Ratingschock: „Das ist Terrorismus“

07.07.2011 | 18:13 |   (Die Presse)

Die EU überlegt nach der Portugal-Abstufung, Ratings von Krisenländern einfach auszusetzen. Heftige Kritik an den Ratingagenturen kommt jetzt auch von der OECD.

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Wien/Brüssel/Red. Nach der dramatischen Abstufung der Bonität Portugals durch die Ratingagentur Moody's wendet sich die Stimmung in Europa dramatisch gegen die „Notenverteiler“: Die EU überlegt ernsthaft, Ratings für Mitgliedsländer, die Finanzhilfen benötigen, auszusetzen. Wie sie das anstellen will, blieb die EU-Kommission freilich schuldig. Indessen wirft auch die OECD den Ratingagenturen eine Verschärfung der Schuldenkrise vor. Und der frühere Industrieminister Portugals, Luis Mira Amaral, nennt das Vorgehen von Moody's „Terrorismus“.

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Auslöser der Aufregung war eine überraschende Rückstufung des mit Finanzproblemen kämpfenden Eurolandes Portugal durch Moody's um ganze vier Bonitätsstufen auf Ramschstatus. Die Rückstufung (der die beiden anderen Ratingagenturen, Standard & Poor's und Fitch, noch nicht gefolgt sind) hat in Lissabon einen regelrechten Schock ausgelöst. Die Wirtschaftszeitung „Diario Economico“ meinte, Moody's wolle Portugal in den Bankrott treiben.

 

Schärfere Aufsicht geplant

Die EU, die mit den Bonitätsbeurteilungen durch die Agenturen schon in Griechenland ihre liebe Not hat, will nun reagieren: Binnenmarktkommissar Michel Barnier sagte, die EU-Kommission ziehe in Betracht, Bonitätsbewertungen für hoch verschuldete EU-Staaten auszusetzen. Zusätzlich arbeite man an einer Verschärfung der gesetzlichen Aufsicht von Ratingagenturen in Europa. Zuvor hatte die EU die Entscheidung, Portugal trotz des vereinbarten Reform- und Sparprogramms dramatisch abzustufen, stark kritisiert.

Schwere Vorwürfe gegen die US-Ratingagenturen erhebt nun aber auch die in Paris ansässige Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD): Die Agenturen würden die Schuldenkrise durch „sich selbst erfüllende Prophezeiungen“ zusätzlich anheizen, sagte OECD-Ökonom Pier Carlo Padoan in einem Interview mit der italienischen Zeitung „La Stampa“. Die Agenturen würden nicht einfach Informationen übermitteln, sondern Urteile abgeben, die bereits bestehende Tendenzen deutlich verstärken. Das sei, als würde „ein am Abgrund Stehender hinabgestoßen“.

Die überraschende Abstufung Portugals brachte aber auch den deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) auf die Palme: Er forderte – nicht zum ersten Mal – ein „Aufbrechen des Oligopols“ der drei Agenturen Moody's, S&P und Fitch. In der EU gibt es wie berichtet Überlegungen, eine europäische Ratingagentur zu gründen. Diese Idee hat aber nicht nur Anhänger: Nicht wenige Experten meinen, die Urteile würden sich entweder nicht allzu sehr von jenen der amerikanischen Konkurrenz unterscheiden – oder aber, falls die Euro-Agentur unter politischen Einfluss gerate und sozusagen ein politisches Wunschkonzert spiele, wertlos sein.

Der deutsche Geschäftsführer von Standard & Poor's, Torsten Hinrichs, hat die Kritik an den US-Agenturen unterdessen scharf zurückgewiesen. Er meinte, die Eurokrise sei nicht durch Ratingagenturen, sondern durch fragwürdige politische Entscheidungen verursacht worden.

In Portugal hat die Rückstufung durch Moody's relativ starke Auswirkungen: Der Lissabonner Börseindex fiel um mehr als 2,5 Prozent, gleichzeitig kletterten die Renditen portugiesischer Staatsanleihen auf Rekordniveau. Anders gesagt: Wenn Portugal jetzt Geld ausleiht, muss es viel höhere Zinsen zahlen als noch zu Beginn der Woche. Unmittelbar nach der Rückstufung musste das Land für eine drei Monate laufende Anleihe im Volumen von 843 Mio. Euro mehr als fünf Prozent Zinsen akzeptieren.

