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EU-Kommissarin: "US-Ratingkartell zerschlagen"

11.07.2011 | 13:09 |   (DiePresse.com)

Europa darf sich seine Währung nicht von drei privaten Unternehmen kaputt machen lassen machen, sagt Justizkommissarin Viviane Reding. Eine Alternative könnten europäische und asiatische Ratingagenturen sein.

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EU-Justizkommissarin Viviane Reding hat eine Zerschlagung der Ratingagenturen ins Spiel gebracht. "Europa darf sich den Euro nicht von drei US-Privatunternehmen kaputt machen lassen", sagte Reding der Zeitung "Die Welt" mit Blick auf die drei großen Agenturen Standard & Poors, Moody's und Fitch.

Die EU-Kommission will zudem Ratingagenturen die Bewertung der Kreditwürdigkeit von Staaten verbieten, die Finanzhilfe aus internationalen Kreditprogrammen bekommen. Das schlug EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier vor. Er werde die polnische EU-Ratspräsidentschaft bitten, dieses Vorhaben auf die Tagesordnung eines der kommenden Treffen der EU-Finanzminister zu setzen, sagte Barnier demnach. "Natürlich müssten wir noch die Machbarkeit eines solchen Schrittes untersuchen", räumte der Franzose ein.


EU-Justizkommissarin Viviane Reding meint, es seien mehr Transparenz und Wettbewerb bei der Bewertung von Unternehmen und Staaten nötig. "Ich sehe zwei mögliche Lösungen: Entweder beschließen die G-20-Staaten gemeinsam, das Kartell der drei US-Ratingagenturen zu zerschlagen. Die USA könnten beispielsweise aufgefordert werden, aus den drei Agenturen sechs zu machen. Oder es werden unabhängige europäische und asiatische Ratingagenturen geschaffen." Es dürfe nicht sein, dass ein Kartell dreier Unternehmen mit Sitz in den USA über das Schicksal ganzer Volkswirtschaften und ihrer Bürger entscheide, so Reding.

Kritik an Ratingagenturen: ''Das ist Terrorismus''

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Wie das Blatt unter Berufung auf EU-Kreise weiter berichtet, wird mittlerweile in Brüssel ein Schuldenschnitt für Griechenland "als extreme Option" nicht mehr ausgeschlossen. Ein Forderungsverzicht der Gläubiger sei im Umfeld der Euro-Finanzminister in den vergangenen Wochen intern bereits mehrfach beraten worden, schreibt die Zeitung. Ein ranghoher EU-Diplomat sagte dem Blatt: "Die Wahrscheinlichkeit, dass es spätestens bis Dezember zu einer Umschuldung kommt, ist sehr hoch."

Italien Thema bei Finanzminister-Treffen

Die Finanzminister der 17 Euro-Staaten werden am heutigen Montag in Brüssel erneut darüber beraten, wie eine Ausweitung der Krise vermieden werden kann. Dabei geht es um die Details des zweiten Hilfsprogramms für Griechenland in Höhe von bis zu 120 Milliarden Euro. Aber auch Italien dürfte ein Thema sein. Das Land musste zuletzt für seine Staatsanleihen immer höhere Risikoaufschläge zahlen.

Vor dem Treffen der Euro-Finanzminister kommen am Nachmittag Spitzenvertreter von EU und EZB in informeller Runde in Brüssel zusammen. Spekulationen, Van Rompuy habe ein Krisentreffen einberufen, wies der Kommissionssprecher zurück: "Es handelt sich um das regelmäßige Treffen der beiden Präsidenten zu Wochenbeginn, bei dem sie die Themen der Woche koordinieren." Dieses Gremium könne auch keine Entscheidungen treffen.

Wird Rettungsschirm aufgestockt?

Unterdessen fordert die EZB nach einem Bericht von "Welt Online" eine grundlegende Reform der Krisenpolitik der Euro-Staaten. Der Euro-Rettungsschirm müsse deutlich aufgestockt, möglicherweise sogar auf 1,5 Billionen Euro verdoppelt werden, schrieb das Blatt unter Berufung auf hochrangige Zentralbankkreise. Der bestehende Schirm in Europa reiche nach Ansicht der Zentralbank nicht aus, um eine glaubwürdige Schutzmauer um Italien zu bauen.

