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Euro: "Anti-Ansteckungsprogramm" kommt

12.07.2011 | 06:39 |   (DiePresse.com)

Marathon-Sitzung in Brüssel: Die Finanzminister einigen sich auf eine Umgestaltung des Euro-Rettungsfonds und eine Beteiligung des privaten Sektors am zweiten Griechenland-Hilfspaket. Der Euro fiel auf unter 1,40 Dollar.

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Die Euro-Finanzminister haben sich am Montag knapp vor Mitternacht nach stundenlangen Beratungen auf ein "Anti-Ansteckungsprogramm" geeinigt, um eine Ausbreitung der griechischen Schuldenkrise auf Länder wie Italien und Spanien zu verhindern. Der Vorsitzende der Eurozone, Jean-Claude Juncker, betonte, es gehe "einfach darum, alles zu machen, um die Finanzstabilität der Eurozone zu gewährleisten". Deshalb soll der Rettungsfonds für klamme Eurostaaten neue Aufgaben bekommen, erklärten die Minister nach über achtstündigen Marathon-Beratungen in Brüssel.

Die Ressortchefs sicherten außerdem zu, im Schnellverfahren ein neues Hilfspaket für den Schuldensünder Griechenland aufzulegen. "Es wird dabei auch eine Einbeziehung des privaten Sektors geben", erklärte Juncker mit Blick auf Banken und Versicherungen. Diese sollen Milliardenlasten des Pakets mittragen.
Details sind laut Diplomaten immer noch umstritten.

 

Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) will den bisher eingeschlagenen Pfad im Kampf gegen die Eurokrise "verbreitern und ergänzen". Fekter sagte, es seien bei der Eurogruppe am Vortag verschiedene Beteiligungsmodelle des privaten Sektors diskutiert worden. "Das sind unterschiedliche Modelle, die wir uns hinsichtlich ihrer Wirkung anschauen müssen - vor allem welchen Nutzen sie konkret für die maroden Staaten bringen, aber auch für jene Länder, die diesen Staaten helfen".

Juncker kündigte eine Entscheidung zum neuen Hilfspaket "in Kürze" an. Der neue französische Finanzminister Francois Baroin sagte, es könnte sich dabei um Tage oder einige Wochen handeln. Die Minister versicherten jedenfalls ihre "absolute Bereitschaft, um die finanzielle Stabilität der Eurozone zu sichern".

Die Summe für das neue Rettungspaket steht noch nicht fest. Es wird spekuliert, dass es bis zu 120 Milliarden Euro umfassen wird. Laut Erklärung sollen die Bedingungen für das krisengeschüttelte Griechenland erleichtert werden, damit die Kosten zum Bedienen der Staatsschuld sinken.

IWF-Chefin Christine Lagarde erklärte dagegen, ihre Institution sei noch nicht bereit, über Bedingungen eines zweiten Hilfspakets zu diskutieren.

Niedrigere Zinsen für Risikoländer

In dem "Anti-Ansteckungsprogramm" sei vor allem eine Ausweitung des Anwendungsbereichs des herrschenden Euro-Rettungsfonds (EFSF) besprochen worden. Dabei gehe es einerseits um eine Verlängerung der Laufzeiten und andererseits um Zinssenkungen. "Das wird Griechenland entscheidend helfen", so Juncker. Wie diese neue Flexibilität des EFSF konkret aussehen werde, könne er heute aber noch nicht sagen. Die Details müssten noch ausverhandelt werden.

In jedem Fall sollen die Möglichkeiten niedrigerer Zinsen und längerer Laufzeiten jenen Ländern zur Verfügung stehen, die gemeinhin als Bail-Out-Staaten bezeichnet werden, so der Eurogruppen-Chef.

EFSF: Auch Staatsanleihen von Privaten?

EU-Währungskommissar Olli Rehn schloss nicht aus, dass der EFSF-Fonds künftig auch Staatsanleihen von Privatgläubigern kaufen oder Schuldenländern den Rückkauf eigener Anleihen ermöglichen könnte. Bisher ist das nicht möglich. "Wir schließen keine Option aus", sagte der Finne. Die Europäer hatten erst vor einigen Wochen beschlossen, die Garantien für diesen Fonds auf 780 Milliarden Euro auszuweiten. Offen blieb in der Erklärung, ob dieser Betrag weiter steigen könnte.