 

EZB lockert Ratinggrenze

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat als Reaktion auf die Rückstufung durch Moody's die Ratinggrenze für portugiesische Anleihen gelockert: Die dürfen künftig auch dann von der EZB als Sicherheit akzeptiert werden, wenn sie nicht mehr „Investment grade“ besitzen. Bisher hat diese Bestimmung nur für Irland und Griechenland gegolten. Österreichs EZB-Rat Ewald Nowotny sagte der APA, die Maßnahme sei „vorbeugend“ beschlossen worden, falls auch die anderen Ratingagenturen Portugal zurückstufen.

Auf einen Blick

Die EU will Ratings für Mitgliedsländer, die Finanzhilfen benötigen, künftig einfach aussetzen. Die OECD kritisiert die Ratingagenturen, weil sich ihre Negativratings zu selbsterfüllenden Prognosen entwickeln. Grund der Aufregung ist die jüngste Rückstufung Portugals.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.07.2011)

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51 Kommentare
 
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Gast: gedankenterrorist111
10.07.2011 15:42
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Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht.

Eine kleine Lüge nennt man »Notlüge«, große Lügen »Wahlkampf« und viele Lügen »Politik«.

Gast: long sword
05.11.2014 15:01
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Die EUDSSR zeigt ihre wahre Fratze

nur Diktaturen verbieten die freie Meinungsäußerung, auf Basis derer freie Bürger ihre Entscheidung treffen könnten.

Gast: Univ.Doz. Ökonomie
08.07.2011 10:01
0

Die Ratingagenturen verzerren doch mit strategischer Absicht!

Sie übertreiben ins Positive - damit ihre Besitzer gute Milliardenspekulationen machen können (so waren die Schrottpapiere noch 14 Tage vor der Lehmanpleite mit "tripple A" bewertet!).

Sie ruinieren Volkswirtschaften mit falschen negativen Ratings, damit ihre Besitzer erfolgreiche Spekulationen durchziehen können.

Re: Die Ratingagenturen verzerren doch mit strategischer Absicht!

Um gegen jemand spekulieren zu können muss es doch zumindest 2 Seiten geben, in diesem Fall also EUR-Länder und Spekulanten.

Dazu haben sich die "noch nicht in's Visier geratenen EUR-Länder", ausgenmommen Slovakei (auch nicht sehr groß), "solidarisch gezeigt", und mit Geld und Bürgschaften das Spekulationsrisiko von den Spekulanten zu den Steuerzahlern übertragen.

Wen wundert es also wirklich, das fleißig weiter spekuliert wird?

Das hier von den EUR-Ländern angebotene "Spekulationsfeld ohne Risiko" gibt's ja sonst nirgendwo auf der Welt.

PS: Das Rating für "Lehmann" war sicher etwas "geschönt" (wer agiert schon gerne gegen seine eigenen Auftraggeber). Ist das der EUR-Pleitestaaaten ebenfalls manipuliert? Eher Nein, denn der Schutzschirm war ja nur deswegen notwendig, weil die tatsächlich Pleite sind. D.h., die Volkswirtschaften haben sich vollkommen ohne fremde Hilfe selbst ruiniert, da man noch immer nicht bis in alle Ewigkeit von immer größer werden Schulden leben kann.

Veröffentlichungsverbote, wie sie zuletzt in der kommunistischen UdSSR gepflegt wurden, sind aber dafür mit Sicherheit KEINE Lösung sondern nur ein Brandbeschleuniger.

Re: Re: Veröffentlichungsverbot ...

Ratings können nicht unterdrückt werden, aber, und das klingt mir wesentlich wahrscheinlicher, die EZB könnte diese nicht mehr als Entscheidungsgrundlage für die Bewertung von Sicherheiten heranziehen.

