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Ratingagentur schickt Politik zurück zum Start

05.07.2011 | 10:50 |   (Die Presse)

Die Ratingagentur S&P will die geplante Beteiligung der Privatgläubiger an der Griechenland-Hilfe als „teilweisen Zahlungsausfall“ werten. Nowotny kritisiert deren Verhalten.

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Wien/Bloomberg/Reuters/Jaz. In der Vorwoche hoffte die europäische Politik, die Griechenland-Misere langsam aber sicher lösen zu können. Trotz heftiger Widerstände auf der Straße beschloss das Parlament in Athen ein Sparprogramm, das von EU und IWF als Voraussetzung für frisches Geld aus dem Hilfstopf genannt worden war. Die bevorstehende Staatspleite war abgewendet. Zudem sorgte ein Vorschlag des französischen Bankenverbands über die Beteiligung der Privatgläubiger an der Griechenland-Hilfe für Aufatmen bei Politikern. Denn erstmals signalisierten auch Banken und Versicherungen, sich finanziell zu beteiligen.

Anfang dieser Woche war die Euphorie wieder verflogen. Grund dafür war ein Statement der Ratingagentur S&P zu den Plänen. „Aus unserer Sicht würden sie zu einem teilweisen Zahlungsausfall führen“, so die Ratingagentur. Die bestehenden und künftigen Staatsanleihen Griechenlands würden daher mit der schlechtesten Bewertung „D“ versehen werden.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird einem Bericht der Financial Times zufolge weiter an ihrem Prinzip festhalten, auf das beste Raing aller Agenturen zu achten. Die EZB könnte damit die Tür für einen Kompromiss zur Lösung der griechischen Schuldenkrise offenlassen, der eine Beteiligung der privaten Gläubiger vorsieht, solange nicht alle Ratingagenturen dabei ihre Bewertung auf die schlechteste Note absenken.

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Auch der US-Derivateverband äußerte sich dahingehend, dass er den französischen Vorschlag nicht als Kreditereignis bewerte. "So wie ich Frankreichs Plan verstehe, handelt es sich gewissermaßen um einen freiwilligen Roll-Over und im Allgemeinen werden durch einen freiwilligen Roll-Over keine Kreditausfall-Versicherungen (CDS) fällig", teilte der Derivateverband International Swaps and Derivatives Association (ISDA) am Montag mit.

Nowotny-Kritik an Ratingagenturen

Der Chef der Österreichischen Nationalbank, Ewald Nowotny, kritisiert die Rating-Agenturen wegen ihrer strengen Vorgaben für die Griechenland-Hilfe. Ihm sei aufgefallen, dass die (großteils US-amerikanischen, Anm.) Rating-Agenturen in dieser europäischen Angelegenheit "sehr viel strikter und aggressiver sind als bei ähnlichen Fällen in Südamerika", meinte der OeNB-Gouverneur Montagabend in der "Zeit im Bild 2".

Nowotny spricht hier von einer "schwer schwierigen Diskussion" mit den Rating-Agenturen, da dieser auch teilweise Verzichte als Ausfall werten würden. Überhaupt gebe es eine "eigenartige Situation". Die Banken selber wären nämlich durchaus bereit, sich an der Rettung zu beteiligen, weil sie Interesse an der Stabilität Griechenlands hätten.

Faymann zeigte sich ebenfalls erbost über die Kritik der amerikanischen Ratingagenturen. Er attestierte den Agenturen ein mangelndes Einfühlungsvermögen sowie mangelnde "Ortskenntnis". Es sei an der Zeit, eine europäische Ratingagentur zu errichten, die mit den Gegebenheiten in Europa besser vertraut sei. Der Kanzler sprach von einer "unkontrollierten Entwicklung", bei der Ratingagenturen einen größeren Einfluss hätten als parlamentarische Beschlüsse.

Zusammenbruch der Banken

Sollten die Ratingagenturen konsequent bleiben, wäre die Folge davon der Zusammenbruch des griechischen Bankensystems, da die EZB angekündigt hatte, in einem solchen Fall keine griechischen Staatsanleihen mehr als Pfand zu akzeptieren. Dies ist zurzeit jedoch die einzige Möglichkeit für griechische Banken, noch zu frischem Geld zu kommen. Dies könnte zu einem Sturm auf die Banken und „bürgerkriegsähnlichen Zuständen“ in Griechenland führen, meinte IHS-Chef Bernhard Felderer in der Vorwoche.

