Ratingagentur schickt Politik zurück zum Start

05.07.2011 | 10:50 |   (Die Presse)

Die Ratingagentur S&P will die geplante Beteiligung der Privatgläubiger an der Griechenland-Hilfe als „teilweisen Zahlungsausfall“ werten. Nowotny kritisiert deren Verhalten.

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Wien/Bloomberg/Reuters/Jaz. In der Vorwoche hoffte die europäische Politik, die Griechenland-Misere langsam aber sicher lösen zu können. Trotz heftiger Widerstände auf der Straße beschloss das Parlament in Athen ein Sparprogramm, das von EU und IWF als Voraussetzung für frisches Geld aus dem Hilfstopf genannt worden war. Die bevorstehende Staatspleite war abgewendet. Zudem sorgte ein Vorschlag des französischen Bankenverbands über die Beteiligung der Privatgläubiger an der Griechenland-Hilfe für Aufatmen bei Politikern. Denn erstmals signalisierten auch Banken und Versicherungen, sich finanziell zu beteiligen.

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Anfang dieser Woche war die Euphorie wieder verflogen. Grund dafür war ein Statement der Ratingagentur S&P zu den Plänen. „Aus unserer Sicht würden sie zu einem teilweisen Zahlungsausfall führen“, so die Ratingagentur. Die bestehenden und künftigen Staatsanleihen Griechenlands würden daher mit der schlechtesten Bewertung „D“ versehen werden.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird einem Bericht der Financial Times zufolge weiter an ihrem Prinzip festhalten, auf das beste Raing aller Agenturen zu achten. Die EZB könnte damit die Tür für einen Kompromiss zur Lösung der griechischen Schuldenkrise offenlassen, der eine Beteiligung der privaten Gläubiger vorsieht, solange nicht alle Ratingagenturen dabei ihre Bewertung auf die schlechteste Note absenken.

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Auch der US-Derivateverband äußerte sich dahingehend, dass er den französischen Vorschlag nicht als Kreditereignis bewerte. "So wie ich Frankreichs Plan verstehe, handelt es sich gewissermaßen um einen freiwilligen Roll-Over und im Allgemeinen werden durch einen freiwilligen Roll-Over keine Kreditausfall-Versicherungen (CDS) fällig", teilte der Derivateverband International Swaps and Derivatives Association (ISDA) am Montag mit.

Nowotny-Kritik an Ratingagenturen

Der Chef der Österreichischen Nationalbank, Ewald Nowotny, kritisiert die Rating-Agenturen wegen ihrer strengen Vorgaben für die Griechenland-Hilfe. Ihm sei aufgefallen, dass die (großteils US-amerikanischen, Anm.) Rating-Agenturen in dieser europäischen Angelegenheit "sehr viel strikter und aggressiver sind als bei ähnlichen Fällen in Südamerika", meinte der OeNB-Gouverneur Montagabend in der "Zeit im Bild 2".

Nowotny spricht hier von einer "schwer schwierigen Diskussion" mit den Rating-Agenturen, da dieser auch teilweise Verzichte als Ausfall werten würden. Überhaupt gebe es eine "eigenartige Situation". Die Banken selber wären nämlich durchaus bereit, sich an der Rettung zu beteiligen, weil sie Interesse an der Stabilität Griechenlands hätten.

Faymann zeigte sich ebenfalls erbost über die Kritik der amerikanischen Ratingagenturen. Er attestierte den Agenturen ein mangelndes Einfühlungsvermögen sowie mangelnde "Ortskenntnis". Es sei an der Zeit, eine europäische Ratingagentur zu errichten, die mit den Gegebenheiten in Europa besser vertraut sei. Der Kanzler sprach von einer "unkontrollierten Entwicklung", bei der Ratingagenturen einen größeren Einfluss hätten als parlamentarische Beschlüsse.

Zusammenbruch der Banken

Sollten die Ratingagenturen konsequent bleiben, wäre die Folge davon der Zusammenbruch des griechischen Bankensystems, da die EZB angekündigt hatte, in einem solchen Fall keine griechischen Staatsanleihen mehr als Pfand zu akzeptieren. Dies ist zurzeit jedoch die einzige Möglichkeit für griechische Banken, noch zu frischem Geld zu kommen. Dies könnte zu einem Sturm auf die Banken und „bürgerkriegsähnlichen Zuständen“ in Griechenland führen, meinte IHS-Chef Bernhard Felderer in der Vorwoche.

