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EU-Kommissarin: "US-Ratingkartell zerschlagen"

11.07.2011 | 13:09 |   (DiePresse.com)

Europa darf sich seine Währung nicht von drei privaten Unternehmen kaputt machen lassen machen, sagt Justizkommissarin Viviane Reding. Eine Alternative könnten europäische und asiatische Ratingagenturen sein.

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EU-Justizkommissarin Viviane Reding hat eine Zerschlagung der Ratingagenturen ins Spiel gebracht. "Europa darf sich den Euro nicht von drei US-Privatunternehmen kaputt machen lassen", sagte Reding der Zeitung "Die Welt" mit Blick auf die drei großen Agenturen Standard & Poors, Moody's und Fitch.

Die EU-Kommission will zudem Ratingagenturen die Bewertung der Kreditwürdigkeit von Staaten verbieten, die Finanzhilfe aus internationalen Kreditprogrammen bekommen. Das schlug EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier vor. Er werde die polnische EU-Ratspräsidentschaft bitten, dieses Vorhaben auf die Tagesordnung eines der kommenden Treffen der EU-Finanzminister zu setzen, sagte Barnier demnach. "Natürlich müssten wir noch die Machbarkeit eines solchen Schrittes untersuchen", räumte der Franzose ein.


EU-Justizkommissarin Viviane Reding meint, es seien mehr Transparenz und Wettbewerb bei der Bewertung von Unternehmen und Staaten nötig. "Ich sehe zwei mögliche Lösungen: Entweder beschließen die G-20-Staaten gemeinsam, das Kartell der drei US-Ratingagenturen zu zerschlagen. Die USA könnten beispielsweise aufgefordert werden, aus den drei Agenturen sechs zu machen. Oder es werden unabhängige europäische und asiatische Ratingagenturen geschaffen." Es dürfe nicht sein, dass ein Kartell dreier Unternehmen mit Sitz in den USA über das Schicksal ganzer Volkswirtschaften und ihrer Bürger entscheide, so Reding.

Kritik an Ratingagenturen: ''Das ist Terrorismus''

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Wie das Blatt unter Berufung auf EU-Kreise weiter berichtet, wird mittlerweile in Brüssel ein Schuldenschnitt für Griechenland "als extreme Option" nicht mehr ausgeschlossen. Ein Forderungsverzicht der Gläubiger sei im Umfeld der Euro-Finanzminister in den vergangenen Wochen intern bereits mehrfach beraten worden, schreibt die Zeitung. Ein ranghoher EU-Diplomat sagte dem Blatt: "Die Wahrscheinlichkeit, dass es spätestens bis Dezember zu einer Umschuldung kommt, ist sehr hoch."

Italien Thema bei Finanzminister-Treffen

Die Finanzminister der 17 Euro-Staaten werden am heutigen Montag in Brüssel erneut darüber beraten, wie eine Ausweitung der Krise vermieden werden kann. Dabei geht es um die Details des zweiten Hilfsprogramms für Griechenland in Höhe von bis zu 120 Milliarden Euro. Aber auch Italien dürfte ein Thema sein. Das Land musste zuletzt für seine Staatsanleihen immer höhere Risikoaufschläge zahlen.

Vor dem Treffen der Euro-Finanzminister kommen am Nachmittag Spitzenvertreter von EU und EZB in informeller Runde in Brüssel zusammen. Spekulationen, Van Rompuy habe ein Krisentreffen einberufen, wies der Kommissionssprecher zurück: "Es handelt sich um das regelmäßige Treffen der beiden Präsidenten zu Wochenbeginn, bei dem sie die Themen der Woche koordinieren." Dieses Gremium könne auch keine Entscheidungen treffen.

Wird Rettungsschirm aufgestockt?

Unterdessen fordert die EZB nach einem Bericht von "Welt Online" eine grundlegende Reform der Krisenpolitik der Euro-Staaten. Der Euro-Rettungsschirm müsse deutlich aufgestockt, möglicherweise sogar auf 1,5 Billionen Euro verdoppelt werden, schrieb das Blatt unter Berufung auf hochrangige Zentralbankkreise. Der bestehende Schirm in Europa reiche nach Ansicht der Zentralbank nicht aus, um eine glaubwürdige Schutzmauer um Italien zu bauen.

(Ag.)