Am Rande der Gespräch hieß es, im Streit über die Beteiligung der Privatgläubiger gebe es kaum Bewegung. Die beiden Hauptgegenspieler - Deutschland und die EZB - gingen nicht von ihren Positionen ab. Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou hatte in einem Brief an Juncker signalisiert, dass die Initiative der Beteiligung privater Gläubiger nichts tauge.

Auf die Situation Italiens angesprochen, das nach Berichten ebenfalls im Schuldenvisier steht, winkte Juncker ab. Darüber sei nicht spezifisch gesprochen worden. Rehn gab jedoch zu: "Wir sind sehr besorgt über die jüngsten Marktentwicklungen." IWF-Chefin Lagarde schlug in die gleiche Kerbe: "Italien hat ganz klar im Moment mit Problemen zu tun, die im wesentlichen von den Märkten befeuert wurden", so die neue IWF-Chefin. Einige der Wirtschaftsdaten des Landes seien nämlich "exzellent".

Heute wird weiterverhandelt

Heute, Dienstag, (ab 9 Uhr) werden sich die EU-Finanzminister vor allem mit einer einheitlichen Linie zu den Ergebnissen der zweiten Runde der Banken-Stresstests befassen.

(Ag.)

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80 Kommentare
Gast: Halbwissen
12.07.2011 11:07
0 0

zum Glück haben nur die USA ein Schuldenproblem


Gast: gast99
12.07.2011 10:43
1 0

heisse Luft

Was immer für Ideen und Maßnahmen aktuell diskutiert werden, sie bieten maximal eine trügerische Ruhe für Tage, Wochen oder vielleicht sogar einmal ein paar Monate - Lösung sind sie sicher keine.
Die Tatsache, dass man auch als Staat (Volkswirtschaft) unendlich Schulden machen kann, wurde einfach ignoriert und es ist vielleicht gegenüber unseren Kindern gerecht, dass sie uns heute einholt und wir auch noch an der erforderlichen Korrektur mitwirken müssen, sosehr wir uns bemühen durch Umschuldungen und andere Tricks dies zu verhindern. Wie das Beispiel Italien zeigt, die ca. 180 Mia Euro die jetzt benötigt würden um das Kettenspiel weiterzuführen, sind halt in Italien nicht aufbringbar oder nur zu Kosten die in Italien das Gefüge deutlich beeinflusst. Das gilt für viele Länder.

Antworten Gast: gästt
12.07.2011 12:27
0 1

na ganz so ist es auch nicht, denn man

wird ja nicht behaupten können, man hätte zu wenig gearbeitet oder sich zu viel geleistet.

Das System kann auch aus den Fugen geraten und dies ist hier der Fall, wenn es Möglichkeiten gibt, wo mehr oder weniger anonym das Geld ohne Leistungskontrolle bzw. Effizienz abgezogen werden kann. Wenn etwa Zahnärzte nicht verpflichtet sind, ein Röntgenbild, das nicht aus ihrer Ordination stammt, zu verwenden, sondern sich selbst ein weiteres anfertigen, dann wird eine Leistung mehrmals erbracht, die aber völlig unsinnig ist und die das System Krankenkasse schwächt bzw. das Einkommen des Beitragszahlers geschmälgert, da die Beitragszahlungen ständig erhöht werden. Solange dieses System so angelegt ist, dass jeder nach Belieben herausnehmen kann und anderseits der Einzahler meint, dass es ihn nicht trifft, wenn er bei dieser Ineffizienz mittut, weil ja alles "gratis" ist (was bekanntlich nicht der Fall ist), dann wird dies zum Kollaps führen.

Oder wenn Renditen / Zinsen ständig neue Rekordmarken erklimmen, dann wird damit der Arbeitswert relativiert und daher dürfte es im Interesse einer funktionierenden Wirtschaft nie und nimmer solche Zinsen geben, denn im Grunde sollte der Verleih von Geld eigentlich nur dem Erhalt des Wertes dieses Geldes und maximal einem Inflationsausgleich dienen, nun aber wird damit erheblich Geld verdient, obwohl keine "Produktivität" des Verleihers dahintersteht. Diesen Geldverleih könnte auch der Staat übernehmen und dabei gänzlich auf Zinsen verzichten.

Gerade die niedrigen Zinsen sind das Problem, nicht die Lösung

Künstlich niedrige Zinsen verleiten Investoren dazu, risikoreiche und ertragsarme Anlageformen zu wählen (amerikanische Immobilien wären gerade im Sonderangebot...).