Darüber hinaus würde die geplante Rückkehr Griechenlands an den Kapitalmarkt unmöglich sein, solange das Rating auf dem schlechten Niveau verweilte. Ökonomen befürchten zudem negative Auswirkungen auf die anderen Wackelkandidaten des Mittelmeerraums – allen voran Portugal. Da die EU-Politik dieses Szenario auf jeden Fall vermeiden möchte, bedeutet das Urteil von S&P für sie eine Rückkehr an den Start. „Politiker, Zentralbanker und Bankenvertreter müssen nun zurück an den Zeichentisch und sich etwas Neues überlegen“, sagt Christoph Rieger, Strategiechef bei der deutschen Commerzbank. Eine Beteiligung der Privatgläubiger wurde in der Vorwoche von führenden EU-Politikern wie der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lautstark gefordert.

 

Kritik an französischen Plänen

Die französischen Pläne hatten vorgesehen, dass die Gläubiger 70Prozent ihres auslaufenden Griechenland-Investments neuerlich in 30-jährige griechische Staatsanleihen stecken. 50 Prozent der ursprünglichen Summe hätte Griechenland erhalten, die restlichen 20 Prozent sollten in einen Sicherungsfonds fließen, der eine Rückzahlung auch nach einer Staatspleite garantieren würde.

Dieser letzte Punkt – als Anreiz für die Banken gedacht – erklärt laut Kritikern des Plans auch die Ablehnung durch S&P. So wäre für Griechenland nach einer solchen Umschuldung eine Staatspleite samt Schuldenschnitt in einigen Jahren günstiger, als die vollen Zinsen für 30 Jahre zu zahlen.

Des Weiteren würden die Gläubiger laut der Einschätzung von S&P in Summe weniger Geld erhalten, da die Zinsen bei den neuen 30-jährigen Anleihen „deutlich geringer“ sein dürften. Zudem würde es sich nicht um einen freiwilligen Umtausch, sondern eine „Restrukturierung“ Not leidender Kredite handeln, so die Ratingagentur. Daher müsse dies als „teilweiser Zahlungsausfall“ gewertet werden.

 

Klage gegen Griechenland-Hilfe

Widerstände gegen die Griechenland-Hilfe gibt es aber auch in Deutschland. Dort verhandelt das Bundesverfassungsgericht heute, Dienstag, über die Rechtmäßigkeit des Hilfspakets. Die Kläger berufen sich auf die EU-Verträge, die eine Finanzhilfe für andere Länder untersagt. Einer der Kläger, der Berliner Ökonom Markus Kerber, fordert daher den Euro-Austritt der EU-Nettozahler – neben Deutschland auch Österreich.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 5. Juli 2011)

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401 Kommentare
 
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Gast: der wiener
06.07.2011 20:20
0

eh kloar ....

.... hat da amoi ana g´sagt
"Lernen Sie Geschichte" hat der andere g´sagt
Schau ma amoi nach ... wie oft ham´s a Währungs-Union probiert ....
... wie oft hatt´s funktioniert

(hinweis f. Deppen: Google & Wiki (Währungsunion, Bretton Woods ...)

Gast: Lächler
06.07.2011 15:05
0

Wer ist der Böse... Politik / Wirtschaft / Ratingagenturen??

tja... das ist eine schwierige, und doch einfache Frage!
unsere lieben Politiker sind keine Politiker mehr, sondern nur Speichellecker, und eigene Hosentaschen füller... und das nicht erst seit ein paar Jahren, sondern leider schon seit Jahrzehnten! (frei nach dem Motto... alle sind gleich, aber wir Politiker haben sonderrechte.. und dürfen uns hochoffiziell bereichern.. nur als einfaches Beispiel.. was darf ein druchschnittlicher Österreicher/in max. an Pension erhalten.. und wieviel bekommen unsere lieben Politiker???)

Andererseits, sind so gut wie alle Politiker Günstlinge von Wirtschaftsbonzen... (wie hätten sie sich sonst auch in die Position die sie haben, kommen können...=denen ist man dann doch einiges schuldig...=also werden die bei Staatsaufträgen / Besteuerung / Land- und Immobilienverkäufen ein "klein wenig" bevorzugt...)

Die EU wurde einzig und alleine von der Wirtschaft (und auch Finanzwirtschaft) den EU-Bürgern so lange eingeredet... bis sie endlich Ihren Willen (ohne Sinn und Zweck für die Bevölkerung) durchsetzen konnten!