(Ag.)

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235 Kommentare
 
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Antworten Gast: Kecer
11.07.2011 09:52
1 2

Und warum haben die Agenturen dann eigentlich

bis 2008 (während der vielen Kreditvergaben an Griechenland, Spanien, Portugal, Irland uws) NIE auf die drohenden Gefahren hingewiesen, obwohl sie ihnen damals bekannt waren?

Eben.

Wenn man ihnen einen Vorwurf machen kann, dann den, daß sie zu blauäugig waren - die EU-Politiker sind aber gerade verärgert, weil die Agenturen ihnen zu streng sind.

Beides kann nicht wahr sein und angesichts der Finanzkrise scheint die erstere Vermutung glaubwürdiger, während die letztere eher den feuchten Träumen des Faymännchens entsprungen scheint.

Re: Und warum haben die Agenturen dann eigentlich

Das ist den Agenturen natürlich vorzuwerfen, dass sie allzulange den Schalmeientönen aus Europa aufgesessen sind.

Griechenland hat gefälschte Bilanzen geliefert, die hat man in Brüssel mit zugepressten Augen "geprüft" und die US-Ratingagenturen wollten lange Zeit einfach nicht glauben, dass möglich ist, was da vor aller Augen ablief.

Es waren ja wirklich unfassbare Vorgänge. Und sicherlich wurde massivst interveniert und unter Druck gesetzt. Eine EU-Ratingagentur wäre noch anfälliger für "verfügte Wahrheiten".

Antworten Gast: Kaufmann 1010
11.07.2011 09:50
1 4

Re: Die Währung wird nicht durch die Agenturen kaputtgemacht,

Sorry, aber die Finanzkrise wurde von monströsen Finanzspekulanten und deren perversen Luftgeschäften provoziert!

Vorwurf an die Politik:

Ein völlig "freier Markt" führt immer in den Abgrund, weil eben nicht mehr ausreichend in die Realwirtschaft investiert wird.

Blödsinn

Größere Blasen können nur entstehen, wenn der Marktpreis des Geldes manipuliert wird und da sitzen die Notenbanken an der Quelle.

Mit "Luftgeschäften" allein produziert man noch keine Krise - dazu muß erst mal das überschüssige Kapital vorhanden sein, um es in risikoreiche und gewinnarme Geschäfte zu stecken.

Re: Re: Die Währung wird nicht durch die Agenturen kaputtgemacht,

die Finanzkrise wurde in erster Linie durch zu niedrige Zinsen der Notenbanken ausgelöst. die haben zu hohem Kreditwachstum und Spekulation geführt. das hat mit den freien Markt nichtst zu tun. die notenbanken legen den zins für geld fest - das ist planwirtschaft.

3 7

Liebe Frau Reding ......

.... das sind keine "privaten" Unternehmen, diese Ratingagenturen, wie Sie uns gerne glauben machen würden ! Das sind US-Unternehmen und damit Handlanger der US-Administration und ihrer Börsen. Die Schwächung des Euro liegt im ureigensten Interesse der amerikanischen Finanzindustrie. Fragen Sie sich einmal in aller Ruhe, wo denn diese ganzen "Blasen" ihren Urspru ng hatten. Amerika wäre längst bankrott, wenn Europa nicht ständig willfährig einspringen würde.

Re: Liebe Frau Reding ......

Die US-Administration hat sich von ihren "Handlangern" gerade erst kräftige Watschen eingehandelt.

So was auch!

Re: Liebe Frau Reding ......

lassen sie das...die reding und ihre gehilfINNEN werden es nie begreifen

Die Amerikaner warens!

Die Bösen!

So einfach kann die Welt sein, wenn man ein bisschen aufs Denken verzichtet.

Im Übrigen ist zB Fitch's keine amerikanische Agentur, sondern eine französische.

Re: Die Amerikaner warens!

Die Holding Firma ist französisch, Fitch selbst nicht.