Dies geht so lange gut, so lange es einen "noch dümmeren" gibt. Irgendwann jedoch platzt die Blase, und alle fragen sich "warum". Der Fehler war jedoch nicht das Platzen der Blase, sondern schon das Aufblasen einer solchen. Ein künstlicher, auf niedrigen Zinsen basierender Boom heißt, auf Kosten der eigenen Zukunft zu leben.

Geld hat einen (Markt-)Preis - diesen manipuliert man nicht ungestraft.


Gast: Impfpass
12.07.2011 10:42
2 0

Wir impfen

die EU Staaten mit Eigenblut(Geld) zu tode. Da geht einem regelrecht das geimpfte auf.

Fekter gehört jetzt unbedingt "gebrieft" !

...damit die uns auch vertreten kann. Sie kann zwar den entgleisenden Zug nicht anhalten, aber sie kann die Notbremse ziehen.

Der Nationalrat muß jetzt unbedingt tagen, denn zum Zeitpunkt der Wahl konnte uns Staatsbürgern das Ausmaß der jetzt zu entscheidenden Maßnahmen nicht klar sein.
Raus aus den Ferein!

Was Fekter dort jetzt unterschreibt, betrifft unsere Zukunft. Und ich befürchte, die Politker sind dabei, unsere Zukunft zu gefährden.

siehe:
"Wir schließen keine Option aus",
"beschlossen, die Garantien für diesen Fonds auf 780 Milliarden Euro auszuweiten"

Deutschland ist das Schlüsselland

An ihm läge es, sich aus der Fessel des Euro zu befreien, dann hätte auch Österreich eine Chance dem Euro wieder zu entkommen. Ohne Deutschland würden auch wir von den Rating- Agenturen abgewürgt. Die Finanzwelt läßt sich ihr Spielzeug Euro nicht ohne weiteres nehmen. Doch Deutschland hat sich bereits abgeschafft.

0 0

abgewürgt

Die EU wird nicht von den Rating-Agenturen abgewürgt, sondern von den Banken.
Diese haben Griechenland und Co ja das Schuldenmachen ermöglicht, fette Zinsen kassiert und die Verluste eingefahren. Jetzt wollen diese Banken aber, dass die Steuerzahler diese Verluste zu 100% übernehmen.

Die verjunckern unser Geld !!

"niedrigerer Zinsen und längerer Laufzeiten...Bail-Out-Staaten.... zur Verfügung",
"künftig auch Staatsanleihen von Privatgläubigern kaufen".
Man kann einen Auto-Crash nur selten dadurch vermeiden, dass man kurz vor dem Zusammenprall auf Gas steigt.

Antworten Gast: grau
12.07.2011 10:38
7 0

Re: Die verjunckern unser Geld !!



sie machen sich halt ihre welt, AUF UNSERE KOSTEN, wiediwiediwie sie ihnen gefällt, die pippis !

das nützt doch alles nichts mehr

Der Wirtschaftsleistung muss eine adäquate Geldmenge gegenüberstehen.

Ist diese Geldmenge geringer als die Wirtschaftsleistung stellt sich eine Defaltion und ein Wirtschaftsabschwung ein. Ergo, unser Lebenstandard sinkt, was keiner will.

Ist diese Geldmenge größer als die Wirtschaftsleistung stellt sich Inflation und ein Wirtschaftswachstum ein. D.h. unser Lebenstandard steigt und alle sind glücklich soferne sich die Inflation in vernünftigen Bereichen bewegt.

Das heisst aber auch daß die Geldmenge stetig wachsen muss. Und wie wird Geld geschaffen ? Eben, durch Schulden ! Nur ist im System leider das Geld für die Zahlung der Zinsen noch nicht vorhanden. Folglich müssen wieder Schulden gemacht werden um die Zinsen zu zahlen. Folglich müssen wieder Schulden gemacht werden um die Zinsen zu zahlen. Folglich ..........

Tante Google gibt, wenn man sie nach Begriffen wie "Zinseszinseffekt", "Josefspfennig", "Geld als Schuld" befragt, recht interessante Antworten.

Fazit: Eher früher als später knallen wir mit voller Wucht gegen die Wand. Und unsere Politiker schicken uns zur Nagelmaniküre obwohl wir uns gerade die Hand abgehackt haben.

Wenn wir alle übereinkommen,

heute Nacht um punkt Null Uhr 3 zusätzliche Nullen auf unsere Euroscheine zu malen, haben wir deswegen noch lang keinen Aufschwung.

Aufschwung und Inflation haben nichts miteinander zu tun.