Die Rating-Agenturen... sind ebenso wie die Politiker von den Geldgebern abhängig = somit tun sie nur das, was ihnen aufgetragen wurde... und nicht was die Tatsachen aussagen!

und warum funktioniert das... weil wir EU-Bürger so bedacht darauf sind, unseren "Wohlstand" zu erhalten.. anstatt die Politiker und Wirtschaft daran zu erinnern.. dass sie ohne uns NICHTS sind!
schönes Musterbeispiel = Kinderfilm: das große Krabbeln!

Gast: markus trullus
06.07.2011 07:06
0

Der war's, nein der, oder doch der?

Alles Quatsch
Alles Fremdschuldzuschreibungen, Projektionen!
Wir Bürger sollten uns endlich die "unbequeme Wahrheit" zu eigen machen: Wir Bürger wählen diese Politiker, wir Bürger entscheiden, welcher Bank wir unser Geld anvertrauen, welchen Kredit wir nehmen,und ob überhaupt, wir Bürger machen also die Geldgeschäfte, sind der Geilheit, dem Neid und Geiz verfallen und nehmen das als unsere Lebens- Entscheidungsgrundlagen. Politiker machen das, was die Mehrheit will, und Banken leben ... von ihren Kunden! Die haben allesamt kein Eigenleben.
Wer was an diesem Saustall verändern will , beginne bei sich selbst! Basta!

"Zusammenbruch der Banken"

Kann so schlimm nicht sein. Oder wie sonst ist es möglich, daß die Menschheit jahrtausendelang ohne Banken überlebt hat?

http://www.banken-volksbegehren.at

Gast: alter Schilling
05.07.2011 20:28
0

Interview mit Prof. Max Otte

http://www.rottmeyer.de/max-otte-im-interview-demagogie-bankenrettung-und-finanzoligarchen/

Man sollte sich mal dieses Interview mit Prof. Max Otte anhöhren. Kernaussage bei 7:25 min !

Sind unsere Institutionen besser...???

"Die EZB wird ..weiter an ihrem Prinzip festhalten, auf das beste Raing aller Agenturen zu achten."

Das widerspricht der sprichwörtliche "kaufmännischen Vorsicht" aber diametral.
Die Bank ist beschleunigt die Fahrt gegen die Wand.

Gast: Schuhputzer
05.07.2011 18:58
0

Ratingagentur

eine von der EU selbst ins Leben gerufene Ratingagentur wird ja wohl auch kaum objektiv sein. Kein Käufer von Staatspapieren wird wohl so deppert sein und der EU ihre Gefälligkeitsgutachten, die sie über sich selbst erstellt, Glauben schenken.

Ratingagenturen

kann nur dem Gast99 vollinhaltlich beigepflichtet werden. Die dubiosen Stellungnahmen sollen sich diese Herrschaften in die Haare schmieren und die Blödhammeln diesen Kommentaren Folge leisten!

Gast: Gast 99
05.07.2011 16:57
1

etwas zum Grundsätzlichen

Anmerkung WL: Kaum werden die Banken von der Politik um ein kleines Almosen gebeten, schon schießen die Agenturen der „Rentiers“ (siehe Krugman) quer – schließlich werden die Rating Agenturen ja auch überwiegend von den Banken bezahlt. Es ist Wahnsinn, die Ratings von ganzen Ländern in die Hände von privaten Agenturen zu geben, die bekanntermaßen auch nur immer der Herde hinterher rennen oder die Herde erst in Trab bringen. Erst haben diese Agenturen die Spekulationen um die Kreditwürdigkeit angeheizt und nun machen sie ihr Geschäft, in dem sie Griechenland gegen alle politische Unterstützung für pleite erklären. Das zeigt, dass die Politik gegen die Spekulation keine Mittel hat. Die ach so kompetenten Rating Agenturen haben doch ihre ganze Unfähigkeit schon vor der Finanzkrise bewiesen, als sie auch noch die unseriösesten Derivat-Konstruktionen mit besten Noten ausstatteten. Genauso gaukeln sie jetzt Politikern und Bankern Wissen über Staaten vor, das sie gar nicht haben (können). Schlimm ist, dass selbst die EZB sich bei ihren Entscheidungen von solchen „Rating Clowns“ (Thomas Fricke) abhängig macht. Hätte man von Anfang an mit dem Mittel der Euro-Anleihe der Spekulation den Garaus gemacht, dann brauchte die Politik sich nicht länger von Bankern und Rating Agenturen am Nasenring durch die Manege führen zu lassen. (aus nachdenkseiten.de)

Gast: Staatskanzler
05.07.2011 16:47
1

Der Staat bin ich

Ich hoffe, das deutsche Bundesverfassungsgericht bereitet diesem Spuk ein Ende.

jeder vernünftige Kaufmann würde sofort aus dem vertrag aussteigen

da dieser ja auch von der Gegenseite nie eingehalten wurde !

