EU-Kommissarin: "US-Ratingkartell zerschlagen"

11.07.2011 | 13:09 |   (DiePresse.com)

Europa darf sich seine Währung nicht von drei privaten Unternehmen kaputt machen lassen machen, sagt Justizkommissarin Viviane Reding. Eine Alternative könnten europäische und asiatische Ratingagenturen sein.

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EU-Justizkommissarin Viviane Reding hat eine Zerschlagung der Ratingagenturen ins Spiel gebracht. "Europa darf sich den Euro nicht von drei US-Privatunternehmen kaputt machen lassen", sagte Reding der Zeitung "Die Welt" mit Blick auf die drei großen Agenturen Standard & Poors, Moody's und Fitch.

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Die EU-Kommission will zudem Ratingagenturen die Bewertung der Kreditwürdigkeit von Staaten verbieten, die Finanzhilfe aus internationalen Kreditprogrammen bekommen. Das schlug EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier vor. Er werde die polnische EU-Ratspräsidentschaft bitten, dieses Vorhaben auf die Tagesordnung eines der kommenden Treffen der EU-Finanzminister zu setzen, sagte Barnier demnach. "Natürlich müssten wir noch die Machbarkeit eines solchen Schrittes untersuchen", räumte der Franzose ein.


EU-Justizkommissarin Viviane Reding meint, es seien mehr Transparenz und Wettbewerb bei der Bewertung von Unternehmen und Staaten nötig. "Ich sehe zwei mögliche Lösungen: Entweder beschließen die G-20-Staaten gemeinsam, das Kartell der drei US-Ratingagenturen zu zerschlagen. Die USA könnten beispielsweise aufgefordert werden, aus den drei Agenturen sechs zu machen. Oder es werden unabhängige europäische und asiatische Ratingagenturen geschaffen." Es dürfe nicht sein, dass ein Kartell dreier Unternehmen mit Sitz in den USA über das Schicksal ganzer Volkswirtschaften und ihrer Bürger entscheide, so Reding.

Kritik an Ratingagenturen: ''Das ist Terrorismus''

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Wie das Blatt unter Berufung auf EU-Kreise weiter berichtet, wird mittlerweile in Brüssel ein Schuldenschnitt für Griechenland "als extreme Option" nicht mehr ausgeschlossen. Ein Forderungsverzicht der Gläubiger sei im Umfeld der Euro-Finanzminister in den vergangenen Wochen intern bereits mehrfach beraten worden, schreibt die Zeitung. Ein ranghoher EU-Diplomat sagte dem Blatt: "Die Wahrscheinlichkeit, dass es spätestens bis Dezember zu einer Umschuldung kommt, ist sehr hoch."

Italien Thema bei Finanzminister-Treffen

Die Finanzminister der 17 Euro-Staaten werden am heutigen Montag in Brüssel erneut darüber beraten, wie eine Ausweitung der Krise vermieden werden kann. Dabei geht es um die Details des zweiten Hilfsprogramms für Griechenland in Höhe von bis zu 120 Milliarden Euro. Aber auch Italien dürfte ein Thema sein. Das Land musste zuletzt für seine Staatsanleihen immer höhere Risikoaufschläge zahlen.

Vor dem Treffen der Euro-Finanzminister kommen am Nachmittag Spitzenvertreter von EU und EZB in informeller Runde in Brüssel zusammen. Spekulationen, Van Rompuy habe ein Krisentreffen einberufen, wies der Kommissionssprecher zurück: "Es handelt sich um das regelmäßige Treffen der beiden Präsidenten zu Wochenbeginn, bei dem sie die Themen der Woche koordinieren." Dieses Gremium könne auch keine Entscheidungen treffen.

Wird Rettungsschirm aufgestockt?

Unterdessen fordert die EZB nach einem Bericht von "Welt Online" eine grundlegende Reform der Krisenpolitik der Euro-Staaten. Der Euro-Rettungsschirm müsse deutlich aufgestockt, möglicherweise sogar auf 1,5 Billionen Euro verdoppelt werden, schrieb das Blatt unter Berufung auf hochrangige Zentralbankkreise. Der bestehende Schirm in Europa reiche nach Ansicht der Zentralbank nicht aus, um eine glaubwürdige Schutzmauer um Italien zu bauen.