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235 Kommentare
 
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Gast: niederösterreicher
11.07.2011 11:42
7 0

Schuldenkrise!

Einige Schuldenpolitiker verkraften die Wahrheit nicht!

Vorschlag: Wie wäre es mit Sparen und keine neuen Schulden mehr!
Die Sozialsstaatparty is over!
Jetzt müssen alle arbeiten, auch die die nicht wollen!

Was erhofft Sie sich von dem Vorschlag ?

Gerät eine europäische Ratingagentur in den Verdacht beeinflussbar zu sein und europäische Länder zu milde zu beurteilen, wird sie auf den Finanzmärkten nicht anerkannt werden und die betreffenden Staaten werden genau so hohe Risikoaufschläge wie bisher bezahlen müssen. Dass eigentliche Problem bei den Ratingagenturen ist mE nicht, dass sie zu streng bewerten, sondern dass sie im Gegenteil in der Vergangenheit ganz offensichtliche viel zu WENIG streng bewertet haben (siehe die Bewertung der ganzen Ramschpapiere die 2008 platzten).

Re: Was erhofft Sie sich von dem Vorschlag ?

Ich denke nicht man sorgt sich um die privaten Investoren und darum, ob die einer europ. Ratingagentur nun Glauben schenken oder nicht. Es geht vielmehr darum, der EZB eine Agentur anzubieten, auf Basis deren Beurteilung sie dann "pflichtbewusst" weiter agieren kann. Im Moment geht das nicht, weil sich die Amerikaner nicht so einfach von den Europäern steuern lassen.

0 0

Re: Was erhofft Sie sich von dem Vorschlag ?

So weit denken die Leute in der Kommission auch. Der Plan sieht wahrscheinlich so aus: Gründung einer europäischen Ratingagentur, deren Ergebnisse als externes Rating im Sinne von Basel II, Basel III, Basel IV, Basel V und was immer noch kommen mag anerkannt wird.
Geht jetzt eine Bank pleite, weil sie - von der besagten Agentur hoch bewertete - Ramschpapiere gekauft hat, dann können die Manager nicht haftbar gemacht werden (sie können sich ja auf ein "unabhängiges" Urteil berufen), darüber hinaus hat sich die Bank für ein Hilfspaket aus Steuergeldern qualifiziert - ist ja völlig unschuldig und unter Beachtung gesetzlicher Vorschriften in die Malaise geraten.
Langer Rede kurzer Sinn: Abwälzung der Risiken von den Staaten über die Banken auf die Steuerzahler - wie immer.

9 0

Wer ist der Verursacher der Schuldenmisere?

Wer hat bei Staaten die nicht einmal annähernd die Maastrichtkriterien erfüllten, die Kriterien für "politisch erfüllt" erklärt und diese in den Euro-Raum aufgenommen?

Wer hat jahrelang zugesehen wie die Maastrichtkriterien gebrochen wurden und keinerlei Sanktionen verhängt (da es ja auch die großen Länder D und F taten)?

Wer hat nichts unternommen als Griechenland sein Budget fälscht, obwohl es schon seit Jahren bekannt war?

Wer bricht sein gerade erst undemokratisch durchgeprügeltes (negative Volksabtimmungen in F, NL und IRL zur EU-Verfassung) eigenes Regelwerk (No-Bailout Klausel)?

Wer lügt, verheimlicht und betrügt im Zusammenhang mit dem Euro laufend?

Was glaubt diese abgehobene von niemandem gewählte EUdSSR Kommisarin (passender Titel) eigentlich wer sie ist? Die Kommission ist einer der Mitverursacher der Schuldenmisere, anstatt das endlich einzugestehen, verlangt man den Boten hinzurichten.

Der Kaiser ist nackt, der Euroraum am Ende. Weil man aus politischer Dummheit Länder aufgenommen hat die mit einer harten Währung nicht wirtschaften können. Daran sind aber die EU-Politiker schuld und nicht die Ratingagenturen.

Europa läuft einfach in die falsche Richtung

Hin zum immer mehr Dirigismus statt Marktwirtschaft. Die in Frankreich (Sorbonne) sozialisierte Kommissarin ist ein gutes Beispiel dafür.