Inflation kann die Illusion eines Aufschwungs erzeugen, aber nur für die wenigen Glücklichen, die das Geld in die Hand bekommen, bevor seine Entwertung allgemein bekannt ist.
Alle Anderen (der gemeine Bürger) bemerkt erst zu spät, daß sein Reichtum nichts mehr wert ist und kann gerade mal eine kleine Lohnerhöhung fordern gehen.

Aufschwung ensteht, wenn Menschen das produzieren, was andere Menschen kaufen wollen.

Gast: strelizie
12.07.2011 10:27
2 0

Pan(euro)demie

is really goo!!

Und wer rettet dann die Retter?
Ich befürchte, die Politiker Europas verhandeln nicht, sie spielen Monopoly mit unserem Geld, aber mit viel zu hohem Einsatz.

Gast: grau
12.07.2011 10:19
3 0

HALLO, ZENSUR !



wieso geht hier nichts durch?

habts befehle aus brüssel oder von deren bütteln gekriegt, die klare meinung zu unterdrücken?

DIE EINZIGE antiansteckungsmaßnahme mit aussicht auf erfolg ist die rückkehr zur eigenen, werthaltigen, währung !

der euro ist tot !

die ÄÄUU ist tot !

3 2

Anti-Ansteckungsprogramm?

Griechenland ist bereits Zombie. Irland und Portugal auf der Intensivstation. Spanien und Italien sind bereits angesteckt und und zeigen schwere Symptome.
Die Ansteckung bzw. Pan(euro)demie hat sich schon etabliert. Das Antiansteckungsprogramm kommt viel zu spät und hilft maximal Deutschland und den anderen Nettozahlern, sich Zeit zu verschaffen und entsprechende Prophylaxen voranzutreiben, bzw. die virulenten Staaten in Quarantäne zu schicken. Das schlimme daran ist, dass unter anderen auch Frankreich angesteckt ist, nur eben noch Asymptomatisch.

Zum Glück, kann es sich der Amerikaner nicht leisten den Euro total zu kippen, nur soweit sein Imunsystem zu zerstören, dass er keine Alternative zur Weltwährung mehr darstellt.

Die exponentielle Schulden-, bzw. Geldmengenkurve (was ja bekanntlich das selbe ist, da jegliches neu geschaffene Geld durch Schulden entsteht) ist in den steilen Teil übergegangen! Und die klassische Fieberkurve des Geldsystems, namentlich Gold, zeigt ebenfalls diesen Verlauf.

Gast: FragenderIn
12.07.2011 09:49
8 2

Die EU, Schengen und der EURO wurden nicht von den Ratingagenturen sondern von den EU-Politikern zerstört!

Man muss sich vorstellen; da gibt es eine EU und einen EURO-Raum, der sich im Vorfeld der Gründung in vieljährigen Prozessen jeweils die ausgeklügeltsten und umfangreichsten Gesetze und Vorschriften der Menschheitsgeschichte gibt und durch diese bis ins kleinste Detail vorbildlich geregelt wird.

Dann aber kommen die Politiker und verhunzen das ganze Regelwerk!

1.) Die Osterweiterung mit Staaten die noch heute nicht Europafähig sind (Rumänien, Bulgarien,...)

2.) Die Schengen-Erweiterung auf Staaten, die ihre Außengrenzen nicht sichern können.

3.) Die Schengen-Erweiterung auf Staaten, die ihre rechtsstaatlichen AUfgaben (Verbrechensbekämpfung) im Inneren nicht ausreichend sichern können

4.) Die Aufnahme von Ländern in die EURO-Zone, welche die Regeln weder im Vorfeld noch im laufenden betrieb eingehalten haben.

5.) Die Missachtung der EURO-Regeln durch fast ALLE Mitgliedsländer der Zone, inkl. und vor allem Schröder-Deutschland (Schuldengrenze "dummes Korsett")

6.) Die Missachtung der "No bail out" Klausel im EU-Vertrag (GR, IRL, POR,...)

7.) Die Missachtung der EZB-Vorschriften durch sinnlosen Ankauf von Ramsch-Anleihen in hundertfacher Milliardenhöhe.

...

Das heißt also, die EU und der EURO wären als IDEE eine tolle Sache gewesen, die praktische Umsetzung ist aber am Populismus, der Inkosequenz und der Korruption/Eitelkeit der handelnden Personen gescheitert.

Man kann eben aus einer Wirtschaftsunion keine Kri minalitäts-, Verschuldungs-, As yl- und Umverteilungsunion machen.