(Ag.)

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235 Kommentare
 
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"Dümmer gehts nimmer"

Verabschieden wir doch ein Verfassungsgesetz wonach alle Länder dieser Erde auf immer und ewig mit AAA geratet werden und schon sind wir alle Sorgen los...

(für die Lauras dieser Welt: ich meine das IRONISCH und nicht als Anregung für einen Initiativantrag !!!)

Antworten Gast: grau
11.07.2011 17:43
2

Re:


schön vorsichtig geworden, homer ! LOL !

Als die Ratingagennturen praktisch betrügerisch die Subprime_kredit Pakete mit AAA geratet hatten hat sich keiner aufgeregt, obwohl uns dass Milliarden gekosten hat, jetzt wo die Ratingagenturen einmal ein paar Länder halbwegs ehrlich beurteilen ist die G... am dampfen.



Die Politiker sind offenbar schon so mit der Lüge verhaftet sodass Sie die Wahrheit als etwas Schlechtes und zu Verbietendes bewerten.

Was für eine traurige Welt, wo Lug und Betrug durch die "Oberen" als normal akzeptiert wird.

Gast: Plach2
11.07.2011 16:43
5

Früher gab es im Ostblock eine Volksdemokratie

nun haben wir eine EU-Demokratie, die der ehemaligen Volksdemokratie immer ähnlicher wird.

(Die Funktionäre sind nicht gewählt, bekommen viel Geld und können machen was sie wollen. Bald wird es dem gesamten Euroland so ergehen wie damals dem Ostblock)

Genau! Eine Europ. Ratingagentur die Anweisungen von Brüssel erhält

so eine Agentur hätte einen Wert von genau Null.

Re: Genau! Eine Europ. Ratingagentur die Anweisungen von Brüssel erhält

Zumindest wird sie eher "europäische" Interessen(wie auch immer man die definiert) vertreten, als die jetzigen Rating-Agenturen, die die Interessen von Banken oÄ Vertretern.

Es ist ein Schlag ins Gesicht eines jeden Steuerzahlers, wenn man für Portugal einen Kredit bereitstellt, logischerweise verlangt, dass Banken mitzahlen sollen, nachdem man ihnen 2008 aus der Patsche geholfen hat und die Antwort der Rating-Agenturen eine Herabstufung der Bonität Portugals ist, weil eine Bankenbeteiligung ein "Zahlungsausfall" sein soll.
Und die Folge dessen? Der Steuerzahler darf noch mehr zahlen.
Das Wirtschaftsdiktat des Finanzmarktes ist zum Kotzen.

Antworten Gast: Plach2
11.07.2011 16:45
3

Re: Genau! Eine Europ. Ratingagentur die Anweisungen von Brüssel erhält

Wie war das möglich?

Griechenland, Irland, Portugal, Italien usw. sind bankrott und niemand in Brüssel merkt etwas????

So einen Verein sollte man doch möglichst schnell wieder verlassen!

Ob Rubel, Dollar oder die chinesische Währung.... alles ist stabiler!

Antworten Antworten Gast: User
11.07.2011 18:11
0

Re: Re: Genau! Eine Europ. Ratingagentur die Anweisungen von Brüssel erhält

Wie ist es möglich, dass Brüssel n icht erkennt, dass Österreich pleite ist und seine Schulden nicht tilen kann und auch nicht will.

Wie ist es möglich..... Frankreich ....?

Wie ist es möglich .... EZB ....?

usw.usw.usw.

Gast: grau
11.07.2011 16:13
7

DIE KOMMISION :



von niemandem gewählt, und personell absolut UNWÄHLBAR, niemandem verantwortlich, mit umfassenden machtbefugnissen, die ihnen NIEMAND geben wollte..

fernab jeder realität, quargeln sie ins alltagsleben, an den großen problemen scheitern sie sooo elendiglich-kläglich, ABER AUF UNSERE KOSTEN !

weg mit ihnen, raus aus der ÄÄUU !

Gast: Altemanze , seit 1981 Begründerin der Basisgehaltdiskussion
11.07.2011 16:08
1

vmtl. ist es zu spät...