Antworten Gast: Wanderer.
11.07.2011 09:41
1 0

Re: Liebe Frau Reding ......

Kurz und treffend, ihr Kommentar.

Nur eine Korrektur:

Diese Ratingagenturen sind sehrwohl ganz private Firmen!

Diese sind jedoch im Besitz einiger der größten Finanzspekulanten der Welt!

Antworten Gast: Bärenfalle..
11.07.2011 09:36
4 0

Re: Liebe Frau Reding ......

Da muß es ja richtig schlecht aussehen wenn die EUphoriker plötzlich mit kruden Verschwörungstheorien daherkommen.

Wer nicht einmal mehr die Zinsen auf seine Schulden zahlen kann ist insolvent und ich kenne kein Land auf der Welt in dem dies nicht so wäre.


Gast: jimmyblue
11.07.2011 09:25
2 0

mal ne kompetente analyse...

http://www.ortneronline.at/?p=8469#more-8469

Gast: jokeoftheyear
11.07.2011 09:19
1 0

die agenturen sind sicher nicht schuld

ja genau! weil eigentlich haben diese agenturen wirtschaftliche topländer, allesamt mit hervorragenden wirtschafts- und budgetdaten vollkommen ungerechtfertigt schlecht bewertet!

was aber tatsächlich die wahrheit ist: italien müsste seit einem jahr oder länger längst auf ramsch gestuft worden sein, genauso die usa. aber die haben zu große angst vor dem konsequenzen.

auch länder wie griechenland oder irland sind nicht erst seit kurzem wirtschaftlich am boden.

asiatische agenturen haben etwa italien schon seit langem runtergestuft, das weiß die gute dame wohl noch nicht.

und eine europ. agentur, die wäre "objektiv" - da lachen ja wirklich nur mehr alle hühner.

die schuld bei den anderen suchen und nicht bei der politik der eu, die seit jahren heißt: globalisierung fördern, geld in unterentwickelte länder pumpen, alles auf gedeih und verderb vereinheitlichen - das können sie!

aber ich denke die bevölkerung weiß längst wo das grundübel liegt......

10 0

Schlechte Nachrichten

Irgendwie typisch für diese Politikergeneration.

Wenn jemand mit schlechten Nachrichten erscheint, dann wird er solange ignoriert, bis es nicht mehr geht.

Danach wird der Bote für die schlechte Nachricht verantwortlich gemacht.

Wer würde schon eine EU-Agentur ernst nehmen, von der im Vorfeld schon klar ist, dass sie den Auftrag hat, Schuldenstaaten wohlwollend zu beurteilen?

Da sieht man mal wieder

welche "Gehirne" die politische Korruption bis ganz nach Oben geschwemmt hat.

Die Einführung und Etablierung solcher Agenturen würde 10 Jahre und mehr beanspruchen.

Wohin wird uns wohl eine korrupte Narrenbande steuern?

Und was dann Fr. FM Fekter?

Zitat: "Die Wahrscheinlichkeit, dass es spätestens bis Dezember zu einer Umschuldung (Griechenland's) kommt, ist sehr hoch."

Und wo ist dann das von Ihnen genannte, gute Geschäft für Österreich? Antwort vorab, es ist dort wo es schon von Haus aus war, im "Nirgendwo".

Das Lügen kurze Beine haben, ist bereits eine alte "Volksweisheit". Da sie so extrem kurz sind birgt einen kleinen Rest an Hoffnungsschimmer für die zahlende Bevölkerung.

Gast: Delta
11.07.2011 09:08
3 0

Den Spiegel

zerschlagen, weil den Politkern nicht gefällt was er zeigt. Das ist das Niveau des
Kindergartenalters!

Da sollten lieber die Regierungen und Partein zerschlagen werden, die dieses Chaos zu verantworten haben!

Antworten Gast: Otto I
11.07.2011 09:58
0 0

Da die Rating Agenturen es waren

die früher den Griechen und den Protugiesen wider besseres Wissen eingeredet haben, sie seine ach so kreditwürdig und würden es locker schaffen, die Riesenkredite zurückzuzahlen, sollte man die Agenturen nicht abschaffen -sondern sie in die Haftung nehmen. Die sollen sich an den Rettungspaketen beteiligen.