DAMIT ERLEIDET DIE EUROPÄISCHE UNION DAS GLEICHE SCHICKSAL WIE DER KOMMUNISMUS!

Idee: vielversprechend
Umsetzung: verheerend.


Gast: grau
12.07.2011 09:46
4 2

das EINZIGE vernünftige antiansteckungsprogramm



ist die rückkehr zur eigenen währung !

PIIGS- staaten könnten abwerten, oder was immer, uns könnte es eher wurscht sein, und wir hätten UNSER geld wieder für uns !

NEIN ZUR TRANSFERUNION !

NEIN ZUR ÄÄUU !

Gast: godsmack
12.07.2011 09:36
1 1

Sofortige Liquidierung und Verstaatlichung der Banke

Das Banksystem, der Grund allen Übels!

http://blog.markusgaertner.com/2011/07/12/wie-banken-europa-ausrauben/

smack

Gast: _hw_
12.07.2011 09:14
0 2

impfung

wer hat die ösi eigentlich so geimpft, dass sie freude daran haben, wenn das geld in der eigenen geldtasche zerbröselt?
oder stellen sich da wirklich viele mit hab und gut im dienste der partei?

das ist ja schlimm!

3 1

Re: impfung

Zumindest sind wir nicht dem deutschen Gurkenjournalismus hörig, der auch so seinen Anteil beigetragen hat, ob bei den Banken, der Autoindustrie oder bei den Politikern.

Der letzte Unfall bei der Tour de France ist so sinnbildlich wie die Medien derzeit selbstherrlich agieren.

Gast: _hw_
12.07.2011 08:59
1 0

die zeit ist reif

für einen aktive wirtschafts-, finanz und verteitigungspolitik.
motto: angriff ist die beste verteidigung!

Gast: 1. Parteiloser
12.07.2011 08:45
2 0

Finanzstabilität in Europa?

Für die Eurozone, um eine Mindeststabilität zu erfüllen, wurden 2 wesentliche und DAUERHAFTE, Kriterien als Vertragsbestandteil aufgenommen.

Max. Schulden: 60% vom BIP
Max. Defizit p.a.: 3% vom BIP

Diese, sehr wesentlichen, Vertragsbestandteile haben die Länder der Eurozone schon lange gerissen. Die Eurozone hat inzwischen die 80% vom BIP Schuldenquote schon gerissen, obwohl in vielen Länder noch ausgegliedert wird (geschummelt) was das Zeug hält. Auch die tolerante 3% Grenze wird um etwa 100% verfehlt!

Es ist kein Problem von Griechenland und Italien alleine, die ganze Eurozone hängt tief im Schuldensumpf. Es wird nur noch wenige Jahre dauern bis die Schallmauer von 10.000 Mio. Euro an Schulden durchbrochen wird. Bei einem Zinssatz von 5% sind dafür dann jedes Jahr 500 Mrd. Euro an Zinsen fällig, welche den Steuerzahler abgepresst werden müssen. Jedes Jahr, immer wieder und immer wieder.

Auch die volkswirtschaftlichen Leistungen der EU Länder sind nicht wirklich in Ordnung. Bei einer Gesamtbetrachtung reißt diese Region ein Handeldefizit von etwa 200 Mrd. Euro pro Jahr auf!

Der Grund für die Nichtfinanzstabilität sind alleine die Staatsausgaben, welche alleine in der Eurozone pro Jahr etwa 5.000 Mrd. Euro betragen! Es sind alleine Staatsausgaben, welche die Probleme verursacht haben. Sinnlose Umverteilungsexzesse für Förderungen, Verwaltung und sonstigen geschützten Bereichen.

Nur eine FinanzmarktUNstabilität!

Re: Finanzstabilität in Europa?

Was heisst schon lange gerissen, einige Länder hätten den € gar nicht einführen dürfen und dann hätten wir auch jetzt nicht diese Probleme!!

Antworten Gast: _hw_
12.07.2011 09:03
0 0

Re: Finanzstabilität in Europa?

sie haben recht, leider hat bruessel keine handhabe falls es zu ueberschreitungen kommt.
ich halte strafzahlung nicht fuer sinnvoll.

ein vorschlag: falls jemand die kriterien länger überschreitet, gibts eine kontrollfunktion von bruessel, falls es länger als 1jahr dauert, gehen auch rechte nach bruessel!