Re: Re: Re: Veröffentlichungsverbot ...

Ratings sind ja nur ein Spiegel für das Vertrauen. Gibt es keine Ratings, gibt es sicher etwas anderes.

Re: Re: Re: Veröffentlichungsverbot ...

Dieser Zug der EZB ist "logisch".

Denn sie hat mittlerweile von den Banken so viele "Papiergutscheine von am Rande stehenden Fast-Pleitestaaten" übernommen, das sie wahrscheinlich selbst (ohne Steuerzahler zur Verlustbegleichung) in Insolvenz gehen müsste, müsste sie die wahren Werte dieser Papierchen in ihre Buchhaltung eintragen.

Diese "Logik", andere könnten vielleicht Realitätsverweigerung dazu sagen, ändert jedoch nichts an der gegebenen Situation. Denn man hängt einfach nur einen Vorhang vor den Misthaufen, damit er optisch abgedeckt ist. Dahinter existiert und stinkt er leider weiter.

Welches Kasperltheater

*Die Europäische Zentralbank (EZB) hat als Reaktion auf die Rückstufung durch Moody's die Ratinggrenze für portugiesische Anleihen gelockert: Die dürfen künftig auch dann von der EZB als Sicherheit akzeptiert werden, wenn sie nicht mehr „Investment grade“ besitzen. Bisher hat diese Bestimmung nur für Irland und Griechenland gegolten. Österreichs EZB-Rat Ewald Nowotny sagte der APA, die Maßnahme sei „vorbeugend“ beschlossen worden, falls auch die anderen Ratingagenturen Portugal zurückstufen.*


Re: Welches Kasperltheater

Es ist leicht zu kritisieren, aber was würden sie an deren Stelle machen wenn über Nacht Staatsanleihen in der Höhe von geschätzten 200 Mrd. ihre Deckungsfähigkeit verlieren und damit die die Banken verpflichtet wären das Saldo bei der EZB auszugleichen?

Re: Re: Welches Kasperltheater

In USA nennt man ein solches Verhalten: Kick the can down the road.

Was so viel bedeutet, dass man das Problem nur hinausschiebt. Was aber noch dazukommt ist, dass das Problem dann noch schwieriger bewältigbar ist. Aber anscheinend glaubt ohnehin niemand mehr, dass die Schulden jemals wieder zurückgezahlt werden. es geht nur darum dass man trotz einer de facto Pleite liquide bleibt indem man refinanziert.

In diesem Pyramidenspiel ist es nicht einfach im Spiel zu bleiben. Am Ende wird es jedoch nur Verierer geben. Das steht auch schon fest.


Re: Re: Welches Kasperltheater

Spät aber doch wäre es vielleicht Zeit "reinen Tisch" zu machen!?

Denn die Aktionen der letzten Zeit gehen offenischtlich praktisch alle in die Richtung Verschlechterung, bis hin zum angedachten Verbot unbequemer Aussagen. Und das sind keine guten Zeichen an der Wand.

Aber prinzipiell haben Sie Recht, der Weg in die falsche Richtung scheint dramatisch an Eigendynamik zu gewinnen, so das ein Ausstieg immer schwerer wird.

Re: Re: Re: Welches Kasperltheater

Schnellschüsse tragen nur zur Verunsicherung bei und sind selten gut durchdacht. Das Spiel auf Zeit, wie es jetzt z.B. im Falle Griechenlands durchgeführt wird zeigt nur die Unsicherheit der Verantwortlichen, die, wie übrigens der Rest der Welt auch, keine Ahnung haben, welche Folgen eine Insolvenz haben würde.

Am einem Ende lauern die Spekulanten und am Anderen steht die Drohung, dass unser Finanzsystems kollapieren könnte!

Ich will mit keinem der Entscheidungsträger tauschen!

Re: Re: Re: Re: Welches Kasperltheater

Ich befürchte, am Ende dieses eingeschlagenen Weges kann die gemeinsame Insolvenz aller EUR-Staaten stehen. Die vorhandenen Zeichen schließen dieses Resultat leider nicht aus.

