat die Einsparungen für die Millionen anderen Griechen akzeptiert.

Die Menschen auf den Straßen werden sicher nicht verschwinden, weil die für die eigene Existenz kämpfen werden. Weil aber die Verantwortlichen für die Misere nie zur Verantwortung gezogen wurden, so wird es ein Kampf gegen die neuen Verantwortlichen, also gegen die Politiker, werden.

Vielleicht werden 90% der Griechen das Abkassieren (Zinsendienst alleine knapp 20.000 Mio. Euro pro Jahr!) auch schlucken und sich ducken.

Was ist aber mit den restlichen 10%?

Das sind dann immer noch 1 Mio. Menschen, welche die Hürde noch nicht genommen haben, die Hürde auch nicht nehmen wollen. Das sind dann die Menschen, welche kaum mehr etwas zu verlieren haben.

Das Thema Griechenland ist noch lange nicht gegessen. Im Gegenteil, es wurde mit der Aufarbeitung der Ursachen für die Katastrophe für Millionen Menschen noch nicht einmal begonnen.

In der arabischen Welt hat der Kampf der Bürger um Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit in Tunesien den Ausgang genommen und ist immer noch am Anfang. In Europa wird Griechenland das erste Land sein, welches diesen Schritt gehen wird.

Nein, es wurde sich keine relevante Hürde genommen, der Weg führt eher gerade in die Hölle. Ein Hölle gebaut mit Schulden, dem Finanzunswesen und durch das Totalversagen der Entscheidungsträger. Diese Hölle wird über uns alle kommen und für die meisten Menschen dramatische Auswirkungen haben!

0 0

Laufzeit

Mein Kommentar : "Götter,Menschen und das Geld der Griechen " im KHH , 21.Juni 2011 bis 16.Oktober 2011. !!! Laufzeit wesentlich kürzer und Einahmen garantiert !

Gast: Aristoteles
30.06.2011 20:14
0 0

"Wenn nämlich die Ungerechtigkeit bewaffnet ist, so ist sie am allergefährlichsten."

http://www.youtube.com/watch?v=GV3oIZJahaQ

Antworten Gast: das Auge des Huhns
30.06.2011 20:53
0 0

Re: schlau ist er schon der Papandreou....

.......bevor es zu einem Militärputsch gekommen wäre, macht er den Verteidigungsminister am 17. Juni zum Finanzminister, tstststs, also um zu wissen wie das endet, muss man KEIN Hellseher sein!

Gast: grau
30.06.2011 19:59
3 0

das teuerste kasperltheater



der welt !

Antworten Gast: ein Kasperltheater schaut anders aus
30.06.2011 20:16
1 0

Re: das teuerste kasperltheater

kasperltheater? man dürfte diesen Wahnsinn noch immer nicht begriffen haben!

Gast: gast gast
30.06.2011 19:41
2 0

krise ist gleich

der größte raub der geschichte

Gast: Buchhalter
30.06.2011 18:52
1 1

Der Bilanzierungsschwindel

der Banken innerhalb der EU - einschließlich der Europäischen Zentralbank, EZB genannt - sollte so rasch als möglich beendet werden.
Betrug in vielerelei Hinsicht wird damit tagtäglich begangen.
Gesetze werden gebrochen oder umgangen, verändert oder neu definiert, je nach Bedarf der Apparatschiks.
Die EU-Zentrale in Brüssel, legalisiert sich ihre selbst begangenen Finananzverbrechen.
Dieses System des Zentralismus liegt in den letzten Zügen.
Historische Vergleiche gibt es derer viele.

Re: Der Bilanzierungsschwindel

Leider liegen die Zentralisierungen nicht in den letzten Zügen, sondern werden sich weiter ausweiten - Vorgaben der EU an die Mitgliedsstaaten durch neu zu schaffendes EU-Finanzministerium

Gast: uburoi
30.06.2011 17:53
0 0

würde man die propagierte summe verhundertfachen,

bliebe immer noch, wers glaubt, wird seelig.
hihihi.

Gast: brandung
30.06.2011 17:32
1 0

Sand in unsere Augen!

"Banken drücken sich vor substantiellen Hilfen (SZ)

Und der Gewinner sind - die Banken: Zwar verkündet Finanzminister Wolfgang Schäuble, dass sich die Geldhäuser mit 3,2 Milliarden Euro am Hilfspaket für Griechenland beteiligen. Doch der Beitrag klingt großzügiger als er ist. Am Ende dürften die Banken davon sogar profitieren - und zahlen müssen wieder die Bürger."

http://www.sueddeutsche.de/geld/griechenland-krise-banken-kommen-um-substantielle-hilfen-herum-1.1114524

Antworten Gast: Nachrechner
01.07.2011 08:37
0 0

Re: Sand in unsere Augen!