Die Franzosen glauben zunehmend, ökonomische Realitäten einfach unter den Teppich kehren zu können.
Kann man nämlich nicht. Und es lenkt nur von der einzigen wirklichen Lösung ab: Kapitalschnitt, Entflechtung und Rückbesinnung zur Verantwortung: Wenn'st pleite bist, bist pleite, egal ob "too big to fail" oder "systemrelevant"

2 0

Re: Europa läuft einfach in die falsche Richtung

Ganz richtig. Auch der größte Staat der Erde (UdSSR) war nicht "too big to fail" und die EU ist auf dem besten Weg dorthin.

Skurrile Debatte

Jetzt wettern also Politker über die Rating-
agenturen, sind diese der Sündenbock als sich
weitere Probleme abzeichnen bei den vielen
und teuren "Rettungsagenturen".
Ja mehr noch, es waren die Politiker die vor
nicht allzu langer Zeit mit den Kriterien zu
Basel II die Rolle der Ratingagenturen
gesetzlich festgelegt haben:
"Gut gesehen wird mittlerweile richtig, dass die Politik die Rating-Agenturen ihre herausragende Stellung vor allem durch Basel II erst verschafft. Dieses Regelwerk koppelt externe Ratings an die Eigenkapitalausstattung und künftig mit Basel III übrigens auch an die Liquiditätssteuerung ..." ...
http://www.blicklog.com/2011/07/11/doppel-ghn-ermdende-und-sich-stndig-wiederholende-kritik-an-ratingagenturen/#more-23470

Gast: mens sana
11.07.2011 10:54
8 0

Dämlich und albern

Das Mädchen zeschlägt den Spiegel, der ihm zeigt, wie hässlich es ist.

Vielleicht will die Kommission jetzt selbst eine Ratingagentur gründen? Im Gründen teurer und inkompetenter Agenturen hat man ja schon reichlich Erfahrung....


Re: Dämlich und albern

Ratingagenturen wurden gegründet, um als "Agenten" (Spione) für die damaligen Spekulanten an der Börse die besten Tipps geben zu können. - Heute haben sich diese früheren arbeitsamen Bienen erinnert, daß sie ja eigentlich nur schuften sollen, um den Millionären den Honig löffeln lassen. - Sie haben sich eben selbständig gemacht und regieren fast die Welt! -
Ich brauche keinen Kredit, ich brauche keine Bank, kein Rating. Macht Euch endlich selbständig und wacht auf!
Nur wer nie genug bekommt, borgt - und ist selbst in Abhängikeit.
Wer hat, braucht keinen Kredit - wer nicht hat, bekommt keinen. -
Also leben sie endlich zufrieden mit dem, was sie haben!!

Antworten Gast: Gast2
11.07.2011 11:30
0 3

Re: Dämlich und albern

Lustigerweise zeigt dieser Spiegel den USA eben nicht wie hässlich es eigentlich ist. Der Spiegel zeigt irgendwas - so einen Spiegel brauchen wir nicht.

Was viele hier nicht begreifen wollen (weil Sie sich im Euro-Bashing wohl fühlen) Wirtschaft ist auch Psychologie- daher sind Argenturen auch Macht und nicht nur pure Diagnostik.

Das im Euroland Fehler passiert sind ist uns allen klar, trotzdem erwarte ich mir von den Politikern, dass sie unser Geld und unseren Wohlstand zumindest jetzt verteidigen.

Re: Re: Dämlich und albern

@ Gast2

Der EU-Politiker Othmar Karas hat gesagt "man muß den Griechen helfen ihre Wirtschaftskraft zu verbessern".

Dazu hätte die EU aber in den letzten 10 Jahren auch schon Gelegenheit gehabt. Auch in den letzten 12 Monaten.

Othmar Karas hat jahrelang eine "Invalidenpension" bezogen weil er eine Stopp-Tafel überfahren hat und in einen Lastkraftwagen gefahren ist. Gleichzeitig war er in Wien bei der Bundesländer-Versicherung (=ÖVP-Revier) angestellt.

Glauben Sie im Ernst, dieser Politiker kann irgendetwas verteidigen ?


Re: Re: Re: Dämlich und albern

und wo sind die xMilliarden welche die Griechen bisher schon bekommen haben?

2 0

Man müsste diese Ratingsagenturen eigentlich verklagen, weil

sie einem Pleite Staat wie Italien die Note AAA vergeben!