Antworten Antworten Gast: Delta
11.07.2011 13:45
1 0

Re: Da die Rating Agenturen es waren

Von einreden kann da kein Rede sein.
Die Von Ihnen genannten Staaten fanden von sich aus den Weg zu diesen Agenturen - einzig mit der Absicht die eigenen Bilanzen zu SCHÖNEN - in vollem Wissen wie groß der Schuldenberg ist.

Ich will bestimmt keine Agentur verteidigen - im Gegenteil. Aber keiner der geldvernichtenden Politiker ist als Ankläger auch nur im Ansatz geeignet!

gute intentionen, aber falsche stoßrichtung

eigentlich gehören nicht die ratingagenturen zersschlagen, weil die machen nur ihr geschäft.

viel mehr gehören die finanzzocker und spekulanten zerschlagen, die mit diesen ratings unsummen von unten nach oben transferieren und dabei ganze staaten in den ruin treiben.....gescheit wäre es, bei deutscher bank und raiffeisen anzufangen.....schließlich beweisen die jeden tag, dass sie keineswegs mehr unternhemen sind, welche ihr "unternehmerrisiko" tragen, sondern staatsbetriebe, bei denen der steuerzahler haftet.
also weg mit denen, sofort zerschlagen und privatisieren, wie die schwarzen bei den anderen staatsbetrieben auch fordern.

dass das passiert ist eher zweifelhaft, sind doch diese institutionen der sichere hafen für unfähige politiker. selbst wenn es vorher geleugnet wird, wie beim "armen-kranken" pröll

Re: gute intentionen, aber falsche stoßrichtung

Aber bitte nicht ganz folgendes vergessen:

a) Die Schulden hat die Politik gemacht,
b) das Risiko eines Schuldenausfalls wurde von den Politikern von den Banken auf die Bürger übertragen und
c) die "privaten" Banken haben die Zeitspanne des bisherigen Rettungspakets ohnehin genutzt, die Griechenlandanleihen großteils zu verscherbeln.

D.h., der überwiegende Teil der Schulden ist damit ohnehin bereits bei den staatlichen Landesbanken und der EZB gelandet. Die Bankenrettung mittels Rettungsschirm betraf daher schon früher, und heute noch viel mehr, hauptsächlich die "staatlichen" Banken wegen der Ergebnisse der dort sitzenden "Politmanager".

Und, last but not least, ich kann es keinem Chef einer (echten) Privatbank anlasten, wenn er zum Wohl seines Unternehmens handelt. Denn genau das ist ja seine, auch vom Gesetz z.B. für Geschäftsführer, vorgegebene Aufgabe. Und das man dabei politisch angebotene Optionen wahrnimmt, gehört dazu.

Gast: jajaklardoch
11.07.2011 09:00
2 1

SCHULD sind die Politiker, die Regierungen, nicht die Rating-Agenturen ...

... Schuld daran, wo wir heute stehen.

Zuviel Staat, zuviel Beamte, zuviel Beamten-Privilegien = ZUVIEL KOSTEN = MEHR STEUERN BENÖTIGT usw. usf.

und dann sind's die pösen Rating-Agenturen, die noch dazu streichelweich mit Europa umgehen.


"Es dürfe nicht sein, dass ein Kartell dreier US-Unternehmen über das Schicksal ganzer Volkswirtschaften und ihrer Bürger entscheiden"?

Aber die Ratingagenturen entscheiden ja nicht über das Schicksal von "ganzen Volkswirtschaften und ihrer Bürger" sondern die Kreditgeber die berechtigterweise auf das Urteil der Ratingagenturen vertrauen.

Der nächste logische Schritt wäre also die Verstaatlichung der Kreditgeber oder das weitere Auspressen der verpflichteten staatlichen Kreditgeber: nämlich der Steuerzahler :-)

Re:

Fr. Reding ist offensichtlich der Meinung, dass nur ein Kreditnehmer über seine eigene Bonität Aussagen machen kann und soll. Und diese Aussage hat ein Kreditgeber gefälligst als Tatsache zu akzeptieren.