Antworten Gast: Quuerverbindung
12.07.2011 08:52
2 0

Re: Finanzstabilität in Europa?

das schlimme ist, dass mittlerweile selbst die besten, reichsten länder wie österreich oder deutschland die kriterien nicht mehr erfüllen können.

aber noch viel schlimmer ist, dass diese kriterien und das gesamte euro-konstrukt von anfang an fehlerhaft und zum scheitern verurteilt war.

es war von anfang an ein projekt auf zeit mit ablaufdatum.

schon alleine die tatsache, dass niemals mitkalkuliert wurde, dass es vielleicht mal zu wirtschaftskrisen kommt oder einzelne (oder alle) mitgliedsstaaten abwerten müssen um ihre wirtschaft stabil zu halten - alleine das sagt schon alles.

Antworten Antworten Gast: _hw_
12.07.2011 09:05
2 0

Re: Re: Finanzstabilität in Europa?

können? eher wollen!
keine partei verzichtet freiwillig auf wählerstimmen.

Gast: Karl Huber
12.07.2011 08:45
4 0

Kasperl und Petzi in Brüssel

Die werden Europa schlimmer hinterlassen denn die Weltwirtschaftskrise in den 20igern.
Leut. Schnallts euch an.
Ich bin nur gespannt wie lange es dauert bis das Volk diese Schmierenkomödie unterbindet und die Darsteller zur Rechenschaft ziehen?
Vielleicht sollte ich sagen.
Politiker schnallts euch an. Wenn der Volkszorn ungebremst am Parlament und der Hofburg aufläuft waren die 30iger ein "Lüfterl" dagegen.
Und.. Ich kann das Volk nur zu gut verstehen.

Antworten Gast: zk
12.07.2011 09:53
1 1

Re: Kasperl und Petzi in Brüssel

Kann nur hoffen, dass Ihre Wünsche nicht in Erfüllung gehen. Wem würde das Chaos nützen? Außerdem überschätzen Sie das revolutionäre Potentials des "sogenannten Volkes". Dies ist nämlich zu einem lethargischen Haufen von täglich Halbwahrheiten lesenden und Musikantenstadl schauenden Zeitgenossen verkommen, das alle paar Jahre die üblichen Parteien wählt, egal was passiert. Die Bauernkriege und Arbeiteraufstände sind Geschichte. Man folgt bestenfalls irgendwelchen Demagogen, meist ins totale Unglück.


1 0

das alle paar Jahre die üblichen Parteien wählt, egal was passiert

Sie sprechen mir aus der Seele!

Wenn man es genau nimmt, dann ist eine Demokratie mit der Denkungsart unserer Menschen gar nicht möglich.

Da wird aus falschverstandenem Treue-, Ehr-Gefühl und was weiß ich noch allem, immer wieder die gleiche Partei gewählt. Da wird nicht vorher nachgedacht was für das Land im Moment günstiger ist. Deshalb werden eigentlich ja Wahlen abgehalten, daß man von Zeit zu Zeit eine Korrektur einlegen kann. Aber dieser einzige Vorteil, den die Demokratie bietet, wird ganz einfach nicht genutzt!

Antworten Antworten Gast: Karl Huber
12.07.2011 10:41
2 0

Re: Re: Kasperl und Petzi in Brüssel

Ihr Wort in Gottes Ohr.
Auch ich wünsche mir alles andere! Glauben Sie mir.

Revolutionen gehen nie von der "Masse" aus sondern von einzelnen Gruppen. Die Masse folgt später.
Wenn in Wien ein paar Tausend aufmarschieren und das konsequent... Mit den richtigen Themen?
Na warten wir es ab.
Eines bin ich mir jedoch sicher. Die Politiker werden sich nicht ändern wenn wir sie nicht dazu zwingen! Und das können wir nicht mittels Wahlen wie wir alle wissen.

Gast: grau
12.07.2011 08:45
8 3

ICH FREU MICH AUF DEN SCHILLING !




der oyro ist für die würscht !

stellts euch vor : wieder RICHTIGES geld, nicht juncker-rubel !

Antworten Gast: Hans im Glück
12.07.2011 10:34
2 1

Re: ICH FREU MICH AUF DEN SCHILLING !

Es lebe der neue Schilling!!!