Count Down (nicht nur) für den EURO läuft jetzt schon...siehe bondmarkt & Zinsen für diverse Staatsanleihen...(link setzen funkt leider hier nicht)

Ob`s noch wo GLAUBHAFTE Winkelzüge von PolitikerInnen & ZB`s gibt, die * die Märkte* (= die Verfügungsberechtigten über das ganz große Kapital) beruhigen könn(t)en...?

*heftiger Zweifel*

Ist aber nur die unmaßgebliche private Meinung
1es `noch existierenden lebenden Staatseigentums` dieses kleinen Landes.


Gast: rabe1
11.07.2011 15:59
8

Populismus pur

ist das Herumhacken auf den Ratingagenturen. Eine völlig niveaulose Nutzung antiamerikanischer Gefühle (so nebenbei gehört Fitch Europäern) für das Ablenken von der Ursache der Schuldenkrise: Nicht das Rating, sondern die Höhe der Schuldenberge an sich sind Anlass der Beunruhigung. Wer glaubt, eine de-facto industriefreie Wirtschaft wie die griechische, mit horrendem Leistungsbilanzdefizit, schrumpfender Bevölkerung, 150% Schulden vom BIP und 10% Defizit NACh Sparmaßnahmen wäre Kreditwürdig, glaubt wohl auch sonst jeden Schmons (=Notlüge zum Wohl der Europäer)von Juncker & Co. Wenn dann noch Gerüchte aus Brüssel laut werden, dass eh jeder mit dem Schuldenschnitt rechnet, ist die Karrikatur der nach Aussen auf Ratingagenturen schimpfenden und im inneren noch schnell die Schulden der Banken an die öffentliche Hand verschiebenden korrupten EU Politiker perfekt.

Re: Populismus pur

Fitch ist nur zum Teil europäisch.

Re: Re: Populismus pur

Aber mehrheitlich in europäischem Eigentum.

Instrumente einer internationalen Diktatur

Zuerst führt man - entgegen jeder ökonomischen Realität - eine Währung ein, von welcher man von Beginn an weiß, welche Staaten sie gar nicht bewältigen können. Das ist jedoch beabsichtigt. Das ist die Grundvoraussetzung für die Etablierung einer schlagkräftigen Diktatur:

1.) Mache jene Länder, welche ihre Schulden nicht mehr zahlen können, zu Protektoraten. Enteigne sie und übernehme ihr Regierungshandeln.

2.) Zwinge die "gesunden" Länder (gibt's die???), Milliarden von Geldern in die Protektorate zu schicken, und mache sie damit selbst bewegungsunfähig. Bald werden auch diese Länder als Protektorate führbar sein.

3.) Rede der Bevölkerung ein, alles dieses Handeln sei die "Rettung". Begründe es mit der Bedrohung des ökonomischen Zusammenbruchs. Genauso, wie die Sowjet-Union ihre Aufrüstung mit der angeblichen Bedrohung aus dem Westen begründete. Mache die Bevölkerung willfährig.

4.) Desavouiere und zerstöre alle jene, welche in Form einer Außensicht die Situation betrachtet - wie z.B. Rating-Agenturen.

5.) Gründe eine unter der Leitung der Diktatur geführte 'quasi'-Agentur ein. Sage Deinem Kontrolleur, was er schreiben und sagen darf, was nicht. Ab nun bist Du aller Kritik erhaben.

6.) Last not least: falls es dann noch Aufmüpfige gibt: werfe sie ins Gefängnis und erschieße sie.

Re: Instrumente einer internationalen Diktatur

Bei unserer Wählerschaft ist das doch gar nicht nötig. Die fressen doch sowieso alles was ihnen von den gleichgeschalteten Medien serviert wird.
Nehmen Sie nur als Beispiel die Abstimmung über den EU Beitritt. Zuerst hören wir jahrzehntelang wie schön es ist, daß wir als neutrales Land selbständig sind und wie schlecht der Anschluß anno 1938 war. Und dann siehe da, glauben ein paar übergescheite, daß sie in der EU Geschäfte machen können und schon sind alle Lobgesänge über die Neutralität Schnee von gestern! Und das ärgste, die Wählerschaft glaubt das auch gleich!
Dann nehmen Sie nur die vielgepriesene Ostöffnung und wie da nur die Geschäfte sprudeln werden. Jetzt kommt es heraus, daß das alles schon ein Draufzahler-Desaster war. Heute wird in den Nachrichten so im Vorbeigehen berichtet, daß uns schon von der EU geholfen wurde, wie die Osteuropa-Banken ins trudeln gekommen sind.