Fr. Reding sollte einmal mitgehen, wenn ein KMU einen Kleinkredit von seiner Hausbank gem. akt. EU-Vorschriften benötigt.

Aber na ja, Vorschriften für andere ist eine Sache, ist man mal selbst betroffen, wenn hier auch ziemlich eindeutig sogar aus eigenem Verschulden, sieht die Sache aber offensichtlich wieder etwas anders aus!?

Re: Re:

Jo so san's :-)

"Europa darf sich seine Währung nicht von drei privaten Unternehmen kaputt machen lassen machen"

Ist es nicht eher so, daß Europa seine Währung ganz alleine kaputt macht? Daß die Ratingagenturen höchst zweifelhafte Vereine sind, ist ein anderes Thema.

Antworten Gast: HJB
11.07.2011 10:41
0 0

Re: was ist denn gemeinsam in der Wirtschaftsgemeinschaft?

. . . Schulden! Und mit dem Euro mitgehangen, mitgefangen!

3 1

Waren das die Aussagen einer "Justizkommissarin"?

Die Ratingagenturen sind Privatunternehmen, keine Regierungsbehörden. Wie sollen die USA privaten Unternehmen einfach so vorschreiben, sich zu teilen?

Schaffung unabhängiger Agenturen? Und wie ist das mit der Abhängigkeit von demjenigen, der sie geschaffen hat?

Und wieso ist das Rating von Agenturen so wichtig? Hängt das vielleicht mit der Gesetzeslage zusammen? Aber wer hat denn die Gesetze geschrieben? Moody´s etwa? Natürlich gibt es eine Alternative zum externen Rating: die Bankmanager müssen selbst raten und sind dafür auch verantwortlich. Aber, und genau deswegen wird sich an der Ratingsituation nichts ändern, dann wird keine Bank mehr Anleihen von Staaten wie Griechenland, Potugal, Spanien etc. mehr kaufen. Denn wenn man selbst verantwortlich ist und sich nicht mehr auf die Urteile der Ratingagenturen berufen kann, dann läßt man so etwas besser bleiben.

wie man das Volk dumm halten will

"Oder es werden unabhängige europäische und asiatische Ratingagenturen geschaffen."

Es gibt doch schon längst asiatische Ratingagenturen. Einziges Problem: die bewerten die europäischen Staaten fast durchwegs schlechter als es die großen 3 westlichen Agenturen tun. Selbst Deutschland hat bei der chinesischen Dagong Global Rating bereits sein AAA verloren. Die Asiaten sind der Ansicht, dass die westlichen Agenturen viel zu weich mit westlichen Ländern umspringen bzw. diese aus ideologischer Verblendung schonen:

"China's leading credit rating agency has stripped America, Britain, Germany and France of their AAA ratings, accusing Anglo-Saxon competitors of ideological bias in favour of the West."

Was Reding da von sich gibt, ist nichts weiter als gezielte Volksverdummung. Die Frau ist entweder uninformiert und dumm, oder desinformiert bewusst die europäische Öffentlichkeit. Ich tippe auf letzteres, eben bewusste und gezielte Volksverdummung.

Re: wie man das Volk dumm halten will

naja, wenn "china's leading credit rating agency" sowas macht, tu ich mir mir auch schwer, das als neutrale und nicht-politisch-motivierte entscheidung aufzufassen...

Gast: 1. Parteiloser
11.07.2011 08:28
3 1

Das Establishment übt sich in Realitätsverweigerung!

Für die irren Schulden der Länder in der Eurozone sind doch die Euroländer selber schuld, die EU hat eine Mitschuld, weil dieser der Kontrolle nicht nachgekommen ist.

Für die irren Schulden, also die Schuldenkrise, können doch die Agenturen nicht. Die selbst EU-Kommission (Schuldenquotenprognose 2010 vom April 2010) Daten veröffentlicht, welche ein Bild des Horrors zeigen. Ein EU Horror, kein Ratingagenturhorror.

http://www.wiwo.de/finanzen/galerien/staatsverschuldung-in-europa-908/1/blankoschecks-der-regierungen.html

Die Entscheidung über die Volkswirtschaften sind doch schon lange gefallen, aber nicht von den Ratingagenturen, sondern von den Versagern in der EU und den Euroländern.

