Österreichische Kreditinstitute haben italienischen Schuldnern per Jahresultimo 2010 etwa 22,16 Milliarden Dollar geborgt, geht aus den im Juni veröffentlichten letztverfügbaren Zahlen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hervor. Dies entspricht zum damaligen Wechselverhältnis etwa 16,5 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Das Griechenland-Exposure der österreichischen Geldgeber betrug zuletzt nur etwa 2,3 Milliarden Euro.
Die Forderungen der heimischen Versicherungen und Fonds sind in den Zahlen nicht enthalten. Auch die Aktiva der Bank Austria, einer Tochter der italienischen UniCredit, werden hier nicht erfasst. UniCredit-Chef Federico Ghizzoni hatte bei der Bilanzpressekonferenz Anfang Mai das Volumen der konzernweit gehaltenen italienischen Staatsanleihen mit 35 Milliarden Euro beziffert.
Österreich ist mit seinem Bank-Exposure in Italien relativ gesehen ein wenig stärker engagiert als die deutschen Banken, bei denen bei italienischen Schuldnern 116 Milliarden Euro ausstanden (Bundesbank-Zahlen, Ende März 2011).
Die von rotweißroten Banken in Italien verborgten Summen sind aber viel geringer als die Forderungen gegenüber Osteuropa. In Ungarn sind dies 25,45 Milliarden, in Tschechien 45,9 Milliarden und in Rumänien 29,8 Milliarden Euro (BIZ-Zahlen Ende 2010).
(APA)
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