Die Banken profitieren ganz sicher! Wer kassiert denn die, durch das Herabstufen der Rating-Agenturen, neuerliche erhöhten Zinsen für die Kredite an Griechenland?

Gast: Gast: Leser
30.06.2011 17:13
2 0

Sarkasmus?

"... ohne großer öffentlicher Begleitmusik" - wollte da die APA/Die Presse sich absichtlich über die mangelnden Deutschkenntnisse (also mangelnde Bildung) unseres Bundeskanzlers lustig machen, indem sie ihn wörtlich (in Anführungszeichen) einschließlich des Fallfehlers zitiert? Wenn ja, dann ist es ihr tatsächlich gelungen.

Gast: gast gast
30.06.2011 17:08
0 0

wie soll der steurzahler diese großzügigkeit jemals wieder gutmachen können

danke liebe banken

Gast: 1. Parteiloser
30.06.2011 16:42
4 0

Elendige Kotzbanken!

Von den 3,2 Milliarden sollen ja 1,2 Milliarden von den staatlichen "Bad Banks" der HRE und der WestLB kommen. Es bleiben also gerade einmal 2 Mrd. übrig.

Die Deutschen Banken hatten aber, vor den Rettungspaketen Griechischen Staatsanleihen in einem Volumen von min. 50 Mrd. Euro, eher über 80 Mrd. Euro. Bei einer Refinanzierung über die EZB mit 1% und kassierten gut 5% von Griechenland haben diese Kotzbanken in nur 1 Jahr min. 2 Mrd. abkassiert. Die kassieren auch noch immer weiter ab.

Das ist doch keine Beteiligung, diese Kotzbanken stellen sich damit überhaupt nicht dem eigenen Risiko!

Man muss sich nur vorstellen, dass es um eine Gesamtsumme von etwa 360 Mrd. Euro geht. Da sind doch dann die 2 Mrd. nicht einmal 0,6%, also nicht einmal die Zinsen von 2 Monaten!

Diese Kotzbanken werden von Kotzparteibonzen nur geschützt, um weiter das Finanzunwesen treiben zu können. Es wird Zeit, dass die Europäer diese Verbr.echer in die Wüste Gobi zum 100 Jährigen meditieren schickt, natürlich ohne Wasser!

Wie lange müssen wir diese Kotztypen noch aushalten?

Gast: Hans im Glück
30.06.2011 16:37
2 0

"komplett freiwillige Einbindung der Privatgläubiger"

Wer soll das glauben?
Ein Investor? Ha, da kann ich nur lachen.

Die Steuerzuckerl werden den Verlust mehr als ausgleichen, denn wer das Geld hat bestimmt.

Dem Investor ist wichtig was unter dem Strich steht. Somit kann es nur ein Nullsummenspiel sein, eine Nebelgranate, damit die Finanzierung nicht nachvollziehbar wird.

Man könnte sogar die Gesetze gegen Geldwäsche und Terrorismusbekämpfung anwenden. Diese organisierten Kriminellen.

Gast: Freiheit
30.06.2011 16:36
2 0

und schon wieder gaukelt uns die politik was vor

und die presse schreibt fleissig die propaganda. hatten wir nicht in der presse einen artikel (ca 2-3 wochen) wo es hiess die privatbankenpositionen seien minimal? an sich liege der grossteil der griechischen schulden bei den anderen laendern. da wurde von 15mrd euro gesprochen die deutsche banken haetten wovon der grossteil bei den banken im staatsbesitz sitze. es waere doch wirklich mal interessant wenn jemand reinen wein einschenkt.

Gast: rabe1
30.06.2011 16:32
3 0

super

das ist Wählerverar...ung vom Feinsten ! Deutsche banken haben von ursprünglich etwa 30 Mrd an Griechenanleihen noch zu Superkursen 20 Mrd an die öffentliche Hand (EZB, Bundesbank) verkauft. Und bei den verbleibenden 10 Mrd werden sie 6,8 Mrd bei Fälligkeit dank staatlicher Garantie voll bekommen und 3,2 Mrd werden wieder in neue Anleihen reinvestiert. Ein toller "Beitrag" der Banken, Gratulation an die beinharten Verhandler in der Politik !

Gast: Karl Huber
30.06.2011 16:29
0 0

Wer übernimmt die Garantien?

Josef Ackermann hat eindeutig gesagt.
Wenn der Bund die Garantie übernimmt sonst keinen Cent.
Aber es ist eh vollkommen wurscht.
Wenn die Banken das Geld abschreiben müssen, muß der Steuerzahler wieder einspringen. Oder war es 2008/09 anders?
Für WIE DEPPERT halten die uns wirklich?!
Leider sind 80% der Wähler wirklich so DEPPERT (wenn nicht gar 90%)!

Gast: grau
30.06.2011 16:05
1 0

bitte eine milde gabe !



vergelts gott, liebe bank !

 
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