Darüber hinaus würde die geplante Rückkehr Griechenlands an den Kapitalmarkt unmöglich sein, solange das Rating auf dem schlechten Niveau verweilte. Ökonomen befürchten zudem negative Auswirkungen auf die anderen Wackelkandidaten des Mittelmeerraums – allen voran Portugal. Da die EU-Politik dieses Szenario auf jeden Fall vermeiden möchte, bedeutet das Urteil von S&P für sie eine Rückkehr an den Start. „Politiker, Zentralbanker und Bankenvertreter müssen nun zurück an den Zeichentisch und sich etwas Neues überlegen“, sagt Christoph Rieger, Strategiechef bei der deutschen Commerzbank. Eine Beteiligung der Privatgläubiger wurde in der Vorwoche von führenden EU-Politikern wie der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lautstark gefordert.

 

Kritik an französischen Plänen

Die französischen Pläne hatten vorgesehen, dass die Gläubiger 70Prozent ihres auslaufenden Griechenland-Investments neuerlich in 30-jährige griechische Staatsanleihen stecken. 50 Prozent der ursprünglichen Summe hätte Griechenland erhalten, die restlichen 20 Prozent sollten in einen Sicherungsfonds fließen, der eine Rückzahlung auch nach einer Staatspleite garantieren würde.

Dieser letzte Punkt – als Anreiz für die Banken gedacht – erklärt laut Kritikern des Plans auch die Ablehnung durch S&P. So wäre für Griechenland nach einer solchen Umschuldung eine Staatspleite samt Schuldenschnitt in einigen Jahren günstiger, als die vollen Zinsen für 30 Jahre zu zahlen.

Des Weiteren würden die Gläubiger laut der Einschätzung von S&P in Summe weniger Geld erhalten, da die Zinsen bei den neuen 30-jährigen Anleihen „deutlich geringer“ sein dürften. Zudem würde es sich nicht um einen freiwilligen Umtausch, sondern eine „Restrukturierung“ Not leidender Kredite handeln, so die Ratingagentur. Daher müsse dies als „teilweiser Zahlungsausfall“ gewertet werden.

 

Klage gegen Griechenland-Hilfe

Widerstände gegen die Griechenland-Hilfe gibt es aber auch in Deutschland. Dort verhandelt das Bundesverfassungsgericht heute, Dienstag, über die Rechtmäßigkeit des Hilfspakets. Die Kläger berufen sich auf die EU-Verträge, die eine Finanzhilfe für andere Länder untersagt. Einer der Kläger, der Berliner Ökonom Markus Kerber, fordert daher den Euro-Austritt der EU-Nettozahler – neben Deutschland auch Österreich.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 5. Juli 2011)

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401 Kommentare
 
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Re: Re:Ich denke, dass private Unternehmen immer zum Wohl des Auftraggebers agieren - und das ist wohl gut so.

weisst DU denn, das dahinter private Interessen und Firmen, und nicht antidemokratische Protzesse stehen ?!

Re: Re: Re:Ich denke, dass private Unternehmen immer zum Wohl des Auftraggebers agieren - und das ist wohl gut so.

Natürlich weiss ich das. Übrigens wie hinter alldem, was momentan zum Euro die Schlagzeilen füllt.

Und um ehrlich zu sein verstehe ich auch nicht, warum in Europa jemand die Einschätzung dieser (überschätzten) Analysten benötigt, um das Offensichtliche endlich zu begreifen.

Ich bitte Sie selbst zu beurteilen (am besten anhand der sowieso schon mundgerecht aufbereiteten Daten von Statistik Austria, OeNB, BMF), ob die jährliche Differenz zwischen Neuverschuldung und Wirtschaftwachstum unser Wirtschaften nachhaltig erscheinen lässt.

Und da diese Daten zwar öffentlich problemlos zugänglich sind, es aber offenbar niemanden interessiert, ist es wie ich meine vielleicht ganz nützlich, von ebendiesen "Analysten" mal einen (ggfs. heilsamen) Schrecken eingejagt zu bekommen.

Und was ich schon gar nicht verstehe: Die Agentur-Basher müssen die besten Freunde der Banken sein. Denn wer bitte lebt denn so wunderbar davon, dass sie sich das Geld um 1,25% bei der EZB ausborgen und dann zu 8% an Staaten weiterverleihen (nur weil die nicht kapieren, dass es eben nicht immer nur auf Pump geht)?