Aber das macht ja nichts. Man hat ja dafür das Vergnügen, daß man Menschen, die ein bißchen nachdenken und das nicht kommentarlos schlucken, als Ewiggestrige, Dummköpfe und sonstwas beschimpfen kann. Hauptsache man ist immer schön in der Menge versteckt und äußert da seinen Schleim ab! Wird leider noch für uns alle ein teures Vergnügen!

ins


Gast: Plach2
11.07.2011 15:34
8

Gehts noch ein wenig blöder?

Viele Jahre haben die hochbezahlten Bonzen in Brüssel nicht bewerkt, dass ihnen Griechenland falsche Zahlen präsentiert!

Nun wollen sie jene "zerschlagen" die sie auf den Boden der Realität geholt haben.

Lassen wir die drei privaten US Ratingargenturen statt den vielen hochbezahlten Beamten in Brüssel unser Geld verwalten!

Gast: wassolls
11.07.2011 15:34
0

die Amis haben den Vorteil

das sie soviel Geld nachdrucken können wie sie wollen und somit wenn auch entwertet die Nominalzinsen zurückzahlen können.
Diese Möglichkeit hat die EZB nicht da sie an andere Statuten gebunden ist, somit ist zb. Griechenland schlechter zu bewerten als zb Californien

Antworten Gast: rabe1
11.07.2011 16:05
2

Re: die Amis haben den Vorteil

die Brüssler Propaganda will uns nur weissmachen, dass es in Südeuropa eh nicht so schlimm wäre und in Kalifornien ...
Fakt ist: Kaliforniern hat 1.400 EUR pro Kopf Schulden, Griechenland 27.000 EUR. Bei deutlich höherem BSP / Kopf in Kalifornien.
Südeuropa fällt deutlich zuerst, dann kommt Westeuropa hinterher dank dem Rettungsschirm und erst Jahre dannach werden die USA und Japan folgen.

Gast: Hellboy
11.07.2011 15:31
0

Zitat: "Die EU-Kommission will zudem Ratingagenturen die Bewertung der Kreditwürdigkeit von Staaten verbieten"

herzig !

:-)))))) lol

Wie sie das wohl machen werden ...

... wenn ich hierherschreibe, dass ich unter keinen wie immer gearteten Umstänen italienische Staatsanleihen kaufen würde, hätte ich ein Rating abgegeben und würde dann eingesperrt?
Tja, so beginnen sozialistische Diktaturen. Mit Denkverboten.

Shooting the Messenger

Schön langsam beginne ich mir wirklich ernsthafte Sorgen um die Verfassung der EU-Führung zu machen. Solche billigen Ablenkungsmanöver zeigen die zunehmende Verzweiflung..

LG,
http://zuwi.at

EU-Redingkartell zerschlagen

Die grenzenlose Abgehobenheit und beängstigende Realitätsverweigerung der EU-Versager könnte nicht besser zur Schau gestellt werden als durch diese Dame.

Gast: Austro-Kanadier
11.07.2011 14:40
7

Es schmerzt

Manchmal tut die Dummheit der Kommentare der EU-Politiker weh. Das Erfolgsrezept der EU - 'kill the messanger".

Die Staaten verbluten am

Wucherzins des Grosskapitals.

Hatte Marx also doch recht?

Re: Die Staaten verbluten am

Nun, Marx hat eigentlich nur etwas gesagt, was auf der Hand liegt. Wenn man andauernd darauf hinarbeitet, daß eine kleine Minderheit alles bekommt und das Einkommen aus Arbeit nicht mehr die Grundbedürfnisse der Menschen decken kann, dann muß eine radikale Veränderung der gesellschaftlichen Struktur her. Daß dies leider durch die Schwächen der jeweils Machthabenden auch in die Hose geht bzw. schon gegangen ist, davon schreibt er leider nichts.

