S&P droht mit Griechen mit Zahlungsausfall

04.07.2011 | 12:40 |   (DiePresse.com)

Die Verlängerung der Laufzeiten griechischer Anleihen durch französische Banken könnte als teilweiser Zahlungsausfall gewertet werden.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

Die französischen Pläne für die Verlängerung von Laufzeiten griechischer Staatsanleihen könnten der Ratingagentur Standard & Poor's zufolge als teilweiser Zahlungsausfall gewertet werden. Beide vom französischen Bankenverband genannten Optionen würden wahrscheinlich zu einem "default" (Kreditausfall) führen, erklärte S&P am Montag. Ein Umtausch von Staatsanleihen sei dann ein Zahlungsausfall, wenn er aus der Not heraus geschehe und Anleger am Ende weniger Geld erhielten, als sie sich von den Papieren ursprünglich erhofft hatten, hieß es in der Mitteilung.

Mehr zum Thema:

Die Finanzminister der Eurozone hatten am Wochenende die Zahlung der nächsten Tranche für das hoch verschuldete Griechenland beschlossen und dem Staat damit eine Atempause verschafft. Ein zweites Hilfspaket soll in den kommenden Wochen ausgearbeitet werden. Daran sollen sich auch private Gläubiger wie Banken und Versicherungen beteiligen.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

Mehr aus dem Web

3 Kommentare

Na so etwas?

Dabei beteiligen sich die (echten) Privatbanken sowieso nur mit rund 1% an den Kosten dieses Desasters. Und das nicht etwa direkt, sondern nur mittels "Verlängerung der Laufzeiten". Und deshalb plaudern die bösen, bösen Ratingagenturen aus, was ohnehin schon alle wissen?

Die Fehlkalkulationen der "Retter" mehren und offenbaren sich in immer kürzer werdenden Zeitabständen. Das Beruhigungsplacebo (Private zahlen mit, nämlich in der Praxis 0%) für die Bevölkerung scheint also auch nach hinten los zu gehen.

Eine Satire allererster Klasse, leider nur extrem teuer für das atemlos lauschende und zahlende Publikum. Auf die nächste Eingebung der Politik zwecks "endgültiger Behebung" des angerichteten Schadens darf mit Spannung gewartet werden.

Gast: Onkel Hans
04.07.2011 14:04
1

LOL


1. Jedes Volksschulkind weiß mittlerweile: Griechenland IST pleite!

2. Aber AUSSPRECHEN darf das niemand.

3. Weil, sobald es ausgesprochen ist, können sich die griech. Banken nicht mehr bei der EZB unter Verpfändung von Anleihen des griech. Staates refinanzieren (ein Zahlungsversprechen eines Zahlungsunfähigen ist halt keine "Sicherheit"). Sobald das geschähe, wären auch die griech. Banken pleite (= zahlungsunfähig). Inkl. Run auf die griech. Banken um die Restln. Samt bürgerkriegsähnlichem Chaos in GR.

4. Interessantes Szenario. Griechische Tragödie! Ganz großes Kino!

Gast: grau
04.07.2011 13:03
0

die überschrift zumindest könnte



überprüft werden, bevor man sie einstellt.

die banken dürfen nach s§p GAR nicht belastet werden.

WARUM, wenn der konkurs klar zu tage liegt, schaufelt man weiteres geld hinein?

stimmen wir ab, ob wir SO solidarisch sein wollen!

Umfrage

AnmeldenAnmelden