Biedermann oder Brandstifter

Rating-Agenturen sind die heimlichen Verursacher der Finanzkrise. Ihr profitorientiertes Verhalten hat den Märkten geschadet und das wirkliche Risiko verschleiert. Doch staatliche Agenturen sind keine Alternative. Es muss darum gehen, das blinde Vertrauen in AAA-Bewertungen zu beenden. Nur mit kritischen Geistern kann der freie Markt sich weiter entfalten.

Volker Wissing

http://bit.ly/jggcqn

Gast: Plach2
05.07.2011 12:54
1 2

Wozu hat Europa ein großes Parlament?

In Österreich haben wir die größte Regierung aller Zeiten, (mit dem Nationalrat über 200 Personen) 9 Landesregirungen und Landesparlamente (über 520 Politiker), 62 Bundesräte....

und dann können zwei oder drei Rantingargenturen der EU (und uns) vorschreiben was wir zu tun haben????

Sparen wir diese Politikerbonzen ein und lassen die Ratingsargenturen entscheiden (und spekulieren).

1 2

Rating Agenturen und Zentralbanken....

Wie können diese Organe derart viel Macht besitzen ohne das gewählte Vertreter in diesen sitzen?

Die Bevölkerung bekommt ihre Theatervorstellung im Parlament während die echten Entscheidungsträger uns auslachen.

Re: Rating Agenturen und Zentralbanken....

Nochmal um die Frage zu beantworten:
Wenn ein Staat *andauernd* zusätzliche Schulden macht und *niemals* auch nur den Anschein erweckt, diese zurückbezahlen zu wollen und die Kreditaufnahme *immer* jenseits der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit liegt, muss es erlaubt sein, diese Sachverhalte auch auszusprechen. Dafür wurden Ratings "erfunden", um den Grad der Hoffnungslosigkeit aufzuzeigen.

Was die EZB betrifft gebe ich Ihnen insoweit Recht, als dass sie einen Einfluss ausübt, der jenseits ihrer Statuten liegt. Da sie im Besitz der Euro-Nationalbanken liegt, muss hier dringend ein Demokratisierungsprozess stattfinden, ansonsten geht das Projekt schief. Und zwar recht spektakulär.

Was Ihren letzten Satz betrifft möchte ich annehmen, dass uns auch alle Pseudo-Entscheidungsträger (die Laiendarsteller in den Parlamenten) auslachen.

Antworten Antworten Gast: markus trullus
06.07.2011 07:20
0 0

Re: Re: Rating Agenturen und Zentralbanken....

"Nochmal um die Frage zu beantworten:
Wenn ein Staat *andauernd* zusätzliche Schulden macht und *niemals* auch nur den Anschein erweckt, diese zurückbezahlen zu wollen und die Kreditaufnahme *immer* jenseits der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit liegt, muss es erlaubt sein, diese Sachverhalte auch auszusprechen."
Wieso? Das ist doch seit Kreiszy die Grundlage sozialistscher Umverteilung und Gerechtigkeit, oder versteh ich jetzt alles falsch?

Re: Re: Re: Rating Agenturen und Zentralbanken....

Wieso?
Weil man es ansprechen darf, auch wenn es seit irgendwelchen Zeiten Grundlage von irgendetwas ist.

Ich möchte noch darauf hinweisen, dass die zugrundeliegnden Theorien durchaus nicht esoterisch sind. Nur hat Keynes blöderweise seiner Theorie noch eine zweite Hälfte mitgegeben. Und die besagt, dass in Zeiten des Aufschwungs dann die Schulden, die im Abschwung zur Ankurbelung der Wirtschaft gemacht wurden, wieder zurückgezahlt werden.

Der Pawlowsche Durchschnittspolitiker hat allerdings ser schnell gelernt, dass Wahlzuckerl sein Einkommen nachhaltig sichern - der Rest ist bekannt.

Antworten Gast: _hw_
05.07.2011 12:35
0 2

Re: Rating Agenturen und Zentralbanken....

niemand ist verpflichtet sich an die aussagen von ratingargenturen zu halten.
nur wenn man keine alternative hat, was tut man dann? nix?

Gast: Plach2
05.07.2011 11:55
3 1

Je früher wie den Euro Raum verlassen,

um so billiger wird es!

Dollar, Rubel oder chinesische Währung sind viel sicherer.

Antworten Gast: _hw_
05.07.2011 12:47
2 1

Re: Je früher wie den Euro Raum verlassen,

es steht ihnen frei ihre ersparnisse in dollar, rubel oder renminbi anzulegen.
wenns rechthaben sinds der große macher, wenns verlieren sozialisieren sie bitte nicht ihre verluste!