Wie die freie Presse

Mit den Rating-Agenturen verhält es sich ähnlich, wie mit der freien Presse. Sicherlich stimmt nicht alles, was in Zeitungen steht - aber die freie Presse ist essentiell für eine freie Gesellschaft.

Was die EUDSSR-Politiker hier versuchen, ist politischen Druck auf freie Rating-Agenturen auzuüben. Zugleich arbeiten man in Neu-Moskau an einer "EUropäischen Rating-Agentur", die zur freien Presse so steht, wie die sowjetische Pravda zur Wahrheit.

Einziges Ziel: vertuschen und verdrehen; genauso wie man es im Kommunismus mit der Presse getrieben hat.

Der eiserne Vorhang ist offensichtlich nicht gefallen, er hat sich nur nach Westen verschoben.

Gast: Han
05.07.2011 16:04
1

Gutstehen

von dritter Seite ermöglicht dem insolventen Schuldner üblicher Weise sein Unternehmen fortzuführen.
Es ist daher unverständlich die Stellungnahme von S & P dies als teilweisen Ausfall zu werten. Es ist daher die Kritik von Nowotny gerechtfertigt, weil was sollte der Schuldner sonst noch tun als jemand stellig zu machen der seine Verbindlichkeiten übernimmt, um ihm den Fortbetrieb zu ermöglichen.
Den Damen und Herren von S & P ist Nachhilfe im Insolvenzverfahren zu erteilen.
Zum Herrn "Soros" ist zu sagen, dass er sich schleichen soll mit seinem Casinokapitalismus der den kleinen Steuerzahler in den Abgrund reisst! Seine frommen Sprüche möge er sich ersparen und in die USA verschwinden.

Re: Gutstehen

Das kleine Problem, auch gem. Ihrer Eingangsformulierung, ist nur:

Die Politik verlangt von den Kreditgebern eine "freiwillige" (gegen andere Vorteile) Beteiligung. Damit ist das "Gutstehen" nicht mehr nur auf Dritte beschränkt.

Und im Normalfall gilt, dass sich Schuldner und Gläubiger in einem Problemfall auf Schadensbegrenzung zu einigen haben. Die Kreditgeber haben das aber den Politikern umgehängt und die haben sich das auch umhängen lassen.

PS: Hr. Nowotny bastelt aber auch schon an einem "Notausgang"! Siehe gestriges ZIB-Interview mit seiner wiederholten Anmerkung "Garantie für das funktionieren der Rettungsmaßnahme gäbe es freilich keine".

Antworten Gast: mco
05.07.2011 18:52
1

Re: Gutstehen

Wenn sie Gutstehen, dann dürfen sie keinen Haircut mit privater Gläubigerbeteiligung fordern.
Die (erzwungene) Freiwilligkeit ist nur ein Täuschungsmanöver, auf die die Ratingagenturen nicht eingehen.

Entweder sie haften für die Schulden oder nicht. Wenn nicht oder nur teilweise, dann ist es eine Insolvenz.



Gast: Gutbürger
05.07.2011 15:08
5

Weiter so, Faymann!

Nur nix ändern!

Lieber alle Monate ein paar Milliarden auf Pump nach Südeuropa überweisen, damit unsere Renten noch eine Zeit lang hoch bleiben!

Irgendwann streichen wir dann halt die Notstandshilfe und die Sozialhilfe, dann den geförderten Wohbau usw.
Wir schaffen das schon!

Gast: xxxx
05.07.2011 14:59
3

Ratingargenturen

Wer braucht sie? Wer gab ihnen die Macht, die sie haben? Sie gehören samt und sonders ignoriert. Sie tun doch kaum anderes als sich von Amerika aus in europäische Angelegenheiten zu mischen, die sie im Grunde genommen nichts angehen.

Re: Ratingargenturen

die ratingagenturen braucht sehrwohl jemand, nämlich fonds. außerdem sind das private institutionen, die sagen können was sie wollen. wie ernst man das nimmt, kann jeder selbst entscheiden. aber auf die agenturen hinzuhauen, weil sie nicht die ratings abgeben, die die politik gern hätte, ist diktatorisch

Dank an die Rating-Agenturen!