Man hat, mangels (hoffentlich weiterhin ausbleibender) Erfahrung sicher noch keine reale Vorstellung, was eine eventuelle Insolvenz einer "halben" Wirtschaftsunion (nur EUR-Länder) verursachen kann. Man hat jedoch Erfahrung, was eine Insolvenz bzw. Teilinsolvenz (Haircut) eines Einzelstaates verursacht. Denn solche Insolvenzen hat es in der Geschichte schon oft gegeben. Die letzten von Argentinien bis Rußland.

D.h. "normale" Staatsinsolvenz ist auch nichts gutes, aber ich bin überzeugt, verursacht schon allein wegen der geringeren Größe, weit weniger Probleme als die einer Wirtschaftsunion. Die Probleme wären zusätzlich noch wesentlich kleiner, würden die "Schutzschirme" danach zum Wiederaufbau verwendet. Griechenland müsste nach einer Insolvenz ja nicht so im Regen stehen bleiben, wie bisher andere Staaten.

Das bisherige Solidaritätsspiel scheint sich jedoch eher zu einem Kräftemessen zwischen verschuldeten Staaten und deren Kreditgebern entwickeln. Und Schulner haben bei einem Kräftemessen eben immer die schlechteren Karten.

PS: Als echte "Schnellschüsse" würde ich eher die bisherigen Hilfspakete "über Nacht" zur "Beruhigung der Märkte" bezeichnen.

Terrorismus

Jetzt ist es also so weit, eine veröffentlichte Meinung gilt neuerdings schon als Terrorismus - jetzt sind die Politiker dort wo sie hinwollen. Ratingagenturen betreiben "Terrorismus", Leute die gegen finanzielle Rettungsschirme sind "Verhetzer" (lt. Faymann), man sieht was hier passiert.

Antworten Gast: Wanderer.
08.07.2011 09:56
1

Re: Terrorismus

Was heißt hier "Meinung"?

Die Ratingagenturen provozieren falsch positive und ebenso falsch negative Entwicklungen.

Warum?

Zum Nutzen ihrer Besitzer, einigen milliardenschweren Spekulanten!

die EZB kauft also weiterhin

das kommt davon wenn man Gesetzesbrüche nicht ahndet, die EZB fährt weiter fort Ramschanleihen anzunehmen. Wann kommen endlich die Gerichtsprozesse wegen Untreue für die Verantwortlichen (in Ö: Nowotny)

Antworten Gast: cercus
08.07.2011 09:57
1

Re: die EZB kauft also weiterhin

Was sie hier posten ist schlichter Unsinn!

Re: Re: die EZB kauft also weiterhin

was soll daran falsch sein? wenn man wissentlich den Geldgebern schadet (die sind in diesem Fall die Steurzahler) ist das Untreue.

Gast: Benno Berghammer
07.07.2011 22:08
1

Zum Thema Ratingagenturen

Das Problem mit Ratingagenturen kann man einfach in der EU einfach lösen. Jegliche Berufstätigkeit etablierter US-Ratingagenturen sind in Ganz EU-Europa zu verbieten. Bei börsennotierten Konzernen könnte durchaus eine Finanzmarktaufsicht den Job genauso gut machen, wie eine Ratingagentur.

Die Ratingagenturen gehören einflußreichen Medienkonzernen in den USA und einigen bekannten Unternehmerfamilien. Das beste Beispiel ist Standard & Poors das einem börsenotierten Medienunternehmen gehört. Moodys hat die meisten Triple A-Ratings bis Double A-Ratings für Ramschpapiere (Kreditderivate, Asset-Backed-Securities, etc.) vergeben. Es gab viele Skandale bei Moodys und die raten jetzt Staaten anhand von Medienberichten.

Die Ratingagenturen werden bei Unternehmen von den Auftraggebern sprich den Unternehmen bezahlt. Sehr oft hat da auch die Investmentbank, die Aktien- und Anleihenemissionen derjenigen Unternehmen am Markt platziert ebenfalls ein Interesse an einem guten Rating. Bei Staatsanleihen funktioniert das anderes. Für ein Rating von Staaten ist es aus Sicht der Ratingagenturen nicht nötig irgendwelche Informationen z.B. von den Finanz- und Wirtschaftsministerien der betroffenen Ländern einzuholen. Der ganze Ratingprozess als solches verläuft ohne jegliche Transparenz oder Einwendungsmöglichkeiten der gerateten Staaten.