Gast: Gamezone
12.07.2011 08:44
3 0

das scheitern war immer gegenwärtig

man kann nur zu dem schluss kommen, dass dieses konstrukt von jeher zum scheitern verurteilt war. aus vieler gründen, angefangen von inkompetenz bis zum richtlinien-wahn.

dies alles ist schon seit jahren, ja jahrzehnten der fall, wurde aber in den letzten 10-15 jahren von jahr zu jahr schlimmer. jedes jahr mehr richtlinien, für jeden auch noch so unwichtigen bereich, jedes jahr neue mitglieder, neue zahlungsempfänger. selbst in der jetzigen situation wird nicht davor zurückgeschreckt gegen die warnungen von experten neue länder in den euro aufzunehmen und neue mitglieder im halbjahrestakt noch dazu.

und entgegen der weitläufigen meinung ist die eu bereits immer schon ein "transferclub" - nur sind mittlerweile eben die beträge ins astronomische gestiegen.

Gast: wassolls
12.07.2011 08:39
4 1

es gibt sogar Menschen die den 2. Weltkrieg

...überlebt haben

hab ich zumindest gehöhrt, den zusammenbruch des Euros werden wir auch überleben.

Geld ist im Endeffekt nur ein Tauschmittel wurde aber als Ware betrachtet die produziert werden muss, schließlich gab es soviel Geld das es einfach im Gegensatz zu den verfügbaren Gütern zuviel geworden ist und in Fluchtwerte wie Immobielien und Edelmetalle,Öl etc also Waren investiert wurde und schließlich dieses echte Geld(Waren und Dinge) so verteuerten das wir das alle spüren bei Betriebskosten Nahrung Miete und am meisten bei den Steuern...

Wer hat denn die ganzen Billionen der Staatsschulden auf der habenseite, der kleine Mann der obwohl 90% der Bevölkerung keinen nenneswerten Anteil am Geldvermögen hat(auch Pensionen zählen nicht da keine Aktiva sondern Umlageverfahren) wen also trifft die Geldentwertung?

ich sage ich freue mich darauf oder zumindest auf die positiven auswirkungen nach ein paar jahren, alles ist besser als jetzt wo wir schon dirkekt und indirekt 2/3 Steuerlast zu bezahlen haben........
sollten die Griechen tatsächlich mal einen Vorteil für uns gebracht haben?

Wie kommen wir aus der geleasten Weltfinanzkrise der Geschichte heraus

Ohne die Beteiligung der Reichen, die seit vierzig Jahren saftige Gewinne eingefahren haben, wird's nicht gehen. Schande ueber die vielen Krisengewinnler!

Antworten Gast: ZUUURABSICHTSERKLÄRUNG
12.07.2011 08:48
0 0

Re: Wie kommen wir aus der geleasten Weltfinanzkrise der Geschichte heraus

die ironie von der geschichte ist ja auch jene, dass gerade die amerikaner, die sich ebenfalls eine "finanzgestützte" wirtschaft aufgebaut haben um ein vielfaches leichter wieder rauskommen werden, weil sie nicht in einem derart bürokratischen kafakaseken verein wie der eu gebunden sind und die us-regierung ihre handlungen selbst entscheiden kann.

in der eu hingegen sitzen 27 total unterschiedlich länder, ökonomisch wie kulturell, zusammen und entscheiden was: kompromisse, fehlentscheidungen, lasche absichtserklärungen.

Re: Re: Wie kommen wir aus der geleasten Weltfinanzkrise der Geschichte heraus

Politische Einigung, hin zu den Vereinigten Staaten von Europa, statt Kleinstaaterei.
Das ist der Weg.

Gast: Übeltäter
12.07.2011 08:23
1 0

Beteiligung von Politikern

Man sollte nicht nur über die Haftung Privater, sondern auch über die von Politikern für die von ihnen getroffenen Entscheidungen diskutieren.

30 Jahre Haftung mit dem Privatvermögen für die Folgen der eigenen Unfähigkeit, und schon sähe alles ganz anders aus.

Ob sich eine Partei findet, die meine Forderung unterstützt? Vielleicht die grüne Saubermann-Truppe?

6 0

Einfach nur lächerlich

Anti-Ansteckungsprogramm - wenn's nicht so traurig wär, müsst man ja wirklich herzhaft lachen. Pure Verzweiflungsaktion, die Herrschaften wissen ja nicht mehr ein und aus. Sie sind gescheitert. Der Euro ist gescheitert. Möglichst rasche Rückkehr zu den nationalen Währungen, solange wir uns mit dem x-ten Rettungsschirm noch nicht total verschuldet haben. Je öfter wir uns an solchen sinnlosen Durchhalteaktionen beteiligen, umso tiefer hängen wir selber mit drin.

Der Anfang vom Ende der EU

Zitat: Die Europäer hatten erst vor einigen Wochen beschlossen, die Garantien für diesen Fonds auf 780 Milliarden Euro auszuweiten.