Antworten Gast: Gast2
11.07.2011 11:21
1 0

Re: Man müsste diese Ratingsagenturen eigentlich verklagen, weil

Italien hat kein AAA.

Ansonsten haben Sie recht. Man müsste die Argenturen verklagen dass sie VOR der Krise die Staaten so gut berwertet haben und so die Entstehung der Blase ermöglicht haben.

Das ist ungefähr so wie ein Patient der vom Arzt die Mitteilung bekommt, dass er Krebs hat ... und dann böse auf den Arzt ist.


Antworten Gast: Gast2
11.07.2011 11:17
0 3

Re: Das ist ungefähr so wie ein Patient der vom Arzt die Mitteilung bekommt, dass er Krebs hat ... und dann böse auf den Arzt ist.

Nein das ist überhaupt nicht das selbe!

Stellen Sie sich vor:
Situation 1:
Sie sind gesund und gehen zum Arzt. Der Arzt sagt Ihnen fälschlicherweise sie haben Krebs. Haben Sie dann Krebs? Nein natürlich nicht. Eine Fehldiagnose wird Sie nicht krank machen.

Situation 2:
Ein Staat mit AAA der seine Zinszahlungen begleichen kann wird von der Ratingargenturen fälschlicherweise auf CCC heruntergestuft.
Was passiert? Sie meinen Nichts? Ach was! Die Märkte wären verwundert und verunsichert, vielleicht sogar panisch. Was passiert mit den Anleihen? Zur Sicherheit verlangt man eben doch mehr Zinsen zom Staat, und ein gesunder Staat kann in Schwierigkeiten kommen. -> Die Diagnose beeinflusst die Gesundheit des Staates.

Also nochmal: Es ist nicht das Selbe!

In der Realität trifft aber Szenario 3 zu:

Sie haben Krebs, der Arzt sagt es Ihnen, und Sie rennen zum Wunderheiler, der ihnen verspricht, daß es sich nur um eine Magenverstimmung handle, die mit ein paar Kügelchen zu therapieren sei.

Dem nicht genug, wollen Sie dann auch noch dem Arzt Berufsverbot erteilen und und den Wunderheiler zum neuen Gesundheitsdienstleister für das ganze Land machen.

Re: Das ist ungefähr so wie ein Patient der vom Arzt die Mitteilung bekommt, dass er Krebs hat ... und dann böse auf den Arzt ist.

Entschuldigung an Gast - grau, weiter unten. Wir hatten offenbar gleichzeitig den selben Gedanken.

Antworten Antworten Gast: grau
11.07.2011 11:01
0 0

Re: Re: Das ist ungefähr so wie ein Patient der vom Arzt die Mitteilung bekommt, dass er Krebs hat ... und dann böse auf den Arzt ist.



gar kein problem corvus-DEN gedanken wren viele haben !

es liegt offen zutage, was hier probiert wird !

0 0

Re: Re: Re: Das ist ungefähr so wie ein Patient der vom Arzt die Mitteilung bekommt, dass er Krebs hat ... und dann böse auf den Arzt ist.

Es ist eigentlich ärger: der Patient will jetzt den Arzt klagen, weil er ihn für den Krebs verantwortlich macht. Im übrigen konsultiert er jetzt nur noch den Wunderheiler mit den getrockneten Froschherzen...

1 0

Diese Frau wird in die Geschichte eingehen!

Egal aus welchem Grund aber sie ist eigentlich schon History.
1. Sie kann die Ratingsagenturen nicht zerschlagen!
2. Was hat sie als Justiskommisarin damit zu tun?
3. Welche Logik soll es haben, wenn die EU den Ast absaegt, auf dem sie steht. Denn die EU hat diese Agenturen hofffaehig gemacht um die unliebsama Wirtschaften unter Kontrolle zu halten. Womit will die EU dann Schwellenlaender unter Druck setzen?

Äh...was?

Seit wann gibt es denn ein Kartell? Hat irgendwer irgendeine Art von Absprache zwischen den großen Drei Unternehmen nachgewiesen oder bisher auch nur Indizien dafür gefunden? Sonst ist "Kartell" nämlich wieder nur Stimmungsmache eines Politikers der nicht weiß wovon er redet.