0 0

Re: es steht ihnen frei ihre ersparnisse in dollar, rubel oder renminbi anzulegen.

waum denn bitte überhaupt sparen und anlegen ?!
Wer kann sich das denn seit Jahren noch wirklich leisten, und daran verdienen ?
Wohl weiterhin nur die, welche sich im geschütztem Raum befinden und so auch erst ganze Staaten, ungestraft weiterhin erpressen dürfen.

Gast: Wanderer.
05.07.2011 11:45
2 0

Ein paar der weltweit größten Spekulanten sind Eigentümer dieser Ratingagenturen ...



Leute, überlegt doch einmal, welche Geschäftsinteressen diese Agenturen vertreten?

Es ist schlicht lächerlich.

Noch kurz vor der Lehmanpleite rateten diese Agenturen alle die Schrottpapiere auf "AAA" !!!

Warum wohl?

Weil die Eigentümer der Ratingagenturen noch Zeit blieb, ihren Finanzmüll noch rasch zu guten Preisen zu verkaufen.

Wer sich damit auskennt, weiß dass diese Ratings rein den Privatinteressen ihrer Eigentümer (=mächtigste priv. Spekulanten) dienen !

Re: Ein paar der weltweit größten Spekulanten sind Eigentümer dieser Ratingagenturen ...

Ich habe mich durchaus schon öfters gefragt, in welchem Eigentum die grossen Rating-Agenturen stehen. Bei Fitch bin ich ein wenig weiter gekommen, ansonsten nicht.
Deshalb bitte um Quellenangabe, wer die Haupteigentmer der jeweiligen Agenturen sind.

Re: Re: Ein paar der weltweit größten Spekulanten sind Eigentümer dieser Ratingagenturen ...

Danke für die Infos. Fitch Group (und somit darin enthalten Fitch Ratings) reiche ich noch nach:
60% Fimalac (Finanzdienstleister, gehandelt an Pariser Börse)
40% Hearst (US-Medienkonzern in Familienbesitz)


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Re: Re: Ein paar der weltweit größten Spekulanten sind Eigentümer dieser Ratingagenturen ...

Auf derstandard gibt es eine Angabe:
http://images.derstandard.at/2011/07/05/1308720178586.jpg

Schein ein teil bei Buffet zu sein....

Antworten Antworten Gast: s&p
05.07.2011 15:03
2 0

Re: Re: Ein paar der weltweit größten Spekulanten sind Eigentümer dieser Ratingagenturen ...

Bei Moody´s ist der größte Halter Warren Buffett mit seiner Berkshire Hathaway. Hat aber sein Investment schon stark reduziert (früher 1/3).
Die Anderen sind hauptsächlich große US Fonds u. Investmenthäuser.

Standard & Poors ist ein breiter aufgestellter Finanzdienstleister. Sehr bekannt ist der S&P 500 Indexfunds für die 500 größten US AG´s.

Wenn die Europäer so gierig auf eine Ratingagentur sind, dann sollen sie ein Übernahmeangebot (oder reicht das Geld nicht) für eine der 3 US Agenturen machen. Ein Konkurrent weniger und ein Euro freundliches Haus mehr.

http://finance.yahoo.com/q/mh?s=MCO+Major+Holders

Gast: Hubertus
05.07.2011 11:27
2 0

Mangelnde ortskenntnis?

Der ehemalige Konsulent der Zentralsparkasse wirft den Ratingagenturen mangelnde ortskenntnis in Griechenland vor? Deren Oertskenntnis in Griechenland ist sicher um Größenordnungen größer als seine. Was für ein toller Geschäftsmann er ist, hat sich zB bei den Grundstücksverkäufen der Gemeinde Wien an der Triesterstrasse gezeigt(unter seiner Ägide als Wohnbaustadtrat), die mit einem satten Verlust für die Gemeinde Wien endeten. Insofern dürfte e rgriechische Gene haben. Die Verluste sozialisieren, die gewinne privatisieren. Jeder weiß, daß Griechenland pleite ist, nur Faymann Nowotny und Konsorten nicht. Wie würde man denn einen Schuldner nennen, der aus eigener Kraft nicht mehr in der Lage ist, seine Verbindlichkeiten zu bedienen?