Nach diesen Berechnungen hat Österreich, noch ein AAA Land, gesamte Verpflichtungen von 410% des BIPs gehabt. Das sind mal lockere 1.200.000 Mio. Euro oder auch 333.000.- Euro pro Haushalt! Das können die Haushalte niemals stemmen. Ein Österreichisches Problem und kein Problem der Ratingagenturen. Ein Problem der Beamten und Funktionäre der geschützten Bereiche, welche mit einer Dominanz im Parlament über Dekaden die Gesetze in eigener Sache gemacht haben, genauso wie die EU sich selber die eigene Welt schaffen wollte.

Irgendwann ist aber eine solche unreale Scheinwelt zu Ende. Es scheint, dass es wie in einem Film ist, welcher auch irgendwann zu Ende geht.

Nicht der Betrachter ist Schuld, der Macher ist Schuld!

Gast: Hans im Glück
11.07.2011 08:25
0 0

Zum Glück wurden die Fieberthermometer mit Quecksilber abgeschaft

Die Quecksilberbelastung bei Frau Reding enorm sein. :-)

Gast: grau
11.07.2011 08:05
3 1

was den euro und die ÄÄUU kaputtmacht..



ist der transfer, ist das hereinnehmen von staaten, die GAR keine budgetdisziplin üben, und ÜBERHAUPT keine infrastrukturellen maßnahmen, mit dem ganzen geld, treffen, sondern es nur verkonsumieren.
DAHER : SCHILLING HER, D-MARK HER !

reding hat sich ncith einmal gegen frankreich durchsetzen können

wobei man da von glück sprechen kann, weil sie da, so wie für die kommission üblich irgendwelche linkslinken forderungen vor gebracht hat, die der bevölkerung völlig gegen den strich gingen, aber da biss sie ja sowieso auf granit.
bei kleinen ländern sind die kommissare ganz stark bei großen (vorallem d+f) ziehen sie aber beim geringsten widerstand den schwanz ein und laufne heulend zurück nach brüssel.

mit diesem vorschlag hat sie jedoch teilweise recht.
es stimmt schon, dass die amerikanischen ratingagenturen nicht ganz objektiv sind.
ganz ehrlich, wie können die usa noch immer ihr aaa rating halten?
fast 100%verschuldung, arbeitslosigkeit, handelsdefizit, enorme private verschuldung, eine marode industrie,...

trotzdem vergessen die politiker ständig einen wichtigen punkt.
schuld am griechenland desaster sind nicht die ratingagenturen, sondern einzig und allein die griechischen politiker.

ganz ehrlich was sollen die ratingagenturen mit einem staat machen, der 160% schulden, eine horrende arbeitslosigkeit und ein enormes handelsdefizit hat?

fazit:
die kommission sollte lieber die griechischen regierungen zur verantwortung zeihen als die ratingagenturen.

Re: reding hat sich ncith einmal gegen frankreich durchsetzen können

Die Staatsverschuldung der USA liegt derzeit in etwa zwischen Spanien und Italien. Und sie haben sogar eine gesetzliche Schuldenobergrenze, über die im Moment so heftig diskuttiert wird.

Andererseits kommt ein Großteil der derzeitigen USA-Schulden aus deren Miltäreinsätzen. Diese Ausgaben können also (theoretisch) auch wieder ziemlich rasch heruntergefahren werden, da sie ja keine "wohlerworbenen Rechte" darstellen, wie die "Sozialkosten" in Europa.

ABER, es bringt wenig bis nichts, hämisch auf das im Keller brennende Haus des Nachbarn zu zeigen, wenn das Feuer im eigenen Haus bereits das Dach erreicht hat.