Dass eine der drei großen Ratingunternehmen einem französischen Konzern hat ist auch egal. Wer ein Hauptquartier (nicht einmal das einzige) in der Börsestadt New York hat ist ein US-Unternehmen. Alle Fakten die in eine andere Richtung deuten sind irrelevant.

Dass es längst unzählige andere Ratingunternehmen gibt ignoriert man auch am Besten. Dass die großen drei so groß sind muss einfach daran liegen, dass sie böse sind. Dass sie einfach die glaubwürdigsten sind und deswegen am meisten in Anspruch genommen werden hätte ja was mit Marktwirtschaft zu tun.

Nebenbei bemerkt würde auch ein einstimmiges vernichtendste Urteil der großen Drei überhaupt keine Rolle spielen, wenn die nicht glaubwürdig wären und ihre Urteile auch begründen. Und wenn nicht gerade die EU den Investoren jeden Hausverstand verbietet und alles auf die objektiven Ratings stützen will, die zwar in Wahrheit ziemlich subjektiv sind (gezwungener Maßen), aber immer noch zu objektiv für die Politiker. Wie sie langsam merken.

Antworten Gast: Bedenker
11.07.2011 10:40
0 2

Gleischgeschaltetes Vorgehen

ist einem abgesprochenen Kartell natürlich gleichwertig. Und das Verhalten der Ratingagenturen ist ja wohl offensichtlich aufeinander abgestimmt, oder?

Daß bei 30°C im Schatten

die Freibäder voll sind, ist wohl auch eine Folge der "Gleichschaltung"?


Diese Länder

wurden durch den Euro und den unverantwortlichen Regierungen zerstört.

Das EU-Desaster drei freien Unternehmern anzulasten, ist übelste und dämmlichste Propaganda.

Antworten Gast: Gast2
11.07.2011 11:04
0 2

Re: Diese Länder

Nein, die Ratingargenturen sind am Dilemma mitschuldig!

Sie haben bis vor der Krise alle Eurostaaten ungerechtfertigter Weise mit AAA bewertet.
Damit fehlte in Griechenland und Co der Anreiz für Reformen. Das ist das ganz große Versagen der Ratingargenturen!!!

Das plötzliche Erwachen der Argenturen ist nun zynisch. Jeder weiß dass man ein Problem hat, aber Verbereitung von negativer Stimmung hilft nun nichts mehr sondern schadet nur.

Wenn Italien für seine Schulden 3% Zinsen zahlt wird es es schaffen. Bewegen sich die Zinsen hysteriebedingt Richtung 10% dann wird es versagen. Und da spielt Psychologie und Stimmung der Märkte eine große Rolle.

0 0

Re: Re: Diese Länder

Kurz gesagt: die PIGS-Staaten sind so stark überschuldet, dass sie am Rande des Abgrunds stehen. Ein kleiner Schubs, schon stürzen sie ab. Die Ratingagenturen geben ihnen aber einen starken Fußtritt.
Ist jetzt der Fußtritt schuld am Absturz oder der Abgrund?

Antworten Antworten Antworten Gast: nonce
11.07.2011 12:02
0 0

Re: Re: Re: Diese Länder

Alle Staaten in West- und Mitteleuropa sind so stark überschuldet, dass die am Rande des Abgrunds stehen, sobald die Zinsen in die Höhe schnellen.
Sie glauben doch nicht wirklich, dass Österreich eine Zinslast von 10-20% tragen könnte.

Antworten Antworten Antworten Gast: Gast2
11.07.2011 11:34
0 0

Re: Re: Re: Diese Länder

ohne dem einen nicht das andere

Abgründe sind überall- einmal näher einmal weiter entfernt.

Gast: grau
11.07.2011 10:16
1 0

der patient hat krebs...



der arzt ist schuld.

oyro und ÄÄUU konnten NIE funktionieren !
in was für einen dritte-welt-wahnsinn haben die =?=?$§$%$%$$ uns da hineingeritten ?

Quotenfrau

Frau Reding ist das stärkste Argument gegen Frauenquoten. Wann immer sie den Mund aufmacht, ist Schlimmes zu erahnen.