Antworten Gast: jajajajaja
05.07.2011 14:08
2 0

Re: Mangelnde ortskenntnis?

nicht zu vergessen einen schwarzen finanzminister, der eine marode bank mit allen schulden von deutschland zurueckkauft und dem oesterreichischen steuerzahler alles finanzieren laesst.

griechenland 1.2 milliarden - kaernten 20 milliarden!!!

Antworten Antworten Gast: Hubertus
05.07.2011 23:56
0 0

Re: Re: Mangelnde ortskenntnis?

Die EU wird uns noch viel mehr kosten. Wir sind nämlich einer der wenigen Nettozahler. Aber was machts. Wir haben ja die Arbeitnehmer und Rentner,die man noch schröpfen kann für die europ. Solidarität. Wer hat denn die Bayern so billig aus der Hypo AA herausgelassen? Der adipöse Agronom, der wohl zum allgemeinen Besten Kartoffelbauer geblieben wäre. Und wer glaubt, daß er diese Entscheidung ohne Zustimmung des Koaölitionspartners getroffen hat?

Gast: GASTi
05.07.2011 11:21
2 0

welcher staat ist noch nicht pleite?

unzählige staaten sind pleite, aber die staaten retten die banke. also wer hat nun eigentlich genau wem gegenüber die schulden ;-)

Antworten Gast: _hw_
05.07.2011 12:25
0 0

Re: welcher staat ist noch nicht pleite?

die staaten bei den banken und versicherungen.

wenn man nun den geldgeber fallen läßt, fällt man selber.
leider sind die gewerkschafter und auch andere personen welche aus diesem grund (bankenrettung) auf die banken einhauen zu dumm das zu erkennen.

es ist nun mal so, dass in führungspositionen (ich meine jetzt politik und gewerkschaften) meist leute sitzen, welche nur gut reden können.

Antworten Gast: Happy
05.07.2011 11:46
0 0

Re: welcher staat ist noch nicht pleite?

Bitte schön hier ist der nächste. Also sofort
in die EU aufnehmen, fest anzahlen und retten. Dann hätten sie nur mehr 49 aber die EU einen mehr.

http://kurier.at/wirtschaft/3919892.php

Gast: Kaufmann 1010
05.07.2011 11:17
1 1

Pervers, wenn private Ratinagenturen uns Vorschriften machen


Man erinnere daran, dass diese Ratingagenturen die Interessen jener Spekulanten vertreten, die an der Armut der Menschen fett verdienen.


Antworten Gast: markus trullus
06.07.2011 07:28
0 0

Re: Pervers, wenn private Ratinagenturen uns Vorschriften machen

Na ja, die Kirche im Dorf zu lassen. Die machen keine Vorschriften. Sie zeigen auf; so wie wenn sie sagen würden, "die Waren beim Ho sind billiger als die beim Bi, und Sp ist bald pleite". Und? Nur, wenn sich alle davon in ihren Entscheidungen leiten lassen, nutzen das Marktmanipulateure. Und die gibts scheinbar genug: die Spekulenten. man setzt so was getimed in Umlauf, und vorher reagiert man zu seinen Gunsten... Aber das ist auch jahrhunderte alter Trick....

Ratingagentur S&P

* Wenn es noch eines Beweises bedurft hatte, HIER IST ER!
Die Ratingagenturen, im Speziellen S&P sind die vorgeschobene-"5.DIVISION" des schwer angeschlagenen YANKEE-Staates USA gegen die wirtschaftlich klar überlegene EU27!
* Aber, wie man am Beispiel Deutschlands mit großem Bedauern feststellen muß:
* Wirtschaftlich-EIN GIGANT,aber,
* Politisch-EIN ZWERG!!
In diesem Punkt ist der Zynismus der Amerikaner durchaus gerechtfertigt, denn, außer-
"MAN MÜSSTE DOCH, UND SOLLTE SCHNELL WAS UNTERNEHMEN, KOMMT VON DER EU-ZERO!! Das ist-LEIDER KOREKT!

Antworten Gast: Plach2
05.07.2011 11:38
1 0

Re: Ratingagentur S&P

Das sehe ich auch so.

Warum lässt sich das Europa und die EU bieten?
Mit keiner anderen Region können Ratingargenturen so etwas machen!(Rußland China usw.)


Re: Re: Ratingagentur S&P

Um das vielleicht von der Vermutungs- in die Tatsachenebene zu bringen:

Russland: Pleite (Default) vor etwas mehr als 10 Jahren. Natürlich ganz schuldlos.