Es ist nun mal so, daß es egal ist in welchem System man lebt, die Mehrheit wird ausgenutzt um eine Minderheit zu bevorzugen! Eine Eigenschaft von Herdentieren eben.

Die Staaten verbluten an hemmungsloser Verschwenung

im Rahmen der allgemein üblichen "pork barrel" - Politik.


Antworten Gast: DHH
11.07.2011 14:39
0

Re: Die Staaten verbluten am

"Hatte Marx also doch recht?"

Nein.

Nächste Frage!

Antworten Gast: Gastname7654
11.07.2011 14:37
1

Re: Die Staaten verbluten am

marx war teil des großkapitals. er war mitglied der league of the just.

darum erwähnt er ja die eigentlichen machtträger des systems nicht, die zentralbanken.

Re: Re: Die Staaten verbluten am


Hi hi, und Stalin war Angestellter des Monats Januar 1902 (im Dienste Jacob Rothschilds) ...

Gast: Halleluzi
11.07.2011 14:29
1

An die vielen Amerikaschimpfer hier im Forum!

wenns bei "uns" dscheppert u. die amis auch pleite sind.....wer zahlt dann in den neuen marshallplan ein??....ein grossteil der bevölkerung in europa/austria hat anscheinend den wert der der demokratie nicht richtig behirnt bzw. wem wir sie zu verdanken haben....in österreich wünschen sich z.b viele hirnschieber die monarchie zurück,sprich:vom fast- sozialismus (mit halbwegs demokratischen wahlen) zurück zur monarchie.... als liberaler demokrat muss man sich in österreich (u. diversen eu- ländern )immer wieder fürchten vor; --> wohin dendiert das volk als nächstes, zum nationalsozialismus,zum kommunismus(z.b vor einiger zeit in in graz),zur monarchie ?.....ps: irgendetwas hat die jahrelang regierende rot-schwarze koaltion falsch in österreich gemacht,vielleicht doch zu viel sozialistische kolchosen- genossenwirtschaft betrieben, die das selbststängige denken der leute einschränkt.....?

GENUG GEZAHLT

Lese gerade :
Offensichtlich wird auch darüber debattiert, den Rettungsschirm überhaupt nicht mehr nach oben zu begrenzen.
Das bedeutet nichts anderes als eine Enteignung aller Volksvermögens, über das Brüssel nun frei verfügen kann und nach eigenem Gutdünken im Gießkannenprinzip über bedürftige Südländer ausschüttet. Jeder weiß, dass dieses Geld unwiderrufbar verloren ist, denn es kann nie wieder zurückgezahlt werden.
Also Leute noch schnell auf die Bank gehen und evt.Guthaben abheben bevor eine Währungsreform kommt wie es Sarkozy bervorzugt.

Re: GENUG GEZAHLT

Das habe ich heute auch gelesen und ehrlich gesagt, das macht mir Sorgen.
Diesen Wahnsinnigen ist alles zuzutrauen.
Die Frage bleibt nur - wie weit lassen sich die zahlenden Völker bei aller Gemütigkeit und Dummheit das gefallen?

Gast: Alien (Dauerzensuriert)
11.07.2011 14:23
1

Das Problem an der Sache:

Wenn eine Europäische Ratingagentur aufgebaut wird, dann hängt ihr Wert davon ab, in wie weit sich die Politik dabei engagiert. Je mehr sie es tut, desto weniger wird diese Agentur wert sein. Sobald Führungspositionen von Politikern mit Parteifreunden besetzt werden ist das Ding wertlos.

jo genau, - die "einzig logische Konsequenz"...

Wenn einem die Waage anzeigt, dass man viel zu viel Gewicht zugelegt hat, dann ist es immer das Beste, die Waage zu zertrümmern... - "Bravo, EU!"

Gast: Think
11.07.2011 14:19
2

Die Ursache

Wir wollen alle mehr Lohn.
Wir wollen alle mehr Rente.
Wir wollen alle weniger Arbeiten.
Wir wollen alle mehr Ferien.
Wir haben aber alle nicht mehr Geld.
Also wählen wir Politiker die das alles versprechen.
Und jetzt beginnt der ganze Schlamassel.....