Zur Sache: Die Wahrheiten der Ratingagenturen sind für EU-SchönzeichnerInnen natürlich nicht angenehm. Dass ihr Euro-Projekt nämlich ein Betrug am Bürger ist und dass die mit Lust und Laune in die Euro-Zone integrierten PIGS de facto Sozialhilfeempfänger sind, die man jetzt durchfüttern darf, sollte tunlichst nicht ausgesprochen werden. Die Ratingagenturen sprechen laut aus, was Reding & Co am liebsten zurechtfälschen würden.

Antworten Gast: grau
11.07.2011 10:41
1 0

Re: Quotenfrau



ABSOLUT RICHTIG , HUNDEFÜRST !

EU-ratingagenturen

unabhängige, nicht US-agenturen sind längst überfällig.
wir haben darüber schon 2008 in der wirtschaftskrise in diversen foren diskutiert und dies als notwendig angesehen.
wenn jetzt EU-politiker einen handlungsbedarf sehen, dann ist das etwas spät.

welche wirtschaftsberater haben diese von uns NICHT gewählten lakaien???

abschliessend ist die gründung einer ratingagentur nicht über nacht gemacht. und es ist sehr wichtig, daß sie unabhängig also PRIVAT bleibt und nicht staatlich. denn wir investoren hätten KEIN vertrauen in eine EU-ratingagentur, welche sich aus italien, spanien, deutschland oder anderen pigs zusammensetzt!

Re: EU-ratingagenturen

Aber Sie können Gift darauf nehmen, dass, sollte eine europäische Ratingagentur tatsächlich unabhängig sein, diese zu den gleichen Ergebnissen wie die US-Agenturen käme. Nämlich, dass Griechenland pleite und der Euro eine Missgeburt ist. Eine Vermischung aus Drachme, Lire und DM muss nicht erst kaputt gemacht werden - die ist von Anfang an kaputt.

Re: Re: EU-ratingagenturen

bin ich ihrer meinung.
trotzdem täte den ratingagenturen schon längst konkurrenz gut.

die dominanz der US-ratingagenturen war schon jahre offensichtlich.
jetzt damit herzukommen, wenn der hut brennt, zeugt von schlechten beratern und simpler anlasspolitik.
wir brauchen aber eine vorrausschauende politik.

1 1

Re: Re: Re: EU-ratingagenturen

Konkurrenz schadet ihnen sicher nicht. Sie sind auch weit davon entfernt, wirklich vertrauenswürdige Ratings zu produzieren. Aber sie sind immer noch deutlich besser als die Alternativen.

Re: Re: Re: Re: EU-ratingagenturen

da kann ich ihnen nur zustimmen, wir brauchen dringend konkurrenz von mehreren ratingagenturen.

Gast: euwassonst
11.07.2011 10:07
1 1

diese irre bankenrettungsschirm aus steuergelden! soll nun schon auf 1,5Billionen euro erhöht werden- die eu politiker treiben die europäischen bürger und pensionisten in die armut.

ob man nun positiv oder negativ zu den ratingagenturen steht, sie zeigen nur auf, dass die casinobanken,börsen u.finanzmärkte nicht mit ordentlichen sozialenstaatsstrukturen vereinbar sind.entweder unterwirft man alle bürger einem globalen ausbeuterischen finanz- und börsensystem, oder man muß die regeln für diese banken u.kapitalmärkte so machen, dass sie keine kollateralschäden für die staaten und bürger mehr anrichten können.
nur die politik u.besonders die EU hat es geschafft, dass man gewinne und profitmaximierung als oberstes gesellschaftliches ziel anerkennt und politisch fördert. wenn kapitalprofite,dass einzig und alleinige ist, was noch zählt, na dann hat die politik ihre sache ja gut gemacht. nur der haken dabei ist, dass es nicht nur um superreiche und privilegierte eliten geht. die große mehrheit bevölkerung arbeitet und lebt ja auch noch und diese bürger zahlen nun mal den überwiegenden großteil der steuern, aber die mehrheit der arbeitetenden und steuerzahlenden bevölkerung soll sich in zukunft einschränken und auf vieles verzichten, sagen die politiker u.bankerlobbys. Denn die staatlichen pensionen u.gesundheitsversorgungen, die bildung, infrastruktur(öffis..)soziales, umwelt usw. kostet ja steuergeld und das soll, wie man sieht, vor allem nur mehr in private reiche hände kommen. und viele politiker tun ja seit längerem nichts mehr anderes,als abermilliarden von steuergeldern der arbeitetenden bevölkerung in die privaten kapital-u.bankenmärkte umzuverteilen

Gast: grau
11.07.2011 10:06
0 0

es wird zeit für einen




KOMMISSARBEFEHL !