China: Die aktuellen Ratings sind jeweils den Webseiten zu entnehmen. China hat lt. Fitch (nurmalso als Beispiel) natürlich kein AAA, der Ausblick ist negativ. Wenn uns eine Agentur mit so einem Rating bedenken würde, hätten wir einen Volksaufstand.

Bitte akzeptieren Sie, dass Ratingagenturen ihre Einschätzungen meist noch viel zu freundlich formulieren. Wenn Sie glauben, die wären an "Schuld an den Schulden", fallen sie gradeeben auf ein recht einfaches Ablenkungsmanöver hinein.

Antworten Antworten Gast: _hw_
05.07.2011 12:44
0 3

Re: Re: Ratingagentur S&P

sie sehen ja überall die knallköpfe die auf die EU hinhauen.

da glauben einige allen ernstes das kleine ösiland könnte gegen große staaten mit schilling auch nur irgendwas ausrichten.
bei aller heimatliebe, sollte man die realität doch nicht verlieren.

Antworten Antworten Antworten Gast: nestbeschmutzer
06.07.2011 07:31
0 0

Re: Re: Re: Ratingagentur S&P

Lieber _hw; wie recht sie haben, aber.. das will niemand hören... alle Größenwahnsinnig oder noch nicht über den Tellerrand geschaut..

Gast: pächter der wahrheit
05.07.2011 11:10
0 0

Rating Agenturen gut oder böse?

Dennoch ist es auch traurig, dass die Ratingagenturen dem Treiben der EU - insbesondere das Aushöhlen der eigenen Regeln und Gesetze - ein wenig Einhalt gebieten muss.

Ob die Ratingagenturen jetzt die Bösen sind oder ob der eiserne Griff der Banken, welche die EU Politik dominieren - das kommt mir vor wie die Skylla und Charybdis.

Gast: sheigam
05.07.2011 11:03
0 1

nicht Griechenland hat zuviele Ausgaben sonder zuwenig Einnahmen

die skandinavier haben noch mehr öff. ausgaben als die Griechen/Spanier.

aber sie erwirtschaften eben auch enorm viel, durch eine hochentwickelte, leistungsfähige Industrie.
Die fehlt etwa in Griechenland komplett.

Der Euro brachte eine Angleichung bei den AUsgaben, und den öffentlichen Wohltaten, die Einnahmen blieben aber in SüdEUropa aus.
Woher hättendnie kommen sollen?

Schweden erzeugen eben modernste Rüstungstechnik (Raketen, Kampfjets), entwickeln modernste Elektronik (Handies, Stuerungstechnik), haben Weltmarktplayer (Scania, IKEA, usw.) - was in GR völlig fehlt.

Genau das was uns Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände und die Politik ständig weis zu machen versuchen - nämlich die Senkung der Lohn(neben)kosten als Allheilmittel zur Steigerung von Beschäftigung und Wirtschaftsleistung - ist im Endeffekt das lähmende Gift im derzeitigen Wirtschaftssystem.
Einer Volkswirtschaft ist es nämlich egal woher die Finanzmittel stammen. Wichtig ist hierbei nur der Verwendungszweck.
So haben die skandinavischen Staaten im Kreis der "Industriestaaten" einerseits die höchste Steuerbelastung, und dazu noch die höchsten Lohnkosten - andererseits sehr geringe Arbeitslosenzahlen und auch relativ ausgeglichene öffentliche Haushalte. Der Vorteile hierbei sind folgende:

Eine derartige Währungsunion kann nur dann funktionieren, wenn sämtliche teilnehmenden Staaten auch ähnliche wirtschaftliche und soziale Strukturen aufweise.,

2 0

Re: nicht Griechenland hat zuviele Ausgaben sonder zuwenig Einnahmen

Es ist auch nie jemand übergewichtig, sondern immer nur untergroß...

3 0

Re: nicht Griechenland hat zuviele Ausgaben sonder zuwenig Einnahmen

Vor allem sind in Skandinavien die öffentlich Bediensteten auch bereit tatsächlich für ihr Geld zu arbeiten.
Wenn die Gegenleistung, die der Staat für die Nettosteuerzahler erbringt, den gezahlten Steuergledern entspricht, dann können die Steuern auch sehr hoch sein.

Wenn aber der Staat im wesentlichen ein korrupter Beamten- und Politikerappart samt Vettern und Freunden ist, und diversen Beruffsgruppen (freie Berufe) Monopole garantiert, dann geht er irgendwann den Bach hinunter; weil dann herrscht das Prinzip : "Wer kassiert, schafft an".