Re: Re: reding hat sich ncith einmal gegen frankreich durchsetzen können

mehr als eine billion$ schulden pro jahr kann man nicht ausschließlich auf die militäreinsätze zurückführen.

medicare und medicaid tragen auch einen gewaltigen teil zur neuverschuldung bei.
diese einrichtungen kosten sehr viel geld, ohne, dass die steuern erhöht wurden um die kosten zu decken

die usa haben also durchaus ein strukturelles problem.

jedoch haben sie auch einen vorteil
sie verfügen über eine weitaus höhere fertilitätsrate als das vergreiste europa, müssen sich daher also keine sorgen mache, dass das pensionssytem zum zusammenbruch der staatsfinanzen führt
in dieser hinsicht sieht es also wirklich rosiger für die usa aus als für europa.

nichts desto trotz sind die usa auf 3 ebenen massiv verschuldet.
1)die usa selbst
2)die gemeinden
3)die bürger

cih weiß also nicht ob die usa wirklich noch in der lage sind ihre schulden zu reduzieren.

Re: Re: Re: reding hat sich ncith einmal gegen frankreich durchsetzen können

Ich weiß es auch nicht.

Das traurige an der Sache ist aber, für mich, wenn man sich die Situation und die handelnden Personen, die Organisationen und die Haupt-Kostenverursacher ansieht, dass ich es den USA noch eher zutraue, als dem derzeit agierenden EU-Kasperltheater.

Gast: TOM22
11.07.2011 08:01
2 3

private Ratingagenturen?

na so privat sind sie nicht - sie sind gesteuert und abhängig von den USA bzw gewisser Kreise dort.

kaputtgemacht

Nicht die Agenturen machen Europa kaputt - es sind die Handlanger des Finazkapitalsystems, die Regierungen mit den sozialistischem Hintergrund.
Wir haben inzwischen eine Europaweite Massenenteignung, und es gibt hierfür nur eine Lösung - Massenverweigerung - wir sind das Volk und wenn dies beginnt zu greifen - dann gute Nacht - schlimme Zeiten kommen auf uns zu.

Re: kaputtgemacht

Richtig, keine Schulden machen, sparen und erspartes in Edelmetalle (Wertmetalle) ummünzen.
So wischt man diesem korrupten System eins aus und sichert gleichzeitig seine eigene Zukunft.

BRAVO, Frau Reding !

Endlich einmal etwas Positives aus der Brüsseler Ecke- JA, es ist höchst an der Zeit,dass die US-Ratingagenturen zerschlagen werden-denn sie waren dafür verantwortlich, dass das eigentliche Problem der Finanzkrise-nämlich die USA selbst- ungeschoren blieb,obwohl es der am meisten verschuldete Staat der Welt ist. Es kann und darf nicht sein,dass demokratisch nicht legitimierte Privatfirmen,die noch dazu permanent danebenhauen,über das Schicksal von Volkswirtschaften ganzer Länder entscheiden dürfen-wenn wir das auf Dauer zuliessen,würde sehr,sehr bald wieder der Kommunismus als das attraktivere gesellschaftliche Modell weltweit Einkehr halten !

Ironie?

.

Re: Ironie?

I wo, am besten gleich Luxemburg in die USA einmarschieren lassen und die Ratings in die Luft sprengen.

Ach so, das geht nicht? Dann wahrscheinlich besser eine eigenes EU-Kommissariat dafür in'sLeben rufen. Nach der nun nicht mehr ausgeschlossenen Griechenland-Umschuldung wird man das wahrscheinlich mit den in Ratingsachen nunmehr erfahrenen Griechenlandpolitikern besetzen.

Es kann auch nicht schaden einige zusätzliche Gründe für die so sehr angestrebten "direkten EU-Steuern" zu finden, oder?

Re: BRAVO, Frau Reding !

Mal ganz unaufgeregt und im Ernst:
Wir wollen also Privatfirmen die freie Meinungsäusserung (nichts anderes ist ein Rating) dazu, ob ein Staat seine Kredite rückzahlt, verbieten.

Das kann man durchaus (aus welchem Grund auch immer) wollen. Aber wenn man´s nicht tut, wird ausgerechnet der Kommunismus über das Land kommen?