Re: Die UrsacheWieso wollen wir das?


Gast: eule
11.07.2011 14:16
0

Wortspielchen

Also mal ganz ehrlich diese Wortspielchen sind ein Traum.

EURO-Rettungsschirm
glaubwürdige Schutzmauer

Also mal ganz ehrlich es sind ja alle flach und finanziell ausgesaugt. da wird doch nur mehr irgendwas künstlich am leben gehalten was ja garnet mehr überlebensfähig is. wieso kriegen die alle denn kein geld mehr an den Finanzmärkten? naja weil keiner mehr glaubt das er sein geld wieder zurückkriegt. geschweige denn erst zinsen noch dafür kriegt. und da hacken alle auf den ratingagenturen rum die sind im falle griechenlands doch eh korrekt vorgegangen. was mich eher stört an den ratingagenturen ist die bewertung von amerikanischen staaten.

mal ehrlich minnesota is blank und die ratingagentur stuft von AAA auf AA+ herab. wo bleibt denn da die relation? das ist die eigentliche verarsche! aber anscheinend intreressiert das keinen.

Gast: DI
11.07.2011 14:12
1

Schuldenschnitt für Griechenland "als extreme Option" nicht mehr ausgeschlossen

gestern noch unmöglich gewesen, heute geht es doch. Heute so, morgen das Gegenteil, hiermit zeigt sich wieder die Ahnungslosigkeit, Hilflosigkeit, aber auch die Panik, die Dämme brechen und die Politiker können nichts mehr tun als sinnlose Ideen vorbringen, Strohhalm-Politik.

Gast: fubar
11.07.2011 13:55
3

US Rating Agenturen zerschlagen

hahahahahahahahahahahahahahahaha

Gold bei > 1.100 EUR
CHF bei < 1,1770 EUR

SYSTEM ERROR
SYSTEM HALT

EU/EUR SHUTDOWN SEQUENCE ACTIVATED

Antworten Gast: 1. Parteiloser
11.07.2011 14:33
0

Update 20.10.2011

Update 20.10.2011
Gold bei 1.500.- EUR
CHF bei 1,03 EUR

Update 19.05.2014
Gold bei 6.000.- EUR
CHF bei 0,30 EUR

Die EZB und die lokalen Notenbanken wegen Massenausfall von Staatsanleihen auch offiziell schon nahe am Bankrott!

Die EU fordert ein höherer Budget um Ihren Aufgaben auch nachkommen zu können. Neugebauer und Haberzettel beschäftigen sich intensiv mit den VfGH Klagen.

Update 19.12.2016:
Die Volkstribunale haben mit den Aufräumarbeiten begonnen, trotzdem versinkt Europa in Armut. Verzweifelt werden Lösungen gesucht, um aus dem Dilemma zu entkommen.

Gast: DHH
11.07.2011 13:49
5

US-amerikanische Franzosen

Fitch gehört Franzosen und wird von Briten geführt. TOTAL US-amerikanisch... :-D

Man könnte ja glauben, Frau Reding wolle nur einen Sündenbock für die eigene Unfähigkeit finden, aber DAS ist bei dieser EU ja ausgeschlossen..

Schön auch die Gesamtschau: "Die Ratingagenturen waren viel zu lasch mit den US-Immobilienhypotheken, die dürfen sich von externen Einflüssen nicht beeinflussen lassen, die gehören BESTRAFT!" [... 1 Jahr vergeht ...] "Die Ratingagenturen können nicht einfach unsere Länder so streng bewerten, die müssen doch auf uns hören, die gehören BESTRAFT!"