Der Anfang vom Ende. Um das Geld der Spekulanten und Finanzalchemisten weiters zu retten, werden die wirtschaftlich noch starken Staaten mittels neuer Rettungsschirme weiter ausgeplündert. Solange bis der Haufen liberaler Müll in sich zusammensackt.

Am Anfang war ich über soviel Dummheit schockiert. Mittlerweile lehne ich mich nüsseknabbernd zurück und genieße, mit einem Anflug von Zynismus, das Szenario.

Re: Der Anfang vom Ende der EU

zu geniessen gibt es da gar nichts, das ist schliesslich unsere Zukunft die hier ruiniert wird - und zwar nachhaltig.

Re: Re: Der Anfang vom Ende der EU

Ein weise Mann sagte: "Wenn Du etwas nicht ändern kannst, dann versuche das Gegebene zu genießen"

Damit meine ich: "Es bringt nichts wenn man sich über etwas ärgert, was man ohnehin nicht ändern kann."

1 2

Re: Re: Der Anfang vom Ende der EU

Europa hat anderes auch überstanden.... Das wird schon wieder werden!

Antworten Antworten Antworten Gast: _hw_
12.07.2011 09:16
2 0

Re: Re: Re: Der Anfang vom Ende der EU

europa könnte sich in der tat mal ein beispiel an japan nehmen, die schaffen ganz andere probleme!

Gast: Hanibal L.
12.07.2011 08:06
2 0

Anti-Ansteckungsprogramm

die euro-politiker erfinden produke und begriffe wie marketers, die dem konsumenten alte huete verkaufen wollen; um geld - versteht sich.

Euro-Schutzschirm
Euro-Rettungsschirm
Euro-Sicherheistgurt
Euro-Anti-Ansteckungs-Gesichtsmaske

wie waers mit Euro-Furzkissen, Euro-Kaeseglocke

1 0

Regel Nr 1

man muss zuerst wissen wie Bänker ticken.

Also „Geldverlust“ ist das beste Abschreckungsmittel für Spekulanten, derzeit sehen die Spekulanten nur hohe Gewinne, finanziert durch den Steuerzahler und ausgeführt durch schwache, manipulativ Politiker. Es gibt die Option Geldverlust, das muss ausgesprochen werden.

Wichtig ist nicht ob man herfällt, sondern ob man wieder aufsteht, Griechenland, ... wird wieder aufstehen, mit oder ohne Banken.

Re: Regel Nr 1

stimmt, das sehe ich auch so. Und als langfristiger Investor weise ich auf noch was hin: MSCI GR ist zur Zeit verdammt billig!!!

4 0

Die Euro-Finanzminister

Eher sollten die : Rudi ratlos Truppe
genannt werden .

9 1

"Ansteckung"

Nur deshalb, weil in Brüssel ein Haufen nutzloser Kasperln seine eigene Wichtigkeit unter Berweis stellen muß, heißt das noch lange nicht, dass man die müdigen Bürger der EU, wie Kleinkinder behandeln darf.
Dümmliche Ausdrücke, wie "Ansteckung", "Schutz vor Ansteckung" , "Anti-Ansteckung", "Reprofilierung der Schulden", "freiwilliger Beitrag des Privatsektors" lullen offenbar nur die EU-Clowns ein; die glauben ihren eigenen Schwachsinn.
Fakt ist, dass nahezu kein Land der EU seine Schulden zurückzahlen kann; also pleite ist. Wenn nun die total bankrotten Länder von den nur normal bankrotten Ländern gerettet werden sollen, dann kommt das der nach oben gerichteten Schwerkraft gleich.
Die jetzige Geschäftigkeit dient nur dazu, die Probleme unter den Teppich zu kehren. In der Hoffnung, dass er dort so lange verbleibt, dass erst die nachfolgende Generation den Dreck wegräumen muß.

Diese dankt schon jetzt den Generations-Kannibalen.

wie schützt man sich vor der euro krankheit?

Schutzimpfung mit noch mehr buntem Klopapier?

Wie im richtigen Leben hilft auch hier nur gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung zum Abbau aller Schadstoffe

Ist das Immunsystem einmal nachhaltig zerstört

nützt einem bereits infizierten Organismus kein Anti-Ansteckungsprogramm mehr. Einmal mehr leere Worthülsen, von jenen Scharlatanen, die Europa und deren Staaten zugrunde richten.
Man sollte die noch möglichen Bankgeschäfte as soon as possible tätigen - solange die Banken noch offen haben!

Hobbyökonom