Wir sprechen hier nicht über Wiederbetätigung. Fakt ist, dass GR seine Kredite nicht selbst bedient sondern der Rettungsschirm, d.h. andere, einspringen. Das festzustellen wird in Form eines Ratings gemacht.

Den Überbringer der schlechten Nachricht hinzurichten ist nicht nur etwas altbacken sondern auch das wahrscheinlich primitivste und einfachst zu durchschauende Ablenkungsmanöver, das unsere Vertreter in dieser Sache je versucht haben. Im Grunde ist es beleidigend.

Ganz genau ! Sie haben es erfasst......

.......genau dann, wenn durch eine angeblich neutrale Beurteilung eines Staates (fragt sich nur wie beutral- da fehlt mir der Gegenbeweis) dessen gesellschaftliches Umfeld destabilisiert wird, weil die Volkswirtschaft kaputtgeredet wurde,genau dann hat eine private Ratingagentur ZU SCHWEIGEN. Ich spreche diesen obskuren Finanzlemuren das Recht dazu ab,weil ihre Existenz auf keinen demokratischen Grundsätzen basiert !

Re: Ganz genau ! Sie haben es erfasst......

Da externe links hier offenbar nur schwierig bis gar nicht "durchkommen":
Bitte nutzen Sie die üblichen Suchmaschinen für das Auffinden der Webseiten von Standard & Poor´s, Fitch und Moody´s. Dort findet man jeweils unter Begriffen wie z.B. "Rating Definitions" eine Beschreibung, was ein Rating ist.

Bitte lesen, bitte verstehen, was Ratings genau aussagen. Dann jene Daten posten, die lt. gelesenem bewertet werden sollten, Ihrer Meinung nach aber nicht werden. Der Rest ist reine Fiktion.

Wenn Sie feststellen, dass GR seine Schulden nicht mehr selbst bezahlt sondern das andere freiwillig tun, reden Sie keine Volkswirtschaft kaputt. NICHTS anderes sagt ein Rating aus.
Und dass die Schulden jemand anders bezahlt, wird jeder bestätigen, auch jene Personen, deren Existenz auf "demokratischen Grundsätzen" basiert.

Wie sieht es übrigens mit der demokratischen Legitimation jener aus, die sich gegen diese Agenturen stark machen? Haben Sie den GR-Aussenminister gewählt? Wie sieht´s mit der EU-Kommissarin aus? Etwas verschlungene Wege, wie ich finde.

Demokratische Grundsätze

Auch Deine Existenz fußt nicht auf "demokratischen Grundsätzen" - schließlich kann ich mich an keine allgemeine Abstimmung in diesem Lande erinnern, durch die Deinen Eltern der Auftrag zur Zeugung eines "theophrastus" erteilt wurde.

Wenn die Agenturen eines falsch machen, dann sind sie noch viel zu lax.
In Wirklichkeit sind viele Staaten dem Bankrott weit näher als wir alle glauben wollen.

welches Schweinderl wollns denn?

ich frag mich, was die Europäische Agentur für Rating-Wahrheit mit grindigen Anleihen dann tun wird:

gleich bewerten wie die privaten Agenturen: kein Zusatznutzen

schlechter bewerten: wohl nicht das intendierte Ergebnis

besser bewerten, damit Konsumenten die kaufen: ein Fall für Amtshaftung

besser bewerten, damit die Notenbanken auch noch das mieseste Papierl zur "Hinterlegung" annehmen dürfen: da beginnt die Sache Sinn zu machen


Dazu muss man wissen,

... dass diese Frau einen absolut kommunistischen Kurs für die EU fährt.
Unsachlich, unqualifiziert und glaubt, mit Gesetzen die Wirtschaft regeln zu können. Es ist erstaunlich, wie lernresistent linke Politiker sein können, trotz des gescheiterten Jahrhundertversuchs des "realen Sozialismus".
Kommunisten wie Barroso haben Portugal an die Wand gefahren. Jetzt sehen wir, wie diese Leute die EU an die Wand fahren.
Wir müssen ihnen Einhalt gebieten - und es gibt leider keine andere Möglichkeit, als sie abzuwählen.
Tut das doch endlich!

 
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