Mailänder Börse rutscht erneut stark ab

12.07.2011 | 10:40 |   (DiePresse.com)

Der Index FTSE sank im Frühgeschäft um 4,08 Prozent, die Aktien großer Banken verloren mehr als sieben Prozent.

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Wegen der zunehmenden Sorgen in Europa um die finanzielle Stabilität Italiens ist die Mailänder Börse am Dienstag den dritten Tag in Folge arg unter Beschuss geraten. Zu Handelsbeginn sank der Mailänder Aktienindex FTSE Mib am Dienstagvormittag um 4,08 Prozent. Schon am Montag hatte der Aktienindex ein Minus von vier Prozent gemeldet.

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Vor allem die Aktien italienischer Banken gerieten stark unter Druck. So meldete die Bank-Austria-Mutter UniCredit zu Handelsbeginn am Dienstag ein Minus von 7,11 Prozent. Die Aktie wurde daraufhin vom Handel ausgesetzt, ebenso wie die Papiere der Versicherungsgesellschaft Generali. Auch UniCredit-Konkurrent Intesa San Paolo klagte über einen Rückgang von 7,14 Prozent. Wegen starker Kursverluste waren die UniCredit-Aktien schon am Montag vorübergehend vom Handel ausgesetzt worden.

Italien hat mit einer Verschuldung von 120 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts (BIP) nach Griechenland die zweithöchste Verschuldung der Eurozone und muss im zweiten Halbjahr die Rückzahlung alter Anleihen in Höhe von etwa 177 Mrd. Euro refinanzieren. Das italienische Parlament hat am Montag mit der Überprüfung eines Sparpakets mit Ausgabenkürzungen in Höhe von 47 Milliarden Euro bis 2014 begonnen. Das Sparpaket besteht aus insgesamt 39 Artikeln und soll noch vor der Sommerpause im August abgesegnet werden.

(APA)

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6 Kommentare
Gast: Desinfoterminator
12.07.2011 10:52
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Na Bravo!

Da haben die Wiener Sozialisten, den größten Banken"verkaufs"skandal - laut Ex-SPÖ-Finanzminister Hannes Androsch wurde die Bank verschenkt - Österreichs schon angerichtet und die gesamte Bank Austria in grenzenloser Dummheit Schritt für Schritt (zur Bank Austria gehörte die Länderbank, die CA und damit die 3. oder nach anderer Bewertung nur 4. größte Bank Brasiliens und andere Beteiligungen die heute allein schon halb so viel wert sind wie die gesamte UniCredit) im Endeffekt für 1 % der UniCredit Aktien eingetauscht, die gerade noch um die 100 Mio. Euro wert sind und dann beginnen auch noch die Kurse der letzten Aktien zu rutschen.

Na bravo kann man da nur sagen.

Aber Hauptsache Klima hat seinen Versorgungsposten bei VW über eine mitbeschenkte Hausbank von VW bekommen.

Bei aller Kritik an Schüssel, er ist eben auch wie die Roten ein Bonzen-auf-Staatskosten-Beschenker und damit ein Feind Österreichs und der Österreicher, aber beim Wahnsinn der Billigübernahme der CA durch die damalige Bank-Austria-Länderbank hat er wenigstens zu den vertrottelten Sozis die Freundschaft gekündigt, wodurch wenigstens zwischendurch die Retter Österreichs von der FPÖ wieder Spielraum schaffen konnten, dass uns der SPÖVP-Wahnsinn nicht in den Staatsbankrott stürzt.

Vom Markt werden nun bereits jene Aktien schärfer korrigiert, deren Firmensitze in Ländern mit zu hohem Defizit liegen, da Schulden eben die Steuern von morgen sind und dies den Wert der künftigen Erträge der AGs schmälert.

Antworten Gast: Halbwissen
12.07.2011 11:05
1

Re: Na Bravo!

laut desinfoterminator hat Italien nur ein kleines Problem ( der Norden finanziert den Süden bla bla .... )

Antworten Antworten Gast: Desinfoterminator
12.07.2011 11:57
0

Re: Re: Na Bravo!

