Griechenlands Finanzinstitute könnten Bankenkreisen zufolge eine kurzfristige Herabstufung der Kreditwürdigkeit des Landes überstehen. Wenn Griechenland nur so lange von Ratingagenturen mit "default" (Kreditausfall) bewertet werde, bis der Austausch der Anleihen abgeschlossen sei, werde es kein Finanzierungsproblem für die einheimischen Geldhäuser geben, sagten hochrangige Banker des Mittelmeerlandes am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Sollte aber an dieser Bewertung längere Zeit festgehalten werden, könnte es notwendig werden, die Finanzinstitute zu unterstützen. Entsprechende Gespräche würden bereits mit der Europäischen Zentralbank (EZB) geführt.
Die Ratingagentur S&P hatte erklärt, die französischen Pläne für die Verlängerung von Laufzeiten griechischer Staatsanleihen könnten als begrenzter Zahlungsausfall gewertet werden und damit zu einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit des Landes auf "Default" (Kreditausfall) führen.
Griechische Banken sind in großem Maße von der EZB abhängig, da sie sich kaum an den Kapitalmärkten refinanzieren können. Sollten die Staatsanleihen des Landes wegen einer Herabstufung auf "Default" allgemein als Sicherheiten nicht mehr akzeptiert werden, müsste die Notenbank möglicherweise den Geldhahn zudrehen. Im Mai stützten griechische Banken ihre Refinanzierung zu fast einem Fünftel auf die EZB.
041713 Jul 11
(APA/Ag.)
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