Ratingagentur S&P


Gast: Hans im Glück
05.07.2011 11:00
1 0

Viel lärm um nichts?

In den USA sind wieviele Staaten pleite?

10?

20?

Und?

Warum ist es bei uns anders?

Griechenland ist Pleite.
Na und?

Nur unsere Politiker lassen sich verschaukeln und retten alles was zu retten ist oder auch nicht.

Antworten Gast: Halbwissen
05.07.2011 11:20
0 0

Re: Viel lärm um nichts?

gibt es dort Zahlungsausfälle ?

Antworten Antworten Gast: Hans im Glück
05.07.2011 13:05
1 0

Re: Re: Viel lärm um nichts?

Der Terminator hat in Kalifornien die Rechnungen mit IOU`s (Schuldscheine) bezahlt, die Dollars sind denen schon lange ausgegangen.

Könnten wir in Griechenland auch machen.

Antworten Antworten Antworten Gast: markus trullus
06.07.2011 07:37
0 0

Re: Re: Re: Viel lärm um nichts?

Das ist ein interessanter Sachverhalt: Nein, können wir nicht machen, weil wir den Pelz waschen wollen ohne ihn nass zumachen. Die EU ist ein Krüppel. Sie darf nur einspringen und zahlen, aber agieren nur unter Druck machen.. das ist der Nachteil dieses Staatennbündlichen Konzepts. jeder ist sich selbst und dann doch nicht...
Und Kalifornien; nun ja, der Terminator lässt das die Bürger bezahlen, mit mieser werdender Infrastruktur, Arbeitslosen, Armen... die zahlen dann die Zeche...

Antworten Antworten Antworten Gast: Halbwissen
05.07.2011 13:32
0 0

Re: Re: Re: Viel lärm um nichts?

Meine Frage war, ob die Gläubiger ihre Dollars wiederbekommen ?

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: markus trullus
06.07.2011 07:40
0 0

Re: Re: Re: Re: Viel lärm um nichts?

Nie! In den letzten 500 Jahren Finanzpolitik Europas haben solche Dinge immer nur einen Weg gehabt: Vom Bürger weg in den Topf von Feudalisten... die dann gnadenhalber das Geld unter "Wohlgesinnten" verteilt haben. Nachtigall, ik hör dir trappsen????

Gast: Plach2
05.07.2011 10:58
1 0

Die Ratingsargenturen sind es....

und nicht Griechenland selber,
auch nicht die Bonzen in der EU die jahrelang die falschen Zahlen nicht bermert haben,
auch nicht die Banken ud Spekulanten die mit den hohen Zinsen gute Geschäfte gemacht haben....

Keine andere Region USA, Rußlang, China, Indien usw. lässt sich einzelne Staaten von Ratingargenturen in den Bankrott schicken. So etwas kann man nur mit Europa machen!

Warum?

Ich bitte Sie um eine logische Argumentation:
Warum ist nicht der Staat, der Schulden macht für diese Schulden verantwortlich?

Warum verlangen wir von hochbezahlten Experten nicht, dass die "falsche Zahlen bemerken"?

Warum ist die Bank daran Schuld, wenn der Schuldner nicht bezahlt?

Warum ist der, der die Tatsache feststellt, dass hier weder Willen noch Fähigkeit besteht, die Verbindlichkeiten zu begleichen an eben diesem Umstand Schuld?

Es tut mir leid, wenn ich die Argumentation hinter "die Agenturen sind Schuld" nicht verstehe und bitte um Aufklärung.

2 0

Re: Die Ratingsargenturen sind es....

Die Ratingagentur stellt fest, dass Griechenland de facto insolvent ist. Das hängt unmittelbar damit zusammen, dass Griechenland de facto insolvent ist - was in Wirklichkeit alle seit langem wissen.
Ist das die Schuld der Ratingagentur?

Gast: Markus Trullus
05.07.2011 10:56
0 2

Rating für Staaten... ?!!?

sind wir alle "deppat"? ein paar Rating Argenturen, die scheinbar nicht ganz ohne Grund "dunkle politische Zwecke" verfolgen (Endlich den Euro zu zerstören, damit die Dollarkrise wieder Luft bekommt, vor dem US Staatskollaps, der Überfällig ist!) , treiben Europa in den Bürgerkieg. Da schauen wir locker zu? Die Ratingargenturen gehören selbst Gerated: S&P: ppp!!!!!!!!
Staaten sollte anders als Multis behandelt werden, auch wenn die Griechischen Bürger solchen Mist letzendlich selbst verschuldet haben..
Andererseits: was ist da Neues dran? Fragt eure Großeltern, was die alles erlebt haben.. na bitte!