Gemessen an den USA hat Italien wirklich keine Probleme. Die Schulden sind konstant - trotz Krise - bei etwa 120 % des BIP und außerdem eben intern. Die reichen Italiener im Norden borgen via Staat den armen Italienern im Süden Geld. Das ist ein rein italienisches Problem.

Steigen die Zinsen, so steigen auch die Steuereinnahmen und dank höherer Inflation bleiben die selbst bei einem Budgetdefizit von 4,2 % de facto volkswirtschaftlich gesehen konstant. Noch dazu haben die Italiener eine Basel III Währung und nicht eine windige Junkwährung wie den US-Dollar, der 1 : 1 für US-Staatsschuld gegeben wurde, die praktisch nicht verzinst ist. Steigen die Zinsen - und die werden auch im Dollar nicht auf Null bleiben, fallen diese Anleihen im Wert und der Dollar ist noch schwächer als er schon ist.

Die Fed hat ihre Munition längst verschossen und versucht nun Banken, die Ratingagenturen finanzieren und mit der Fed zusammenarbeiten dazu hinzureißen falsche Ratings zu erstellen.

Ein schlechteres Rating für Italien ist blanker Schwachsinn, wenn die USA von selbigen Ratingagenturen ein AAA erhalten.

Ich bin dafür, dass die EU hohe Strafen für die Veröffentlichung von Ratings in Höhe von hunderten Milliarden festsetzt, wenn nicht die Ratingagenten - angeschlossen an einem Lügendetektor - befragt werden dürfen, WIE sie zu den Ratings kommen. Fragen z. B. "Empfinden sie es als logisch richtig den USA ein AAA-Rating weiter zu geben, wenn jenes von Italien doch gesenkt wurde." u. s. w.

Hab keine Bankwerte im Depot sondern nur mehr welche von Waffenhersteller!


Die CAC40 Werte (franz. Börse)

wie zB: Credite Agricole (-12,57 %) in 2 Tagen

Klar...die haben alle den gleichen Dreck in den Bilanzen.
Die Europäischen Banken werden wie die toten Fliegen von der Wand fallen.
Alles war nur ein Lügengerüst.

Antworten Gast: Desinfoterminator
12.07.2011 11:19
0

Re: Die CAC40 Werte (franz. Börse)

So einfach ist es leider nicht. Hätte die SPÖVP nicht den Banken so großzügig mein Steuergeld zur Verfügung gestellt und gegen meine und die Interessen von Freunden, die ein vielfaches verdient hätten, verwendet wäre die Erste Bank längst eine echte private Bank, die nicht mehr vom unfähigen Treichl - ich meine den Junior, der Senior reißt seinen Sohn ja immer wieder noch aus den gröbsten Problemen raus - geführt werden würde.

Banken werden bis zur Staatspleite gestützt, die zwar viel schlimmer ist, als wenn ein gefährliches Geschwür aus einem Land entfernt wird, aber die Bonzen, die an der Macht sind, lassen sich ihre PR, die sie und die Banken an der Macht hält, von den Banken bezahlen. Ohne massive Verbreitung von Lügen über die Folge von der Pleite der Erste Bank oder der Raiffeisenbank, in Medien, die den Banken gehören (z. B. Kurier = Raiffeisen, Standard = Bank Austia Uni Credit) wäre es unmöglich gewesen, dass das Volk keinen Aufstand macht, wenn die Regierung in- und ausländischen Banken (die Uni Credit ist eine italienische Bank und bekam via Bank Austria auch Milliarden zugesteckt, die sie nur bekam, da eben da hauseigene Blattl Standard gezielt Unsinn verbreitet) Milliarden auf Kosten der Steuerzahler schenkt. Hätte die Regierung das Geld der Steuerzahler investiert, statt es zu verschenken, hätte der Staat eben die Bankaktien für die Hilfe genommen und das Volk, dem man das Risiko umgehängt hat hätte dann die Gewinne plus wirklich sanierte Banken gehabt.

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