Die Finanzkrise wurde im Wesentlichen durch viel zu positive Ratings von Ratingagenturen ausgelöst, sonst hätten Investoren anders entschieden. So ist das.

Re: Zum Thema Ratingagenturen

O.k., "Banken-Ratuingagenturen" soll man (zumindest) betreffend Banken nicht glauben. Aber wer würde einer staatlichen / EU-Finanzmarktaufsicht betreffend EU-Staaten den glauben?

Vor allem, wenn sie unter solchen Kriterien geschaffen wird.

Antworten Gast: Wanderer.
08.07.2011 09:58
0

Re: Zum Thema Ratingagenturen



Danke für Ihren richtigen, treffenden Beitrag!

Re: Zum Thema Ratingagenturen

In Phasen der Euphorie werden die Ratings immer zu positiv gesehen und in der Krise immer zu negativ. So ist der Mensch einmal gestrickt.
Die Ratingagenturen haben nicht die Finanzkrise verursacht, sondern ihr Fehlverhalten ist ein Symptom davon.

Blasen werden immer von den Zentralbanken verursacht, die zu viel Geld in Umlauf bringen. Wo sie entstehen weiß keiner. Das macht sie auch so unberechenbar und tückisch.
In der Blase werden sehr viele Fehlinvestments getätigt. Dann wird wegen der drohenden Inflation die Geldmenge etwas reduziert und die Blase platzt. Dann müssen sie gegensteuern und wieder mehr Geld in den Markt werfen. Wieder weiß man nicht wo die nächste Blase entsteht. Fehlinvestments passieren,…
So wird die Struktur der Wirtschaft sukzessive immer mehr geschädigt und der Wohlstand geht immer mehr zurück. Die letzte Konsequenz ist die Revolte und eine Diktatur.


Re: Re: Zum Thema Ratingagenturen

Den Zentralbanken die Schuld an diesem Dilemma zu geben ist unfair, denn sie sind das BackEnd der Banken, die wieder auf Märkte reagieren. Die Blasen durch die Verschränkung der Wirtschaft, Banken und Politik geschaffen, in dem für Gesetze lobbyiert wurde, die die Belebung der Wirtschaft zum Ziel hatten aber tatsächlich weit darüber hinaus schossen.

Die Aufweichung der Grenzung nutzten einige innovative Unternehmen um neue Märkte zu erschließen. Die Wirtschaft wurde, wie von einer Droge, abhängig von diesen Finanzkonstrukten und diese wurden immer komplexer und undurchsichtiger, legitimiert durch Expertiesen angesehener Experten, um den Finazbedarf zu decken. Das System funktionierte, die Wirtschaft wuchs und in Anwendung der Spruches "never change a running system" gab es auch keinen Grund dieses zu hinterfragen.

Das Bemrkenswerte war, dass sich die restliche Welt die wachsenden Immobilienblase in den USA bewusst war, aber sie hielten diese, wie im Fall Japan, für ein regionales Problem und zockten daher kräftig mit.

Mit dem Fall Lehman's, eines Riese der Wall Street, platzte das System und die Schockwellen breiteten sich über die Grenzen der USA aus ...

Die Rettungspakete sind nichts anderes als der verzweifelte Versuch die Lage auf den bröckelnden Finanzmärkten unter Kontrolle zu bringen, aber wie jedes Medikament haben diese Nebenwirkungen!

Ratingargenturen

sind jetzt schon hoch politisch

ein gegengewicht aus der eu wäre für den ausgleich vorteilhaft

auch der asiatische raum sollte sich was überlegen

eine globale diversifikation der ratingargenturen ist inhaltlich zu begrüßen

Re: Ratingargenturen

Jeder ratet sich selbst?

 
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