Antworten Gast: Halbwissen
05.07.2011 11:11
2 0

Re: Rating für Staaten... ?!!?

das Beamtenhirn braucht Schubladen

Gast: jojodieeu
05.07.2011 10:43
1 2

die geister die man rief bekommt man ncht mehr los. ist doch klar, dass die börsenkonzerne u. banken europas sozialen wohlstand kaputt machen.

dieser von den banken gesteuerte bankrott griechenlands(Kerber)hat eindeutig aufgezeigt, dass die eu und die eurowährungsunion eine fehlkonstruktion sind, und der europäische kontinent nun in den finanziellen ruin steuert. der europäische friedensgedanke und eine soziale union wurden niemals realisiert und politisch umgesetzt. die gesamte eu und europolitik orientiert sich NUR an den kapitalmärkten und börsen. schwer bewaffenete polizisten die in spanien, griechenland und portugal die bürger verprügeln sind leider erst der anfang vom ende eines gemeinsamen europa. ökonom kerber zeigt nun eindringlich auf, wie nun als erstes die staatlichen pensionen kaputt gespart werden. die hunderten milliarden bankenstützungen können ausschließlich nur über einen massiven pensionssozialabbau refinanziert werden. auch in österreich werden durch die SPÖund SPÖminister hundstorfer die asvg langzeitversichertenpensionen der arbeitnehmer weiter massiv belastet und die asvg pensionsbedingungen verschlechtert. die derzeitige eu politik hat aber keine wahl mehr. zugeben, dass diese lobbyeu und der euro gescheitert ist, traut sich kein politiker. daher werden irrisinnige sparpakete bei den arbeitenden bürgern geschnürt (asvg pensionen) um damit den freien(!) kapitalmarkt weiter stützen zu können. so kann man sich ein wenig luft verschaffen und sich noch ein paar monate drüberschummeln. nur diese taktik ist gescheitert, es wird nur öl ins feuer gegossen und die steuergelder sind für immer verloren

Da kann Nowotny kritisieren

so viel er will.
Ich zweifle an sein Fachwissen was Geld anbelangt.

Wenn man nicht mal die Zinsen für einen Kredit bezahlen kann und um diese zu bezahlen wieder einen Kredit benötigt ist man total pleite.

Ein Gewerbetreibender muß Konkurs anmelden, da für eine Ausgleichzahlung keine Barmittel mehr zur Verfügung stehen.
Einer Privatperson bleibt der Privatkonkurs nicht erspart.

Wenn sich Nowotny sicher ist Griechenland kann gerettet werden, dann sollen die Banken alleine die Rettung übernehmen.

Antworten Gast: Plach2
05.07.2011 11:00
3 0

Re: Da kann Nowotny kritisieren

Auch bei der Nationalbank ist es kein Nachteil wenn man ein Parteibuch hat! Das genügt um ausreichend qualifiziert zu sein.

SPÖ+ÖVP haben sich den Staat im Proporz aufgeteilt und versorgen ihre Parteigünstlinge weitehrin mit hochbezahlten Jobs!

Nowotny ist ein Schwätzer. Nacht bloß Wissen wozu die Typen in der Nationalbank Ihr Gehalt bekommen.


Der Drachme Blödsinn

Liebe Leute, es ist völlig egal welche Währung die Griechen haben!

Die Schulden müssen in Euro oder Dollar beglichen werden!

Ja, sie haben beim Eintritt in den Euro betrogen, aber das ist jetzt ebenfalls egal. Sie schulden ihren Gläubigern EURO und nicht Drachmen oder Muscheln. Eine neue, eigene Währung in Griechenland, würde zwar einen beschränkten internen Zahlungsverkehr ermöglichen, aber einen 100% igen Zahlungsausfall nach außen bedeuten.

Des weiteren würde auch bei Einführung einer nationalen Währung, der Euro de facto das Zahlungsmittel bleiben.

Beispiel Ungarn: Alle Import, Export Geschäfte werden in Euro abgewickelt, obwohl es den Forint gibt. Selbst in den Supermärkten werden lieber Euro als Forint genommen.

Freunde im Forum, trennt euch von der Schilling Romantik. Er ist tot, und kommt auch nicht mehr!

 
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Hobbyökonom