Gast: Wanderer.
11.07.2011 09:46
0 5

Diese Ratingagenturen sind eihgentlich ein Betrugssystem!

Ihre Besitzer (etliche der größten reinen Finazspekulanten der Welt) kaufen bez. verkaufen zuerst - dann kommen die Ratigs ihrer (privaten!) Agenturen und es wird zum Schaden aller anderen abgesahnt!

Und dies kann man über die Jahre schön nachweisen.

(Soweit sehr kurz und gut.)

Gast: unbeteiligter
11.07.2011 09:35
5 1

Nein Vorschlag : Statt den Rating

agenturen die EU zerschlagen, dann sind viele Probleme gelöst :

Die EU ist die größte Diktatur seit dem 3 .Reich und wird auch fallen; je füher desto besser.

Gast: litzelo
11.07.2011 09:31
8 2

Frau "Komissarin" (klingt nach UDSSR) !!

Der Euro wird nicht von "privaten"Rating-Agenturen zerstört, sondern von korrupten Regierungen und von der, die Verfassung brechenden, gelddruckenden EUDSSR, die privaten Gläubigern, die hohe Zinsen kassiert haben für hohes Risiko nun hilft, ihre Verluste auf die Steuerzahler abzuwälzen ! Das ist GELDSOZIALISMUS !
Die Banken müssen so wie ihre Gewinne, so auch ihre Verluste selber tragen.
Diese bail-out-Tyrannei, dieses: "dem Steuerzahler die Rechnung schicken", muß ein Ende haben. Frau Komissarin !
1,5 BILLIONEN "Rettungsschirm". WER ZAHLT DAS ?
Frau Komissarin

Re: Frau

Besser als der schlechte deutsche Neusprech in der österreichischen Verwaltung, wo man von Bereichsmanagern spricht.

Antworten Gast: hello again
11.07.2011 09:51
1 3

Re: Sie sind schon sehr ärmlich im Geiste, litzelo!


Antworten Antworten Gast: litzelo
11.07.2011 11:51
0 0

Re: Re: Sie sind schon sehr ärmlich im Geiste, litzelo!

Was meinen sie damit, sie nichtssagender Polemiker !

Antworten Gast: Certha
11.07.2011 09:51
1 0

Und warum

tragen wir Steuerzahler dann die Verluste der Hypo Alpe Adria, der Kommunalkredit usw.?

Antworten Gast: grau
11.07.2011 09:42
0 0

Re: Frau



zeit für einen kommisarbefehl !

Gast: trade123
11.07.2011 09:30
9 0

Die große Überraschung kommt bald

Da werden Jahrzehnte lang Schulden bis zum Umfallen gemacht, und dann ist der Schuld daran, der darauf hinweist.
Der Bondmarkt lässt sich von einer Flickschusterei wie sie derzeit in der EU betrieben wird nicht beeinflussen.
Die Politik hat jeden Sinn für Realität verloren.

Das nahe Ende ist der gesamte Zusammenbruch des verbrecherischen Finanzsystems.

GELD VON DER BANK HOLEN UND IN REALWERTE WECHSELN SOLANGE ES NOCH GEHT

10 0

Die Währung wird nicht durch die Agenturen kaputtgemacht,

sondern durch die Politiker, die ihre eigenen Regeln gerne außer Kraft setzen, wenn es um die "gute Sache" geht.

Die Agenturen sind bestenfalls das Kind, das ausruft, was eigentlich schon längst alle wissen sollten: "Der Kaiser ist nackt!".

BTW: Ratingagenturen leben vom Vertrauen der Märkte - wieviel Vertrauen würde wohl eine quasistaatliche EU-Ratingagentur genießen, wenn sie uns die unendliche Geschichte vom Erfolg der griechischen Volkswirtschaft erzählt?

Antworten Gast: Kecer
11.07.2011 09:52
1 2

Und warum haben die Agenturen dann eigentlich

bis 2008 (während der vielen Kreditvergaben an Griechenland, Spanien, Portugal, Irland uws) NIE auf die drohenden Gefahren hingewiesen, obwohl sie ihnen damals bekannt waren?

 
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