Die EU-Politiker haben bisher gelogen und betrogen, was das Zeug hält. Das zieht sich weiter, bis zu selbsternannten "Experten" wie den roten OeNB Novotny, der lügt, sobald er den Mund aufmacht.
Es ist derart zum Kotzen, was da abläuft, daß man für jeden, von den EU-Bonzen unabhängigen, Beitrag dankbar sein muß.

Sie sind zu streng mit dem armen Novotny!

Der weiß es eben nicht besser! Das sieht man doch schon ein seinem ständigen blöden Lächler!

Antworten Gast: Gast 99
05.07.2011 15:40
4

Re: Dank an die Rating-Agenturen!

Diesen Beitrag sollte man aber nicht kritiklos hinnehmen. Die Rating-Agenturen waren doch an dem Ausbruch der Sub-Prime Krise nicht unwesentlich beteiligt, da sie die von USA-Banken zum Verkauf angebotenen Schrottpapiere gut bewerteten. Schon allein diese Tatsache hinterließ bei mir einen faulen Geschmack zurück. Die müssen auf beiden Augen blind gewesen sein.Ich las sogar ein Posting über ein angeblich abgehörtes Gespräch von Rating-Agenturmitarbeiter indem der eine angeblich sagte, dass wenn die Bombe platzt er diesen Job schon nicht mehr ausführen wird. Und was war die Leistung dieser Mitarbeiter bei der Bewertung? Ist die falsche Bewertung nur passiert (dann ist das eine schlechte Leistung) oder spielte da was anderes noch mit.Und wenn Griechenland faktisch pleite ist wieso führt erst die teilweise Beteiligung von privaten Banken zur Bewertung des teilweisen Zahlungsausfalls? Essentiell für die Begriffsdefinition "tw. Zahlungsausfall"ist anscheinend die Beteiligung von privaten Banken! Andererseit ist die Beteiligung staatlicher Hilfe durch verschiedene Länder nicht essentiell für eine Bewertung als "teilweiser Zahlungsausfall". Wieso? Das hätte ich gerne genauer erklärt, wobei die Erklärung logisch aufgebaut sein und auch vernünftig nachvollziehbar sein sollte.

Antworten Antworten Gast: markus trullus
06.07.2011 07:16
1

Re: Re: Dank an die Rating-Agenturen!

"Ist die falsche Bewertung nur passiert oder spielte da was anderes noch mit." Vermutlich: die USA sind pleite, viel mehr als GR. Der Dollar muss unter allen Umständen gerettet werden. Da muss der Euro zusammenstürzen, damit sich der Dollar derfangt. Das Währungen als Politikum genutzt werden, ist "alter Käse". Das haben die Fugger, Welser und Rothschilds in der Geschichte schon hervorragend gezeigt. Nichts Neues unter der Sonne, und zahlen tun das Alles immer... WIR, eh klar!

Gast: ecu123
05.07.2011 14:17
7

Politiker sind gefährlich, nicht Ratingagenturen

<Ich bau mir die Welt wie sie mir gefällt>, sang schon Pipi Langstrumpf.

Eine Handvoll Politiker wollen und wollten sich ein Europa bauen, wie es ihnen gefällt.

Die Realität ist aber stärker als eurokratische Illusionen. Statt die Fehlentwicklung einzugestehen und sich anzupassen, wird alles was sich ihrem Ziel entgegenstellt, wie Ratingagenturen, fertiggemacht.

500 Millionen sollen ihr europäisches Haus so bauen wie sie! es wollen und nicht wie eine Handvoll größenwahnsinniger Politiker.



Gast: jajajajajajajaja
05.07.2011 14:09
2

die ratingagenturen gehoeren als krigerische waffe/partei in der finanzindustrie eingestuft

sie agieren immer zum wohl der auftraggeber und nicht der bevoelkerung!

Re: die ratingagenturen gehoeren als krigerische waffe/partei in der finanzindustrie eingestuft

Ich denke, dass private Unternehmen immer zum Wohl des Auftraggebers agieren - und das ist wohl gut so.
Man kann es allerdings auch positiv sehen: Die Information (obwohl geschönt) darüber, wie es mit Staatsfinanzen aus Sicht des "Gläubigermarktes" aussieht, ist durchaus informativ - und sollte uns alle über den Ernst der Situation aufklären.

Re: Re:Ich denke, dass private Unternehmen immer zum Wohl des Auftraggebers agieren - und das ist wohl gut so.

weisst DU denn, das dahinter private Interessen und Firmen, und nicht antidemokratische Protzesse stehen ?!

 
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