Gast: Milchmädchen
11.07.2011 13:41
3

GENUG GEZAHLT

Die Bewertung der größten Euro-Sorgenkinder könnte verboten werden sagte Schäuble.Das ist ja schlimmer wie zu Stalins zeiten.Der ließ 1946 in der früheren Sowjetunion Intelligenztests verbieten.
Es geht jetzt nicht mehr um die Frage, »ob« die EZB pleite ist, sondern nur noch um die Frage, »wann« diese Pleite öffentlich erklärt werden muss.Allein die Deutsche Bundesbank hat derzeit offene
Forderungen in Höhe von 335 Milliarden Euro,
Die Antwort Barrosos lautete ausweichend: »Die Glaubwürdigkeit der EZB liegt in der Entschlossenheit der nationalen Regierungen, alles zu tun.Also das ist zuwenig.
Die Ratingagenturen bewerten nach jahrzehnterlanger Regeln. Rehn,Trichet,Juncker,Reding,Merkel,Sarkozy,usw.sollten abdanken.Unsere Finanzministerin erkennt noch einen Gewinn für Österreich.
Ja wir Österreicher müssen alle helfen sagte Schulmeister und andere in einer ORF Sendung.Strache wird sich freuen.

Re: GENUG GEZAHLT

Man sollte aber nicht vergessen, dass die USA von den Ratingagenturen tendenziell doch bevorzugt behandelt werden, obwohl sie wirtschaftlich eigentlich noch schlechter dastehen als Griechenland, weil sie momentan laufende Auslandseinsätze haben, die man nicht einfach "einsparen" kann, jedenfalls nicht von heute auf morgen.

Anders gesagt: Manche sind gleich, andere sind gleicher.
Möglicherweise beurteilen sie Europa ja fair. Dann müssen sie die USA aber auch fair beurteilen.

Sinn hat schon im Vorjahr gesagt,

... dass sich nicht mehr die Frage "ob" sondern nur noch "wann" stellt.
Barroso hat da nicht zugehört. Die Quotenfrau sowieso nicht.
Schade, dass dieses Blond-Vorurteil wieder einmal bestätigt wird.
Daniela Katzenberger for president! Wenn die sich nicht mehr ernst nehmen, warum soll ich das tun?

Böse Ratingagenturen

Nicht die Ratingagenturen ruinieren den Euro , sondern unsere unfähigen Politiker. Das Zerschlagen des Fieberthermometers heilt die Krankheit nicht.

Jeder kann eine Rating-Agentur gründen

wenn er meint, die bestehenden liefern schlechte Qualität... - so funktioniert Marktwirtschaft.

Mal sehen, wie sehr die Investoren den Analysen der Feigmann, Reding & Co ltd vertrauen werden...

Re: Jeder kann eine Rating-Agentur gründen

Ganz so leicht ist das nicht.
Ohne entsprechende Lobby kann ich zwar eine Ratingagentur gründen, Einfluss wird sie aber nicht haben.

Und leider ist diese Lobby eben nicht immer demokratisch und objektiv-rational sondern von eigenen Interessen gesteuert.

Re: Re: Jeder kann eine Rating-Agentur gründen

Rating-Agenturen haben nur dann Einfluß, wenn man ihren Analysen Glauben schenkt. Sie bewerten ein Ausfallsrisiko für Kreditgeber; that's it.

Sollte Sie bessere Analysen liefern, dann haben Sie gute Chancen am Markt.

Aber es ist wohl einfacher, die Besseren per legem zu verbieten als sich einem Wettbewerb zu stellen. Typisch Sozialist.

Re: Re: Re: Jeder kann eine Rating-Agentur gründen

Also
Zu Absatz 1: Die Frage ist aber, wer sind die Akteure, für die Rating-Agenturen wichtig sind und was sind deren Interessen?
Kleines Beispiel: Lehmann-Brothers hatten bis zum Konkurs ein Top-Rating.
Andere Länder stemmen sich gegen den Konkurs(durch Sparpakete oÄ) und bekommen dafür Rating-Abzüge, die sie tiefer in den Konkurs hineinreiten.
Und die Interpretation von Bankenbeteiligung als "Zahlungsausfall" der Staaten ist auch sehr gewagt. Das ließe sich nämlich auch als "Schuldenrückzahlung" der Banken interpretieren.

Zu 2: Nur wenn die Analysen für die Leute, die über Ratings ihr Geld machen, genehm sind. Das Wettbewerb immer fair ist, ist leider ein Märchen. Im Wettbewerb gewinnt immer derjenige, der mehr Einfluss ausüben kann - das kann der Bessere sein, muss es aber nicht zwingend sein!

Mit unserem Geld ...

... und unserem Risiko schafft sie das mit links.

 
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